ELB, GNB online lesen

Elberfelder Bibel

Elberfelder 2006

Zwei Lieder: Lob Gottes, des Richters (1-6) und Lob Gottes, des Retters (7-21)

1 An jenem Tag wird dieses Lied im Land Juda gesungen werden: Wir haben eine starke Stadt. Zur Rettung setzt er Mauern und Bollwerk.

2 Macht die Tore auf, dass eine gerechte Nation, die einzieht, Treue bewahrt!

3 Bewährten Sinn bewahrst du in Frieden, in Frieden, weil er auf dich vertraut.

4 Vertraut auf den Herrn für immer! Denn in Jah, dem Herrn, ist ein Fels der Ewigkeiten.

5 Denn die, die in der Höhe wohnen, hat er niedergeworfen, die hochragende Stadt; er hat sie niedergestürzt, hat sie zu Boden niedergestürzt, hat sie niedergestoßen bis in den Staub.

6 Es zertritt sie der Fuß, die Füße der Elenden, die Tritte der Geringen. –

7 Der Pfad für den Gerechten ist Geradheit[1]o. eben; gerade[1]o. eben ist der Weg[2]w. die Wagenspur; o. sind die Gleise … die des Gerechten, den du bahnst.

8 Selbst auf dem Pfad deiner Gerichte, Herr, haben wir auf dich gewartet. Nach deinem Namen und nach deinem Lobpreis[3]w. deiner Anrufung; vgl. 2Mo3,15 {ging} das Verlangen der Seele.

9 Mit meiner Seele verlangte ich nach dir in der Nacht; ja, mit meinem Geist in meinem Innern suchte ich dich[4]Manche nehmen an, dass die Version »in meinem Innern« durch Verschreibung zustande kam und üs. : ja, mit meinem Geist suchte ich dich {noch} am Morgen.. Denn wenn deine Gerichte die Erde {treffen} , lernen die Bewohner des Erdkreises Gerechtigkeit.

10 Wird dem Gottlosen Gnade zuteil, lernt er nicht Gerechtigkeit; im Land der Geradheit handelt er unrecht und sieht nicht die Hoheit des Herrn.

11 Herr, deine Hand ist hoch erhoben, sie wollen es nicht sehen. Sehen werden sie den Eifer um das Volk und zuschanden werden; ja, Feuer {gegen} deine Gegner wird sie verzehren. –

12 Herr, du wirst uns Frieden geben, denn du hast ja alle unsere Werke für uns vollbracht.

13 Herr, unser Gott, über uns haben außer dir {andere} Herren geherrscht; allein durch dich haben wir an deinen Namen gedacht.

14 Tote werden nicht lebendig, Schatten[5]o. die Totengeister stehen nicht {wieder} auf. Darum hast du sie heimgesucht und ausgerottet und hast jede Erinnerung an sie verloren gehen lassen.

15 Du hast die Nation vermehrt, Herr, du hast die Nation vermehrt, du hast dich verherrlicht. Du hast alle Grenzen des Landes erweitert[6]w. hast weit entfernt alle Enden der Erde.

16 Herr, in der Not haben sie dich gesucht[7]Viele Handschr. und LXX lesen: haben wir dich gesucht. Als deine Züchtigung sie bedrängte, schrien sie[8]o. Als deine Züchtigung uns bedrängte, schrien wir. – Die Üs. ist ein Versuch, den stark entstellten Text wiederzugeben. Mas. T. : Sie gossen Beschwörung aus – deine Züchtigung für ihn..

17 Wie eine Schwangere, die, dem Gebären nahe, sich windet, um Hilfe schreit in ihren Wehen, so sind wir, Herr, vor deinem Angesicht gewesen.

18 Wir gingen schwanger, wir wanden uns. {Doch es war, } als ob wir Wind geboren hätten: Rettung verschafften wir dem Land nicht, und Bewohner der Welt wurden nicht geboren.

19 Deine Toten werden lebendig, meine Leichen {wieder} auferstehen. Wacht auf und jubelt, Bewohner des Staubes[9]d. h. die Toten! Denn ein Tau der Lichter ist dein Tau, und die Erde wird die Schatten[5]o. die Totengeister gebären.

20 Geh hin, mein Volk, tritt ein in deine Zimmer und schließ dein Tor[10]w. deine Torflügel hinter dir zu! Verbirg dich einen kleinen Augenblick, bis die Verwünschung vorübergeht!

21 Denn siehe, der Herr zieht aus seiner Stätte aus, um die Schuld der Erdenbewohner an ihnen heimzusuchen. Dann wird die Erde ihr Blut enthüllen und nicht länger ihre Erschlagenen bedecken.

Gute Nachricht Bibel

Gute Nachricht Bibel 2018

Die starke Stadt

1 Zu der Zeit wird man im Land Juda dieses Lied singen: »Fest und stark ist unsre Stadt! Ihren Wall und ihre Mauer hat der HERR zum Schutz errichtet.

2 Macht die Tore auf für alle, die dem HERRN gehorsam folgen, die in Treue zu ihm halten,

3 sich durch nichts beirren lassen. Heil und Frieden gibt er ihnen, weil sie sich auf ihn verlassen.

4 Setzt für immer das Vertrauen auf den HERRN, der unser Gott ist, unser Fels für alle Zeiten!

5 Tief erniedrigt hat er alle, die in stolzer Höhe wohnten. Ihre Stadt, sonst unbezwingbar, hat er bis zum Grund zerschlagen und sie in den Staub geworfen.

6 Arme und geringe Leute dürfen nun die Stadt zertreten, Menschen ohne eigene Macht.«

Gebet in der letzten Zeit

7 Allen, die auf dich hören, HERR, bahnst du einen geraden Weg; der Pfad, auf dem sie gehen, führt geradeaus zum Ziel.

8 Auch dann, wenn du uns strafen musst, warten wir voller Hoffnung auf dich. Zu dir zu rufen, HERR, an dich zu denken, das ist unser größtes Verlangen.

9 Bei Nacht sehnt sich mein Herz nach dir, mit tiefer Sehnsucht schau ich nach dir aus. Wenn du deine Urteile auf der Erde vollstreckst, dann lernen die Menschen, das Recht zu achten.

10 Doch alle, die nicht auf dich hören wollen, werden niemals lernen, was Recht ist, wenn du sie straffrei ausgehen lässt. Sogar in diesem Land, wo dein Recht gilt, verdrehen sie es und tun weiter Unrecht; sie sehen dich nicht in deiner Hoheit.

11 HERR, deine Hand ist drohend erhoben, doch deine Feinde sehen es nicht. Lass sie zu ihrer Beschämung erkennen, wie leidenschaftlich du dein Volk verteidigst! Das Feuer soll sie alle vernichten!

12 HERR, du wirst uns Frieden schenken; denn auch alles, was wir bisher erreichten, hast du selbst für uns getan.

13 HERR, unser Gott, andere Herren haben über uns geherrscht, doch du bist der Einzige, den wir rühmen!

14 Ihre Toten werden nicht wieder leben, die Schatten stehen nie wieder auf. Sie, die früher über uns herrschten, hast du bestraft und ausgerottet samt allem, was an sie erinnert.

15 Dein Volk aber hast du groß gemacht und alle seine Grenzen ausgeweitet; so erweist du deine Macht und Hoheit.

16 HERR, in der Bedrängnis suchen die Deinen bei dir Hilfe; wenn du strafst, kommen sie klagend zu dir.

17 Wir liegen vor dir und schreien wie eine Frau, die gebären soll, wir krümmen und winden uns vor Schmerzen.

18 Wir liegen in Wehen wie eine Frau, doch was wir gebären, ist nichts als Wind. Befreiung können wir dem Land nicht bringen und der Erde keine neue Hoffnung geben.

19 HERR, deine Toten werden wieder leben, die Leichen meines Volkes werden auferstehen! Ihr alle, die ihr in der Erde liegt, wacht auf und jubelt vor Freude! Du, HERR, bist wie der belebende Tau; darum gibt die Erde die Toten heraus.

Das Strafgericht über Erde und Meer

20 Ihr Leute meines Volkes, geht in eure Häuser und schließt die Türen hinter euch zu! Haltet euch für kurze Zeit verborgen, bis das Strafgericht vorüber ist!

21 Der HERR tritt schon aus seiner Wohnung hervor, um die Bewohner der Erde für ihre Vergehen zu bestrafen. Die Erde deckt das Blut wieder auf, das sie getrunken hat, sie verbirgt die Ermordeten nicht länger.

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