ELB, GNB online lesen
Elberfelder Bibel
Elberfelder 2006
Die beiden unzüchtigen Schwestern Ohola und Oholiba
1 Und das Wort des Herrn geschah zu mir so:
2 Menschensohn, {da gab es} zwei Frauen, Töchter einer Mutter waren sie.
3 Die hurten in Ägypten, {bereits} in ihrer Jugend hurten sie; dort wurden ihre Brüste gedrückt, und dort betastete man ihren jungfräulichen Busen.
4 Die Ältere hieß Ohola[6]d. h. ihr Zelt und ihre Schwester Oholiba[7]d. h. mein Zelt {ist} in ihr. Und sie wurden mein und gebaren Söhne und Töchter. Und {was} ihre Namen {betrifft}: Samaria ist Ohola, und Jerusalem ist Oholiba.
5 Und Ohola hurte von mir weg[8]w. wählte hurerisch {Liebhaber} statt meiner. Und sie hatte Verlangen nach ihren Liebhabern, den kampftüchtigen Assyrern[9]w. nach den Assyrern, Kämpfern. – LXX: nach den Assyrern, den Nahen,
6 gekleidet in violetten Purpur, den Statthaltern und Befehlshabern, anmutige junge Männer[10]o. Auserlesene; d. h. wehrtüchtige kräftige Männer waren sie alle, Reiter, auf Pferden reitend.
7 Und sie richtete ihre Hurereien auf sie. Die Auslese der Söhne Assur waren sie alle; und mit allen, nach denen sie Verlangen hatte, {und} mit all deren Götzen machte sie sich unrein.
8 Auch ihre von Ägypten her {gewohnten} Hurereien[11]o. ihre Hurereien mit den Ägyptern ließ sie nicht; denn {schon} in ihrer Jugend hatten sie bei ihr gelegen und hatten ihren jungfräulichen Busen betastet und ihre Hurerei über sie ausgegossen.
9 Darum habe ich sie in die Hand ihrer Liebhaber gegeben, in die Hand der Söhne Assur, nach denen sie Verlangen hatte.
10 Die haben ihre Blöße aufgedeckt, ihre Söhne und ihre Töchter weggenommen, und sie selbst haben sie mit dem Schwert erschlagen, sodass sie zum Gerede bei den Frauen wurde, und haben Strafgerichte an ihr geübt.
11 Und ihre Schwester Oholiba sah es, und sie trieb es mit ihrem Verlangen verderblicher als sie und mit ihren Hurereien {schlimmer} als ihre Schwester mit {ihren} Hurereien.
12 Sie bekam Verlangen nach den Söhnen Assur, Statthaltern und Befehlshabern, Kämpfern, prächtig gekleidet, Reitern, auf Pferden reitend; anmutige junge Männer[10]o. Auserlesene; d. h. wehrtüchtige kräftige Männer waren sie alle.
13 Und ich sah, dass sie sich unrein gemacht hatte: Dieselbe Art[1]w. Einen Weg hatten sie beide.
14 Aber sie trieb ihre Hurereien {noch} weiter: Denn sie sah Männer in Zeichnung an der Wand, Bilder von Chaldäern, mit roter Farbe eingezeichnet,
15 gegürtet mit einem Gurt[2]o. Lendenschurz an ihren Hüften, herabhängenden Turbanen auf ihren Köpfen, sie alle vom Aussehen hervorragender Kämpfer, ein Abbild der Söhne Babels, deren Geburtsland Chaldäa ist.
16 Und als ihre Augen sie sahen, bekam sie Verlangen nach ihnen, und sie sandte Boten zu ihnen nach Chaldäa.
17 Da kamen die Söhne Babels zu ihr zum Liebeslager und machten sie durch ihre Hurerei unrein. Doch als sie sich an ihnen unrein gemacht hatte, wandte sich ihre Seele jäh von ihnen ab.
18 Und als sie {so} ihre Hurereien aufgedeckt hatte und ihre Blöße aufgedeckt hatte, da wandte sich meine Seele jäh von ihr ab, ebenso wie meine Seele sich von ihrer Schwester jäh abgewandt hatte.
19 Sie aber vermehrte {noch} ihre Hurereien, indem sie an die Tage ihrer Jugend dachte, als sie im Land Ägypten gehurt hatte.
