ELB, LUT online lesen
Elberfelder Bibel
Elberfelder 2006
1 Da nun Christus im Fleisch gelitten hat, so wappnet auch ihr euch mit derselben Gesinnung[10]o. Einsicht – denn wer im Fleisch gelitten hat, hat mit der Sünde abgeschlossen –,
2 um die im Fleisch {noch} übrige Zeit nicht mehr den Begierden der Menschen, sondern dem Willen Gottes zu leben.
3 Denn die vergangene Zeit ist {uns} genug, den Willen der Nationen vollbracht zu haben, als ihr wandeltet in Ausschweifungen, Begierden, Trunkenheit, Festgelagen, Trinkgelagen und unerlaubten Götzendiensten.
4 Hierbei befremdet es sie, dass ihr nicht {mehr} mitlauft in demselben Strom der Heillosigkeit, und sie lästern,
5 die dem Rechenschaft geben werden, der bereit ist, Lebende und Tote zu richten.
6 Denn dazu ist auch den Toten gute Botschaft[11]o. das Evangelium verkündigt worden, damit sie zwar den Menschen gemäß nach dem[12]o. im Fleisch gerichtet werden, aber Gott gemäß nach dem[12]o. im Geist leben.
7 Es ist aber nahe gekommen das Ende aller Dinge. Seid nun besonnen und seid nüchtern zum Gebet[13]w. zu {den} Gebeten!
8 Vor allen Dingen aber habt untereinander eine anhaltende Liebe! Denn die Liebe bedeckt eine Menge von Sünden.
9 Seid gastfrei gegeneinander ohne Murren!
10 Wie jeder eine Gnadengabe[1]griech. charisma; d. h. einfach »Gabe« oder »Geschenk«; im NT ist meist eine Gabe Gottes bzw. des Geistes gemeint empfangen hat, so dient damit einander als gute Verwalter der verschiedenartigen Gnade Gottes!
11 Wenn jemand redet, {so rede er es} als Aussprüche Gottes; wenn jemand dient, {so sei es} als aus der Kraft, die Gott darreicht, damit in allem Gott verherrlicht wird durch Jesus Christus, dem die Herrlichkeit ist und die Macht von Ewigkeit zu Ewigkeit[2]w. in die Zeitalter der Zeitalter (griech. Äonen)! Amen[3]Beteuerungsformel für die Wahrhaftigkeit des Gesagten; in den Evangelien am Anfang feierlicher Erklärungen Jesu mit »Wahrlich!« übersetzt; vgl. Offb22,20.
12 Geliebte, lasst euch durch das Feuer {der Verfolgung} unter euch, das euch zur Prüfung geschieht, nicht befremden, als begegne euch etwas Fremdes;
13 sondern freut euch, insoweit ihr der Leiden des Christus teilhaftig seid, damit ihr euch auch in der Offenbarung seiner Herrlichkeit jubelnd freut!
14 Wenn ihr im Namen Christi geschmäht werdet, glückselig {seid ihr} ! Denn der Geist der Herrlichkeit und Gottes ruht auf euch.[4]Andere Handschr. fügen hinzu: Bei ihnen freilich wird er verlästert, bei euch aber wird er verherrlicht.
15 Denn niemand von euch leide als Mörder oder Dieb oder Übeltäter oder als einer, der sich in fremde Sachen mischt;
16 wenn er aber als Christ {leidet} , schäme er sich nicht, sondern verherrliche Gott in diesem Namen[5]nach anderen Handschr. : in dieser Sache!
17 Denn die Zeit {ist gekommen} , dass das Gericht anfängt beim Haus Gottes; wenn aber zuerst bei uns, was {wird} das Ende derer {sein} , die dem Evangelium Gottes nicht gehorchen?
18 Und wenn der Gerechte mit Not gerettet wird, wo wird der Gottlose und Sünder erscheinen?
19 Daher sollen auch die, welche nach dem Willen Gottes leiden, einem treuen Schöpfer ihre Seelen anbefehlen im Gutestun.
Elberfelder Bibel 2006, © 2006 SCM R.Brockhaus in der SCM Verlagsgruppe GmbH, Holzgerlingen
Lutherbibel
Lutherbibel 2017
Vom Leiden und Leben des Christen
1 Weil nun Christus im Fleisch gelitten hat, so wappnet euch auch mit demselben Sinn; denn wer im Fleisch gelitten hat, der hat Ruhe vor der Sünde,
2 dass er hinfort die noch übrige Zeit im Fleisch nicht den Begierden der Menschen, sondern dem Willen Gottes lebe.
3 Denn es ist genug, dass ihr die vergangene Zeit zugebracht habt nach heidnischem Willen, als ihr ein Leben führtet in Ausschweifung, Begierde, Trunkenheit, Fresserei, Sauferei und gräulichem Götzendienst.
4 Das befremdet sie, dass ihr euch nicht mehr mit ihnen stürzt in denselben Strom wüsten Treibens, und sie lästern;
5 aber sie werden Rechenschaft geben dem, der bereit ist, zu richten die Lebenden und die Toten.
6 Denn dazu ist auch den Toten das Evangelium verkündigt, dass sie zwar nach Menschenweise gerichtet werden im Fleisch, aber nach Gottes Weise leben im Geist.
7 Es ist aber nahe gekommen das Ende aller Dinge. So seid nun besonnen und nüchtern zum Gebet.
8 Vor allen Dingen habt untereinander beharrliche Liebe; denn »Liebe deckt der Sünden Menge zu« (Sprüche 10,12).
9 Seid gastfrei untereinander ohne Murren.
10 Und dienet einander, ein jeder mit der Gabe, die er empfangen hat, als die guten Haushalter der mancherlei Gnade Gottes:
11 Wenn jemand redet, rede er’s als Gottes Wort; wenn jemand dient, tue er’s aus der Kraft, die Gott gewährt, damit in allen Dingen Gott gepriesen werde durch Jesus Christus. Ihm sei Ehre und Macht von Ewigkeit zu Ewigkeit! Amen.
Vom Ausharren in der Verfolgung
12 Ihr Lieben, lasst euch durch das Feuer nicht befremden, das euch widerfährt zu eurer Versuchung, als widerführe euch etwas Fremdes,
13 sondern freut euch, dass ihr mit Christus leidet, damit ihr auch durch die Offenbarung seiner Herrlichkeit Freude und Wonne haben mögt.
14 Selig seid ihr, wenn ihr geschmäht werdet um des Namens Christi willen, denn der Geist, der ein Geist der Herrlichkeit und Gottes ist, ruht auf euch.
15 Niemand aber unter euch leide als ein Mörder oder Dieb oder Übeltäter oder als einer, der in Fremdes eingreift.
16 Leidet er aber als ein Christ, so schäme er sich nicht. Er ehre aber Gott in einem solchen Fall.
17 Denn die Zeit ist da, dass das Gericht beginnt bei dem Hause Gottes. Wenn aber zuerst bei uns, was wird es für ein Ende nehmen mit denen, die dem Evangelium Gottes nicht glauben?
18 Und wenn der Gerechte kaum gerettet wird, wo wird dann der Gottlose und Sünder zu finden sein?
19 Darum sollen auch die, die nach Gottes Willen leiden, ihm ihre Seelen anbefehlen als dem treuen Schöpfer und Gutes tun.
Die Bibel nach Martin Luthers Übersetzung, revidiert 2017, © 2016 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart