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Elberfelder Bibel

Elberfelder 2006

Bileams Segen: Dritter und vierter Spruch

1 Und als Bileam sah, dass es gut war in den Augen des Herrn, Israel zu segnen, ging er nicht wie die anderen Male auf Wahrsagerei aus[2]w. Wahrzeichen entgegen, sondern richtete sein Gesicht zur Wüste hin.

2 Und Bileam erhob seine Augen und sah Israel, gelagert nach seinen Stämmen; und der Geist Gottes kam über ihn.

3 Und er begann seinen Spruch und sprach: Es spricht Bileam[3]w. Ausspruch Bileams, der Sohn Beors, und es spricht der Mann[4]w. Ausspruch des Mannes mit geöffnetem[5]Wortbedeutung unsicher; andere üs. mit Textänderung: mit geschlossenem Auge.

4 Es spricht[6]w. Ausspruch dessen, der die Worte Gottes hört, der ein Gesicht des Allmächtigen sieht, der niederfällt mit enthüllten Augen:

5 Wie schön sind deine Zelte, Jakob, deine Wohnungen, Israel!

6 Wie Täler breiten sie sich aus, wie Gärten am Strom, wie Aloebäume, die der Herr gepflanzt hat, wie Zedern am Wasser.

7 Wasser rinnt aus seinen Eimern, und seine Saat steht in reichlichen Wassern; und sein König wird höher werden als Agag, und sein Königreich wird erhaben sein.

8 Gott hat ihn aus Ägypten herausgeführt. Er hat {Kraft} wie die Hörner des Büffels. Er wird die Nationen, seine Gegner, fressen und ihre Gebeine zermalmen, mit seinen Pfeilen sie durchbohren[7]w. zerschmettern.

9 Er duckt sich, er legt sich nieder wie ein Löwe und wie eine Löwin. Wer will ihn aufstören? Die dich segnen, sind gesegnet[8]o. sollen gesegnet sein, und die dich verfluchen, sind verflucht[9]o. sollen verflucht sein!

10 Da entbrannte der Zorn Balaks gegen Bileam, und er schlug seine Hände zusammen; und Balak sagte zu Bileam: Meine Feinde zu verfluchen, habe ich dich gerufen, und siehe, du hast sie sogar gesegnet, jetzt {bereits} dreimal!

11 Und nun fliehe an deinen Ort! Ich hatte gesagt, ich wolle dich hoch belohnen[10]w. ehren, siehe, der Herr hat dir den Lohn[11]w. die Ehre verwehrt.

12 Und Bileam sagte zu Balak: Habe ich nicht schon zu deinen Boten, die du zu mir gesandt hast, geredet und gesagt:

13 Wenn Balak mir sein Haus voller Silber und Gold gäbe, so wäre ich nicht imstande, den Befehl des Herrn zu übertreten, um aus meinem eigenen Herzen {etwas} zu tun, Gutes oder Böses; {nur} was der Herr reden wird, das werde ich reden?

14 Und nun siehe, ich gehe zu meinem Volk. Komm, ich will dir verkünden, was dieses Volk deinem Volk antun wird am Ende der Tage.

15 Und er begann seinen Spruch und sprach: Es spricht Bileam[3]w. Ausspruch Bileams, der Sohn Beors, und es spricht der Mann[4]w. Ausspruch des Mannes mit geöffnetem[5]Wortbedeutung unsicher; andere üs. mit Textänderung: mit geschlossenem Auge.

16 Es spricht[6]w. Ausspruch dessen, der die Worte Gottes hört, der die Erkenntnis des Höchsten besitzt[12]w. erkennt, der ein Gesicht des Allmächtigen sieht, der da liegt mit enthüllten Augen:

17 Ich sehe ihn, aber nicht jetzt[13]d. h. als noch nicht gegenwärtig, ich schaue ihn, aber nicht nahe. Es tritt hervor ein Stern aus Jakob, und ein Zepter erhebt sich aus Israel und zerschlägt die Schläfen Moabs und zerschmettert alle Söhne Sets[1]SamPent liest: und die Schädel aller Söhne Sets.

18 Und Edom wird sein Besitz, und Seïr wird sein Besitz, seine Feinde; und Israel wird Mächtiges tun.

19 Und einer aus Jakob wird herrschen[2]Die syr. und aram. Üs. lesen: wird herabsteigen, und er wird den Rest aus der Stadt verloren gehen lassen.

20 Und er sah Amalek und begann seinen Spruch und sprach: Die erste der Nationen war Amalek, aber sein Ende {führt} zum Untergang[3]o. aber sein Ende ist für immer {gekommen}.

21 Und er sah die Keniter und begann seinen Spruch und sprach: Fest ist dein Wohnsitz, und auf den Felsen gesetzt ist dein Nest;

22 jedoch ist Kain der Verwüstung verfallen. Wie lange noch! Dann führt Assur dich gefangen weg.

23 Und er begann seinen Spruch und sprach: Wehe! Wer wird am Leben bleiben, wenn Gott das eintreten lässt?

24 Und Schiffe {kommen} von der Küste von Kittim[4]d. i. Zypern und demütigen Assur und demütigen Eber, aber auch das {führt} zum Untergang[5]o. und auch ihn für immer. –

25 Und Bileam machte sich auf, ging weg und kehrte an seinen Ort zurück; und auch Balak ging seines Weges.

Lutherbibel

Lutherbibel 2017

1 Als nun Bileam sah, dass es dem HERRN gefiel, Israel zu segnen, ging er nicht wie bisher auf Zeichen aus, sondern richtete sein Angesicht zur Wüste,

2 hob seine Augen auf und sah Israel, wie sie lagerten nach ihren Stämmen. Und der Geist Gottes kam auf ihn,

3 und er hob an mit seinem Spruch und sprach: Es sagt Bileam, der Sohn Beors, es sagt der Mann, dem die Augen geöffnet sind;

4 es sagt der Hörer göttlicher Rede, der des Allmächtigen Offenbarung sieht, dem die Augen geöffnet werden, wenn er niederkniet:

5 Wie fein sind deine Zelte, Jakob, und deine Wohnungen, Israel!

6 Wie die Täler, die sich ausbreiten, wie die Gärten an den Wassern, wie die Aloebäume, die der HERR pflanzt, wie die Zedern an den Wassern.

7 Sein Eimer fließt von Wasser über, und seine Saat hat Wasser die Fülle. Sein König wird höher werden als Agag, und sein Reich wird erhoben werden.

8 Gott, der sie aus Ägypten geführt hat, ist für sie wie das Horn des Wildstiers. Er wird die Völker, seine Verfolger, auffressen und ihre Gebeine zermalmen und mit seinen Pfeilen zerschmettern.

9 Er hat sich hingestreckt, sich niedergelegt wie ein Löwe und wie ein junger Löwe – wer will ihn aufstören? Gesegnet sei, wer dich segnet, und verflucht, wer dich verflucht!

10 Da entbrannte Balaks Zorn gegen Bileam, und er schlug die Hände zusammen und sprach zu ihm: Ich habe dich gerufen, dass du meine Feinde verfluchen solltest, und siehe, du hast sie nun dreimal gesegnet.

11 Geh nun weg in dein Land! Ich dachte, ich wollte dich ehren, aber der HERR hat dir die Ehre verwehrt.

12 Bileam antwortete ihm: Hab ich nicht schon zu deinen Boten gesagt, die du zu mir sandtest:

13 Wenn mir Balak sein Haus voll Silber und Gold gäbe, so könnte ich doch nicht übertreten das Wort des HERRN und Böses oder Gutes tun nach meinem Herzen, sondern was der HERR redet, das würde ich auch reden?

14 Und nun siehe, ich ziehe zu meinem Volk. So komm, ich will dir kundtun, was dies Volk deinem Volk tun wird zur letzten Zeit.

15 Und er hob an mit seinem Spruch und sprach: Es sagt Bileam, der Sohn Beors, es sagt der Mann, dem die Augen geöffnet sind,

16 es sagt der Hörer göttlicher Rede und der die Erkenntnis des Höchsten hat, der die Offenbarung des Allmächtigen sieht und dem die Augen geöffnet werden, wenn er niederkniet:

17 Ich sehe ihn, aber nicht jetzt; ich schaue ihn, aber nicht von Nahem. Es wird ein Stern aus Jakob aufgehen und ein Zepter aus Israel aufkommen und wird zerschmettern die Schläfen der Moabiter und den Scheitel aller Söhne Sets.

18 Edom wird er einnehmen, und Seïr, sein Feind, wird unterworfen sein; Israel aber wird Sieg haben.

19 Aus Jakob wird der Herrscher kommen und umbringen, was übrig ist von den Städten.

20 Und als er die Amalekiter sah, hob er an mit seinem Spruch und sprach: Amalek ist das erste unter den Völkern; aber zuletzt wird es umkommen.

21 Und als er die Keniter sah, hob er an mit seinem Spruch und sprach: Fest ist deine Wohnung, und du hast dein Nest in einen Fels gebaut.

22 Dennoch wird Kain ausgetilgt werden. Wie lange noch, dann führt Assur dich gefangen hinweg!

23 Und er hob abermals an mit seinem Spruch und sprach: Ach, wer wird am Leben bleiben, wenn Gott das tun wird?

24 Und Schiffe aus Kittim werden Assur und Eber überwältigen; jenes aber wird auch umkommen.

25 Und Bileam machte sich auf und zog hin und kehrte zurück an seinen Ort, und Balak zog seinen Weg.

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