20 Und sie bekam Verlangen nach ihren[3]w. seinen; d. h. den Liebhabern aus Ägypten Liebhabern, deren Fleisch wie das Fleisch der Esel und deren Erguss wie der Erguss der Pferde ist.
21 Und du sehntest dich nach der Schandtat[4]o. Unzucht deiner Jugend, als man in Ägypten[5]w. von Ägypten her deinen Busen betastete wegen deiner jugendlichen Brüste. –
22 Darum, Oholiba, so spricht der Herr, Herr: Siehe, ich erwecke gegen dich deine Liebhaber, von denen deine Seele sich jäh abgewandt hat, und lasse sie von allen Seiten über dich kommen:
23 die Söhne Babels und alle Chaldäer, Pekod und Schoa und Koa[6]Das sind babylonische Völkerschaften., alle Söhne Assur mit ihnen, anmutige junge Männer[7]o. Auserlesene; d. h. wehrtüchtige kräftige Männer, Statthalter und Befehlshaber sind sie alle, hervorragende Kämpfer und Räte[8]w. Berufene (von der Gemeinde) ; das sind die Angesehenen, sie alle auf Pferden reitend.
24 Die kommen über dich von Norden[9]so mit LXX; andere lesen: {mit} einem Heer; die Bedeutung des Wortes im Mas. T. ist bisher unerklärt, {mit} Wagen und Rädern und Scharen von Völkern[10]w. mit einer Versammlung von Völkern; Langschild und Kleinschild und Helm richten sie ringsum gegen dich. Und ich übergebe ihnen das Gericht, und sie werden dich nach ihren Rechtssätzen richten.
25 Und ich bringe meinen Eifer über dich, und sie werden im Grimm mit dir verfahren: Deine Nase und deine Ohren werden sie abschneiden, und was nach dir {übrig bleibt}[11]w. was nach dir ist, wird durch das Schwert fallen; deine Söhne und deine Töchter werden sie wegnehmen, und was nach dir {übrig bleibt}[11]w. was nach dir ist, wird durch das Feuer verzehrt werden.
26 Und sie werden dir deine Kleider ausziehen und deine prächtigen Geschmeide nehmen.
27 Und ich will ein Ende machen[12]w. ein Ende machen von dir weg deiner Schandtat[4]o. Unzucht von dir und deiner Hurerei vom Land Ägypten her, sodass du deine Augen nicht mehr zu ihnen erheben und nicht mehr denken wirst an Ägypten.
28 Denn so spricht der Herr, Herr: Siehe, ich gebe dich in die Hand derer, die du hasst, in die Hand derer, von denen deine Seele sich jäh abgewandt hat.
29 Und sie werden voller Hass mit dir verfahren und all dein Erworbenes wegnehmen und dich nackt und bloß zurücklassen. Da sollen deine hurerische Blöße und deine Schandtat[4]o. Unzucht und deine Hurereien aufgedeckt werden.
30 Das wird dir geschehen, weil du den Nationen nachgehurt, weil du dich mit ihren Götzen unrein gemacht hast.
31 Auf dem Weg deiner Schwester bist du gegangen, so gebe ich ihren Becher in deine Hand.
32 So spricht der Herr, Herr: Du wirst den Becher deiner Schwester trinken, den tiefen und weiten – zum Gelächter und zum Spott wird sie –, der so viel fasst.
33 Von Trunkenheit und Kummer wirst du voll werden; ein Becher des Entsetzens und der Verödung ist der Becher deiner Schwester Samaria.
34 Und du wirst ihn trinken und ausschlürfen und wirst seine Tonscherben benagen und deine Brüste zerreißen; denn ich habe geredet, spricht der Herr, Herr[1]w. ist der Ausspruch des Herrn, Herrn. –
35 Darum, so spricht der Herr, Herr: Weil du mich vergessen und mich hinter deinen Rücken geworfen hast, so trage du auch deine Schandtat[2]o. Unzucht; vgl. V.21 und deine Hurereien!
36 Und der Herr sprach zu mir: Menschensohn, willst du die Ohola und die Oholiba richten? Dann halte ihnen ihre Gräuel vor!
37 Denn sie haben Ehebruch getrieben, und Blut ist an ihren Händen, und mit ihren Götzen haben sie Ehebruch getrieben; und sogar ihre Kinder, die sie mir geboren hatten, haben sie ihnen zum Fraß durch {das Feuer} gehen lassen.
38 Und dies haben sie mir noch {dazu} angetan: Sie haben am selben Tag mein Heiligtum unrein gemacht und meine Sabbate entweiht.
39 Denn wenn sie ihre Söhne für ihre Götzen schlachteten, dann kamen sie am selben Tag in mein Heiligtum, es zu entweihen; und siehe, so haben sie es mitten in meinem Haus getrieben.
40 Ja, sie haben sogar {Boten} zu Männern gesandt, die von fern her kommen sollten – zu denen ein Bote gesandt worden war; und siehe, sie kamen! –, für die du dich gebadet, deine Augen geschminkt und {dir} Schmuck angelegt hast
41 und dich auf ein prunkvolles Polster gesetzt hast, vor dem ein Tisch bereitet war; und darauf hast du mein Räucherwerk und mein Öl gestellt.
42 Und mit lärmender Stimme sang man den Männern zu wegen der Menge der Menschen, die aus der Wüste gekommen waren[3]T. in Anlehnung an LXX; Mas. T. : Und der Lärm des Getümmels war sorglos in ihr; und zu den Männern wurden wegen der Menge der Menschen Trinker aus der Wüste gebracht; und sie legten Armringe an ihre[4]d. h. der Frauen Hände und {setzten} prachtvolle Kronen auf ihre Köpfe.
43 Da sprach ich: {Noch immer} Ehebruch für die Verbrauchte? Jetzt treibt man ihre Hurereien, und sie {freut sich darüber}[5]Mas. T. ist in V.43 gestört. Die Üs. , die auf Änderung des Textes verzichtet, bleibt unsicher..
44 Und man ging zu ihr ein, wie man zu einer Hure eingeht; so gingen sie ein zu Ohola und zu Oholiba, den unzüchtigen Frauen.
45 Aber gerechte Männer, die werden sie richten nach dem Recht für Ehebrecherinnen und nach dem Recht für solche, die Blut vergießen; denn sie sind Ehebrecherinnen, und Blut ist an ihren Händen. –
46 Denn so spricht der Herr, Herr: Man führe eine Versammlung gegen sie herauf und gebe sie der Misshandlung und der Plünderung preis!
47 Und die Versammlung soll sie steinigen und sie mit ihren Schwertern zerhauen; ihre Söhne und ihre Töchter soll man erschlagen und ihre Häuser mit Feuer vernichten!
48 Und so werde ich die Schandtat[2]o. Unzucht; vgl. V.21 aus dem Land wegschaffen, damit alle Frauen sich warnen lassen und nicht nach eurer Schandtat[2]o. Unzucht; vgl. V.21 handeln.
49 Und sie werden eure Schandtat[2]o. Unzucht; vgl. V.21 auf euch bringen, und die Sünden {, die ihr mit} euren Götzen {begangen habt, } werdet ihr tragen. Und ihr werdet erkennen, dass ich der Herr, Herr, bin.
Elberfelder Bibel 2006, © 2006 SCM R.Brockhaus in der SCM Verlagsgruppe GmbH, Holzgerlingen
Gute Nachricht Bibel
Gute Nachricht Bibel 2018
Die beiden Schwestern Samaria und Jerusalem (Kapitel 23)
1 Das Wort des HERRN erging an mich, er sagte:
2 »Du Mensch, da waren zwei Frauen, Töchter derselben Mutter.
3 Schon in ihrer Jugend, als sie noch in Ägypten waren, gaben sie sich Männern hin und ließen ihre jugendlichen Brüste drücken.
4 Die ältere Schwester hieß Ohola und die jüngere Oholiba. Ohola ist Samaria und Oholiba Jerusalem. Sie wurden meine Frauen und gebaren mir Söhne und Töchter.
