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Elberfelder Bibel

Elberfelder 2006

Dritte Rede des Elihu: Bedeutung des Tuns des Menschen – Keine Erhörung bei Gott bei Mangel an Gottesfurcht

1 Und Elihu erhob {seine Stimme} und sagte:

2 Hältst du dies für Recht, nennst du {das} »meine Gerechtigkeit vor Gott«,

3 wenn du fragst, was sie dir nützt: »Was[3]Andere üs. mit Textänderung: dass du sagst: Was nützt es mir, was hilft es mir, dass ich nicht sündige?« –

4 Ich will mit Worten dir erwidern und deinen Gefährten bei dir.

5 Blicke zum Himmel und sieh und schaue die Wolken an! Sie sind höher als du[4]o. zu hoch für dich.

6 Wenn du sündigst, was kannst du ihm {damit} antun? Werden zahlreich deine Verbrechen, was kannst du ihm zufügen?

7 Wenn du gerecht bist, was gibst du ihm, oder was empfängt er aus deiner Hand?

8 Den Mann, dir gleich, {trifft} deine Gottlosigkeit und das Menschenkind deine Gerechtigkeit.

9 Wegen der Menge der Unterdrückung[5]2 griech. Üs. , Vulg. , die aram. und syr. Üs. sowie eine hebr. Handschr. überliefern: Unterdrücker erhebt man Klagegeschrei. Man ruft um Hilfe wegen der Gewalttätigkeit[6]w. wegen des Arms der Großen.

10 Aber man sagt nicht: Wo ist Gott, mein Schöpfer, der Lobgesänge gibt in der Nacht,

11 der uns mehr als die Tiere der Erde belehrt und uns weiser macht als die Vögel des Himmels?

12 Dort schreien sie – doch er antwortet nicht – wegen des Übermutes der Bösen.

13 Ja, vergebens! Gott hört nicht, und der Allmächtige sieht es nicht an.

14 Nun gar, wenn du sagst: du kannst ihn nicht sehen! Der Rechtsfall {liegt} ihm vor, so warte auf ihn[7]o. Nun gar, wenn du sagst, du sähest ihn nicht; der Rechtsfall {läge} ihm vor und du wartetest auf ihn!

15 Und nun, weil sein Zorn {noch} nicht heimgesucht hat und er sich nicht so sehr um Albernheiten[8]o. Arroganz; o. Übermaß {an Worten} ; zwei griech. Üs. und Vulg. lesen: um Verbrechen kümmert[9]o. und er nicht so sehr Albernheiten kennt,

16 reißt Hiob für Nichtiges[10]w. {für} Wind seinen Mund auf, macht ohne Erkenntnis viele Worte.

Gute Nachricht Bibel

Gute Nachricht Bibel 2018

Mit Gott kannst du dich nicht vergleichen!

1 Weiter sagte Elihu:

2 »Glaubst du denn allen Ernstes, es sei richtig, dass du dich für gerechter hältst als Gott?

3 Du sagst zu ihm: ›Was nützt mir meine Unschuld? Sie fällt bei dir ja doch nicht ins Gewicht!‹

4 Auf diese Frage will ich Antwort geben; sie gilt zu gleicher Zeit für deine Freunde:

5 Sieh einmal aufmerksam den Himmel an! Sieh auch die Wolken dort hoch über dir!

6 Mit deiner Sünde kannst du Gott nicht schaden und alle deine Fehler tun ihm nichts.

7 Ihm bringt’s auch nichts, wenn du das Rechte tust; er ist auf dein Geschenk nicht angewiesen.

8 Dein Mitmensch leidet unter deiner Bosheit und ihm nur nützt das Gute, das du tust.

9 Die Menschen stöhnen, rufen laut um Hilfe, wenn Mächtige sie grausam unterdrücken.

10 Doch keiner fragt nach Gott, nach seinem Schöpfer, der Lobgesänge gibt in dunkler Nacht.

11 Gott hat uns mehr gelehrt als alle Tiere, er gab uns mehr Verstand als allen Vögeln.

12 Um Hilfe schreien wir, doch Gott bleibt stumm, weil wir voll Bosheit und voll Hochmut sind.

13 Das Schreien ist umsonst, Gott hört es nicht; er, der Gewaltige, sieht uns nicht an.

14 Du, Ijob, sagst, du könntest Gott nicht sehen. Hab nur Geduld, dein Fall ist ihm bekannt!

15 Weil Gott dich seinen Zorn nicht spüren ließ und sich nicht groß um so viel Dummheit kümmert,

16 reißt du den Mund auf, redest solchen Unsinn.«

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