ELB, LUT online lesen
Elberfelder Bibel
Elberfelder 2006
Verordnungen über die Leuchter und Schaubrote
1 Und der Herr redete zu Mose:
2 Befiehl den Söhnen Israel, dass sie dir reines Öl aus zerstoßenen Oliven bringen für die Leuchter, damit man beständig eine Lampe darauf setzen kann.
3 Außerhalb des Vorhangs des Zeugnisses[5]o. Über dem, was das Zeugnis absperrt; d. h. schützt, im Zelt der Begegnung, soll Aaron sie beständig herrichten, vom Abend bis zum Morgen, vor dem Herrn: eine ewige Ordnung für eure Generationen.
4 Auf dem reinen Lampenständer[6]o. Leuchter. – Andere üs. : Auf dem {aus} reinem {Gold angefertigten} Lampenständer soll er die Lampen beständig vor dem Herrn zurichten.
5 Und du sollst Weizengrieß nehmen und daraus zwölf Kuchen backen: von zwei zehntel {Efa} soll ein Kuchen sein.
6 Und du sollst sie in zwei Schichten[7]o. Reihen legen, sechs in jede Schicht, auf den reinen Tisch[8]Andere üs. : auf dem Tisch aus reinem {Gold} vor dem Herrn.
7 Und du sollst auf jede Schicht reinen Weihrauch legen, und er soll dem Brot als Askara[9]d. i. der zu verbrennende Teil des Speisopfers dienen, ein Feueropfer dem Herrn.
8 Sabbattag für Sabbattag soll er es regelmäßig vor dem Herrn zurichten: ein ewiger Bund bei den Söhnen Israel.
9 Und es soll Aaron und seinen Söhnen gehören, und sie sollen es an heiliger Stätte essen; denn als ein Hochheiliges von den Feueropfern des Herrn soll es ihm gehören: eine ewige Ordnung[1]o. ein ewiger Anspruch.
Gesetz über Gotteslästerung, Totschlag und Körperverletzung
10 Und der Sohn einer israelitischen Frau – er war aber der Sohn eines ägyptischen Mannes – ging unter die Söhne Israel aus. Und der Sohn der Israelitin und ein israelitischer Mann rauften sich im Lager.
11 Und der Sohn der israelitischen Frau lästerte den Namen {des Herrn} und verfluchte {ihn}. Da brachten sie ihn zu Mose. Der Name seiner Mutter aber war Schelomit, die Tochter des Dibri, vom Stamm Dan.
12 Und sie legten ihn in Gewahrsam, um nach dem Mund des Herrn Bescheid geben zu können.
13 Und der Herr redete zu Mose:
14 Führe den Flucher nach draußen vor das Lager! Und alle, die es gehört haben, sollen ihre Hände auf seinen Kopf legen, und die ganze Gemeinde soll ihn steinigen.
15 Und zu den Söhnen Israel sollst du reden: Wenn irgendjemand seinen Gott verflucht, dann soll er seine Sünde tragen.
16 Und wer den Namen des Herrn lästert, muss getötet werden, die ganze Gemeinde muss ihn steinigen; wie der Fremde, so der Einheimische: Wenn er den Namen lästert, soll er getötet werden.
17 Wenn jemand irgendeinen Menschen[2]w. irgendeine Seele (o. Person) der Menschen totschlägt, muss er getötet werden.
18 Wer ein {Stück} Vieh totschlägt, soll es erstatten: Leben um Leben[3]w. Wer die Seele eines Viehs totschlägt, soll es unversehrt (o. vollständig) machen, Seele um Seele.
19 Wenn jemand seinem Nächsten einen Schaden[4]w. einen Makel zufügt; wie er getan hat, so soll ihm getan werden:
20 Bruch um Bruch, Auge um Auge, Zahn um Zahn; wie er einem Menschen einen Schaden[4]w. einen Makel zufügt, so soll ihm zugefügt werden.
21 Wer ein {Stück} Vieh totschlägt, soll es erstatten[5]w. unversehrt o. vollzählig machen; wer aber einen Menschen totschlägt, soll getötet werden.
