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Elberfelder Bibel

Elberfelder 2006

Natürlicher Zugang zu den Schätzen der Erde, aber kein Zugang zur Weisheit als nur durch Gottesfurcht

1 Ja, für Silber gibt es einen Fundort und eine Stelle für Gold, wo man es auswäscht.

2 Eisen wird aus dem Erdreich hervorgeholt, und Gestein schmilzt man zu Kupfer.

3 Man setzt der Finsternis ein Ende und durchforscht bis zur äußersten Grenze das Gestein der Dunkelheit und Finsternis.

4 Man bricht einen Schacht fern von dem {droben} Wohnenden[16]Manche lesen mit anderer Wortabtrennung: Es bricht Schächte ein fremdes Volk. Vergessen von dem Fuß {, der oben geht, } baumeln sie[17]o. Vergessen, ohne {Halt durch den} Fuß, baumeln sie, fern von den Menschen schweben sie.

5 Die Erde, aus der das Brot hervorkommt, ihr Unteres wird umgewühlt wie vom Feuer.

6 Ihr Gestein ist die Fundstätte des Saphirs, und Goldstaub {findet sich} darin.

7 Ein Pfad, den der Raubvogel nicht kennt und den das Auge der Königsweihe nicht erblickt hat –

8 nie hat das stolze Wild[1]w. nie haben die Söhne des Stolzen ihn je betreten, der Löwe ist auf ihm nicht geschritten.

9 Nach dem harten Gestein[2]w. Nach dem Kiesel streckt man seine Hand aus, wühlt die Berge um von Grund auf.

10 In die Felsen treibt man Stollen[3]o. {wasserführende} Gänge, und allerlei Kostbares sieht das[4]w. sein Auge.

11 Die Sickerstellen von Wasseradern[5]w. von Strömen dämmt man ein[6]so mit anderer Vokalisierung; Mas. T. : Wasseradern dämmt man ein – weg vom Weinen, und Verborgenes[7]T. ; Mas. T. : ihr Verborgenes; d. h. wohl das der Erde zieht man hervor ans Licht.

12 Aber die Weisheit, wo kann man sie finden, und wo ist denn die Fundstätte der Einsicht?

13 Kein Mensch erkennt ihren Wert[8]Üs. unsicher; w. ihre Schicht; vielleicht ist an die verschiedenen Gesteinsschichten im Bergwerk gedacht; LXX: den Weg zu ihr, o. ihren Weg, und im Land der Lebendigen wird sie nicht gefunden.

14 Die Tiefe sagt: In mir ist sie nicht! – und das Meer sagt: Nicht bei mir!

15 Geläutertes {Gold}[9]so mit anderer Vokalisierung; Mas. T. : Ein Verschluss kann für sie nicht gegeben und Silber nicht abgewogen werden als Kaufpreis für sie.

16 Sie wird nicht aufgewogen mit Gold aus Ofir, mit kostbarem Schoham-Stein[10]d. i. Onyx, o. Karneol oder Saphir.

17 Gold und Glas sind ihr nicht vergleichbar, keinen Tausch für sie gibt es gegen Gerät aus gediegenem Gold.

18 Korallen und Bergkristall brauchen gar nicht erwähnt zu werden; und ein Beutel {voller} Weisheit ist mehr {wert} als {ein Beutel voller} Perlen.

19 Nicht vergleichbar mit ihr ist Topas aus Kusch; mit dem reinsten Gold wird sie nicht aufgewogen.

20 Die Weisheit nun, woher kommt sie, und wo denn ist die Fundstätte der Einsicht?

21 Verhüllt ist sie vor den Augen alles Lebendigen, und vor den Vögeln des Himmels ist sie verborgen.

22 Der Abgrund[11]hebr. Abaddon; vgl. Anm. zu Kap.26,6 und der Tod sagen: {Nur} vom Hörensagen[12]w. eine Kunde haben wir mit unsern Ohren von ihr gehört.

23 Gott ist es, der Einsicht hat in ihren Weg, und er kennt ihre Stätte.

24 Denn nur er blickt bis zu den Enden der Erde. Unter dem ganzen Himmel schaut er aus,

25 um dem Wind ein Gewicht zu bestimmen; und das Wasser begrenzte er mit einem Maß.

26 Als er dem Regen eine Ordnung bestimmte und einen Weg der donnernden Gewitterwolke,

27 da sah er sie und verkündigte sie[13]o. zählte sie, er stellte sie hin[14]o. setzte sie ein und erforschte sie auch.

28 Und zu dem Menschen sprach er: Siehe, die Furcht des Herrn, sie ist Weisheit, und vom Bösen weichen, {das} ist Einsicht.

Gute Nachricht Bibel

Gute Nachricht Bibel 2018

Woher kommt die Weisheit?

1 Da gibt es Orte, wo sich Silber findet, und Plätze, wo das Gold gewaschen wird.

2 Tief in der Erde gräbt der Mensch nach Eisen und Kupfer schmilzt er aus den Steinen.

3 Er lässt sich von der Finsternis nicht hindern, bis in die letzten Winkel stößt er vor, aus tiefstem Dunkel holt er das Gestein.

4 Weit, weit entfernt von den bewohnten Orten, dort, wo kein Reisender vorüberzieht, gräbt man die Schächte tief hinab ins Erdreich, schwebt überm Abgrund, klammert sich ans Seil.

5 Hier oben, auf der Erde, wächst das Korn; dort unten, in der Erde, wird gewühlt, dass alles aussieht wie nach einem Feuer.

6 Im Felsgestein dort gibt es die Saphire und auch der Goldstaub ist darin zu finden.

7 Kein Falke hat den Weg dorthin erspäht und auch kein Geierauge sieht den Ort.

8 Kein Löwe und kein anderes wildes Tier ist jemals diesen Pfad entlanggegangen.

9 Allein der Mensch legt Hand an das Gestein; von Grund auf wühlt er ganze Berge um.

10 Quer durch die Felsen treibt er Stollen vor und findet dabei viele Kostbarkeiten.

11 Wo Wasser sickert, dichtet er die Risse; er bringt Verborgenes ans Tageslicht.

12 Die Weisheit aber – wo ist sie zu finden? Und wer kann sagen, wo die Einsicht wohnt?

13 Hier bei den Menschen findet sie sich nicht und ihren Kaufpreis kann kein Händler nennen.

14 Die tiefste Tiefe sagt: ›Hier ist sie nicht!‹ ›Hier hat sie keine Wohnung‹, sagt das Meer.

15 Man kauft sie nicht, man tauscht sie auch nicht ein, für Gold und Silber ist sie nicht zu haben,

16 mit allerfeinstem Gold nicht zu bezahlen, auch nicht mit Karneolen und Saphiren.

17 Mit reinstem Glas lässt sie sich nicht vergleichen, Gerät aus bestem Gold reicht nicht zum Tausch.

18 Korallen und Kristalle zählen nicht, sie übertrifft an Wert sogar die Perlen.

19 Der feinste Topas und das reinste Gold sind unvergleichbar mit dem Wert der Weisheit.

20 Wo ist ihr Ort? Wo kommt die Weisheit her? Und wer kann sagen, wo die Einsicht wohnt?

21 Kein Lebewesen hat sie je gesehen, kein Vogel hat sie je im Flug erspäht.

22 Sogar der Abgrund und der Tod bekennen: ›Wir haben bloß mal von ihr reden hören.‹

23 Nur Gott, sonst niemand, kennt den Weg zu ihr. Er ganz allein weiß, wo die Weisheit wohnt.

24 Gott sieht die Erde bis an ihre Enden, vom Himmel aus erblickt er alle Dinge.

25 Als er dem Winde seine Wucht verlieh, dem Meer sein Maß und seine Grenze gab,

26 als er dem Regen Zeit und Ort bestimmte und der Gewitterwolke ihren Weg,

27 da sah er auch die Weisheit, prüfte sie, erkannte ihren Wert und nahm sie auf.

28 Danach gab Gott den Menschen diese Regel: ›Den Herrn stets ernst zu nehmen, das ist Weisheit. Und alles Unrecht meiden, das ist Einsicht.‹«

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