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Elberfelder Bibel

Elberfelder 2006

Verbot heidnischer Trauerbräuche – Reine und unreine Tiere

1 Ihr seid Kinder[5]w. Söhne für den Herrn, euren Gott. Ihr dürft euch nicht wegen eines Toten Schnittwunden beibringen[6]o. euch nicht … ritzen und euch nicht zwischen euren Augen kahl scheren[7]w. keine Glatze machen; d. h. keine Stirnglatze scheren.

2 Denn ein heiliges Volk bist du dem Herrn, deinem Gott. Und dich hat der Herr erwählt, dass du ihm zum Volk {seines} Eigentums wirst aus allen Völkern, die auf dem Erdboden sind.

3 Du sollst keinerlei Gräuel essen.

4 Das sind die Tiere, die ihr essen dürft: Rind, Schaf und Ziege,

5 Hirsch und Gazelle und Damhirsch und Steinbock und Wisent und Antilope und Wildschaf.

6 Und jedes Tier, das gespaltene Hufe hat, und zwar wirklich aufgespaltene Hufe, {und} das wiederkäut[8]w. das das Gekaute {wieder} aufsteigen lässt unter den Tieren, das dürft ihr essen.

7 Nur diese dürft ihr nicht essen von den wiederkäuenden und von denen, die mit gespaltenen {und zwar} aufgespaltenen Hufen versehen sind: das Kamel und den Hasen und den Klippdachs; denn sie käuen wieder, aber sie haben keine gespaltenen Hufe: unrein sollen sie für euch sein;

8 und das Schwein, denn es hat gespaltene Hufe, aber es käut nicht wieder: unrein soll es für euch sein. Von ihrem Fleisch dürft ihr nicht essen, und ihr Aas dürft ihr nicht berühren.

9 Dieses dürft ihr essen von allem, was im Wasser ist: Alles, was Flossen und Schuppen hat, dürft ihr essen;

10 aber alles, was keine Flossen und Schuppen hat, dürft ihr nicht essen: unrein soll es für euch sein.

11 Alle reinen Vögel dürft ihr essen.

12 Aber diese {sind es} , von denen ihr nicht essen dürft: der Adler[1]o. der Gänsegeier und der Lämmergeier und der Mönchsgeier

13 und die Gabelweihe[2]SamPent und LXX lassen dieses Wort aus und lesen stattdessen in V.12 für »der Lämmergeier« »die Gabelweihe«. und die Königsweihe und der Geier nach seiner Art

14 und alle Raben nach ihrer Art

15 und die Straußenhenne und der Falke und die Seemöwe und der Habicht nach seiner Art,

16 der Steinkauz und der Ibis und die Schleiereule

17 und der Wüstenkauz und der Aasgeier und die Fischeule

18 und der Storch und der Fischreiher nach seiner Art und der Wiedehopf und die Fledermaus.

19 Und alles geflügelte Kleingetier[3]w. Gewimmel soll für euch unrein sein; es darf nicht gegessen werden.

20 Alle reinen Vögel dürft ihr essen.

21 Ihr dürft keinerlei Aas essen. Dem Fremden, der in deinen Toren {wohnt} , magst du es geben, dass er es isst, oder du magst es einem Ausländer verkaufen; denn ein heiliges Volk bist du dem Herrn, deinem Gott. – Du sollst ein Böckchen nicht in der Milch seiner Mutter kochen.

Der Zehnte

22 Du sollst gewissenhaft allen Ertrag deiner Saat verzehnten, was auf dem Feld wächst, Jahr für Jahr,

23 und sollst essen vor dem Herrn, deinem Gott, an der Stätte, die er erwählen wird, um seinen Namen dort wohnen zu lassen, {nämlich} den Zehnten deines Getreides, deines Mostes und deines Öles und die Erstgeborenen deiner Rinder und deiner Schafe, damit du lernst, den Herrn, deinen Gott, alle Tage zu fürchten.

24 Wenn aber der Weg zu weit für dich ist, dass du es nicht hinbringen kannst, weil die Stätte für dich zu fern ist, die der Herr, dein Gott, erwählen wird, um seinen Namen dort hinzulegen, wenn der Herr, dein Gott, dich segnet,

25 dann sollst du es für Geld geben[4]o. es zu Geld machen. Und dann binde das Geld in deine Hand zusammen und geh an die Stätte, die der Herr, dein Gott, erwählen wird!

26 Und gib das Geld für alles, was deine Seele begehrt, für Rinder und Schafe, für Wein und Rauschtrank und für alles, was deine Seele wünscht! Und iss dort vor dem Herrn, deinem Gott, und freue dich, du und dein Haus!

27 Und den Leviten, der in deinen Toren {wohnt} , den sollst du nicht verlassen; denn er hat keinen Anteil noch Erbe mit dir.

28 Am Ende von drei Jahren sollst du den ganzen Zehnten deines Ertrages von jenem Jahr aussondern und ihn in deinen Toren niederlegen[5]d. h. in deiner Ortschaft abliefern.

29 Und der Levit – denn er hat keinen Anteil noch Erbe mit dir – und der Fremde und die Waise und die Witwe, die in deinen Toren {wohnen} , sollen kommen und essen und sich sättigen, damit der Herr, dein Gott, dich in allem Werk deiner Hand, das du tust, segnet.

Lutherbibel

Lutherbibel 2017

Fremde Trauerbräuche. Reine und unreine Speisen (vgl. 3. Mose 11,1-47)

1 Ihr seid Kinder des HERRN, eures Gottes. Ihr sollt euch um eines Toten willen nicht wund ritzen noch kahl scheren über den Augen.

2 Denn du bist ein heiliges Volk dem HERRN, deinem Gott, und der HERR hat dich erwählt, dass du sein Eigentum seist, aus allen Völkern, die auf Erden sind.

3 Du sollst nichts essen, was dem Herrn ein Gräuel ist.

4 Dies aber sind die Tiere, die ihr essen dürft: Rind, Schaf, Ziege,

5 Hirsch, Reh, Damhirsch, Steinbock, Gämse, Auerochs und Antilope.

6 Jedes Tier, das gespaltene Klauen hat, ganz durchgespalten, und das wiederkäut, dürft ihr essen.

7 Diese Tiere aber sollt ihr nicht essen unter denen, die wiederkäuen oder die gespaltene Klauen haben: das Kamel, den Hasen und den Klippdachs, die wiederkäuen, deren Klauen aber nicht ganz durchgespalten sind; darum sollen sie euch unrein sein.

8 Anders das Schwein: Es hat zwar durchgespaltene Klauen, käut aber nicht wieder, darum soll es euch unrein sein. Ihr Fleisch sollt ihr nicht essen, und ihr Aas sollt ihr nicht anrühren.

9 Dies ist, was ihr essen dürft von allem, was im Wasser lebt: Alles, was Flossen und Schuppen hat, dürft ihr essen.

10 Was aber weder Flossen noch Schuppen hat, sollt ihr nicht essen; denn es ist euch unrein.

11 Alle reinen Vögel dürft ihr essen.

12 Diese aber sind es, die ihr nicht essen sollt: der Adler, der Bartgeier, der Mönchsgeier,

13 die Gabelweihe, alle Arten des Falken

14 und alle Arten des Raben,

15 der Strauß, die Nachteule, die Möwe, alle Arten des Habichts,

16 das Käuzchen, der Uhu, die Schleiereule,

17 die Ohreule, der Aasgeier, die Fischeule,

18 der Storch, alle Arten des Reihers, der Wiedehopf, die Fledermaus.

19 Auch alles, was Flügel hat und kriecht, soll euch unrein sein, und ihr sollt es nicht essen.

20 Die reinen Vögel dürft ihr essen.

21 Ihr sollt kein Aas essen; dem Fremdling in deiner Stadt darfst du’s geben, dass er’s esse oder dass er’s verkaufe einem Ausländer; denn du bist ein heiliges Volk dem HERRN, deinem Gott. Du sollst das Böcklein nicht kochen in der Milch seiner Mutter.

Der Zehnte

22 Du sollst Jahr für Jahr den Zehnten abgeben von allem Ertrag deiner Saat, der aus dem Acker kommt,

23 und sollst davon essen vor dem HERRN, deinem Gott, an der Stätte, die er erwählt, dass sein Name daselbst wohne, nämlich vom Zehnten deines Getreides, deines Weins, deines Öls und von der Erstgeburt deiner Rinder und deiner Schafe, auf dass du fürchten lernst den HERRN, deinen Gott, allezeit.

24 Wenn aber der Weg zu weit ist für dich, dass du’s nicht hintragen kannst, weil die Stätte dir zu fern ist, die der HERR, dein Gott, erwählen wird, dass er seinen Namen daselbst wohnen lasse, wenn der HERR, dein Gott, dich gesegnet hat,

25 so mache es zu Geld und nimm das Geld in deine Hand und geh an die Stätte, die der HERR, dein Gott, erwählen wird,

26 und gib das Geld für alles, woran dein Herz Lust hat, es sei für Rinder, Schafe, Wein, Bier oder für alles, was dein Herz wünscht, und iss dort vor dem HERRN, deinem Gott, und sei fröhlich, du und dein Haus

27 und der Levit, der in deiner Stadt lebt; den sollst du nicht leer ausgehen lassen, denn er hat weder Anteil noch Erbe mit dir.

28 Alle drei Jahre sollst du aussondern den ganzen Zehnten vom Ertrag dieses Jahres und sollst ihn hinterlegen in deiner Stadt.

29 Dann soll kommen der Levit, der weder Anteil noch Erbe mit dir hat, und der Fremdling und die Waise und die Witwe, die in deiner Stadt leben, und sollen essen und sich sättigen, auf dass dich der HERR, dein Gott, segne in allen Werken deiner Hand, die du tust.

Videos zu 5. Mose 14,7 (ELB, LUT)