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Elberfelder Bibel

Elberfelder 2006

Der Brief an Philemon

Verfasser, Empfänger und Gruß

1 Paulus, ein Gefangener Christi Jesu, und Timotheus, der Bruder, Philemon, dem Geliebten und unserem Mitarbeiter,

2 und Aphia, der Schwester, und Archippus, unserem Mitkämpfer, und der Gemeinde[1]o. Versammlung, die in deinem Haus ist:

3 Gnade euch und Friede von Gott, unserem Vater, und dem Herrn Jesus Christus!

Dank für den Glauben Philemons

4 Ich danke meinem Gott, indem ich allezeit deiner in meinen Gebeten gedenke,

5 da ich von deiner Liebe und von dem Glauben höre, den du an den Herrn Jesus und allen Heiligen gegenüber hast,

6 dass[2]w. derart, dass (deutet die Richtung des Gebetes an) die Gemeinschaft deines Glaubens wirksam wird in der Erkenntnis alles Guten, das in uns im Hinblick auf Christus ist.

7 Denn ich hatte viel Freude und Trost wegen deiner Liebe, weil die Herzen[3]o. das Innere; w. die Eingeweide der Heiligen durch dich, Bruder, erquickt worden sind.

Fürsprache für Onesimus

8 Deshalb, obwohl ich große Freimütigkeit in Christus habe, dir zu gebieten, was sich gehört,

9 bitte ich {doch} vielmehr um der Liebe willen als ein solcher, wie ich bin, Paulus, der Alte, jetzt aber auch ein Gefangener Christi Jesu.

10 Ich bitte[4]o. ermahne dich für mein Kind, das ich gezeugt habe in den Fesseln, Onesimus,

11 der dir einst unnütz war, jetzt aber dir und mir nützlich ist[5]ein Wortspiel, da Onesimus »nützlich« bedeutet.

12 Den habe ich zu dir zurückgesandt – ihn, das ist mein Herz[6]o. mein Inneres; w. meine Eingeweide.

13 Ich wollte ihn bei mir behalten, damit er statt deiner mir dient in den Fesseln des Evangeliums.

14 Aber ohne deinen Willen wollte ich nichts tun, damit deine Wohltat[7]w. dein Gutes nicht wie gezwungen, sondern freiwillig ist.

15 Denn vielleicht ist er deswegen für eine Zeit {von dir} getrennt gewesen, damit du ihn für immer[8]o. auf ewig; griech. Adjektiv von Äon besitzt,

16 nicht länger als einen Sklaven, sondern mehr als einen Sklaven, als einen geliebten Bruder, besonders für mich, wie viel mehr aber für dich, sowohl im Fleisch als auch im Herrn.

17 Wenn du mich nun für {deinen} Gefährten hältst, so nimm ihn auf wie mich!

18 Wenn er dir aber irgendein Unrecht getan hat oder dir etwas schuldig ist, so rechne dies mir an!

19 Ich, Paulus, habe es mit meiner Hand geschrieben, ich will bezahlen; ich brauche dir nicht zu sagen[9]w. damit ich dir nicht sage, dass du auch dich selbst mir schuldig bist.

20 Ja, Bruder, ich möchte deiner froh werden[10]o. ich möchte gern Nutzen an dir haben (vielleicht als Wortspiel zum Namen Onesimus; vgl. Anm. zu V.11) im Herrn. Erquicke mein Herz[6]o. mein Inneres; w. meine Eingeweide in Christus!

21 Da ich deinem Gehorsam vertraue, habe ich dir geschrieben, und ich weiß, dass du auch mehr tun wirst, als ich sage.

Persönliche Mitteilungen und Grüße

22 Zugleich aber bereite mir auch eine Herberge! Denn ich hoffe, dass ich durch eure Gebete euch werde geschenkt werden.

23 Es grüßt dich Epaphras, mein Mitgefangener in Christus Jesus,

24 Markus, Aristarch, Demas, Lukas, meine Mitarbeiter.

25 Die Gnade des Herrn Jesus Christus sei mit eurem Geist!

Gute Nachricht Bibel

Gute Nachricht Bibel 2018

Eingangsgruß

1 Paulus, der für Jesus Christus im Gefängnis ist, und der Bruder Timotheus schreiben diesen Brief. Er richtet sich an Philemon, der von Gott und von uns geliebt und unser Mitarbeiter ist,

2 sowie an unsere Schwester Aphia, unseren Mitstreiter Archippus und die Gemeinde in Philemons Haus.

3 Gnade und Frieden sei mit euch von Gott, unserem Vater, und von Jesus Christus, dem Herrn.

Glaube und Liebe Philemons

4 Ich danke meinem Gott immer, Philemon, wenn ich in meinen Gebeten an dich denke.

5 Denn ich höre von deiner Liebe und deinem Glauben: dem Glauben an Jesus, den Herrn, und der Liebe, die du allen Christen erweist.

6 Und meine Bitte an Gott ist: Der Glaube, an dem du Anteil hast, möge sich bei dir dahin auswirken, dass du all das Gute erkennst, das unter uns im Blick auf Christus und zu seiner Ehre zu tun ist.

7 Es war mir wirklich eine große Freude und hat mir Mut gemacht, von der Liebe zu hören, die du den Brüdern und Schwestern erweist. Du hast ihren Herzen wohlgetan, lieber Bruder!

Paulus verwendet sich für Onesimus

8 Deshalb möchte ich auch nicht von meiner Vollmacht Gebrauch machen. Ich könnte dir ja unter Berufung auf Christus einfach befehlen, was du zu tun hast;

9 aber um der Liebe Raum zu geben, bitte ich dich nur. Ich, Paulus, als ein Mann von Alter und Autorität, dazu jetzt auch noch ein Gefangener für Jesus Christus,

10 ich bitte dich für meinen Sohn, den ich hier im Gefängnis gezeugt, das heißt zum Glauben geführt habe: für Onesimus!

11 Früher hattest du an ihm nur einen Nichtsnutz, aber jetzt kann er dir und mir von Nutzen sein.

12 Ich schicke ihn hiermit zu dir zurück – was sage ich: Ich schicke dir mein eigenes Herz!

13 Ich hätte ihn gerne bei mir behalten, damit er mir an deiner Stelle Dienste leistet, jetzt, da ich für die Gute Nachricht im Gefängnis sitze.

14 Aber ohne deine Zustimmung wollte ich nichts entscheiden. Du sollst die gute Tat ja nicht unter Zwang, sondern aus freiem Willen tun!

15 Vielleicht ist er ja nur deshalb eine Zeit lang von dir getrennt worden, damit du ihn nun für alle Zeiten zurückhast,

16 und das nicht als Sklaven, sondern als viel mehr: als geliebten Bruder. Das ist er jedenfalls für mich in höchstem Maße; aber wie viel mehr muss er es dann für dich sein, im täglichen Leben und in der Gemeinde des Herrn!

17 Wenn es stimmt, dass wir beide für Christus arbeiten und ich also gewissermaßen dein »Geschäftspartner« bin, dann nimm ihn auf, als ob ich es selber wäre.

18 Wenn er dich geschädigt hat oder dir etwas schuldet, dann rechne es mir an.

19 Ich, Paulus, schreibe hier mit eigener Hand: Ich werde es dir erstatten. Ich könnte auch sagen: Rechne es dir an; denn du bist mir ja schließlich dich selber schuldig!

20 Ja, lieber Bruder, ich möchte gerne, dass du mir eine Freude machst, so gewiss wir durch den Herrn verbunden sind! Tu meinem Herzen wohl durch die Liebe, die von Christus kommt!

21 Ich schreibe dir im Vertrauen darauf, dass du dich mir nicht widersetzen wirst. Ich bin sicher, du wirst sogar noch mehr tun, als ich erbitte.

22 Halte auch schon ein Quartier für mich bereit! Denn ich rechne zuversichtlich damit, dass Gott eure Gebete erhört und ich euch wiedergeschenkt werde.

Grüße

23 Epaphras lässt dich grüßen, der hier mit mir für Jesus Christus im Gefängnis sitzt;

24 ebenso grüßen meine Mitarbeiter Markus, Aristarch, Demas und Lukas.

25 Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus sei mit euch!

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