ELB, GNB online lesen

Elberfelder Bibel

Elberfelder 2006

Erneute Vorsprache des Satans bei Gott – Hiobs Bewährung nach Verlust der Gesundheit

1 Und es geschah eines Tages, da kamen die Söhne Gottes, um sich vor dem Herrn einzufinden. Und auch der Satan[2]o. der Widersacher; vgl. Anm. zu 1Sam29,4 kam in ihrer Mitte, um sich vor dem Herrn einzufinden.

2 Und der Herr sprach zum Satan: Von woher kommst du? Und der Satan[2]o. der Widersacher; vgl. Anm. zu 1Sam29,4 antwortete dem Herrn und sagte: Vom Durchstreifen der Erde und vom Umherwandern auf ihr.

3 Und der Herr sprach zum Satan: Hast du achtgehabt auf meinen Knecht Hiob? Denn es gibt keinen wie ihn auf Erden – ein Mann, so rechtschaffen und redlich[3]o. so lauter und aufrichtig, der Gott fürchtet und das Böse meidet! Und noch hält er fest an seiner Rechtschaffenheit[4]o. Lauterkeit. Und dabei hattest du mich gegen ihn aufgereizt, ihn ohne Grund zu verschlingen.

4 Da antwortete der Satan[2]o. der Widersacher; vgl. Anm. zu 1Sam29,4 dem Herrn und sagte: Haut für Haut! Alles, was der Mensch hat, gibt er für sein Leben[5]o. seine Seele.

5 Strecke jedoch nur einmal deine Hand aus und taste sein Gebein und sein Fleisch an, ob er dir nicht ins Angesicht flucht[6]w. ob er dich nicht ins Angesicht segnet; d. i. ein verhüllender Ausdruck; vgl. Anm. zu Kap.1,5!

6 Da sprach der Herr zum Satan: Siehe, er ist in deiner Hand. Nur schone sein Leben[5]o. seine Seele!

7 Und der Satan[2]o. der Widersacher; vgl. Anm. zu 1Sam29,4 ging vom Angesicht des Herrn fort und schlug Hiob mit bösen Geschwüren, von seiner Fußsohle bis zu seinem Scheitel.

8 Und er nahm eine Tonscherbe, um sich damit zu schaben, während er mitten in der Asche saß.

9 Da sagte seine Frau zu ihm: Hältst du noch fest an deiner Vollkommenheit? Fluche[7]w. Segne; d. i. ein verhüllender Ausdruck; vgl. Anm. zu Kap.1,5 Gott und stirb!

10 Er aber sagte zu ihr: Wie eine der Törinnen[8]o. Gottlosen, o. Gottleugner; vgl. Ps14,1; 53,2 redet, so redest auch du. Das Gute nehmen wir von Gott an, da sollten wir das Böse nicht auch annehmen? Bei alldem sündigte Hiob nicht mit seinen Lippen.

Besuch der Freunde bei Hiob

11 Es hatten nun die drei Freunde Hiobs von all diesem Unglück gehört, das über ihn gekommen war. Da kamen sie, jeder aus seinem Ort: Elifas von Teman und Bildad von Schuach und Zofar von Naama. Und sie verabredeten sich miteinander hinzugehen, um ihm ihre Teilnahme zu bekunden und ihn zu trösten.

12 Als sie aber von fern ihre Augen erhoben, erkannten sie ihn nicht {mehr}. Da erhoben sie ihre Stimme und weinten, und sie zerrissen ein jeder sein Obergewand und streuten Staub himmelwärts auf ihre Häupter.

13 Und sie saßen bei ihm auf der Erde sieben Tage und sieben Nächte lang. Und keiner redete ein Wort zu ihm, denn sie sahen, dass der Schmerz sehr groß war.

Gute Nachricht Bibel

Gute Nachricht Bibel 2018

Ijob noch härter auf die Probe gestellt

1 Eines Tages kamen die Gottessöhne wieder zur himmlischen Ratsversammlung und stellten sich vor dem HERRN auf. Auch der Satan war wieder dabei.

2 Der HERR fragte ihn: »Was hast denn du gemacht?« »Ich habe die Erde kreuz und quer durchstreift«, antwortete der Satan.

3 Der HERR fragte: »Hast du auch meinen Diener Ijob gesehen? So wie ihn gibt es sonst keinen auf der Erde. Er ist ein Vorbild an Rechtschaffenheit, nimmt Gott ernst und hält sich von allem Bösen fern. Du hast mich ohne jeden Grund dazu überredet, ihn ins Unglück zu stürzen. Aber er ist mir treu geblieben.«

4 »Er hat ja keinen schlechten Tausch gemacht!«, widersprach der Satan. »Ein Mensch ist bereit, seinen ganzen Besitz aufzugeben, wenn er dafür seine Haut retten kann.

5 Aber taste doch einmal ihn selber an! Wetten, dass er dich dann öffentlich verflucht?«

6 Da sagte der HERR zum Satan: »Gut! Ich gebe ihn in deine Gewalt. Aber sein Leben darfst du nicht antasten!«

7 Der Satan ging aus der Ratsversammlung hinaus und ließ an Ijobs Körper eiternde Geschwüre ausbrechen; von Kopf bis Fuß war er damit bedeckt.

8 Ijob setzte sich mitten in einen Aschenhaufen und kratzte mit einer Scherbe an seinen Geschwüren herum.

9 Seine Frau sagte zu ihm: »Willst du Gott jetzt immer noch die Treue halten? Verfluche ihn doch und stirb!«

10 Aber Ijob antwortete: »Du redest ohne Verstand wie eine, die Gott nicht ernst nimmt! Wenn Gott uns Gutes schickt, nehmen wir es gerne an. Warum sollen wir dann nicht auch das Böse aus seiner Hand annehmen?« Trotz aller Schmerzen versündigte Ijob sich nicht. Er sagte kein Wort gegen Gott.

IJOBS AUSEINANDERSETZUNG MIT SEINEN FREUNDEN (2,11–28,28)

Ijobs Freunde besuchen ihn

11 Ijob hatte drei Freunde: Elifas aus Teman, Bildad aus Schuach und Zofar aus Naama. Als sie von all dem Unglück hörten, das Ijob getroffen hatte, beschlossen sie, ihn zu besuchen. Sie wollten ihm ihr Mitgefühl zeigen und ihn trösten.

12 Sie sahen ihn schon von ferne, doch sie erkannten ihn nicht. Als sie näher kamen und sahen, dass er es war, fingen sie an, laut zu weinen. Sie zerrissen ihre Kleider und warfen Staub in die Luft und auf ihre Köpfe.

13 Dann setzten sie sich neben Ijob auf die Erde. Sieben Tage und sieben Nächte blieben sie so sitzen, ohne ein Wort zu sagen; denn sie sahen, wie furchtbar Ijob litt.

Videos zu Hiob 2 (ELB, GNB)