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Elberfelder Bibel

Elberfelder 2006

Den Heilssicheren in Jerusalem kündigt Gott das Exil an, den Verschleppten die Rückkehr

1 Und der Geist hob mich empor und brachte mich zum östlichen Tor des Hauses des Herrn, das nach Osten weist. Und siehe, am Eingang des Tores waren 25 Männer; und ich sah in ihrer Mitte Jaasanja, den Sohn Asurs, und Pelatja, den Sohn Benajas, die Obersten des Volkes.

2 Und er sprach zu mir: Menschensohn, das sind die Männer, die Unheil ersinnen und bösen Rat erteilen in dieser Stadt,

3 die sagen: »Es ist nicht an der Zeit[2]w. {die Zeit} ist nicht nahe, Häuser zu bauen; sie ist der Topf, und wir sind das Fleisch.«

4 Darum weissage über sie! Weissage, Menschensohn! –

5 Und der Geist des Herrn fiel auf mich und sprach zu mir: Sage: So spricht der Herr: So redet ihr, Haus Israel; und was in eurem Geist aufsteigt, ich kenne es.

6 Ihr habt eure Erschlagenen zahlreich gemacht in dieser Stadt und ihre Straßen mit Erschlagenen gefüllt.

7 Darum, so spricht der Herr, Herr: Eure Erschlagenen, die ihr in ihrer Mitte hingestreckt habt, die sind das Fleisch, und sie ist der Topf; euch aber führe ich[3]so mit vielen hebr. Handschr. und alten Üs. ; Mas. T. : führt er aus ihrer Mitte hinaus.

8 Ihr fürchtet das Schwert! So werde ich das Schwert über euch bringen, spricht der Herr, Herr[4]w. ist der Ausspruch des Herrn, Herrn.

9 Und ich führe euch aus ihrer Mitte hinaus und gebe euch in die Hand von Fremden und übe Strafgerichte an euch.

10 Durch das Schwert sollt ihr fallen; an der Grenze Israels werde ich euch richten. Und ihr werdet erkennen, dass ich der Herr bin.

11 Sie wird euch nicht zum Topf werden, sodass ihr in ihrer Mitte zum Fleisch würdet; {sondern} an der Grenze Israels werde ich euch richten.

12 Und ihr werdet erkennen, dass ich der Herr bin, ich, in dessen Ordnungen ihr nicht gelebt[5]w. gegangen seid und dessen Rechtsbestimmungen ihr nicht befolgt habt; sondern ihr habt nach den Rechtsbestimmungen der Nationen gehandelt, die rings um euch her sind. –

13 Und es geschah, als ich weissagte, da starb Pelatja, der Sohn Benajas. Und ich fiel nieder auf mein Gesicht und schrie mit lauter Stimme und sprach: Ach, Herr, Herr, willst du mit dem Rest Israels ein Ende machen?[6]so in Entsprechung zu Kap.9,8; Mas. T. : du machst ja dem Rest Israels ein Ende.

14 Und das Wort des Herrn geschah zu mir so:

15 Menschensohn, deine Brüder, deine Brüder, die Männer deiner Verwandtschaft, {sind es} und das ganze Haus Israel insgesamt, zu denen die Bewohner von Jerusalem sagen: Sie sind fern[7]o. mit anderer Vokalisierung: Bleibt fern von dem Herrn; uns ist dieses Land zum Besitz gegeben!

16 Darum sage: So spricht der Herr, Herr: Ja, ich habe sie fern unter den Nationen sein lassen, ja, ich habe sie in die Länder zerstreut und bin ihnen {nur} wenig zum Heiligtum geworden[1]o. doch bin ich ihnen ein wenig zum Heiligtum geworden in den Ländern, wohin sie gekommen sind.

17 Darum sage: So spricht der Herr, Herr: Ich werde euch aus den Völkern sammeln und euch aus den Ländern zusammenbringen, in die ihr zerstreut worden seid, und werde euch das Land Israel geben.

18 Und sie werden dorthin kommen und alle seine Scheusale und alle seine Gräuel daraus entfernen.

19 Und ich werde ihnen ein Herz[2]3 hebr. Handschr. lesen: ein neues Herz geben und werde einen neuen Geist in ihr[3]so mit LXX, der syr. , aram. Üs. und Vulg. ; Mas. T. : in euer Inneres geben, und ich werde das steinerne Herz aus ihrem Fleisch entfernen und ihnen ein fleischernes Herz geben,

20 damit sie in meinen Ordnungen leben[4]w. gehen und meine Rechtsbestimmungen bewahren und sie befolgen. Und sie werden mir zum Volk, und ich werde ihnen zum Gott sein.

21 Jene aber – ihr Herz folgt ihren Scheusalen und ihren Gräueln nach[5]w. dem Herzen ihrer Scheusale … folgt ihr Herz nach –, ihren Weg bringe ich auf ihren Kopf, spricht der Herr, Herr[6]w. ist der Ausspruch des Herrn, Herrn.

Die Herrlichkeit des Herrn verlässt Jerusalem – Rückkehr des Propheten nach Babel

22 Und die Cherubim erhoben ihre Flügel, und die Räder {bewegten sich} gleichzeitig mit ihnen; und die Herrlichkeit des Gottes Israels war oben über ihnen.

23 Und die Herrlichkeit des Herrn stieg auf, mitten aus der Stadt hinweg, und stellte sich auf den Berg, der im Osten der Stadt ist.

24 Und der Geist hob mich empor und brachte mich in der Erscheinung durch den Geist Gottes zu den Weggeführten nach Chaldäa; und die Erscheinung, die ich gesehen hatte, hob sich von mir weg.

25 Und ich redete zu den Weggeführten alle Worte des Herrn, die er mich hatte sehen lassen.

Lutherbibel

Lutherbibel 2017

Gottes Gericht über die Obersten des Volkes

1 Und ein Wind hob mich empor und brachte mich zum östlichen Tor am Hause des HERRN, das gen Morgen sieht. Und siehe, im Eingang des Tores waren fünfundzwanzig Männer, und ich sah unter ihnen Jaasanja, den Sohn Asurs, und Pelatja, den Sohn Benajas, die Obersten im Volk.

2 Und er sprach zu mir: Menschenkind, das sind die Männer, die Unheil planen und schädlichen Rat geben in dieser Stadt;

3 denn sie sprechen: »Sind nicht vor Kurzem die Häuser wieder aufgebaut worden? Die Stadt ist der Topf, wir sind das Fleisch.«

4 Darum weissage gegen sie! Weissage, Menschenkind!

5 Und der Geist des HERRN fiel auf mich, und er sprach zu mir: Sage: So spricht der HERR: So habt ihr geredet, ihr vom Hause Israel; und eures Geistes Gedanken kenne ich wohl.

6 Ihr habt viele erschlagen in dieser Stadt, und ihre Gassen liegen voll Toter.

7 Darum, so spricht Gott der HERR: Die ihr in der Stadt erschlagen habt, die sind das Fleisch, und sie ist der Topf; aber ihr müsst hinaus.

8 Das Schwert fürchtet ihr, und das Schwert will ich über euch kommen lassen, spricht Gott der HERR.

9 Ich will euch aus der Stadt hinaustreiben und Fremden in die Hand geben und will Gericht über euch halten.

10 Ihr sollt durchs Schwert fallen; an der Grenze Israels will ich euch richten; und ihr sollt erfahren, dass ich der HERR bin.

11 Die Stadt aber soll für euch nicht der Topf sein noch ihr das Fleisch darin, sondern an der Grenze Israels will ich euch richten.

12 Und ihr sollt erfahren, dass ich der HERR bin; denn ihr seid nach meinen Geboten nicht gewandelt und habt meine Ordnungen nicht gehalten, sondern habt gelebt nach den Ordnungen der Heiden, die um euch her sind.

13 Und als ich noch so weissagte, starb Pelatja, der Sohn Benajas. Da fiel ich auf mein Angesicht und schrie mit lauter Stimme und sprach: Ach, Herr HERR, willst du dem Rest Israels ganz und gar ein Ende machen?

Das neue Herz

14 Da geschah des HERRN Wort zu mir:

15 Du Menschenkind, die Leute, die noch in Jerusalem wohnen, sagen von deinen Brüdern und Verwandten und dem ganzen Haus Israel: Sie sind ferne vom HERRN, aber uns ist das Land zum Eigentum gegeben.

16 Darum sage: So spricht Gott der HERR: Ja, ich habe sie fern weg unter die Heiden vertrieben und in die Länder zerstreut und bin ihnen nur wenig zum Heiligtum geworden in den Ländern, in die sie gekommen sind.

17 Darum sage: So spricht Gott der HERR: Ich will euch zusammenbringen aus den Völkern und will euch sammeln aus den Ländern, in die ihr zerstreut seid, und will euch das Land Israels geben.

18 Dorthin sollen sie kommen und alle seine Götzen und Gräuel daraus wegtun.

19 Und ich will ihnen ein anderes Herz geben und einen neuen Geist in sie geben und will das steinerne Herz wegnehmen aus ihrem Leibe und ihnen ein fleischernes Herz geben,

20 damit sie in meinen Geboten wandeln und meine Ordnungen halten und danach tun. Und sie sollen mein Volk sein, und ich will ihr Gott sein.

21 Denen aber, die mit ihrem Herzen ihren Götzen und ihren Gräueln nachwandeln, will ich ihr Tun auf ihren Kopf kommen lassen, spricht Gott der HERR.

Die Herrlichkeit Gottes verlässt Jerusalem

22 Da schwangen die Cherubim ihre Flügel und die Räder gingen mit, und die Herrlichkeit des Gottes Israels war oben über ihnen.

23 Und die Herrlichkeit des HERRN erhob sich aus der Stadt und stellte sich auf den Berg, der im Osten vor der Stadt liegt.

24 Und ein Wind hob mich empor und brachte mich nach Chaldäa zu den Weggeführten in einem Gesicht durch den Geist Gottes. Und das Gesicht, das ich geschaut hatte, verschwand vor mir.

25 Und ich sagte den Weggeführten alle Worte des HERRN, die er mir gezeigt hatte.

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