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Elberfelder Bibel

Elberfelder 2006

Gerichtsankündigung über Israel wegen seines Götzendienstes

1 Israel war ein üppiger Weinstock, der genügend Frucht hatte. Je zahlreicher seine Frucht wurde, desto zahlreicher machte er die Altäre. Je schöner sein Land wurde, desto schöner machten sie die Gedenksteine[3]hebr. mazzebot; das sind aufrecht hingestellte Steine, die kultisch verehrt wurden.

2 Geteilt[4]o. Glatt; o. Gleißnerisch ist ihr Herz, jetzt werden sie büßen: Er zerbricht ihre Altäre, verwüstet ihre Gedenksteine[3]hebr. mazzebot; das sind aufrecht hingestellte Steine, die kultisch verehrt wurden.

3 Ja, jetzt werden sie sagen: Wir haben keinen König. Denn wir haben den Herrn nicht gefürchtet, und der König, was soll er für uns tun[5]o. was tat er für uns?

4 Sie haben {viele} Worte geredet, Meineide geschworen[6]o. zu Unrecht Verfluchung ausgesprochen, Bündnisse geschlossen: So sprosst der Rechtsspruch wie Giftkraut[7]o. das Recht wie Bitterkraut in den Furchen des Feldes.

5 Die Bewohner von Samaria werden um das Kalb[8]d. i. eine verächtliche Ausdrucksweise; etwa: Kälberzeug von Bet-Awen bangen[9]o. verehren das Kalb von Bet-Awen; doch sein Volk, ja, sein Volk trauert darüber. Seine Götzenpriester jubeln noch darüber[10]o. während seine Götzenpriester darüber noch verzückt kreischen wegen seiner Herrlichkeit, denn sie wird gefangen von ihm wegziehen.

6 Auch das[11]d. h. das Kalb wird nach Assur gebracht als Tribut für den König Jareb[12]d. h. Streiter, o. Streitsüchtiger. Beschämung wird Ephraim ergreifen, und Israel wird sich schämen wegen seines Ratschlags.

7 Vernichtet ist Samaria; sein König treibt wie ein abgeknickter Zweig auf der Wasserfläche.

8 Ausgerottet werden die Höhen von Awen, Israels Sünde; Dornen und Disteln werden auf ihren Altären wachsen. Und sie werden zu den Bergen sagen: Bedeckt uns! – und zu den Hügeln: Fallt auf uns!

9 Seit den Tagen von Gibea hast du gesündigt, Israel. Dort sind sie stehen geblieben. Wird sie nicht in[13]o. {wie} in Gibea der Kampf gegen die Kinder der Widerspenstigkeit erreichen?

10 Nach meinem Wunsch werde ich sie auch züchtigen, und Völker werden gegen sie versammelt werden, wenn man sie für ihre zweifache Schuld bindet[14]o. weil sie in ihre zweifache Schuld verstrickt sind.

11 Und Ephraim war {doch} eine eingewöhnte junge Kuh, die gern drosch. Und ich, als ich an ihrem schönen Nacken vorbeikam, wollte ich Ephraim einspannen. Juda sollte pflügen, Jakob für sich eggen:

12 »Säet euch nach Gerechtigkeit! Erntet gemäß der Gnade[15]o. Bundestreue! Brecht euch einen Neubruch! Es ist Zeit, den Herrn zu suchen, damit[16]o. bis er kommt und euch Gerechtigkeit regnen lässt.«

13 Ihr habt Ungerechtigkeit[17]o. Gottlosigkeit gepflügt, Unrecht geerntet, die Frucht der Lüge gegessen. Weil du auf deinen Weg[18]LXX: auf deine Streitwagen; o. auf dein Bogenschießen vertraut hast, auf die Menge deiner Helden,

14 so wird sich Kriegslärm erheben gegen deine Stämme[1]w. Völker, und alle deine Festungen werden verwüstet, wie Schalman Bet-Arbeel verwüstete am Tag der Schlacht, da die Mutter samt[2]o. über den Kindern zerschmettert wurde.

15 So hat man euch getan, Bethel[3]LXX: So werde ich euch tun, Haus Israel, wegen eurer Bosheit[4]w. wegen der Bosheit eurer Bosheit. Mit dem Morgenrot ist Israels König völlig vernichtet[5]o. völlig verstummt.

Gute Nachricht Bibel

Gute Nachricht Bibel 2018

Reiche Opfer, aber falsches Herz

1 Israel war wie ein üppiger Weinstock, der reiche Frucht trägt. Je reicher die Leute von Israel wurden, desto reichere Opfer brachten sie auf die Altäre. Je mehr der Wohlstand im Land wuchs, umso prächtiger schmückten sie die geweihten Steinmale.

2 Aber sie waren nur mit halbem Herzen beim HERRN. Dafür trifft sie jetzt die Strafe: Der HERR selbst reißt ihre Altäre nieder und zertrümmert ihre Steinmale.

Nach der Katastrophe die Einsicht

3 Wenn es so weit ist, werden sie sagen: »Wir haben keinen König mehr, weil wir den HERRN nicht ernst genommen haben. Aber was kann ein König schon für uns tun?«

4 Das kann ich euch sagen: Reden halten, Meineide schwören und Bündnisse schließen. . . Und was sich Rechtsprechung nennt, ist so tödlich wie Giftkraut im Getreidefeld!

Das Ende des Götzendienstes

5 Um den Stiergötzen von Bet-Awen werden die Bewohner Samarias zittern. Seine Verehrer werden um ihn trauern, die Götzenpriester werden in Klagegeheul ausbrechen. Denn seine Pracht wird ihm weggenommen, fortgeschafft wird sie.

6 Auch den Stier selbst wird man nach Assyrien bringen, als Geschenk für den Assyrerkönig. Die Leute von Efraïm werden den Spott davon haben, sie müssen scheitern mit ihren Plänen.

7 Die Stadt Samaria verschwindet, ihr König treibt wie ein abgebrochener Zweig auf dem Wasser fort.

8 Verwüstet werden die Opferstätten, die Israel zum Götzendienst verführt haben. Dornen und Disteln werden die Altäre überwuchern. Dann werden sie zu den Bergen sagen: »Stürzt auf uns!«, und zu den Hügeln: »Begrabt uns!«

9 Der HERR sagt: »Seit den Tagen von Gibea hast du Schuld auf dich geladen, Israel! Seit damals haben sich die Leute von Israel nicht geändert. Deshalb werden diese Empörer genau dort in Gibea vom Krieg heimgesucht.

10 Ich bin entschlossen, sie zu bestrafen. Völkerscharen werde ich gegen sie aufbieten, weil sie doppelt schuldig geworden sind.«

Israel hat seinen Gott enttäuscht

11 Der HERR sagt: » Efraïm war eine junge Kuh, die im Dreschen geübt war, sie tat es gerne. Als ich an ihr vorbeikam und ihren kräftigen Nacken sah, wollte ich sie zu einer schwereren Arbeit einspannen. Juda sollte pflügen, Jakob eggen. Ich sagte zu ihnen:

12 ›Sät nach dem Maß der Gerechtigkeit, erntet nach dem Maß der Liebe! Macht einen neuen Anfang wie der Bauer, der ein neues, ausgeruhtes Stück Land unter den Pflug nimmt! Es ist Zeit, dass ihr zu mir, dem HERRN, kommt und fragt, was ich will. Dann komme ich zu euch und werde Glück und Segen auf euch regnen lassen!‹

13 Aber ihr habt Unrecht eingepflügt und Verbrechen geerntet; ihr habt die Frucht eurer Falschheit gegessen! Weil ihr eurem eigenen Kopf folgen wolltet und euch auf die Zahl eurer Krieger verlassen habt,

14 wird euer Volk Kriegslärm hören müssen und alle eure Festungen werden zerstört. Es ergeht euch wie der Stadt Bet-Arbel, die von Schalman zerstört wurde; man zerschmetterte die Kinder und die Mütter dazu.

15 Das alles hat euch Bet-El eingebracht, wegen des schlimmen Götzendienstes, den ihr dort getrieben habt! Kaum dass die Sonne aufgegangen ist am Tag der Schlacht, wird der König von Israel schon vernichtet sein.«

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