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Elberfelder Bibel
Elberfelder 2006
Ein neues Stammesgebiet für Dan
1 In jenen Tagen gab es keinen König in Israel. Und in jenen Tagen suchte sich der Stamm der Daniter ein Erbteil zum Wohnen; denn bis zu jenem Tag war ihm mitten unter den Stämmen Israels nichts als Erbteil zugefallen.
2 Und die Söhne Dan sandten fünf Männer aus ihrer Sippe, aus ihrer Gesamtheit, tapfere Männer aus Zora und aus Eschtaol, um das Land auszukundschaften und es zu erforschen. Und sie sagten zu ihnen: Geht hin, erforscht das Land! Und sie kamen in das Gebirge Ephraim zum Haus Michas und übernachteten dort.
3 Als sie beim Haus Michas waren, erkannten sie die Mundart[2]w. Stimme des jungen Mannes, des Leviten. Und sie bogen dahin ab und sagten zu ihm: Wer hat dich hierhergebracht? Und was tust du hier? Und was hast du hier?
4 Und er sagte zu ihnen: So und so hat Micha mir getan. Und er hat mich in Lohn genommen, und ich bin sein Priester geworden.
5 Da sagten sie zu ihm: Befrage doch Gott, damit wir erkennen, ob unser Weg, auf dem wir gehen, zum Ziel führt!
6 Da sagte der Priester zu ihnen: Geht in Frieden! Vor dem Herrn {liegt} euer Weg, auf dem ihr geht.
7 Und die fünf Männer gingen hin und kamen nach Lajisch. Und sie sahen das Volk, das darin war, in Sicherheit wohnen, nach Art der Sidonier, ruhig und arglos[3]o. sorglos; o. sicher. Und es gab keinen, der einem irgendetwas zuleide tat im Land {oder} der {fremdes} Vermögen in Besitz genommen hätte[4]o. im Land {keinen} Eroberer, {keine} Unterdrückung. Und sie waren {weit} entfernt von den Sidoniern und hatten mit den Aramäern[5]so mit LXX und der syr. Üs. ; Mas. T. : mit {irgend} einem Menschen nichts zu tun. –
8 Und sie kamen {zurück} zu ihren Brüdern nach Zora und Eschtaol. Und ihre Brüder sagten zu ihnen: Was {bringt} ihr?
9 Sie sagten: Macht euch auf und lasst uns gegen sie hinaufziehen! Denn wir haben uns das Land angesehen, und siehe, es ist sehr gut. Und ihr bleibt {noch} untätig? Seid nicht träge zu gehen, um hinzukommen, das Land in Besitz zu nehmen!
10 Wenn ihr hinkommt, werdet ihr zu einem arglosen[6]o. sorglosen; o. sicheren Volk kommen, und das Land ist geräumig nach {allen} Seiten hin. Ja, Gott hat es in eure Hand gegeben, einen Ort, wo es keinen Mangel gibt an irgendetwas, was auf Erden ist.
Der Stamm Dan beraubt das Heiligtum Michas
11 Da brachen sechshundert Mann von dort auf, von der Sippe der Daniter, aus Zora und aus Eschtaol, umgürtet mit Waffen.
12 Und sie zogen hinauf und lagerten zu Kirjat-Jearim in Juda. Daher hat man diesen Ort Machaneh-Dan[1]d. h. Heerlager Dans genannt bis auf diesen Tag; siehe, er {liegt} hinter Kirjat-Jearim.
13 Und von dort zogen sie weiter ins Gebirge Ephraim und kamen zum Haus Michas.
14 Da begannen die fünf Männer, die gegangen waren, das Land Lajisch auszukundschaften, und sagten zu ihren Brüdern: Wisst ihr, dass in diesen Häusern Efod und Terafim und ein Schnitzbild und ein Gussbild sind? Und nun erkennt, was ihr zu tun habt!
15 Da bogen sie dahin ab und traten in das Haus des jungen Mannes, des Leviten, ein, in das Haus Michas, und fragten ihn nach seinem Wohlergehen.
16 Die sechshundert mit ihren Waffen umgürteten Männer aber, die von den Söhnen Dan waren, blieben am Eingang des Tores stehen.
17 {Nur} die fünf Männer, die gegangen waren, das Land auszukundschaften, stiegen hinauf, gingen dort hinein {und} nahmen das Schnitzbild und das Efod und die Terafim und das Gussbild. Und der Priester und die sechshundert Mann, die mit Waffen umgürtet waren, standen am Eingang des Tores.
18 Als jene nun in Michas Haus gingen und das Schnitzbild, das Efod und die Terafim und das Gussbild wegnahmen, da sagte der Priester zu ihnen: Was tut ihr da?
19 Sie sagten zu ihm: Schweig! Lege deine Hand auf deinen Mund und geh mit uns und sei für uns Vater und Priester! Ist es besser für dich, Priester zu sein für das Haus eines einzelnen Mannes oder Priester zu sein für einen Stamm und für eine Sippe in Israel?
20 Da wurde das Herz des Priesters froh, und er nahm das Efod und die Terafim und das Schnitzbild und ging mitten unter das Volk.
21 Und sie wandten sich und gingen {weiter} und stellten die Kinder und das Vieh und die wertvollen Dinge an ihre Spitze.
22 Sie hatten sich {schon ein Stück weit} von Michas Haus entfernt, da wurden die Männer zusammengerufen, die in den Häusern {wohnten} , die beim Haus Michas {standen} , und sie holten die Söhne Dan ein.
23 Und sie riefen die Söhne Dan an; und diese wandten ihr Gesicht um und sagten zu Micha: Was ist dir, dass du {sie} zusammengerufen hast[2]o. dich zusammengeschart hast?
24 Er sagte: Meine Götter, die ich gemacht hatte, habt ihr {mir} weggenommen und den Priester dazu und seid weggezogen! Was {bleibt} mir da noch? Und wie könnt ihr denn zu mir sagen: Was ist dir?
25 Aber die Söhne Dan sagten zu ihm: Lass deine Stimme bei uns nicht {mehr} hören, damit nicht Männer mit erbittertem Mut[3]o. mit grimmigem Gemüt über euch herfallen und du dein Leben verwirkst[4]w. aufsammelst und das Leben deines Hauses!
26 Und die Söhne Dan zogen ihres Weges. Und als Micha sah, dass sie stärker waren als er, wandte er sich und kehrte in sein Haus zurück.
27 Jene aber nahmen mit, was Micha gemacht hatte, dazu den Priester, den er besaß. Und sie kamen über Lajisch, über ein ruhiges und argloses[5]o. sorgloses; o. sicheres Volk, und schlugen es mit der Schärfe des Schwertes; und die Stadt verbrannten sie mit Feuer.
28 Und kein Retter war da; denn die Stadt[6]w. sie war {weit} entfernt von Sidon, und sie hatten mit den Aramäern[7]so mit LXX und der syr. Üs. ; Mas. T. : mit {irgend} einem Menschen nichts zu tun. Sie {lag} in der Ebene, die zu Bet-Rehob gehört. Und sie bauten die Stadt {wieder} auf und wohnten in ihr.
29 Und sie gaben der Stadt den Namen Dan nach dem Namen ihres Vaters Dan, der dem Israel geboren worden war; früher dagegen war Lajisch der Name der Stadt. –
30 Und die Söhne Dan richteten sich das Schnitzbild auf. Und Jonatan, der Sohn Gerschoms, des Sohnes des Mose[1]viele hebr. Handschr. : des Manasse, er und seine Söhne waren Priester für den Stamm der Daniter bis zum Tag der Wegführung {der Bevölkerung} des Landes.
31 Und sie stellten sich das Schnitzbild Michas auf, das er gemacht hatte, all die Tage, in denen das Haus Gottes in Silo war.
Elberfelder Bibel 2006, © 2006 SCM R.Brockhaus in der SCM Verlagsgruppe GmbH, Holzgerlingen
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Der Stamm Dan sucht eine neue Heimat
1 Damals gab es noch keinen König in Israel. Der Stamm Dan war gerade dabei, sich ein eigenes Wohngebiet zu suchen. Bis dahin war ihm noch kein Erbbesitz in Israel zugewiesen worden;
2 deshalb schickten die Leute von Dan fünf Männer aus ihrer Mitte aus, um das Land zu erkunden, angesehene Leute aus Zora und Eschtaol. Die Kundschafter kamen auch ins Bergland von Efraïm und zum Haus Michas, wo sie übernachteten.
3 Dabei fiel ihnen der Levit durch seine Mundart auf, und sie gingen zu ihm und fragten ihn: »Wie bist du hierher gekommen? Was tust du denn hier?«
4 Er sagte: »Micha hat mich gegen Lohn eingestellt und so bin ich sein Priester geworden.«
5 Sie baten ihn: »Frag doch Gott für uns, ob unser Vorhaben gelingen wird!«
6 Der Priester tat es und gab ihnen den Bescheid: »Zieht in Frieden weiter! Der HERR billigt euer Vorhaben.«
7 Die Kundschafter zogen weiter und kamen nach Lajisch. Die Leute dort lebten ruhig und sorglos und fühlten sich so sicher wie die Bewohner von Sidon. Es gab keinen Machthaber im Land, der sie bedroht hätte. Sidon war weit entfernt und sie lebten ganz für sich.
8 Als die Kundschafter nach Zora und Eschtaol zurückkehrten, fragten ihre Stammesbrüder sie: »Wie ist es euch ergangen?«
9 Sie antworteten: »Auf, wir wollen nach Lajisch ziehen! Es ist ein sehr gutes Land. Zögert nicht, es in Besitz zu nehmen! Was legt ihr die Hände in den Schoß?
10 Ihr werdet dort ein Volk finden, das sich in Sicherheit wiegt. Gott hat ihr Land in eure Gewalt gegeben. Es ist ein weites Land, es fehlt dort nichts, was man sich wünschen kann.«
Michas Priester folgt den Männern von Dan
11 Daraufhin machten sich aus Zora und Eschtaol 600 bewaffnete Männer vom Stamm Dan mit ihren Familien auf den Weg.
12 Ihr erstes Lager hatten sie westlich von Kirjat-Jearim im Gebiet von Juda; der Ort heißt daher bis heute Mahane-Dan (Lager Dans).
13 Von dort zogen sie weiter ins Bergland von Efraïm und kamen auch zum Haus Michas.
14 Da sagten die fünf Männer, die als Kundschafter auf dem Weg nach Lajisch hier vorbeigekommen waren, zu den Übrigen: »Ihr müsst wissen: In diesen Häusern hier gibt es ein Gottesbild, aus Holz geschnitzt und mit Metall überzogen, und außerdem einen Priesterschurz mit Orakeltasche. Bedenkt, was für eine Gelegenheit sich euch da bietet!«
15 So gingen alle zum Haus des jungen Leviten, das Micha gehörte, und begrüßten ihn.
16-17 Während er bei den 600 Bewaffneten draußen am Tor stand, gingen die fünf Kundschafter in das Haus und nahmen das Gottesbild und das Orakelgerät an sich.
18 Als der Priester es sah, sagte er: »Was tut ihr da?«
19 Sie erwiderten: »Still, kein Wort! Komm mit uns, sei unser Priester und geistlicher Vater! Was ist besser für dich: für eine einzelne Familie oder für einen ganzen Stamm in Israel Priester zu sein?«
20 Dem Mann gefiel diese Aussicht. Er nahm das Gottesbild und das Orakelgerät und kam mit ihnen.
21 Beim Weitermarsch ließen die Männer von Dan Frauen, Kinder und Vieh sowie die Lasttiere mit ihrem Hab und Gut an der Spitze des Zuges gehen.
22 Sie waren schon ein gutes Stück weit gekommen, als sie von Micha und seinen Nachbarn eingeholt wurden.
23 Die Verfolger riefen: »Halt!«, und die Männer von Dan drehten sich um. Sie fragten Micha: »Was ist denn los, dass du uns mit einem bewaffneten Aufgebot nachjagst?«
24 Micha erwiderte: »Ihr habt mir den Gott weggenommen, den ich mir gemacht hatte, und den Priester dazu; ihr habt mich völlig ausgeraubt. Und da fragt ihr noch: ›Was ist los?‹«
25 Aber die Leute von Dan sagten zu ihm: »Kein Wort mehr, sonst werden Männer über euch herfallen, die keinen Spaß verstehen. Dann kostet es dich und deine Familie auch noch das Leben!«
26 Die Männer von Dan setzten ihren Weg fort. Micha sah, dass er gegen die Übermacht nichts ausrichten konnte, und kehrte nach Hause zurück.
Ein Heiligtum fragwürdigen Ursprungs
27 Die Männer von Dan nahmen also das Gottesbild Michas und seinen Priester mit sich. Als sie nach Lajisch kamen, überfielen sie die nichts ahnenden Bewohner, erschlugen sie mit dem Schwert und brannten die Stadt nieder.
28 Niemand kam den Leuten von Lajisch zu Hilfe; denn die Stadt lag weit von Sidon entfernt und ihre Bewohner hatten ganz für sich selbst gelebt. Lajisch lag in der Ebene von Bet-Rehob. Die Eroberer bauten die Stadt wieder auf und wohnten darin.
29 Nach ihrem Stammvater, einem der Söhne Jakobs, nannten sie die Stadt Dan.
30 Dort stellten sie das mitgebrachte Gottesbild auf, und der Levit Jonatan, der von Moses Sohn Gerschon abstammte, wurde ihr Priester. Auch seine Nachkommen versahen den Priesterdienst für die Männer des Stammes Dan, bis die Bewohner der ganzen Gegend von den Assyrern aus dem Land weggeführt wurden.
31 So lange, wie das Heiligtum von Schilo bestand, verehrten die Leute von Dan das Gottesbild, das Micha für sich hatte anfertigen lassen.
Gute Nachricht Bibel, durchgesehene Neuausgabe, © 2018 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart