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Elberfelder Bibel
Elberfelder 2006
Weg Israels durch die Wüste – Sieg über Sihon
1 Und wir wandten uns und brachen auf zur Wüste, auf dem Weg zum Schilfmeer, wie der Herr zu mir geredet hatte. Und wir umzogen das Gebirge Seïr viele Tage {lang}.
2 Und der Herr redete zu mir und sprach:
3 Lange genug habt ihr dieses Gebirge umzogen. Wendet euch nach Norden!
4 Und gebiete dem Volk und sage: Ihr werdet nun das Gebiet eurer Brüder, der Söhne Esau, durchziehen, die in Seïr wohnen, und sie werden sich vor euch fürchten. Aber hütet euch wohl!
5 Lasst euch nicht in Streit mit ihnen ein, denn ich werde euch von ihrem Land auch nicht die Breite einer Fußsohle geben! Denn das Gebirge Seïr habe ich dem Esau zum Besitz gegeben.
6 Nahrung sollt ihr für Geld von ihnen kaufen, damit ihr zu essen habt, und auch Wasser sollt ihr für Geld von ihnen kaufen, damit ihr zu trinken habt.
7 Denn der Herr, dein Gott, hat dich in allem Tun deiner Hand gesegnet. Er gab acht auf[2]o. kannte deine Wanderung durch diese große Wüste: Diese vierzig Jahre ist der Herr, dein Gott, mit dir gewesen; es hat dir an nichts gemangelt.
8 Und wir zogen von unseren Brüdern, den Söhnen Esau, die in Seïr wohnen, weiter {weg} von der Arabastraße[3]zu Araba s. Anm. zu Kap.1,1, von Elat und von Ezjon-Geber und wandten uns und zogen auf dem Weg zur Wüste Moabs.
9 Da sprach der Herr zu mir: Befehde Moab nicht und lass dich nicht in einen Krieg mit ihnen ein, denn ich werde dir von seinem Land keinen Besitz geben! Denn Ar habe ich den Söhnen Lot zum Besitz gegeben. –
10 Früher wohnten die Emiter darin, ein großes und zahlreiches und hochgewachsenes Volk wie die Enakiter.
11 Auch sie werden für Riesen[4]hebr. Refaïm gehalten wie die Enakiter; die Moabiter aber nennen sie Emiter.
12 Und in Seïr wohnten früher die Horiter. Aber die Söhne Esau verdrängten sie und vernichteten sie vor sich her und wohnten an ihrer Stelle, so wie Israel es mit dem Land seines Besitzes getan hat, das der Herr ihnen gegeben hat. –
13 Nun macht euch auf und zieht über den Bach[5]o. das Bachtal. – Das hebr. Wort bezeichnet sowohl den Wasserlauf als auch das gesamte Tal, in dem der Bach fließt. Sered! Und wir zogen über den Bach Sered.
14 Die Tage aber, die wir von Kadesch-Barnea wanderten, bis wir über den Bach Sered zogen, {betrugen} 38 Jahre, bis die Generation der kriegstüchtigen Männer[6]w. das ganze Geschlecht der Männer des Krieges aus dem Lager vollständig aufgerieben war, so wie der Herr ihnen geschworen hatte.
15 Und zwar war die Hand des Herrn gegen sie, um sie aus dem Lager vollständig auszutilgen.
16 Und es geschah, als die kriegstüchtigen Männer[1]w. die Männer des Krieges aus der Mitte des Volkes vollständig weggestorben waren,
17 da redete der Herr zu mir und sprach:
18 Du wirst heute das Gebiet von Moab, von Ar, durchziehen
19 und dich den Söhnen Ammon nähern, {bis du ihrer Grenze} gegenüber {stehst}. Du sollst sie nicht befehden und dich nicht in Streit mit ihnen einlassen, denn ich werde dir von dem Land der Söhne Ammon keinen Besitz geben! Denn ich habe es den Söhnen Lot zum Besitz gegeben. –
20 Auch dieses wird für ein Land der Riesen[2]hebr. Refaïm gehalten. Riesen wohnten früher darin, und die Ammoniter nennen sie Samsummiter:
21 ein großes und zahlreiches und hochgewachsenes Volk, wie die Enakiter. Und der Herr vernichtete sie vor ihnen, und sie verdrängten sie und wohnten an ihrer Stelle,
22 so wie er {es} für die Söhne Esau getan hat, die in Seïr wohnen, vor denen er die Horiter vernichtete, sodass sie sie verdrängten und an ihrer Stelle wohnten bis auf diesen Tag.
23 Und {was} die Awiter {betrifft} , die in Dörfern bis Gaza hin wohnten; die Kaftoriter, die aus Kaftor ausgezogen waren, haben sie vernichtet und wohnten an ihrer Stelle. –
24 Macht euch auf, brecht auf[3]w. reißt euch {die Zeltpflöcke} heraus und zieht über den Fluss Arnon! Siehe, ich habe den Amoriter Sihon, den König von Heschbon, und sein Land in deine Hand gegeben. Fang an, nimm {es} in Besitz und lass dich in einen Krieg mit ihm ein!
25 An diesem Tag will ich anfangen, Schrecken und Furcht vor dir auf die Völker unter dem ganzen Himmel zu legen: Wenn sie die Nachricht von dir hören, werden sie vor dir zittern und beben.
26 Da sandte ich Boten aus der Wüste Kedemot an Sihon, den König von Heschbon, mit Worten des Friedens und ließ {ihm} sagen:
27 Ich möchte durch dein Land ziehen auf der Straße! {Nur} auf der Straße will ich gehen, ich will weder zur Rechten noch zur Linken abweichen.
28 Nahrung sollst du mir für Geld verkaufen, dass ich esse, und Wasser sollst du mir für Geld geben, dass ich trinke. Ich will nur hindurchziehen mit meinen Füßen –
29 wie mir die Söhne Esau getan haben, die in Seïr wohnen, und die Moabiter, die in Ar wohnen –, bis ich über den Jordan hinüberziehe in das Land, das der Herr, unser Gott, uns gibt.
30 Aber Sihon, der König von Heschbon, wollte uns nicht bei sich durchziehen lassen. Denn der Herr, dein Gott, hatte seinen Geist verhärtet und sein Herz verstockt, um ihn in deine Hand zu geben, so wie es heute ist.
31 Und der Herr sprach zu mir: Siehe, ich habe begonnen, Sihon und sein Land vor dir dahinzugeben. Fang an, nimm es in Besitz, damit dir sein Land gehört[4]w. um sein Land in Besitz zu nehmen. – Andere halten das vorherstehende »nimm in Besitz« für versehentliche Doppelschreibung (vgl. V.24c) , streichen die Befehlsform und üs. V.31b: Fang an, sein Land in Besitz zu nehmen!
32 Und Sihon zog zum Kampf aus, uns entgegen nach Jahaz, er und all sein Volk.
33 Aber der Herr, unser Gott, gab ihn vor uns dahin; und wir schlugen ihn und seine Söhne und all sein Volk.
34 In jener Zeit nahmen wir alle seine Städte ein, und wir vollstreckten den Bann an jeder Stadt, an Männern, Frauen und Kindern; wir ließen keinen übrig, der entkam[5]w. wir ließen keinen Entkommenen übrig.
35 Nur das Vieh erbeuteten wir für uns und die Beute der Städte, die wir einnahmen.
36 Von Aroër, das am Ufer des Flusses Arnon {liegt} , und von der Stadt, die im Flusstal[6]o. im Bachtal; vgl. Anm. zu V.13 {liegt} , bis Gilead gab es keine Stadt, die uns zu stark[7]w. hoch gewesen wäre; alles gab der Herr, unser Gott, vor uns dahin.
37 Nur dem Land der Söhne Ammon, dem ganzen Gebiet am Fluss Jabbok[1]w. an der ganzen Seite des Flusses Jabbok, hast du dich nicht genähert noch den Städten des Gebirges, nach allem[2]so mit einer aram. Üs. ; Mas. T. : und allem {hast du dich nicht genähert}, was der Herr, unser Gott, geboten hatte.
Elberfelder Bibel 2006, © 2006 SCM R.Brockhaus in der SCM Verlagsgruppe GmbH, Holzgerlingen
Lutherbibel
Lutherbibel 2017
Zug durch die Wüste bis zum Sieg über Sihon
1 Dann wandten wir uns und zogen wieder in die Wüste auf der Straße zum Schilfmeer, wie der HERR zu mir gesagt hatte, und umzogen das Gebirge Seïr eine lange Zeit.
2 Und der HERR sprach zu mir:
3 Ihr habt dies Gebirge lange genug umzogen; wendet euch nach Norden.
4 Und gebiete dem Volk und sprich: Ihr werdet durch das Land eurer Brüder, der Söhne Esau, ziehen, die auf dem Seïr wohnen, und sie werden sich vor euch fürchten. Da hütet euch nun sehr!
5 Fangt keinen Krieg mit ihnen an, denn ich werde euch von ihrem Lande nicht einen Fußbreit geben, denn das Gebirge Seïr habe ich den Söhnen Esau zum Besitz gegeben.
6 Speise sollt ihr für Geld von ihnen kaufen, damit ihr zu essen habt, auch Wasser sollt ihr für Geld von ihnen kaufen, damit ihr zu trinken habt.
7 Denn der HERR, dein Gott, hat dich gesegnet in allen Werken deiner Hände. Er hat dein Wandern durch diese große Wüste auf sein Herz genommen. Vierzig Jahre ist der HERR, dein Gott, bei dir gewesen. An nichts hast du Mangel gehabt.
8 Als wir nun von unsern Brüdern, den Söhnen Esau, die auf dem Gebirge Seïr wohnten, weggezogen waren, weg von dem Weg durch die Araba, weg von Elat und Ezjon-Geber, wandten wir uns und zogen den Weg zur Steppe der Moabiter.
9 Da sprach der HERR zu mir: Du sollst den Moabitern keinen Schaden tun noch sie bekriegen; ich will dir von ihrem Lande nichts zum Besitz geben, denn ich habe Ar den Söhnen Lot zum Besitz gegeben. –
10 Die Emiter haben vorzeiten darin gewohnt; das war ein großes, starkes und hochgewachsenes Volk wie die Anakiter.
11 Man hielt sie auch für Riesen wie die Anakiter; und die Moabiter nennen sie Emiter.
12 Auch wohnten vorzeiten auf dem Seïr die Horiter; und die Söhne Esau vertrieben und vertilgten sie vor sich her und wohnten an ihrer statt, gleichwie Israel mit dem Lande tat, das ihnen der HERR zum Besitz gab.
13 So macht euch nun auf und zieht durch den Bach Sered! Und wir zogen hindurch.
14 Die Zeit aber, die wir von Kadesch-Barnea zogen, bis wir durch den Bach Sered kamen, betrug achtunddreißig Jahre, bis alle Kriegsleute aus dem Lager gestorben waren, wie der HERR ihnen geschworen hatte.
15 So war die Hand des HERRN wider sie, um sie aus dem Lager zu vertilgen bis auf den letzten Mann.
16 Und als alle Kriegsleute aus dem Volk gestorben waren,
17 redete der HERR mit mir und sprach:
18 Du wirst heute durch das Gebiet der Moabiter ziehen bei Ar
19 und wirst in die Nähe der Ammoniter kommen. Denen sollst du keinen Schaden tun noch sie bekriegen; ich will dir vom Lande der Ammoniter nichts zum Besitz geben, denn ich hab’s den Söhnen Lot zum Besitz gegeben. –
20 Auch dies gilt als Land der Riesen, und es haben auch vorzeiten Riesen darin gewohnt, und die Ammoniter nennen sie Samsummiter.
21 Das war ein großes, starkes und hochgewachsenes Volk wie die Anakiter. Und der HERR vertilgte sie vor ihnen und ließ sie ihr Land besitzen, sodass sie an ihrer statt dort wohnten,
22 gleichwie er’s getan hat mit den Söhnen Esau, die auf dem Gebirge Seïr wohnen, als er die Horiter vor ihnen vertilgte und sie deren Land besitzen ließ, sodass sie dort an ihrer statt wohnten bis auf diesen Tag.
23 Ebenso erging es den Awitern, die in Gehöften wohnten bis nach Gaza: Die Kaftoriter, die aus Kaftor gezogen waren, vertilgten sie und wohnten dort an ihrer statt.
24 Macht euch auf und zieht aus und geht über den Arnon! Siehe, ich habe Sihon, den König der Amoriter zu Heschbon, in deine Hand gegeben mit seinem Lande. Fang an, es einzunehmen, und kämpfe mit ihm.
25 Von heute an will ich Furcht und Schrecken vor dir auf alle Völker unter dem ganzen Himmel legen, damit, wenn sie von dir hören, ihnen bange und weh werden soll vor deinem Kommen.
26 Da sandte ich Boten aus der Wüste Kedemot an Sihon, den König von Heschbon, mit friedlicher Botschaft und ließ ihm sagen:
27 Ich will durch dein Land ziehen. Nur wo die Straße geht, will ich gehen; ich will weder zur Rechten noch zur Linken vom Weg abweichen.
28 Speise sollst du mir für Geld verkaufen, damit ich zu essen habe, und Wasser sollst du mir für Geld geben, damit ich zu trinken habe. Ich will nur zu Fuß hindurchziehen –
29 wie mir die Söhne Esau gestattet haben, die auf dem Gebirge Seïr wohnen, und die Moabiter, die zu Ar wohnen –, bis ich über den Jordan komme in das Land, das uns der HERR, unser Gott, geben wird.
30 Aber Sihon, der König von Heschbon, wollte uns nicht hindurchziehen lassen; denn der HERR, dein Gott, verhärtete seinen Sinn und verstockte ihm sein Herz, um ihn in deine Hand zu geben, so wie es heute ist.
31 Und der HERR sprach zu mir: Siehe, ich habe angefangen, Sihon mit seinem Lande vor deinen Augen dahinzugeben; fang an, sein Land in Besitz zu nehmen.
32 Und Sihon zog aus uns entgegen mit seinem ganzen Kriegsvolk zum Kampf nach Jahaz.
33 Aber der HERR, unser Gott, gab ihn vor unsern Augen dahin, dass wir ihn schlugen mit seinen Söhnen und seinem ganzen Kriegsvolk.
34 Da nahmen wir zu der Zeit alle seine Städte ein und vollstreckten den Bann an allen Städten, an Männern, Frauen und Kindern, und ließen niemand übrig bleiben.
35 Nur das Vieh raubten wir für uns und die Beute aus den Städten, die wir eingenommen hatten.
36 Von Aroër an, das am Ufer des Arnon liegt, und von der Stadt im Bachtal bis nach Gilead war keine Stadt, die für uns zu stark befestigt war; der HERR, unser Gott, gab alles vor unsern Augen dahin.
37 Nur zu dem Lande der Ammoniter kamst du nicht, weder zum Ufer des Jabbok noch zu den Städten auf dem Gebirge, ganz wie uns der HERR, unser Gott, geboten hatte.
Die Bibel nach Martin Luthers Übersetzung, revidiert 2017, © 2016 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart