ELB, LUT online lesen
Elberfelder Bibel
Elberfelder 2006
Segen und Fluch
1 Ihr sollt euch keine Götzen machen, und ein Götterbild[11]d. i. ein aus Stein gehauenes o. aus Holz geschnitztes Bild und einen Gedenkstein[12]hebr. mazzeba; das ist ein aufrecht hingestellter Stein, der kultisch verehrt wurde sollt ihr euch nicht aufrichten, und keinen Stein mit Bildwerk sollt ihr in eurem Land hinstellen[13]o. zulassen, um euch davor {anbetend} niederzuwerfen; denn ich bin der Herr, euer Gott.
2 Meine Sabbate sollt ihr halten, und mein Heiligtum sollt ihr fürchten. Ich bin der Herr.
3 Wenn ihr in meinen Ordnungen lebt[14]w. geht und meine Gebote haltet und sie tut,
4 dann werde ich euch die Regen {güsse} geben zu ihrer Zeit, und das Land wird seinen Ertrag geben, und die Bäume des Feldes werden ihre Frucht geben.
5 Und die Dreschzeit wird bei euch bis zur Weinlese reichen, und die Weinlese wird bis zur Saatzeit reichen. Und ihr werdet euer Brot essen bis zur Sättigung und werdet sicher in eurem Land wohnen.
6 Und ich werde Frieden im Land geben, dass ihr euch niederlegt und es niemanden gibt, der {euch} aufschreckt. Und ich werde die bösen Tiere aus dem Land austilgen, und das Schwert wird nicht durch euer Land gehen.
7 Und ihr werdet euren Feinden nachjagen, und sie werden vor euch durchs Schwert fallen.
8 Fünf von euch werden hundert nachjagen, und hundert von euch werden zehntausend nachjagen, und eure Feinde werden vor euch durchs Schwert fallen.
9 Und ich werde mich zu euch wenden und euch fruchtbar machen und euch mehren und meinen Bund mit euch aufrechterhalten.
10 Und ihr werdet das alt gewordene alte {Getreide noch zu} essen {haben} und das alte vor dem neuen wegräumen müssen.
11 Und ich werde meine Wohnung in eure Mitte setzen, und meine Seele wird euch nicht verabscheuen.
12 Und ich werde in eurer Mitte leben[1]w. gehen und werde euer Gott sein, und ihr werdet mein Volk sein.
13 Ich bin der Herr, euer Gott, der ich euch aus dem Land Ägypten herausgeführt habe, damit ihr nicht ihre Sklaven sein musstet. Und ich habe die Stangen eures Joches zerbrochen und euch aufrecht gehen lassen.
14 Wenn ihr mir aber nicht gehorcht und nicht all diese Gebote tut
15 und wenn ihr meine Ordnungen verwerft und eure Seele meine Rechtsbestimmungen verabscheut, sodass ihr nicht alle meine Gebote tut und dass ihr meinen Bund brecht,
16 dann werde ich meinerseits euch dieses tun: Ich werde Entsetzen[2]o. plötzliches Unglück über euch verhängen, Schwindsucht und Fieberglut, die die Augen erlöschen und die Seele verschmachten lassen. Und ihr werdet vergeblich euren Samen säen, denn eure Feinde werden ihn verzehren.
17 Und ich werde mein Angesicht gegen euch richten, dass ihr vor euren Feinden geschlagen werdet. Und eure Hasser werden über euch herrschen, und ihr werdet fliehen, obwohl niemand euch nachjagt.
18 Und wenn ihr mir daraufhin nicht gehorcht, dann werde ich fortfahren, euch zu züchtigen, {und zwar} siebenmal wegen eurer Sünden.
19 Und ich werde euren starken Hochmut[3]w. den Hochmut eurer Stärke brechen und werde euren Himmel wie Eisen machen und eure Erde wie Bronze.
20 Und eure Kraft wird sich umsonst verbrauchen, und euer Land wird seinen Ertrag nicht geben, und die Bäume des Landes werden ihre Frucht nicht geben.
21 Wenn ihr euch aber mir entgegenstellt[4]w. in eine feindliche Begegnung mit mir begebt und mir nicht gehorchen wollt, dann werde ich euch weiter schlagen, {und zwar} siebenfach nach euren Sünden.
22 Und ich werde die Tiere des Feldes unter euch senden, dass sie euch kinderlos machen und euer Vieh ausrotten und euch {an Zahl} verringern, und eure Wege sollen öde werden.
23 Und wenn ihr euch dadurch nicht von mir zurechtweisen lasst und euch mir entgegenstellt[4]w. in eine feindliche Begegnung mit mir begebt,
24 dann werde ich meinerseits mich euch entgegenstellen[5]w. mich in eine feindliche Begegnung mit euch bzw. ihnen begeben, und ich meinerseits werde euch schlagen, {und zwar} siebenfach wegen eurer Sünden.
25 Und ich werde das Schwert über euch bringen, das die Rache des Bundes vollzieht. Und zieht ihr euch in eure Städte zurück, dann werde ich die Pest in eure Mitte senden, und ihr werdet in die Hand des Feindes gegeben werden.
26 Wenn ich euch den Stab[6]das sind die Stöcke, an denen die ringförmigen Brote aufgehängt sind des Brotes zerbreche, werden zehn Frauen euer Brot in einem Ofen backen, und sie werden euch das Brot zurückgeben nach dem Gewicht[7]d. h. genau abgemessen; und ihr werdet essen und nicht satt werden.
27 Und wenn ihr mir trotzdem nicht gehorcht und euch mir entgegenstellt[4]w. in eine feindliche Begegnung mit mir begebt,
28 dann werde ich mich euch im Grimm entgegenstellen[8]w. mich in eine grimmige feindliche Begegnung mit euch begeben, und ich meinerseits werde euch züchtigen wegen eurer Sünden, {und zwar} siebenfach.
29 Und ihr werdet das Fleisch eurer Söhne essen, und das Fleisch eurer Töchter werdet ihr essen.
30 Und ich werde eure Höhen[1]d. h. Höhenaltäre, o. Höhenheiligtümer austilgen und eure Räucheraltäre ausrotten, und ich werde eure Leichen auf die Leichen eurer Götzen[2]w. Mistkugeln, o. Klötze; d. i. ein verächtlicher Ausdruck werfen, und meine Seele wird euch verabscheuen.
31 Und ich werde eure Städte zur Trümmerstätte machen und eure Heiligtümer öde machen, und ich werde euren wohlgefälligen Geruch[3]o. Geruch der Befriedigung o. Beschwichtigung nicht riechen.
32 Und ich werde das Land öde machen, dass eure Feinde, die darin wohnen, sich darüber entsetzen sollen.
33 Euch aber werde ich unter die Nationen zerstreuen, und ich werde das Schwert hinter euch herziehen. Euer Land wird eine Öde und eure Städte werden eine Trümmerstätte sein.
34 Dann endlich wird das Land seine Sabbate ersetzt bekommen[4]o. abtragen, all die Tage seiner Verödung, während ihr im Land eurer Feinde seid. Dann endlich wird das Land ruhen und seine Sabbate ersetzt bekommen.
35 All die Tage seiner Verödung wird es ruhen, was es nicht an euren Sabbaten geruht hat, als ihr darin wohntet.
36 Und die Übriggebliebenen von euch – in ihr Herz werde ich Verzagtheit bringen in den Ländern ihrer Feinde; und das Rauschen eines verwehten Blattes wird sie verfolgen, und sie werden fliehen, wie man vor dem Schwert flieht, und fallen, obwohl niemand sie verfolgt.
37 Und sie werden einer über den andern hinstürzen wie vor dem Schwert, obwohl niemand sie verfolgt; und ihr werdet vor euren Feinden nicht standhalten können.
38 Ihr werdet umkommen unter den Nationen, und das Land eurer Feinde wird euch fressen.
39 Und die Übriggebliebenen von euch werden in ihrer[5]o. durch die Schuld vergehen[6]w. verfaulen in den Ländern eurer Feinde und auch in der[5]o. durch die Schuld ihrer Väter werden sie mit ihnen vergehen[6]w. verfaulen.
40 Und sie werden ihre Schuld bekennen und die Schuld ihrer Väter, die in ihrer Untreue {liegt} , mit der sie an mir treulos gehandelt haben, und besonders darin, dass sie sich mir entgegengestellt haben[7]w. sich in eine feindliche Begegnung mit mir begeben haben.
41 Ich meinerseits werde mich ihnen entgegenstellen[8]w. mich in eine feindliche Begegnung mit euch bzw. ihnen begeben und sie in das Land ihrer Feinde bringen; ob sich endlich ihr unbeschnittenes Herz demütigt und sie endlich ihre Schuld bezahlen[4]o. abtragen.
42 Dann werde ich an meinen Bund mit Jakob denken. Und auch an meinen Bund mit Isaak und auch an meinen Bund mit Abraham werde ich denken, und an das Land werde ich denken.
43 Denn das Land muss von ihnen verlassen sein, damit es in seiner Verödung ohne sie seine Sabbate ersetzt bekommt[9]o. abträgt, und sie selbst werden ihre Schuld bezahlen[4]o. abtragen, darum, ja deshalb, weil sie meine Rechtsbestimmungen verworfen haben und ihre Seele meine Ordnungen verabscheut hat.
44 Aber selbst auch dann, wenn sie in dem Land ihrer Feinde sind, habe ich sie nicht verworfen und sie nicht verabscheut, ein Ende mit ihnen zu machen, meinen Bund mit ihnen ungültig zu machen; denn ich bin der Herr, ihr Gott.
45 Und ich werde {zum Guten} für sie an meinen Bund mit den Vorfahren denken, die ich aus dem Land Ägypten vor den Augen der Nationen herausgeführt habe, um ihr Gott zu sein. Ich bin der Herr.
46 Das sind die Ordnungen und die Rechtsbestimmungen und die Gesetze[10]o. die Weisungen, die der Herr zwischen sich und den Söhnen Israel auf dem Berg Sinai durch Mose gegeben hat.
Elberfelder Bibel 2006, © 2006 SCM R.Brockhaus in der SCM Verlagsgruppe GmbH, Holzgerlingen
Lutherbibel
Lutherbibel 2017
Segen und Fluch (vgl. 5. Mose 28,1-68)
1 Ihr sollt euch keine Götzen machen und euch weder Bild noch Steinmal aufrichten, auch keinen Stein mit Bildwerk setzen in eurem Lande, um davor anzubeten; denn ich bin der HERR, euer Gott.
2 Haltet meine Sabbate und habt Ehrfurcht vor meinem Heiligtum. Ich bin der HERR.
3 Werdet ihr in meinen Satzungen wandeln und meine Gebote halten und tun,
4 so will ich euch Regen geben zur rechten Zeit und das Land soll seinen Ertrag geben und die Bäume auf dem Felde ihre Früchte bringen.
5 Und die Dreschzeit soll reichen bis zur Weinernte, und die Weinernte soll reichen bis zur Zeit der Saat. Und ihr sollt Brot die Fülle haben und sollt sicher in eurem Lande wohnen.
6 Ich will Frieden geben in eurem Lande, dass ihr schlaft und euch niemand aufschrecke. Ich will die wilden Tiere aus eurem Lande wegschaffen, und kein Schwert soll durch euer Land gehen.
7 Ihr sollt eure Feinde jagen, und sie sollen vor euch her dem Schwert verfallen.
8 Fünf von euch sollen hundert jagen, und hundert von euch sollen zehntausend jagen; denn eure Feinde sollen vor euch her dem Schwert verfallen.
9 Und ich will mich zu euch wenden und will euch fruchtbar machen und euch mehren und will meinen Bund mit euch halten.
10 Und ihr werdet noch von dem Vorjährigen essen und, wenn das Neue kommt, das Vorjährige wegtun müssen.
11 Ich will meine Wohnung unter euch haben und eurer nicht überdrüssig werden.
12 Und ich will unter euch wandeln und will euer Gott sein, und ihr sollt mein Volk sein.
13 Denn ich bin der HERR, euer Gott, der euch aus Ägyptenland geführt hat, dass ihr nicht ihre Knechte bleibt, und habe euer Joch zerbrochen und habe euch aufrecht einhergehen lassen.
14 Werdet ihr mir aber nicht gehorchen und nicht alle diese Gebote tun
15 und werdet ihr meine Satzungen verachten und meine Rechte verabscheuen, dass ihr nicht tut alle meine Gebote, und werdet ihr meinen Bund brechen,
16 so will auch ich euch dieses tun: Ich will euch heimsuchen mit Schrecken, mit Auszehrung und Fieber, dass euch die Augen erlöschen und das Leben hinschwindet. Ihr sollt umsonst euren Samen säen und eure Feinde sollen ihn essen.
17 Und ich will mein Antlitz gegen euch richten, und ihr sollt geschlagen werden vor euren Feinden, und die euch hassen, sollen über euch herrschen, und ihr sollt fliehen, ohne dass euch einer jagt.
18 Wenn ihr mir aber auch dann noch nicht gehorcht, so will ich euch noch weiter züchtigen, siebenfältig, um eurer Sünden willen,
19 dass ich eure stolze Macht breche, und will euren Himmel wie Eisen und eure Erde wie Erz machen.
20 Und eure Mühe und Arbeit soll verloren sein, dass euer Land seinen Ertrag nicht gebe und die Bäume im Lande ihre Früchte nicht bringen.
21 Und wenn ihr mir zuwiderhandelt und mich nicht hören wollt, so will ich euch noch weiter schlagen, siebenfältig, um eurer Sünden willen.
22 Und ich will wilde Tiere unter euch senden, die sollen eure Kinder fressen und euer Vieh zerreißen und euch vermindern, und eure Straßen sollen verlassen sein.
23 Werdet ihr euch aber damit noch nicht von mir zurechtbringen lassen und mir zuwiderhandeln,
24 so will auch ich euch zuwiderhandeln und will euch siebenfältig mehr schlagen um eurer Sünden willen
25 und will ein Racheschwert über euch bringen, das meinen Bund rächen soll. Und wenn ihr euch auch in eure Städte flüchtet, will ich doch die Pest unter euch senden und will euch in die Hände eurer Feinde geben.
26 Dann will ich euch den Vorrat an Brot verderben; zehn Frauen sollen euer Brot in einem einzigen Ofen backen und euer Brot soll man euch nach Gewicht zuteilen, und wenn ihr esst, sollt ihr nicht satt werden.
27 Werdet ihr mir aber auch dann noch nicht gehorchen und mir zuwiderhandeln,
28 so will auch ich euch im Grimm zuwiderhandeln und will euch siebenfältig mehr züchtigen um eurer Sünden willen,
29 dass ihr sollt eurer Söhne und Töchter Fleisch essen.
30 Und ich will eure Opferhöhen vertilgen und eure Räucheraltäre ausrotten und will eure Leichname auf die Leichname eurer Götzen werfen und werde an euch Ekel haben.
31 Und ich will eure Städte wüst machen und eure Heiligtümer verheeren und will den lieblichen Geruch eurer Opfer nicht mehr riechen.
32 So will ich das Land wüst machen, dass eure Feinde, die darin wohnen werden, sich davor entsetzen.
33 Euch aber will ich unter die Völker zerstreuen und mit gezücktem Schwert hinter euch her sein, dass euer Land soll wüst sein und eure Städte zerstört.
34 Alsdann wird das Land seine Sabbate nachholen, solange es wüst liegt und ihr in der Feinde Land seid; ja, dann wird das Land ruhen und seine Sabbate nachholen.
35 Solange es wüst liegt, wird es ruhen, weil es nicht ruhen konnte an euren Sabbaten, während ihr darin wohntet.
36 Und denen, die von euch übrig bleiben, will ich ein feiges Herz machen in ihrer Feinde Land, dass sie ein raschelndes Blatt soll jagen, und sie sollen davor fliehen, als jagte sie ein Schwert, und fallen, wo sie doch niemand jagt.
37 Und einer soll über den andern hinfallen, als wäre das Schwert hinter ihnen, wo sie doch niemand jagt, und ihr sollt nicht bestehen können gegen eure Feinde.
38 Und ihr sollt umkommen unter den Völkern, und eurer Feinde Land soll euch fressen.
39 Die aber von euch übrig bleiben, die sollen in der Feinde Land dahinschwinden wegen ihrer Missetat, aber auch um der Missetat ihrer Väter willen.
Umkehr des Volkes und Treue des Herrn
40 Da werden sie dann bekennen ihre Missetat und ihrer Väter Missetat, dass sie mir untreu gewesen sind und sich mir entgegengestellt haben.
41 So will auch ich mich ihnen entgegenstellen und sie in das Land ihrer Feinde wegführen. Dann wird sich ja ihr unbeschnittenes Herz demütigen, und sie werden die Strafe für ihre Missetat abtragen.
42 Und ich werde gedenken an meinen Bund mit Jakob und an meinen Bund mit Isaak und an meinen Bund mit Abraham und werde an das Land gedenken.
43 Aber das Land wird von ihnen verlassen sein und seine Sabbate nachholen, solange es wüst liegt, und sie werden die Strafe für ihre Missetat abtragen, weil sie wieder und wieder meine Rechte verachtet und an meinen Satzungen Ekel gehabt haben.
44 Aber wenn sie auch in der Feinde Land sind, verwerfe ich sie dennoch nicht, und es ekelt mich nicht vor ihnen, sodass es mit ihnen aus sein sollte und mein Bund mit ihnen nicht mehr gelten sollte; denn ich bin der HERR, ihr Gott.
45 Und ich will ihnen zugut an meinen Bund mit den Vorfahren gedenken, die ich aus Ägyptenland führte vor den Augen der Völker, auf dass ich ihr Gott wäre, ich, der HERR.
46 Dies sind die Satzungen und Rechte und Gesetze, die der HERR zwischen sich und den Israeliten aufgerichtet hat auf dem Berge Sinai durch die Hand des Mose.
Die Bibel nach Martin Luthers Übersetzung, revidiert 2017, © 2016 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart