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Elberfelder Bibel

Elberfelder 2006

Nadabs und Abihus eigenmächtiges Opfer und Tod – Gebote für die Priester

1 Und die Söhne Aarons, Nadab und Abihu, nahmen jeder sein Feuerbecken[3]Das ist ein Gefäß zur Aufbewahrung oder zum Transport brennender Kohlen. und taten Feuer hinein und legten Räucherwerk darauf und brachten fremdes Feuer vor dem Herrn dar, das er ihnen nicht geboten hatte.

2 Da ging Feuer vom Herrn aus und verzehrte sie. Und sie starben vor dem Herrn.

3 Und Mose sagte zu Aaron: Dies ist es, was der Herr geredet hat: Bei denen, die mir nahen[4]o. nahe sind, will ich geheiligt und vor dem ganzen Volk will ich verherrlicht werden[5]o. will ich mich als heilig erweisen, und vor dem … Volk will ich mich verherrlichen. Und Aaron schwieg.

4 Und Mose rief Mischaël und Elizafan, die Söhne von Aarons Onkel Usiël, und sagte zu ihnen: Tretet herbei, tragt eure Brüder weg vom Heiligtum[6]w. weg vom Gesicht des Heiligtums hinaus vor das Lager!

5 Und sie traten herbei und trugen sie in ihren Leibröcken hinaus vor das Lager, ganz wie Mose geredet hatte. –

6 Und Mose sagte zu Aaron und zu seinen Söhnen Eleasar und Itamar: Euer Haupthaar[7]w. Eure Köpfe sollt ihr nicht frei hängen lassen[8]o. verwildern lassen und eure Kleider nicht zerreißen, damit ihr nicht sterbt und er nicht über die ganze Gemeinde zornig wird. Aber eure Brüder, das ganze Haus Israel, sollen diesen Brand beweinen, den der Herr angerichtet hat.

7 Vom Eingang des Zeltes der Begegnung sollt ihr nicht weggehen, damit ihr nicht sterbt; denn das Öl der Salbung des Herrn ist auf euch. Und sie taten nach dem Wort des Mose.

8 Und der Herr redete zu Aaron:

9 Wein und berauschendes Getränk sollst du nicht trinken, du und deine Söhne mit dir, wenn ihr in das Zelt der Begegnung hineingeht, damit ihr nicht sterbt – eine ewige Ordnung für eure Generationen –,

10 und damit ihr unterscheidet zwischen dem Heiligen und dem Unheiligen und zwischen dem Reinen und dem Unreinen

11 und damit ihr die Söhne Israel all die Ordnungen, die der Herr durch Mose zu euch geredet hat, lehrt.

12 Und Mose redete zu Aaron und zu seinen übrig gebliebenen Söhnen Eleasar und zu Itamar: Nehmt das Speisopfer, das von den Feueropfern des Herrn übrig bleibt, und esst es ungesäuert neben dem Altar; denn hochheilig ist es.

13 Und ihr sollt es an heiliger Stätte essen, denn es ist deine Gebühr[9]o. Anspruch; o. Ordnung und die Gebühr deiner Söhne von den Feueropfern des Herrn; denn so ist mir geboten worden.

14 Und die Brust des Schwingopfers und die Keule des Hebopfers sollt ihr an reiner Stätte essen, du und deine Söhne und deine Töchter mit dir; denn als deine Gebühr[1]o. Anspruch; o. Ordnung und die Gebühr deiner Söhne sind sie gegeben von den Heilsopfern[2]o. Friedensopfern; o. Abschlussopfern; o. Gemeinschaftsopfern der Söhne Israel.

15 Die Keule des Hebopfers und die Brust des Schwingopfers sollen sie mit den Feueropfern der Fettstücke bringen, um sie als Schwingopfer vor dem Herrn zu schwingen. Und das soll dir und deinen Söhnen mit dir zu einer ewigen Gebühr[1]o. Anspruch; o. Ordnung sein, ganz wie der Herr geboten hat.

16 Und Mose suchte eifrig den Ziegenbock des Sündopfers, und siehe, er war verbrannt. Da wurde er zornig über die übrig gebliebenen Söhne Aarons Eleasar und Itamar und sagte:

17 Warum habt ihr das Sündopfer nicht an heiliger Stätte gegessen? Es ist doch hochheilig! Und er hat es euch gegeben, die Schuld der Gemeinde zu tragen, um vor dem Herrn Sühnung für sie zu erwirken.

18 Siehe, sein Blut ist nicht in das Innere des Heiligtums gebracht worden; ihr hättet es auf jeden Fall im Heiligtum essen sollen, ganz wie ich geboten habe[3]Die syr. , aram. und lat. Üs. lesen: wie ich Befehl erhalten habe; LXX: wie der Herr mir befohlen hat.

19 Und Aaron redete zu Mose: Siehe, heute haben sie ihr Sündopfer und ihr Brandopfer vor dem Herrn dargebracht, und solches ist mir begegnet! Hätte ich heute das Sündopfer gegessen, wäre es in den Augen des Herrn gut gewesen?

20 Und Mose hörte es, und es war gut in seinen Augen.

Lutherbibel

Lutherbibel 2017

Der Tod Nadabs und Abihus

1 Und Aarons Söhne Nadab und Abihu nahmen ein jeder seine Pfanne und taten Feuer hinein und legten Räucherwerk darauf und brachten so ein fremdes Feuer vor den HERRN, das er ihnen nicht geboten hatte.

2 Da fuhr ein Feuer aus von dem HERRN und verzehrte sie, dass sie starben vor dem HERRN.

3 Da sprach Mose zu Aaron: Das ist’s, was der HERR gesagt hat: Ich erzeige mich heilig an denen, die mir nahe sind, und vor allem Volk erweise ich mich herrlich. Und Aaron schwieg.

4 Mose aber rief Mischaël und Elizafan, die Söhne Usiëls, des Oheims Aarons, und sprach zu ihnen: Tretet hinzu und tragt eure Brüder von dem Heiligtum hinaus vor das Lager.

5 Und sie traten hinzu und trugen sie hinaus mit ihren leinenen Gewändern vor das Lager, wie Mose gesagt hatte.

6 Da sprach Mose zu Aaron und seinen Söhnen Eleasar und Itamar: Ihr sollt euer Haupthaar nicht frei hängen lassen und eure Kleider nicht zerreißen, dass ihr nicht sterbt und der Zorn über die ganze Gemeinde komme. Lasst aber eure Brüder, das ganze Haus Israel, weinen über diesen Brand, den der HERR angerichtet hat.

7 Ihr sollt auch nicht hinweggehen von dem Eingang der Stiftshütte, ihr würdet sonst sterben; denn das Salböl des HERRN ist auf euch. Und sie taten, wie Mose sagte.

8 Der HERR aber redete mit Aaron und sprach:

9 Du und deine Söhne, ihr sollt weder Wein noch Bier trinken, wenn ihr in die Stiftshütte geht, damit ihr nicht sterbt. Das sei eine ewige Ordnung für alle eure Nachkommen.

10 Ihr sollt unterscheiden, was heilig und unheilig, was unrein und rein ist,

11 und Israel lehren alle Ordnungen, die der HERR ihnen durch Mose verkündet hat.

12 Und Mose redete mit Aaron und mit seinen Söhnen Eleasar und Itamar, die ihm noch geblieben waren: Nehmt das Speisopfer, das übrig geblieben ist von den Feueropfern des HERRN, und esst es ungesäuert bei dem Altar; denn es ist ein Hochheiliges.

13 Ihr sollt es aber an heiliger Stätte essen; denn das ist dein und deiner Söhne Anrecht an den Feueropfern des HERRN; denn so ist mir’s geboten.

14 Auch die Brust des Schwingopfers und die Keule des Hebopfers sollst du mit deinen Söhnen und deinen Töchtern essen an reiner Stätte; denn solches Anrecht an den Dankopfern Israels ist dir und deinen Kindern gegeben.

15 Denn diese Keule und diese Brust soll man zu den Feueropfern des Fettes bringen, dass sie als Schwingopfer geschwungen werden vor dem HERRN; es gehört dir und deinen Söhnen als ewiges Anrecht, wie der HERR geboten hat.

16 Und Mose suchte den Bock des Sündopfers und fand ihn verbrannt. Und er wurde zornig über Eleasar und Itamar, Aarons Söhne, die ihm noch geblieben waren, und sprach:

17 Warum habt ihr das Sündopfer nicht gegessen an heiliger Stätte? Denn es ist ein Hochheiliges, und der HERR hat es euch gegeben, dass ihr die Schuld der Gemeinde wegnehmen und sie vor ihm entsühnen sollt.

18 Siehe, sein Blut ist nicht in das Heilige hineingebracht worden. Ihr solltet das Opfer im Heiligen gegessen haben, wie ich geboten hatte.

19 Aaron aber sprach zu Mose: Siehe, heute haben sie ihr Sündopfer und ihr Brandopfer vor dem HERRN geopfert, und es ist mir so ergangen, wie du siehst; und ich sollte heute essen vom Sündopfer? Sollte das dem HERRN gefallen?

20 Als Mose das hörte, ließ er sich’s gefallen.

Videos zu 3. Mose 10,8 (ELB, LUT)