22 Ein Recht sollt ihr haben: Wie der Fremde, so soll der Einheimische sein; denn ich bin der Herr, euer Gott. –
23 Und Mose redete zu den Söhnen Israel, und sie führten den Flucher vor das Lager hinaus und steinigten ihn; und die Söhne Israel taten, wie der Herr dem Mose befohlen hatte.
Elberfelder Bibel 2006, © 2006 SCM R.Brockhaus in der SCM Verlagsgruppe GmbH, Holzgerlingen
Lutherbibel
Lutherbibel 2017
Lampen und Schaubrote
1 Und der HERR redete mit Mose und sprach:
2 Gebiete den Israeliten, dass sie zu dir bringen reines Öl aus zerstoßenen Oliven für den Leuchter, dass man eine Lampe aufsetzen kann, die ständig brennt.
3 Außen vor dem Vorhang, der vor der Lade mit dem Gesetz hängt, in der Stiftshütte soll Aaron den Leuchter herrichten, dass er vom Abend bis zum Morgen beständig leuchte vor dem HERRN. Das sei eine ewige Ordnung bei euren Nachkommen.
4 Er soll die Lampen auf dem Leuchter von feinem Gold herrichten, dass sie vor dem HERRN beständig leuchten.
5 Und du sollst feines Mehl nehmen und davon zwölf Kuchen backen – zwei Zehntel soll ein Kuchen haben –
6 und sollst sie legen in zwei Reihen, je sechs in einer Reihe, auf den Tisch von feinem Gold vor dem HERRN.
7 Und sollst auf sie legen reinen Weihrauch, dass er als Gedenkopfer bei den Broten sei, ein Feueropfer für den HERRN.
8 An jedem Sabbat soll er sie zurichten vor dem HERRN als beständige Gabe der Israeliten, eine Ordnung für immer,
9 und sie sollen Aaron und seinen Söhnen gehören. Die sollen sie essen an heiliger Stätte; denn als ein Hochheiliges von den Feueropfern des HERRN gehören sie Aaron als ewiges Recht.
Strafen für Gotteslästerung, Totschlag und Gewalt
10 Es ging aber der Sohn einer israelitischen Frau und eines ägyptischen Mannes mitten unter die Israeliten und der Sohn der Israelitin zankte sich im Lager mit einem israelitischen Mann
11 und lästerte den Namen und fluchte. Da brachten sie ihn zu Mose – seine Mutter aber hieß Schelomit, eine Tochter Dibris vom Stamm Dan –
12 und legten ihn gefangen, bis ihnen klare Antwort würde durch den Mund des HERRN.
13 Und der HERR redete mit Mose und sprach:
14 Führe den Flucher hinaus vor das Lager und lass alle, die es gehört haben, ihre Hände auf sein Haupt legen und lass die ganze Gemeinde ihn steinigen
15 und sage zu den Israeliten: Wer seinem Gott flucht, der soll seine Schuld tragen.
16 Wer des HERRN Namen lästert, der soll des Todes sterben; die ganze Gemeinde soll ihn steinigen. Ob Fremdling oder Einheimischer, wer den Namen lästert, soll sterben.
17 Wer irgendeinen Menschen erschlägt, der soll des Todes sterben.
18 Wer aber ein Stück Vieh erschlägt, der soll’s ersetzen, Leben um Leben.
19 Und wer seinen Nächsten verletzt, dem soll man tun, wie er getan hat,
20 Schaden um Schaden, Auge um Auge, Zahn um Zahn; wie er einen Menschen verletzt hat, so soll man ihm auch tun.
21 Wer ein Stück Vieh erschlägt, der soll’s erstatten; wer aber einen Menschen erschlägt, der soll sterben.
22 Es soll ein und dasselbe Recht unter euch sein für den Fremdling wie für den Einheimischen; ich bin der HERR, euer Gott.
23 Mose aber sagte es den Israeliten, und sie führten den Flucher hinaus vor das Lager und steinigten ihn. So taten die Israeliten, wie der HERR es Mose geboten hatte.
Die Bibel nach Martin Luthers Übersetzung, revidiert 2017, © 2016 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart