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Elberfelder Bibel
Elberfelder 2006
1 Besser ein trockener Bissen und Ruhe[13]w. Sorglosigkeit dabei als ein Haus voller Festspeisen, aber Streit dabei[14]w. als ein Haus voller Schlachtopfer des Streites.
2 Ein verständiger Knecht wird Herr über einen schandbaren Sohn[15]o. einen Sohn, der schändlich handelt, und mitten unter den Brüdern wird er die Erbschaft teilen.
3 Der Schmelztiegel für das Silber und der Ofen für das Gold; aber ein Prüfer der Herzen ist der Herr.
4 Ein Übeltäter hört auf die Lippe des Unheils, ein Lügner[16]T. ; Mas. T. : die Lüge schenkt Gehör der Zunge des Verderbens.
5 Wer den Armen verspottet, verhöhnt den, der ihn gemacht hat; wer sich über Unglück freut, bleibt nicht ungestraft.
6 Die Krone der Alten sind Kindeskinder, und der Kinder Schmuck sind ihre Väter.
7 Zu einem Törichten passt überragende Rede[17]LXX: glaubhafte Rede nicht; wie viel weniger zu einem Edlen lügnerische Rede!
8 Ein Zauberstein[1]o. Ein Stein, der beliebt macht; w. Ein Gunststein ist die Bestechung in den Augen ihres Gebers[2]o. ihres Empfängers; w. ihres Besitzers; wohin er sich wendet, hat er Erfolg.
9 Wer Vergehen zudeckt, strebt nach Liebe; wer aber eine Sache {immer wieder} aufrührt[3]o. eine Sache weitererzählt, entzweit Vertraute.
10 Zurechtweisung dringt bei einem Verständigen tiefer ein als hundert Schläge bei einem Toren.
11 Nur Aufruhr sucht der Böse; aber ein grausamer Bote wird gegen ihn gesandt.
12 Mag einem eine Bärin, die der Jungen beraubt ist, begegnen, nicht aber ein Tor in seiner Narrheit!
13 Wer Gutes mit Bösem vergilt, von dessen Haus wird das Böse nicht weichen.
14 {Wie} einer, der Wasser entfesselt, {so} ist der Anfang eines Streites; bevor also der Rechtsstreit losbricht, lass ab!
15 Wer den Schuldigen[4]o. den Gottlosen gerecht spricht und wer den Gerechten für schuldig[5]o. für gottlos erklärt – ein Gräuel für den Herrn sind sie alle beide.
16 Wozu denn Geld in der Hand des Toren? Um Weisheit zu kaufen, da ihm doch der Verstand fehlt?
17 Ein Freund liebt zu jeder Zeit, und als Bruder für die Not wird er geboren[6]o. und ein Bruder wird für die Not geboren.
18 Ein Mensch ohne Verstand ist, wer Handschlag gibt, wer Bürgschaft leistet gegenüber seinem Nächsten.
19 Wer Zank liebt, liebt Vergehen; wer seine Tür[7]d. i. wohl der Mund hoch macht, sucht Bruch.
20 Wer verschlagenen[8]w. verdrehten Herzens ist, findet kein Glück; und wer sich mit seiner Zunge windet, fällt ins Unglück.
21 Wer einen Toren zeugt, dem {bringt es} Kummer, und keine Freude hat der Vater eines Narren[9]o. eines Gottlosen.
22 Ein fröhliches Herz bringt gute Besserung, aber ein niedergeschlagener Geist dörrt das Gebein aus.
23 Bestechung aus dem Gewandbausch nimmt der Gottlose an, um die Pfade des Rechts zu beugen.
24 Der Verständige {hat} die Weisheit vor dem Angesicht, aber die Augen des Toren sind am Ende der Erde.
25 Ein törichter Sohn {bedeutet} für seinen Vater Verdruss und Bitternis für die, die ihn geboren hat.
26 Schon Geldstrafe für den Gerechten ist nicht gut, {aber} Edle zu schlagen, ist gegen das Recht.
27 Wer seine Worte zügelt, besitzt Erkenntnis; und wer kühlen Geist {bewahrt} , ist ein verständiger Mann.
28 Auch ein Narr, wenn er schweigt, kann als weise gelten, wenn er seine Lippen verschließt, als verständig.
Elberfelder Bibel 2006, © 2006 SCM R.Brockhaus in der SCM Verlagsgruppe GmbH, Holzgerlingen
Gute Nachricht Bibel
Gute Nachricht Bibel 2018
Fröhlichkeit ist gut für die Gesundheit
1 Ein Stück trockenes Brot in Eintracht ist besser als ein großes Festmahl mit Zank.
2 Ein tüchtiger Diener tritt an die Stelle eines nichtsnutzigen Sohnes und wird zusammen mit den anderen Söhnen erben.
3 Für Gold und Silber gibt es Tiegel und Ofen; aber das Herz eines Menschen prüft der HERR.
4 Ein Verbrecher hört auf böswillige Reden; und das Ohr des Lügners hängt am Mund des Verleumders.
5 Wenn du die Armen verspottest, beleidigst du ihren Schöpfer; über das Unglück anderer freut sich niemand ungestraft.
6 Die Alten sind stolz auf ihre Enkel und die Kinder auf ihre Väter.
7 Gewählte Sprache passt nicht zu einem Dummkopf; noch weniger passt Lüge zu einem geachteten Mann.
8 Manche meinen, Bestechungsgeschenke wirkten wie ein Zauber und brächten ihnen überall Glück.
9 Wer Freundschaft halten will, verzeiht Unrecht; wer es immer wieder auftischt, zerstört sie.
10 Bei einem verständigen Menschen richtet ein Verweis mehr aus als hundert Hiebe bei einem uneinsichtigen.
11 Der Rebell will nichts als Aufruhr; darum schickt man ihm einen Boten mit dem Todesurteil.
12 Lieber mit einer Bärin zusammentreffen, der man die Jungen geraubt hat, als mit einem unverbesserlichen Narren in seiner Verbohrtheit.
13 Wer Gutes mit Bösem vergilt, in dessen Haus wird das Unglück Dauergast.
14 Der Anfang eines Streites ist wie eine Sickerstelle in einem Damm: du musst beizeiten eingreifen, ehe es zur Katastrophe kommt.
15 Schuldige freisprechen und Schuldlose verurteilen – beides kann der HERR nicht ausstehen.
16 Was nützt es einem Schwachkopf, wenn er Geld ausgibt und sich unterrichten lässt? Kann er Verstand kaufen?
17 Ein Freund steht allezeit zu dir, auch in Notzeiten hilft er dir wie ein Bruder.
18 Wenn du dich durch Handschlag verpflichtest, für die Schulden eines anderen aufzukommen, hast du den Verstand verloren.
19 Wer Streit liebt, liebt es, schuldig zu werden. Wer anmaßend auftritt, bereitet seinen Sturz vor.
20 Ein Mensch, der Verkehrtes denkt und Übles redet, hat nichts Gutes zu erwarten.
21 Wer einen unverbesserlichen Sohn hat, kennt keine Freude; ein Taugenichts macht seinem Vater das Leben schwer.
22 Fröhlichkeit ist gut für die Gesundheit, Mutlosigkeit raubt einem die letzte Kraft.
23 Ein bestechlicher Richter nimmt heimlich Geschenke an, und das Recht nimmt einen verkehrten Lauf.
24 Ein kluger Mensch denkt stets daran, noch mehr Einsicht zu gewinnen; der Dummkopf ist mit seinen Gedanken überall und nirgends.
25 Ein uneinsichtiger Sohn ist für seinen Vater ein ständiger Ärger und für seine Mutter eine bittere Enttäuschung.
26 Schuldlose mit einer Geldstrafe belegen ist schlimm, und einen geachteten Mann zu einer Prügelstrafe verurteilen ist gegen jedes Recht.
27 Wenn du wirklich etwas gelernt hast, gehst du sparsam mit deinen Worten um. Ein Mensch, der sich beherrschen kann, zeigt, dass er Verstand hat.
28 Sogar ein Dummkopf kann für klug und verständig gehalten werden – wenn er nur den Mund halten könnte!
Gute Nachricht Bibel, durchgesehene Neuausgabe, © 2018 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart