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Elberfelder Bibel

Elberfelder 2006

Hiobs Antwort: Anerkenntnis der unfassbaren Majestät Gottes

1 Und Hiob antwortete und sagte:

2 Wie hast du doch dem beigestanden, der keine Kraft hat, hast dem Arm geholfen[7]o. den Arm gerettet, der nicht stark ist!

3 Wie hast du den beraten, der keine Weisheit hat, und Gelingen in Fülle offenbart!

4 Wem hast du {denn deine} Worte mitgeteilt[8]o. Mit wessen Hilfe hast du {deine} Worte verkündet, und wessen Geist ist von dir ausgegangen?

5 {Vor Gott} beben die Schatten unter dem Wasser und seinen Bewohnern.

6 Nackt {liegt} der Scheol vor ihm, und keine Hülle hat der Abgrund[9]o. der Ort des Verlorenseins; d. i. die Welt der Toten; hebr. Abaddon.

7 Er spannt den Norden[10]d. h. den nördlichen Himmel aus über der Leere, hängt die Erde auf über dem Nichts.

8 In seine Wolken bindet er das Wasser ein, dass unter ihm das Gewölk nicht reißt.

9 Er versperrt den Anblick {seines} Thrones[11]Andere üs. mit anderer Vokalisierung: Er überzieht das Gesicht des Vollmonds, indem er sein Gewölk darüber ausbreitet.

10 Eine Schranke[12]o. Ordnung hat er als Kreis über der Fläche des Wassers gezogen bis zum äußersten Ende von Licht und Finsternis[13]w. bis zum Äußersten des Lichtes mit der Finsternis.

11 Die Säulen des Himmels wanken und erstarren vor seinem Drohen.

12 Durch seine Kraft hat er das Meer erregt und durch seine Einsicht Rahab[14]Wahrscheinlich ein urzeitliches Seeungeheuer; hier als Bild gottfeindlicher Mächte zerschmettert.

13 Durch seinen Hauch wird der Himmel heiter, seine Hand hat die schnelle Schlange durchbohrt.

14 Siehe, das sind die Säume seiner Wege; und wie wenig[15]o. welch {leises} Flüsterwort hören wir von ihm! Doch den Donner seiner Machttaten[16]LXX, Vulg. , die syr. und aram. Üs. : seiner Macht, wer versteht ihn?

Gute Nachricht Bibel

Gute Nachricht Bibel 2018

Ijob: Wie groß und mächtig ist Gott!

1 Ijob antwortete:

2 »Du bist doch wirklich eine große Hilfe für einen kranken, schwachen Mann wie mich!

3 Du kannst so gut beraten, weißt so viel und gibst es gern an arme Narren weiter!

4 Wo hast du diese weisen Worte her? Sag, welcher Geist hat sie dir eingeblasen?

5 Sogar die Geister der Verstorbenen zittern dort in der Tiefe unterm Meeresboden.

6 Die Totenwelt liegt nackt vor Gottes Augen, kein Schleier deckt den Abgrund vor ihm zu.

7 Gott spannt das Zelt des Himmels aus im Leeren und überm Nichts hängt er die Erde auf.

8 Das Wasser speichert er in seinen Wolken, die nicht zerreißen trotz der großen Last.

9 In dichte Wolken hüllt er seinen Thron, damit kein Auge ihn erblicken kann.

10 Rund um die Meere zog er einen Kreis; dort liegt die Grenze zwischen Licht und Dunkel.

11 Die Pfeiler, die den Himmel tragen, schwanken, Entsetzen packt sie, wenn Gott sie bedroht.

12 Mit seiner Kraft hat er das Meer besiegt und Rahab umgebracht durch seine Klugheit.

13 Sein Atem hat den Himmel blank gefegt, den schnellen Drachen hat sein Arm durchbohrt.

14 Das alles ist der Saum von seinen Taten, ein schwaches Echo, das wir davon hören. Wie groß und mächtig muss Gott wirklich sein!«

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