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Elberfelder Bibel

Elberfelder 2006

Das Ende des unbeschwerten Lebens für Israel

1 Freue dich nicht, Israel, bis zum Jubel wie die Völker! Denn du hurst weg von deinem Gott, du liebst Dirnenlohn auf allen Korntennen.

2 Tenne und Kelterkufe werden sie nicht ernähren[4]w. weiden, und der Most wird sie im Stich lassen.

3 Sie werden nicht im Land des Herrn bleiben, Ephraim wird nach Ägypten zurückkehren, in Assur werden sie Unreines essen.

4 Sie werden dem Herrn keinen Wein spenden und ihm ihre Schlachtopfer nicht darbringen[5]o. und ihre Schlachtopfer werden ihm nicht wohlgefällig sein. Wie Trauerbrot wird es für sie sein: Alle, die davon essen, werden sich unrein machen. Denn für ihre Kehle[6]o. Seele wird ihr Brot sein, in das Haus des Herrn wird es nicht kommen.

5 Was werdet ihr tun am Tag der Festversammlung und am Tag des Festes des Herrn?

6 Denn siehe, nachdem sie wegen der Verwüstung weggezogen sind, wird Ägypten sie sammeln, Memfis wird sie begraben. Kostbar ist ihr Silber – Nesseln werden sie beerben, Dornen werden in ihren Zelten sein.

7 Gekommen sind die Tage der Heimsuchung, gekommen die Tage der Vergeltung; Israel wird es erkennen. »Ein Narr ist der Prophet, verrückt der Mann des Geistes.« Wegen der Größe deiner Schuld ist auch die Anfeindung groß.

8 Der Wächter Ephraims, {nämlich} der Prophet, ist neben meinem Gott. Die Falle eines Vogelstellers ist auf all seinen Wegen, Anfeindung ist im Haus seines Gottes.

9 Sie haben zutiefst verdorben gehandelt wie in den Tagen von Gibea. Er wird an ihre Schuld denken, er wird ihre Sünden heimsuchen.

Sünde von Anfang an – Am Ende verdorrte Kraft

10 Wie Trauben in der Wüste fand ich Israel, wie eine Frühfrucht am Feigenbaum, als seinen ersten Trieb[7]w. in seinem Anfang {der Reife} sah ich eure Väter. Sie aber gingen nach[8]o. zum Baal-Peor und weihten sich der Schande[9]d. h. dem Schandgott Baal und sie wurden Scheusale wie ihr Liebhaber[10]w. ihrem Lieben entsprechend.

11 Ephraim ist den Vögeln gleich, seine Herrlichkeit verfliegt[11]o. ihre Menge zerstiebt. Kein Gebären, keine Schwangerschaft[12]w. kein Mutterleib, keine Empfängnis.

12 Selbst wenn sie ihre Söhne großziehen sollten, mache ich sie doch kinderlos, {sodass} kein Mensch {mehr bleibt}. Ja, wehe auch ihnen {selbst} , wenn ich von ihnen weiche!

13 Ephraim, das ich {mir} zur jungen Palme ausersehen hatte, auf einer Weide gepflanzt, Ephraim muss seine Söhne zum Mörder hinausziehen lassen.

14 Gib ihnen, Herr! Was wirst du geben?[1]o. …, was du geben willst! Gib ihnen einen unfruchtbaren Mutterleib und vertrocknete Brüste!

15 Ihre ganze Bosheit wurde in Gilgal {offenkundig} , ja, dort habe ich sie gehasst. Wegen der Bosheit ihrer Taten vertreibe ich sie aus meinem Haus. Ich werde sie nicht mehr lieben; all ihre Obersten sind Widerspenstige.

16 Geschlagen ist Ephraim, verdorrt ihre Wurzel, Frucht bringen sie nicht mehr. Selbst wenn sie gebären, werde ich die Lieblinge ihres Leibes töten.

17 Mein Gott verwirft sie[2]o. soll sie verwerfen, weil sie nicht auf ihn hören; und sie sollen Flüchtlinge sein unter den Nationen.

Gute Nachricht Bibel

Gute Nachricht Bibel 2018

Hoseas Auftritt am Erntefest

1 Ihr habt keinen Grund, euch so übermütig zu freuen, ihr Leute von Israel – keinen Grund, in Jubel auszubrechen wie die Fremden! Eurem Gott seid ihr untreu geworden, ihr habt euch auf allen Dreschplätzen mit den fremden Göttern eingelassen.

2 Aber ihr werdet euren Ernteertrag nicht genießen können, das Korn, das Öl und den Wein!

3 Ihr müsst fort aus dem Land des HERRN! Die Leute von Efraïm müssen nach Ägypten zurück oder in die Fremde nach Assyrien und müssen dort unreine Speisen essen.

4 Sie können dem HERRN dort nicht mehr Trankopfer und Mahlopfer darbringen, und die Nahrung, die sie dann zu sich nehmen, ist unrein und macht jeden unrein, der davon isst – wie das Brot, das sich in einem Trauerhaus befindet. – Das ist so, weil sie die ganze Ernte selbst verzehren und nichts davon in den Tempel des HERRN bringen. –

5 Wie wollt ihr dann Feste feiern wie das heutige, den großen Festtag des HERRN?

6 Die aber, die aus dem verwüsteten Land nach Ägypten flüchten, wird man dort mit offenen Armen aufnehmen – um sie zu begraben in Memfis. Wo jetzt die silbernen Geräte glänzen, wird Unkraut wuchern, und Dorngestrüpp auf den Ruinen ihrer Häuser.

7 Die Zeit der Abrechnung ist gekommen; jetzt wird euch heimgezahlt! Ihr Leute von Israel werdet es am eigenen Leib zu spüren bekommen. »Der Prophet ist verrückt! Der Mann des Geistes ist von Geistern besessen!« So feindet ihr mich an in eurem Hass; aber euer Hass ist genauso groß wie eure Schuld.

8 Ihr Leute von Efraïm, ihr wendet euch gegen meinen Gott! Mir, seinem Propheten, stellt ihr Fallen, wo ich gehe und stehe; sogar im Haus meines Gottes bin ich nicht sicher.

9 Ihr seid so tief gesunken wie einst die Leute von Gibea. Der HERR wird nicht darüber hinweggehen, er wird euch für eure Schuld zur Rechenschaft ziehen!

Israel einst und jetzt

10 Der HERR sagt: »Wie Trauben in der Wüste waren für mich die Israeliten, als ich ihnen zuerst begegnet bin. Wie die köstliche Frühfeige waren eure Vorfahren für mich. Aber kaum waren sie nach Baal-Pegor gekommen, verbanden sie sich mit dem Schandgötzen und wurden so widerwärtig wie der, dem sie sich hingaben.

11 Efraïm entflog mir wie ein Vogel, darum wird auch seine Macht und Herrlichkeit verfliegen: keine Geburt mehr, keine Schwangerschaft, nicht einmal eine Empfängnis!

12 Selbst wenn sie noch Kinder bekommen und großziehen, werde ich sie ihnen nehmen, bis keins mehr da ist. Und auch sie selbst sind dem Untergang geweiht, wenn ich mich von ihnen abwende.

13 Wie eine junge Palme, gepflanzt auf fruchtbarem Grund, so war einst Efraïm für mich, und dieses Efraïm muss nun seine Söhne dem Schlächter ausliefern!«

14 HERR, wenn es sein muss, dann strafe sie wenigstens nur mit unfruchtbarem Mutterschoß und versiegten Brüsten!

15 »Schon in Gilgal zeigte sich ihre ganze Verruchtheit; dort begann ich, ihr Feind zu werden. Und wegen ihrer schlimmen Taten verjage ich sie jetzt aus meinem Land. Ich kann sie nicht mehr lieben; denn ihre Führer sind allesamt Aufrührer.

16 Efraïm ist wie ein Baum, dessen Wurzel verdorrt ist: Er bringt keine Frucht mehr. Und wenn ihre Frauen noch Kinder bekämen, würde ich sie, ihre Lieblinge, unbarmherzig töten.«

17 Mein Gott soll sie verstoßen, denn sie hören nicht auf ihn! Als Flüchtlinge müssen sie umherirren unter den Völkern.

Videos zu Hosea 9,8 (ELB, GNB)