5 Ohola aber wurde mir untreu und ließ sich mit Liebhabern ein, den assyrischen Kriegern.
6 Sie warf ihr Auge auf die in Purpur gekleideten Statthalter und Offiziere, allesamt schöne junge Männer hoch zu Ross.
7 Ihnen gab sie sich hin, der Elite Assyriens, und verunreinigte sich mit ihren Götzen.
8 Auch von den Ägyptern ließ sie nicht; die hatten es ja schon in ihrer Jugend mit ihr getrieben, sie hatten bei ihr gelegen und ihre jugendlichen Brüste gedrückt.
9 Deshalb gab ich sie in die Gewalt ihrer Liebhaber, der Assyrer, auf die sie so versessen war.
10 Die zogen sie nackt aus, nahmen ihr die Söhne und Töchter weg und erschlugen sie dann mit dem Schwert. So vollzogen sie das Strafgericht an ihr, als warnendes Beispiel für alle Frauen.
11 Obwohl Oholiba das Ende ihrer Schwester mit angesehen hatte, trieb sie es selber noch schlimmer.
12 Auch sie warf ihr Auge auf die assyrischen Krieger, diese prächtig gekleideten Statthalter und Offiziere, die schönen jungen Männer hoch zu Ross.
13 Ich sah, wie sie sich mit ihnen verunreinigte; darin waren sich die beiden Schwestern völlig gleich.
14 Aber das war ihr nicht genug. Sie sah nämlich Wandbilder von Babyloniern, eingeritzt und mit roter Farbe nachgezogen:
15 Bilder von Männern aus Chaldäa, die prächtige Gürtel trugen und eine Binde um den Kopf, unter der ihr langes Haar hervorquoll, lauter Offizierstypen.
16 Als sie ihre Bilder sah, war sie sofort für sie entbrannt und schickte Boten zu ihnen nach Chaldäa.
17 Da kamen die Babylonier, schliefen mit ihr und machten sie dadurch unrein. Aber als sie sich mit ihnen verunreinigt hatte, wandte sie sich sogleich wieder von ihnen ab.
18 Da wandte ich mich von ihr ab, wie ich mich schon von ihrer Schwester abgewandt hatte; denn sie hatte sich in aller Öffentlichkeit diesen Männern hingegeben.
19 Sie aber trieb es immer so weiter. Sie dachte an ihre Jugendzeit, wo sie sich den Ägyptern hingegeben hatte,
20 und bekam Sehnsucht nach ihren Freunden von damals, den Männern, deren Glied so groß wird wie das eines Esels und deren Samenerguss so mächtig ist wie der eines Hengstes.
21 Sie wollte es wieder mit ihnen treiben wie in ihrer Jugend, als man in Ägypten ihre Brüste gedrückt hatte.«
Das Strafgericht über die jüngere Schwester
22 »Weil du es so getrieben hast, Oholiba, sage ich, der HERR, der mächtige Gott: Ich hetze deine früheren Liebhaber, von denen du dich abgewandt hast, gegen dich auf. Von allen Seiten sollen sie über dich herfallen,
23 die Männer aus Babylon und alle Chaldäer, die Männer aus Pekod, Schoa und Koa und dazu die Assyrer, lauter schöne junge Leute hoch zu Ross, Statthalter und Befehlshaber, Offiziere und Edelleute.
24 Mit ihrer Streitwagenmacht und einem riesigen, wohlbewaffneten Heer werden sie gegen dich anrücken; auf allen Seiten wirst du von einem Meer von Helmen, Rund- und Langschilden umgeben sein. Ich liefere dich an sie aus, damit sie dich nach ihrem Recht bestrafen.
25 Du hast mich zur Eifersucht gereizt, deshalb lasse ich ein schweres Strafgericht an dir vollziehen. Nase und Ohren werden sie dir abschneiden und deine Kinder mit dem Schwert umbringen. Alle deine Söhne und Töchter werden sie aus der Stadt herausführen und die Stadt in Flammen aufgehen lassen.
26 Sie werden dir die Kleider ausziehen und dir deinen Schmuck wegnehmen.
27 Ich setze dem schändlichen Treiben ein Ende, das du schon in Ägypten angefangen hast. Du sollst nicht mehr nach Männern Ausschau halten und dich nicht mehr nach den Ägyptern sehnen.
28 Denn das sage ich, der HERR, der mächtige Gott: Ich gebe dich in die Gewalt deiner früheren Liebhaber, von denen du dich abgewandt hast und die du jetzt verabscheust.
29 Du wirst ihre Rache zu spüren bekommen: Sie rauben dich völlig aus und lassen dich nackt und bloß liegen. Deine Scham wird entblößt, dein ganzes schändliches Treiben kommt an den Tag.
30 So wirst du dafür bestraft, dass du mit den Völkern herumgehurt und dich mit ihren Götzen verunreinigt hast.
31 Du bist dem schlimmen Beispiel deiner Schwester gefolgt, darum musst du denselben Becher austrinken wie sie.
32 Das sage ich, der HERR, der mächtige Gott: Den Becher deiner Schwester musst du leeren, den Riesenbecher; verspotten und verhöhnen wird man dich.
33 Vor Gram und Verzweiflung wirst du wie betrunken taumeln. Einen Becher voll Grauen und Entsetzen musst du leeren wie deine Schwester Samaria.
34 Bis auf den letzten Tropfen musst du ihn ausschlürfen und dir mit seinen Scherben die Brüste zerkratzen. Ich habe es gesagt, der HERR, der mächtige Gott.
35 Weil du mich vergessen und mir den Rücken gekehrt hast, musst du nun die Folgen deiner Untreue und deines schamlosen Treibens tragen. Das sage ich, der HERR, der mächtige Gott.«
Die beiden Schwestern als warnendes Beispiel
36 Der HERR sagte zu mir: »Du Mensch, mach dich bereit, Ohola und Oholiba zur Rechenschaft zu ziehen! Halte ihnen ihr schändliches Treiben vor!
37 Ehebruch haben sie begangen, Blut klebt an ihren Händen: Sie haben mich mit ihren Götzen betrogen und haben ihnen auch noch die Kinder, die sie mir geboren hatten, zum Fraß hingeworfen.
38-39 Und was der Gipfel ist: Noch am selben Tag, an dem sie den Götzen ihre Kinder geschlachtet hatten, kamen sie in mein Heiligtum. Mein Haus haben sie entweiht, und auch meinen Ruhetag, den Sabbat, haben sie geschändet.
40 Außerdem haben sie Boten zu fremden Männern geschickt, damit sie von weit her zu ihnen kämen; sie haben sich für sie fein gemacht, sich gebadet, ihre Augen geschminkt und ihren Schmuck angelegt.
41 Dann haben sie sich auf einem weichen Ruhebett niedergelassen, vor dem ein gedeckter Tisch stand, und auf den Tisch haben sie Weihrauch und duftendes Öl gestellt – die Gaben, die ich ihnen geschenkt hatte.
42 Ringsum war alles erfüllt vom festlichen Stimmengewirr der Menge, die man aus der Wüste herbeigeholt hatte. Die Männer legten den beiden Schwestern Armspangen an und setzten ihnen kostbare Kronen auf.
43 Ich aber dachte: Ihre Schönheit ist verwelkt, und sie haben immer noch nicht genug von ihrer Hurerei!
44 Die Männer verkehrten mit ihnen, wie man mit Huren verkehrt; so schamlos trieben es Ohola und Oholiba.
45 Aber unbescholtene Männer werden über die beiden zu Gericht sitzen und sie verurteilen, wie man Ehebrecherinnen und Mörderinnen verurteilt; denn das sind sie.
46 Ich, der HERR, der mächtige Gott, befehle: ›Das Volk soll sich versammeln und dann werden die beiden der Menge zur Misshandlung und Ausplünderung preisgegeben.
47 Die ganze Versammlung soll sie durch Steinigung hinrichten und ihre Leichen soll man noch mit dem Schwert zerstückeln. Ihre Söhne und Töchter soll man töten und ihre Häuser niederbrennen.‹
48 So mache ich, der HERR, eurem schändlichen Treiben ein Ende und zugleich gebe ich allen Frauen im Land eine Warnung, eurem schlimmen Beispiel nicht zu folgen.
49 Euch trifft die verdiente Strafe für eure Treulosigkeit; ihr müsst die Folgen eures Götzendienstes tragen. Ihr sollt erkennen, dass ich der HERR bin, der mächtige Gott.«
Gute Nachricht Bibel, durchgesehene Neuausgabe, © 2018 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart