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Elberfelder Bibel
Elberfelder 2006
1 Damals rief Josua die Rubeniter und die Gaditer und den halben Stamm Manasse {zusammen} ,
2 und er sprach zu ihnen: Ihr habt alles gehalten, was Mose, der Knecht des Herrn, euch geboten hat, und habt meiner Stimme gehorcht in allem, was ich euch befohlen habe.
3 Ihr habt eure Brüder nicht verlassen diese lange Zeit bis zum heutigen Tag und habt[3]LXX: diese lange Zeit; bis zum heutigen Tag habt ihr das Gebot des Herrn, eures Gottes, treu gehalten[1]w. und habt die Befolgung des Gebotes des Herrn, eures Gottes, gehalten.
4 Nun aber hat der Herr, euer Gott, euren Brüdern Ruhe verschafft, wie er zu ihnen geredet hatte. Nun denn, kehrt um und geht wieder zu euren Zelten, in das Land eures Eigentums, das Mose, der Knecht des Herrn, euch jenseits des Jordan gegeben hat!
5 Nur achtet genau darauf, das Gebot und das Gesetz zu tun, das Mose, der Knecht des Herrn, euch befohlen hat; den Herrn, euren Gott, zu lieben und auf allen seinen Wegen zu wandeln und seine Gebote zu halten und ihm anzuhängen und ihm zu dienen mit eurem ganzen Herzen und mit eurer ganzen Seele!
6 Und Josua segnete sie und entließ sie; und sie gingen zu ihren Zelten.
7 Dem halben Stamm Manasse hatte Mose in Baschan {ein Erbteil} gegeben; aber seiner {anderen} Hälfte gab Josua {ein Erbteil} bei ihren Brüdern jenseits des Jordan, nach Westen zu. Und als Josua sie in ihre Zelte entließ, segnete er sie
8 und sagte zu ihnen: Kehrt zu euren Zelten zurück mit großem Reichtum und mit sehr viel Vieh, mit Silber und mit Gold und mit Bronze und mit Eisen und mit Kleidern in großer Menge! Teilt die Beute eurer Feinde mit euren Brüdern!
Der Erinnerungsaltar am Jordan
9 Da kehrten die Söhne Ruben und die Söhne Gad und der halbe Stamm Manasse zurück und zogen fort von den Söhnen Israel, von Silo, das im Land Kanaan {liegt} , um ins Land Gilead, in das Land ihres Eigentums zu ziehen, in dem sie sich ansässig gemacht hatten auf Befehl des Herrn durch Mose[2]w. aufgrund des Mundes des Herrn durch die Hand des Mose.
10 Und als sie in die Bezirke des Jordan[3]o. nach Gelilot am Jordan; o. zu den Gelilot des Jordan; entsprechend V.11. kamen, die {noch} im Land Kanaan {liegen} , da bauten die Söhne Ruben und die Söhne Gad und der halbe Stamm Manasse dort einen Altar am Jordan, einen Altar, groß von Aussehen.
11 Und die Söhne Israel hörten sagen: Siehe, die Söhne Ruben und die Söhne Gad und der halbe Stamm Manasse haben den Altar gebaut vor das Land Kanaan in den Bezirken des Jordan nach der Seite der Söhne Israel[4]o. gegen das Land Kanaan hin … den Söhnen Israel gegenüber.
12 Und als die Söhne Israel es hörten, versammelte sich die ganze Gemeinde der Söhne Israel nach Silo, um gegen sie zum Krieg[5]w. Heerlager hinaufzuziehen.
13 Und die Söhne Israel sandten zu den Söhnen Ruben und zu den Söhnen Gad und zu dem halben Stamm Manasse, ins Land Gilead, Pinhas, den Sohn des Priesters Eleasar[6]o. den Priester Pinhas, den Sohn des Eleasar,
14 und zehn Fürsten mit ihm, je einen Fürst für ein Vaterhaus von allen Stämmen Israels. Und jeder von ihnen war das Haupt seines Vaterhauses in den Tausendschaften Israels.
15 Und sie kamen zu den Söhnen Ruben und zu den Söhnen Gad und zu dem halben Stamm Manasse ins Land Gilead und redeten mit ihnen:
16 So spricht die ganze Gemeinde des Herrn: Was ist das für eine Untreue, die ihr gegen den Gott Israels geübt habt, dass ihr euch heute abwendet von dem Herrn[7]w. von {der Nachfolge} hinter dem Herrn her, indem ihr euch einen Altar baut, um euch heute gegen den Herrn aufzulehnen?
17 Haben wir noch nicht genug an der Sünde mit Peor[8]w. Ist uns die Sünde des Peor (d. i. Baal-Peor) zu wenig?, von der wir uns bis zum heutigen Tag {noch} nicht gereinigt haben –, worauf doch die Plage über die Gemeinde des Herrn kam?
18 Und ihr, ihr wendet euch heute vom Herrn[7]w. von {der Nachfolge} hinter dem Herrn her ab! Und es wird geschehen, wenn ihr euch heute gegen den Herrn auflehnt, dann wird er morgen über die ganze Gemeinde Israels zürnen.
19 Jedoch wenn das Land, das euch gehört[1]w. das Land eures Eigentums, unrein ist, dann kommt herüber in das Land, das dem Herrn gehört[2]w. das Land des Eigentums des Herrn, wo die Wohnung des Herrn steht, und macht euch unter uns ansässig! Aber gegen den Herrn dürft ihr euch nicht auflehnen, und {auch} gegen uns dürft ihr euch nicht auflehnen, indem ihr euch einen Altar baut neben dem Altar des Herrn, unseres Gottes.
20 Hat nicht Achan, der Sohn Serachs, Untreue an dem Gebannten geübt? Und über die ganze Gemeinde Israels erging der Zorn; und er kam nicht als Einziger wegen seiner Schuld um.
21 Und die Söhne Ruben und die Söhne Gad und der halbe Stamm Manasse antworteten und redeten zu den Häuptern der Tausendschaften Israels:
22 Der Gott der Götter, der Herr, der Gott der Götter, der Herr, er weiß es, und Israel soll es wissen: Wenn {das} in Auflehnung oder in Untreue gegen den Herrn {geschehen ist} , {dann} sollst du uns heute nicht retten[3]LXX, syr. und lat. Üs. schreiben: so soll er uns heute nicht retten.
23 {Und wenn es so ist, } dass wir uns einen Altar gebaut haben, um uns vom Herrn[4]w. von {der Nachfolge} hinter dem Herrn her abzuwenden, und wenn {es geschehen ist} , um Brandopfer und Speisopfer darauf zu opfern, und wenn {es geschehen ist} , um Heilsopfer[5]o. Friedensopfer; o. Abschlussopfer; o. Gemeinschaftsopfer darauf darzubringen, dann möge uns der Herr zur Rechenschaft ziehen[6]w. der Herr – er möge es fordern!
24 Vielmehr taten wir dies aus Besorgnis, aus einem {bestimmten} Grund, als wir {uns} sagten: Künftig werden eure Söhne zu unseren Söhnen sagen: Was habt ihr mit dem Herrn, dem Gott Israels, zu tun?
25 Der Herr hat ja eine Grenze zwischen uns und euch gesetzt, ihr Söhne Ruben und ihr Söhne Gad, nämlich den Jordan. Ihr habt keinen Anteil am Herrn! So könnten eure Söhne unsere Söhne {davon} abbringen, den Herrn zu fürchten.
26 Darum sagten wir: Wir wollen uns daranmachen, den Altar zu bauen, nicht für Brandopfer und nicht für Schlachtopfer,
27 sondern ein Zeuge soll er sein zwischen uns und euch und zwischen unseren Generationen nach uns, damit wir den Dienst des Herrn vor ihm verrichten mit unseren Brandopfern und mit unseren Schlachtopfern und mit unseren Heilsopfern[5]o. Friedensopfer; o. Abschlussopfer; o. Gemeinschaftsopfer und damit nicht eure Söhne künftig zu unseren Söhnen sagen: Ihr habt keinen Anteil am Herrn!
28 Und wir sagten {uns}: Geschieht es, dass sie künftig zu uns oder zu unseren {nachfolgenden} Generationen {in dieser Weise} sprechen, dann werden wir antworten: Seht die Nachbildung[7]w. Ebenbild. – Andere üs. : die Bauweise des Altars des Herrn, die unsere Väter gemacht haben, {und zwar} nicht für Brandopfer und nicht für Schlachtopfer, sondern ein Zeuge {soll sie sein} zwischen uns und euch!
29 Fern von uns sei es[8]w. {Etwas} Entweihtes {sei es} uns, uns gegen den Herrn aufzulehnen und uns heute vom Herrn[4]w. von {der Nachfolge} hinter dem Herrn her abzuwenden, indem wir einen Altar bauen für Brandopfer, für Speisopfer und für Schlachtopfer neben dem Altar des Herrn, unseres Gottes, der vor seiner Wohnung {steht} !
30 Und als der Priester Pinhas und die Fürsten der Gemeinde und die Häupter der Tausendschaften Israels, die bei ihm waren, die Worte hörten, die die Söhne Ruben und die Söhne Gad und die Söhne Manasse redeten, war es gut in ihren Augen.
31 Und Pinhas, der Sohn des Priesters Eleasar[9]o. der Priester Pinhas, der Sohn des Eleasar, sagte zu den Söhnen Ruben und zu den Söhnen Gad und zu den Söhnen Manasse: Heute erkennen wir, dass der Herr in unserer Mitte ist, weil ihr diese Untreue am Herrn nicht geübt habt. Nun habt ihr die Söhne Israel vor der Hand des Herrn gerettet.
32 Da kehrten Pinhas, der Sohn des Priesters Eleasar[1]o. der Priester Pinhas, der Sohn des Eleasar, und die Fürsten zurück von den Söhnen Ruben und von den Söhnen Gad, aus dem Land Gilead ins Land Kanaan, zu den Söhnen Israel und brachten ihnen Antwort.
33 Und die Sache war gut in den Augen der Söhne Israel. Und die Söhne Israel dankten Gott und sprachen nicht mehr davon, gegen sie hinaufzuziehen zum Krieg[2]w. Heerlager, um das Land zu vernichten, in dem die Söhne Ruben und die Söhne Gad wohnten.
34 Und die Söhne Ruben und die Söhne Gad nannten den Altar {»Zeuge«[3]Der Name fehlt im Mas. T., indem sie sagten}: Denn Zeuge ist er zwischen uns, dass der Herr Gott ist.
Elberfelder Bibel 2006, © 2006 SCM R.Brockhaus in der SCM Verlagsgruppe GmbH, Holzgerlingen
Gute Nachricht Bibel
Gute Nachricht Bibel 2018
Josua entlässt die Männer der östlichen Stämme
1 Josua rief die Männer der Stämme Ruben, Gad und Ost-Manasse zusammen
2 und sagte zu ihnen: »Ihr habt alles getan, was Mose, der Diener des HERRN, euch befohlen hatte, und habt stets meinen Anweisungen gehorcht.
3 Die ganze Zeit über habt ihr eure Brüder, die übrigen Israeliten, nicht im Stich gelassen und habt sorgfältig darauf geachtet, die Gebote des HERRN, eures Gottes, zu befolgen.
4 Jetzt aber hat der HERR euren Brüdern Ruhe und Frieden verschafft, wie er es versprochen hatte, und ihr dürft heimziehen in das Land, das Mose, der Diener des HERRN, euch auf der anderen Seite des Jordans gegeben hat.
5 Aber vergesst nie, was Mose euch eingeschärft hat, als er sagte: ›Ihr sollt den HERRN, euren Gott, lieben, auf seinen Wegen gehen, seine Gebote befolgen, ihm Treue halten und ihm dienen mit ganzem Herzen und allen euren Kräften.‹«
6 Josua segnete sie zum Abschied und ließ sie nach Hause ziehen.
7 Der einen Hälfte des Stammes Manasse hatte Mose östlich des Jordans in der Landschaft Baschan Landbesitz gegeben, die andere Hälfte hatte ihren Anteil zusammen mit den übrigen Stämmen westlich des Jordans durch Josua bekommen. Josua entließ die Männer von Ost-Manasse mit einem Segenswunsch nach Hause
8 und sagte noch zu ihnen: »Ihr kehrt reich beladen nach Hause zurück, mit Silber, Gold, Bronze, Eisen, mit vielen Kleidern und einer Menge Vieh. Teilt die Beute mit euren Stammesbrüdern!«
Der Altar am Jordan führt zum Konflikt
9 Die Männer der Stämme Ruben, Gad und Ost-Manasse zogen nun von den übrigen Israeliten weg. Von Schilo im Land Kanaan brachen sie auf, um ins Land Gilead zu ziehen. Dort lag der Landanteil, den der HERR ihnen durch Mose zugesprochen hatte und in dem sie sich schon früher angesiedelt hatten.
10 Als sie zu den Gelilot in der Jordanebene kamen, bauten sie direkt am Fluss einen großen Altar, noch auf dieser Seite des Jordans im Land Kanaan.
11 Bei den anderen Israeliten sprach es sich herum: »Die Männer von Ruben, Gad und Ost-Manasse haben bei den Gelilot am Jordan einen Altar gebaut, jenseits der Grenze des Landes Kanaan, nicht mehr im Gebiet Israels!«
12 Da kamen alle Männer Israels in Schilo zusammen, um gegen die Oststämme in den Kampf zu ziehen.
13 Sie schickten eine Gesandtschaft zu den Männern von Ruben, Gad und Ost-Manasse nach Gilead: Pinhas, den Sohn des Priesters Eleasar,
14 und dazu die zehn Oberhäupter der westlichen Stämme Israels, lauter Sippenälteste.
15-16 Sie kamen dorthin und fragten im Namen der ganzen Gemeinde des HERRN: »Warum habt ihr dem Gott Israels die Treue gebrochen und euch von ihm abgewandt? Ihr habt einen Altar gebaut; damit habt ihr ihm den Rücken gekehrt!
17 Reicht die Schuld noch nicht, die wir bei Pegor auf uns geladen haben und die bis heute auf uns liegt? Ihr wisst, dass der HERR deswegen die ganze Gemeinde gestraft hat.
18 Und trotzdem wendet ihr euch jetzt von ihm ab! Seht ihr nicht, wie das ausgehen wird? Heute lehnt ihr euch gegen den HERRN auf und morgen wird sein Zorn die ganze Gemeinde Israel treffen.
19 Wenn ihr aber meint, dass euer Land unrein ist, dann kommt herüber zu uns in das Land des HERRN, wo er seine Wohnung aufgeschlagen hat. Siedelt euch doch bei uns an! Aber baut auf keinen Fall einen zweiten Altar neben dem Altar des HERRN, unseres Gottes! Damit lehnt ihr euch gegen den HERRN auf und zieht uns in eure Auflehnung mit hinein.
20 Denkt an Achan, den Sohn Serachs, der sich an der Beute vergriff, die der HERR zur Vernichtung bestimmt hatte. Er war nur ein einzelner Mann und doch wurde die ganze Gemeinde Israel dafür bestraft. Hat sein Vergehen ihn nicht das Leben gekostet?«
Versöhnung zwischen Ost- und Weststämmen
21 Die Männer von Ruben, Gad und Ost-Manasse antworteten den zehn Stammesoberhäuptern:
22-23 »Gott, der Mächtige, der HERR – Gott, der Mächtige, der HERR –, er weiß es und ganz Israel soll es ebenfalls wissen: Uns trifft keine Schuld. Wenn wir diesen Altar gebaut haben, um uns vom HERRN abzuwenden und ihm die Treue zu brechen, dann soll der HERR uns heute nicht beistehen. Er selbst soll den Fall untersuchen. Wir hatten nie die Absicht, auf dem Altar irgendwelche Opfer darzubringen.
24 Vielmehr hatten wir Sorge, dass in Zukunft eure Nachkommen zu unseren Nachkommen sagen könnten: ›Was verbindet denn euch mit dem HERRN, dem Gott Israels?
25 Er hat doch zwischen euch und uns den Jordan als Grenze gesetzt! Also gehört ihr nicht zum Volk des HERRN!‹ So könnten dann eure Nachkommen die unseren daran hindern, dem HERRN unsere Opfer zu bringen.
26 Deshalb haben wir diesen Altar gebaut – nicht für Brand- oder Mahlopfer,
27 sondern als ein Zeichen, das zwischen uns und euch und zwischen unseren und euren Nachkommen aufgerichtet ist. Es soll bezeugen, dass wir tatsächlich das Recht haben, zum Heiligtum des HERRN zu kommen und ihm Brandopfer, Mahlopfer und andere Opfer darzubringen. Eure Nachkommen sollen nicht zu den unseren sagen dürfen, sie gehörten nicht zur Gemeinde des HERRN.
28 Wenn es aber je so weit käme, sollten unsere Nachkommen sagen können: ›Seht diesen Altar! Unsere Vorfahren haben ihn genau nach dem Vorbild des Altars am Heiligtum des HERRN gebaut – nicht um Brand- oder Mahlopfer darzubringen, sondern als Zeichen, das unsere Zugehörigkeit zum HERRN bezeugt.‹
29 Wir denken nicht entfernt daran, uns vom HERRN abzuwenden und neben dem Altar vor der Wohnung des HERRN, unseres Gottes, noch einen weiteren Altar zu bauen, auf dem Opfer dargebracht werden.«
30 Der Priester Pinhas und die Abgeordneten der Gemeinde, die Oberhäupter der Stämme, ließen gelten, was die Männer der Stämme Ruben, Gad und Ost-Manasse zu ihrer Verteidigung vorbrachten.
31 Pinhas sagte: »Jetzt erkennen wir, dass der HERR in unserer Mitte ist und sich nicht von uns abgewandt hat. Ihr habt euch mit dem Bau dieses Altars nicht gegen den HERRN aufgelehnt und so habt ihr die Israeliten vor der Strafe des HERRN bewahrt.«
32 Dann kehrten Pinhas und die übrigen Abgesandten ins Land Kanaan zurück und berichteten alles den Israeliten.
33 Diese billigten das Verhalten der Männer von Ruben und Gad und priesen Gott. Sie sahen jetzt keinen Anlass mehr, gegen sie in den Kampf zu ziehen und ihr Land zu verwüsten.
34 Die Leute von Ruben und Gad aber gaben dem Altar einen Namen und erklärten: »Er ist ein Zeichen zwischen uns, das bezeugt, dass der HERR unser Gott ist.«
Gute Nachricht Bibel, durchgesehene Neuausgabe, © 2018 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart