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Elberfelder Bibel

Elberfelder 2006

1 Und David[10]w. er machte sich auf und ging weg. Jonatan aber ging {zurück} in die Stadt.

Hilfe für David bei den Priestern von Nob

2 Und David kam nach Nob, zum Priester Ahimelech. Und Ahimelech kam David aufgeregt entgegen und sagte zu ihm: Warum kommst du allein, und niemand ist bei dir?

3 Und David antwortete dem Priester Ahimelech: Der König hat mir eine Sache geboten und sagte zu mir: Niemand soll irgendetwas von der Sache wissen, in der ich dich sende und die ich dir geboten habe. Die Leute[11]w. Jungen, o. junge Männern aber habe ich an den und den Ort beschieden.

4 Und nun, was hast du zur Hand? Gib {mir} fünf Brote in meine Hand oder was sich {sonst} vorfindet!

5 Und der Priester antwortete David und sagte: Ich habe kein gewöhnliches Brot zur Hand, sondern nur heiliges Brot ist da. Wenn sich nur die Leute[11]w. Jungen, o. junge Männern der Frau enthalten haben!

6 David antwortete dem Priester und sagte zu ihm: [12]o. Ja, denn eine Frau ist uns {schon} seit gestern und vorgestern versagt. Als ich auszog, da waren die Leiber der Leute heilig. Ist dies nun {auch} ein gewöhnliches Unternehmen, so ist es doch heute durch die Leiber geheiligt.Ja, denn eine Frau ist uns seit gestern und vorgestern, als ich auszog, versagt {gewesen}. Und die Leiber[13]o. Kleider; o. Waffen; w. Gefäße der Leute[11]w. Jungen, o. junge Männern sind heilig. War das {noch} ein gewöhnliches Unternehmen, wie viel mehr werden sie heute an ihrem Leib[1]o. an der Kleidung; o. an der Waffe; w. am Gefäß heilig sein![2]o. Ja, denn eine Frau ist uns {schon} seit gestern und vorgestern versagt. Als ich auszog, da waren die Leiber der Leute heilig. Ist dies nun {auch} ein gewöhnliches Unternehmen, so ist es doch heute durch die Leiber geheiligt.

7 Da gab ihm der Priester von dem heiligen Brot[3]w. gab ihm der Priester Heiliges. Denn dort war kein anderes Brot als nur das Schaubrot, das vor dem Herrn nur weggenommen wird[4]w. die … weggenommen werden, wenn frisches Brot hingelegt wird an dem Tag, da man es wegnimmt.

8 – Es war aber dort an jenem Tag ein Mann von den Knechten Sauls, eingeschlossen vor dem Herrn, mit Namen Doëg, der Edomiter; er war Aufseher über die Hirten Sauls. –

9 Und David sagte zu Ahimelech: Ist nicht hier unter deiner Hand ein Speer oder ein Schwert? Denn ich habe mein Schwert und meine Waffen nicht mit mir genommen[5]w. in meine Hand genommen, weil die Sache[6]o. der Befehl des Königs dringend war.

10 Und der Priester sagte: Das Schwert des Philisters Goliat, den du im Terebinthental erschlagen hast, siehe, es ist in ein Oberkleid gewickelt hinter dem Efod[7]d. i. ein Priesterschurz. Wenn du dir das nehmen willst, so nimm es! Denn außer diesem ist kein anderes hier. Und David erwiderte: Seinesgleichen gibt es nicht. Gib es mir!

Davids Flucht nach Gat und nach Juda

11 Und David machte sich auf und floh an diesem Tag vor Saul und kam zu Achisch, dem König von Gat.

12 Und die Knechte des Achisch sagten zu ihm: Ist das nicht David, der König des Landes? Haben sie nicht von ihm bei Reigentänzen gesungen: Saul hat seine Tausende erschlagen, David aber seine Zehntausende?

13 David nahm sich diese Worte zu Herzen und fürchtete sich sehr vor Achisch, dem König von Gat.

14 Und er stellte sich wahnsinnig vor ihren Augen und tobte[8]w. er verstellte seinen Verstand vor ihren Augen und tat unsinnig unter ihren Händen, und er kritzelte[9]LXX: er trommelte an die Flügel des Tores und ließ seinen Speichel in seinen Bart fließen.

15 Da sagte Achisch zu seinen Knechten: Siehe, ihr seht, dass der Mann wahnsinnig ist. Warum bringt ihr ihn zu mir?

16 Fehlt es mir an Wahnsinnigen[10]hebr. meschuggaim, dass ihr diesen hergebracht habt, bei mir zu toben? Sollte der in mein Haus kommen?

Lutherbibel

Lutherbibel 2017

1 Und David machte sich auf und ging seines Weges; Jonatan aber ging in die Stadt.

David in Nob

2 Und als David nach Nob kam zum Priester Ahimelech, entsetzte sich Ahimelech, als er David entgegenging, und sprach zu ihm: Warum kommst du allein und ist kein Mann mit dir?

3 David sprach zu dem Priester Ahimelech: Der König hat mir eine Sache befohlen und sprach zu mir: Niemand darf auch nur das Geringste von der Sache wissen, in der ich dich gesandt habe und die ich dir befohlen habe. Darum hab ich meine Leute an den und den Ort beschieden.

4 Hast du nun etwas bei der Hand, etwa fünf Brote oder was sonst vorhanden ist, das gib mir in meine Hand.

5 Der Priester antwortete David und sprach: Ich habe kein gewöhnliches Brot bei der Hand, sondern nur heiliges Brot; nur müssen die Männer sich der Frauen enthalten haben.

6 David antwortete dem Priester und sprach zu ihm: Frauen waren uns schon etliche Tage verwehrt. Als ich auszog, war der Leib der Leute nicht unrein, obgleich es nur um ein gewöhnliches Vorhaben ging; um wie viel mehr werden sie heute am Leibe rein sein.

7 Da gab ihm der Priester von dem heiligen Brot, weil kein anderes da war als die Schaubrote, die man vor dem HERRN nur hinwegnimmt, um frisches Brot aufzulegen an dem Tage, an dem man das andere wegnimmt.

8 Es war aber am selben Tage ein Mann von den Knechten Sauls dort eingeschlossen vor dem HERRN mit Namen Doëg, ein Edomiter, der Oberste von den Hirten Sauls.

9 Und David sprach zu Ahimelech: Ist nicht hier bei dir ein Spieß oder ein Schwert? Ich habe mein Schwert und meine Waffen nicht mit mir genommen, denn die Sache des Königs war eilig.

10 Der Priester sprach: Das Schwert des Philisters Goliat, den du im Eichgrund erschlagen hast, das ist hier, in einen Mantel gewickelt, hinter dem Efod. Willst du das, so nimm es, denn es ist kein anderes hier als dies. David sprach: Seinesgleichen gibt es nicht; gib mir’s!

David flieht zu König Achisch von Gat

11 Und David machte sich auf und floh an jenem Tage vor Saul und kam zu Achisch, dem König von Gat.

12 Aber die Knechte des Achisch sprachen zu ihm: Ist das nicht David, der König des Landes, von dem sie im Reigen sangen: Saul schlug tausend, David aber zehntausend?

13 Und David nahm sich diese Worte zu Herzen und fürchtete sich sehr vor Achisch, dem König von Gat.

14 Und er stellte sich vor ihnen wahnsinnig und tobte unter ihren Händen und rannte gegen die Pforte des Tores und ließ seinen Speichel in seinen Bart fließen.

15 Da sprach Achisch zu seinen Knechten: Ihr seht ja, dass der Mann wahnsinnig ist; warum bringt ihr ihn zu mir?

16 Hab ich zu wenig Wahnsinnige, dass ihr diesen herbrachtet, bei mir zu toben? Sollte der in mein Haus kommen?

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