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Elberfelder Bibel
Elberfelder 2006
1 Die Weisheit der Frauen baut ihr Haus, aber die Narrheit reißt es mit eigenen Händen nieder.
2 Wer in seiner Geradheit lebt[16]w. geht, fürchtet den Herrn; wer aber in seinen Wegen verkehrt ist, verachtet ihn[17]o. wer ihn aber verachtet, geht krumme Wege.
3 Im Mund des Narren ist eine Rute für den Hochmut[18]Andere üs. mit Textänderung: eine Rute für seinen Rücken; aber die Lippen der Weisen bewahren sie[19]d. h. die Weisen, o. die Weisheit.
4 Wo keine Rinder sind, ist die Krippe leer[1]o. {bleibt} die Krippe {zwar} sauber, doch {kommt} reichlicher Ertrag durch die Kraft des Stieres.
5 Ein treuer Zeuge lügt nicht, aber ein falscher Zeuge bringt Lügen vor[2]w. schnaubt Lügen.
6 Der Spötter sucht Weisheit, doch sie ist nicht da; aber für den Verständigen ist Erkenntnis ein Leichtes.
7 Tritt einem törichten Mann gegenüber, und[3]o. Geh einem törichten Mann aus dem Weg, denn du lernst keine verständigen Lippen kennen.
8 Die Weisheit des Klugen ist es, seinen Weg zu begreifen, aber die Narrheit der Toren ist Täuschung.
9 Schuld macht Narren frech[4]o. Schuld macht Narren lächerlich; o. Die Narren treiben Spott mit der Schuld, aber unter den[5]Andere üs. in Anlehnung an LXX: In den Zelten der Narren {wohnt} Schuld, aber in den Häusern der Aufrichtigen[6]o. Geraden ist Wohlgefallen.
10 Das Herz kennt sein eigenes Leid[7]w. die Bitterkeit seiner Seele, und kein Fremder kann sich in seine Freude mischen.
11 Das Haus der Gottlosen wird ausgetilgt, aber das Zelt der Aufrichtigen[6]o. Geraden blüht auf.
12 Da ist ein Weg, der einem Menschen gerade erscheint, aber zuletzt sind es Wege des Todes.
13 Sogar beim Lachen kann das Herz Kummer haben, und zuletzt {wird aus} Freude Traurigkeit.
14 Von seinen Wegen wird satt, wer abtrünnigen Herzens ist, und von dem, was in ihm ist[8]o. über ihm ist; o. auf ihm ist. – Andere üs. mit Textänderung: und von seinen Taten, {wird satt} der gute Mann.
15 Der Einfältige[9]o. Unerfahrene (n) ; o. Unverständige (n) glaubt jedem Wort, aber der Kluge achtet auf seinen Schritt.
16 Der Weise fürchtet sich und meidet das Böse, aber der Tor braust auf und fühlt sich sicher[10]o. und kommt zu Fall.
17 Der Jähzornige begeht Narrheit, und der Ränkeschmied wird gehasst[11]Andere üs. in Anlehnung an LXX: aber der verständige Mann wird erhöht.
18 Die Einfältigen[9]o. Unerfahrene (n) ; o. Unverständige (n) erben Narrheit, die Klugen aber werden mit Erkenntnis gekrönt.
19 Die Bösen müssen sich niederbeugen vor den Guten und die Gottlosen an den Türen des Gerechten.
20 Selbst seinem Nächsten ist der Arme verhasst, aber die Freunde des Reichen sind zahlreich.
21 Wer seinem Nächsten Verachtung zeigt, sündigt; aber wohl dem, der sich über die Elenden erbarmt!
22 Gehen nicht irre {alle} , die Böses schmieden[12]w. pflügen? Aber Gnade und Treue {erfahren die} , die Gutes schmieden[12]w. pflügen.
23 Bei jeder Mühe ist Gewinn, aber bloßes Gerede[13]w. ein Wort der Lippen {führt} nur zum Mangel.
24 Die Krone der Weisen ist ihr Reichtum[14]Andere üs. in Anlehnung an LXX: ihre Klugheit; die Narrheit der Toren ist {nur} Narrheit[15]Andere üs. mit Textänderung: aber der Kranz der Toren ist ihre Narrheit.
25 Ein wahrhaftiger Zeuge ist Lebensretter[16]o. ist einer, der Seelen rettet; wer aber Lügen vorbringt[17]w. schnaubt, ist {lauter} Betrug.
26 In der Furcht des Herrn {liegt} ein starkes Vertrauen, auch seine[18]d. h. dessen, der den Herrn fürchtet Kinder haben eine Zuflucht.
27 Die Furcht des Herrn ist eine Quelle des Lebens, um die Fallen des Todes zu meiden.
28 In der Menge des Volkes {besteht} die Herrlichkeit eines Königs, aber durch Mangel an Leuten {kommt} der Untergang eines Fürsten.
29 Der Langmütige ist reich an Verständnis, aber der Jähzornige trägt Narrheit davon[1]o. treibt die Narrheit auf die Spitze.
30 Ein gelassenes Herz ist des Leibes Leben, aber Wurmfraß in den Knochen ist die Leidenschaft[2]o. die Eifersucht.
31 Wer den Geringen unterdrückt, verhöhnt[3]o. Wer den Hilflosen erpresst, reizt den, der ihn gemacht hat; aber ihn ehrt, wer sich über den Armen erbarmt.
32 In seinem Unglück wird der Gottlose umgestoßen, aber der Gerechte ist {noch} in seinem Tode geborgen[4]LXX und syr. Üs. : der Gerechte birgt sich in seiner Lauterkeit.
33 Im Herzen des Verständigen ruht die Weisheit[5]o. lässt sich die Weisheit nieder, aber unter den Toren schwitzt sie[6]LXX: wird sie nicht bekannt.
34 Gerechtigkeit erhöht eine Nation, aber Sünde ist die Schande der Völker.
35 Des Königs Wohlgefallen wird dem klugen Knecht {zuteil} ; aber den schandbaren trifft sein Zorn.
Elberfelder Bibel 2006, © 2006 SCM R.Brockhaus in der SCM Verlagsgruppe GmbH, Holzgerlingen
Gute Nachricht Bibel
Gute Nachricht Bibel 2018
Gerechtigkeit macht ein Volk groß
1 Kluge Frauen bauen Haus und Familie auf, aber unverständige reißen alles nieder.
2 Geradlinig leben und den HERRN ernst nehmen gehören zusammen, ebenso krumme Wege gehen und nicht nach ihm fragen.
3 Unverbesserliche Narren schaden sich selbst durch ihr hochmütiges Reden; was der Erfahrene sagt, schützt ihn vor Schaden.
4 Wo keine Rinder sind, spart man ihr Futter; aber für reiche Erträge braucht man ihre Kraft.
5 Ein ehrlicher Zeuge sagt immer die Wahrheit, aber ein falscher Zeuge bringt nichts als Lügen vor.
6 Die Eingebildeten wollen weise werden und schaffen es nicht; den Einsichtigen fällt es leicht.
7 Meide unverbesserliche Narren; du hörst bei ihnen kein vernünftiges Wort!
8 Wer klug ist, hat Einsicht und weiß, was er tut. Wer dumm ist, hat nur Dummheit; damit täuscht er sich selbst und andere.
9 Unverbesserliche Narren stimmen sich gegenseitig zu, weil sie alle im Unrecht sind; aber redliche Menschen finden Zustimmung bei Gott.
10 Das Menschenherz ist mit seinen tiefsten Schmerzen und Freuden allein; niemand kann sie mit ihm teilen.
11 Das Haus des Verbrechers wird niedergerissen; aber die Familie des Redlichen blüht und gedeiht.
12 Mancher Mensch hält seinen Weg für den richtigen, aber am Ende führt er ihn in den Tod.
13 Hinter dem Lachen kann sich Traurigkeit verbergen; wenn dann die Freude vorüber ist, ist der Schmerz noch da.
14 Wer sich auf Abwege begibt, bekommt den Lohn dafür; aber der Lohn guter Menschen ist vorzuziehen.
15 Ein Grünschnabel glaubt alles, was man ihm sagt; der Erfahrene prüft es, bevor er handelt.
16 Der Kluge ist vorsichtig und meidet das Böse; der Dumme handelt unbeherrscht und überschätzt sich.
17 Wer sich schnell erhitzt, macht Dummheiten; wer kalt berechnet, macht sich verhasst.
18 Der Besitz des Grünschnabels ist seine Unwissenheit; Wissen ist der Schmuck der Erfahrenen.
19 Die Bösen werden sich vor den Guten niederbeugen; die Unredlichen müssen den Rechtschaffenen dienen.
20 Den Armen mag niemand, nicht einmal sein Nachbar; aber die Reichen haben viele Freunde.
21 Wer seinen Mitmenschen mit Verachtung begegnet, macht sich schuldig; aber freuen darf sich, wer sich um die Hilflosen kümmert.
22 Wer Unheilspläne schmiedet, läuft ins Unheil; wer Gutes plant, erfährt Güte und Treue.
23 Jede Arbeit bringt Lohn; aber Geschwätz bringt nur Nachteil.
24 Reichtum ist die Krone der Verständigen; unverbesserliche Narren bekränzen sich mit Unverstand.
25 Wer als Zeuge die Wahrheit sagt, rettet Menschenleben; wer Lügen vorbringt, ist ein gewissenloser Schurke.
26 Alle, die den HERRN ernst nehmen, sind in Sicherheit, und auch ihre Kinder haben eine Zuflucht.
27 Den HERRN ernst nehmen ist eine Quelle des Lebens, denn dadurch vermeidest du tödliche Fehler.
28 Je größer ein Volk, desto größer die Ehre seines Herrschers; ein Rückgang der Bevölkerung ist sein Untergang.
29 Ein Mensch, der ruhig bleibt, zeigt, dass er Einsicht hat; wer aufbraust, zeigt nur seinen Unverstand.
30 Ein ausgeglichener Sinn erhält den Körper gesund; aber Eifersucht ist wie eine Krebsgeschwulst.
31 Wer die Schwachen unterdrückt, beleidigt ihren Schöpfer. Wer Hilflosen beisteht, ehrt Gott.
32 Ein böser Mensch wird wegen seiner Bosheit verworfen; der rechtschaffene wird durch seine Redlichkeit beschützt.
33 Im Herzen der Verständigen ist die Weisheit zu Hause, das erkennen sogar die Unverständigen.
34 Gerechtigkeit macht ein Volk groß; aber Unrecht macht ihm Schande.
35 Einen fähigen Beamten weiß der Herrscher zu schätzen; aber einen Pfuscher trifft sein Zorn.
Gute Nachricht Bibel, durchgesehene Neuausgabe, © 2018 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart