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Elberfelder Bibel

Elberfelder 2006

Keine Antwort Gottes auf Fragen der Götzendiener

1 Und es kamen[7]so mit 6 hebr. Handschr. und den alten Üs. ; Mas. T. : es kam Männer von den Ältesten Israels zu mir, und sie setzten sich vor mir nieder.

2 Und das Wort des Herrn geschah zu mir so:

3 Menschensohn, diese Männer haben ihre Götzen in ihrem Herzen aufkommen lassen und den Anstoß zu ihrer Schuld vor ihr Gesicht gestellt. Sollte ich mich da etwa von ihnen befragen lassen?

4 Darum rede mit ihnen und sage zu ihnen: So spricht der Herr, Herr: Jedermann vom Haus Israel, der seine Götzen in seinem Herzen aufkommen lässt und den Anstoß zu seiner Schuld vor seinem Gesicht aufrichtet und {dann} zum Propheten kommt – ich, der Herr, ich selbst[8]w. in mir selbst; so mit der aram. Üs. ; Mas. T. : in ihr; d. i. der Menge, lasse mich für ihn zu einer Antwort bewegen, gemäß[9]o. trotz der Menge seiner Götzen[10]o. ich selbst lasse mich zu einer Antwort bewegen für den, der {zu mir} mit der Menge seiner Götzen kommt,

5 damit ich das Haus Israel an seinem Herzen fasse, weil sie sich allesamt um ihrer Götzen willen von mir abgewandt haben. –

6 Darum sage zum Haus Israel: So spricht der Herr, Herr: Kehrt um, und wendet euch ab von euren Götzen, und von allen euren Gräueln wendet euer Gesicht ab!

7 Denn jedermann vom Haus Israel und von den Fremden, die sich in Israel aufhalten, der sich von mir[11]w. von {der Nachfolge} hinter mir her trennt und seine Götzen in seinem Herzen aufkommen lässt und den Anstoß zu seiner Schuld vor seinem Gesicht aufrichtet und {dann} zum Propheten kommt, um mich für sich zu befragen – ich, der Herr, ich selbst, lasse mich für ihn zu einer Antwort bewegen.

8 Und ich richte mein Angesicht gegen einen solchen Mann und mache ihn zu einem Denkzeichen und zu Sprichwörtern[12]so mit den alten Üs. ; Mas. T. : ich veranlasse, dass man ihn zu … Sprichwörtern macht und rotte ihn aus der Mitte meines Volkes aus. Und ihr werdet erkennen, dass ich der Herr bin. –

9 Wenn aber der Prophet sich verleiten lässt und ein Wort redet, dann habe ich, der Herr, diesen Propheten verleitet; und ich werde meine Hand gegen ihn ausstrecken und ihn aus der Mitte meines Volkes Israel austilgen.

10 So sollen sie {beide} ihre Schuld tragen; wie die Schuld des Fragenden, so wird die Schuld des Propheten sein,

11 damit das Haus Israel nicht mehr von mir[1]w. von {der Nachfolge} hinter mir her abirrt und sie sich nicht mehr mit all ihren Vergehen unrein machen. Und sie werden mir zum Volk, und ich selbst werde ihnen zum Gott sein, spricht der Herr, Herr[2]w. ist der Ausspruch des Herrn, Herrn.

Selbst Noah, Daniel und Hiob könnten das Gericht an Jerusalem nicht verhindern

12 Und das Wort des Herrn geschah zu mir so:

13 Menschensohn, wenn ein Land gegen mich sündigt, indem es Untreue begeht, und ich meine Hand gegen es ausstrecke und ihm den Stab des Brotes zerbreche und Hunger hinein sende und aus ihm Menschen und Vieh ausrotte –

14 und diese drei Männer wären in seiner Mitte: Noah, Daniel und Hiob –, es würde um ihrer Gerechtigkeit willen {nur} ihre eigene Seele gerettet werden, spricht der Herr, Herr[2]w. ist der Ausspruch des Herrn, Herrn.

15 [3]so mit Änderung eines Buchstabens in Entsprechung zu V.17.19; Mas. T. : Ach wenn ich doch … durchstreifen ließeOder {wenn} ich böse Tiere das Land durchstreifen lasse[3]so mit Änderung eines Buchstabens in Entsprechung zu V.17.19; Mas. T. : Ach wenn ich doch … durchstreifen ließe, sodass sie es entvölkern und es eine Öde wird, weil wegen der Tiere niemand hindurchzieht –

16 {wären} diese drei Männer in seiner Mitte, so wahr ich lebe, spricht der Herr, Herr[2]w. ist der Ausspruch des Herrn, Herrn, [4]w. wenn sie Söhne oder wenn sie Töchter retten {, dann …!} – Der Satz ist eine hebr. Schwurformel, deren zweite Hälfte – wahrscheinlich eine Verwünschung – nicht ausgesprochen wurde.sie würden weder Söhne noch Töchter retten[4]w. wenn sie Söhne oder wenn sie Töchter retten {, dann …!} – Der Satz ist eine hebr. Schwurformel, deren zweite Hälfte – wahrscheinlich eine Verwünschung – nicht ausgesprochen wurde.; sie allein würden gerettet, das Land aber würde eine Öde werden.

17 Oder {wenn} ich das Schwert über jenes Land kommen lasse und spreche: Schwert, fahre durch das Land! und aus ihm Menschen und Vieh ausrotte –

18 und diese drei Männer wären in seiner Mitte –, so wahr ich lebe, spricht der Herr, Herr[2]w. ist der Ausspruch des Herrn, Herrn, [4]w. wenn sie Söhne oder wenn sie Töchter retten {, dann …!} – Der Satz ist eine hebr. Schwurformel, deren zweite Hälfte – wahrscheinlich eine Verwünschung – nicht ausgesprochen wurde.sie würden weder Söhne noch Töchter retten[4]w. wenn sie Söhne oder wenn sie Töchter retten {, dann …!} – Der Satz ist eine hebr. Schwurformel, deren zweite Hälfte – wahrscheinlich eine Verwünschung – nicht ausgesprochen wurde.; sondern sie allein würden gerettet werden.

19 Oder {wenn} ich die Pest in jenes Land sende und meinen Grimm in Blut über es ausgieße, um Menschen und Vieh darin auszurotten –

20 und Noah, Daniel und Hiob wären in seiner Mitte –, so wahr ich lebe, spricht der Herr, Herr[2]w. ist der Ausspruch des Herrn, Herrn, [5]s. vorige Anm.sie würden weder Sohn noch Tochter retten[5]s. vorige Anm.; sie würden um ihrer Gerechtigkeit willen {nur} ihre {eigene} Seele retten.

21 Denn so spricht der Herr, Herr[2]w. ist der Ausspruch des Herrn, Herrn: Ja, wenn ich nun meine vier bösen Gerichte, Schwert und Hunger und böse Tiere und die Pest, gegen Jerusalem entsende, um aus ihm Menschen und Vieh auszurotten!

22 [6]o. Und sind dann {dennoch} Entkommene darin übrig gebliebenDoch siehe, Entkommene bleiben darin übrig[6]o. Und sind dann {dennoch} Entkommene darin übrig geblieben, die herausgeführt werden, Söhne und Töchter. Siehe, sie werden zu euch hinausziehen, und ihr werdet ihren Weg und ihre Taten sehen; und ihr werdet euch trösten über das Unheil, das ich über Jerusalem habe kommen lassen, alles, was ich über es habe kommen lassen.

23 Und sie werden euch trösten, wenn ihr ihren Weg und ihre Taten seht, und ihr werdet erkennen, dass ich nicht ohne Ursache all das getan habe, was ich an ihm[7]d. i. an Jerusalem getan, spricht der Herr, Herr[2]w. ist der Ausspruch des Herrn, Herrn.

Lutherbibel

Lutherbibel 2017

Antwort an die Götzendiener

1 Und es kamen einige von den Ältesten Israels zu mir und setzten sich vor mir nieder.

2 Da geschah des HERRN Wort zu mir:

3 Du Menschenkind, diese Leute hängen mit ihrem Herzen an ihren Götzen und haben vor sich aufgestellt, was sie schuldig werden lässt. Sollte ich mich wirklich von ihnen befragen lassen?

4 Darum rede mit ihnen und sage zu ihnen: So spricht Gott der HERR: Jedem vom Hause Israel, der mit seinem Herzen an seinen Götzen hängt und vor sich aufgestellt hat, was ihn schuldig werden lässt, und dann zum Propheten kommt, dem will ich, der HERR, antworten, wie er’s verdient hat mit seinen vielen Götzen,

5 damit ich so dem Hause Israel ans Herz greife, weil sie von mir gewichen sind mit all ihren Götzen.

6 Darum sollst du zum Hause Israel sagen: So spricht Gott der HERR: Kehrt um und wendet euch ab von euren Götzen und wendet euer Angesicht von allen euren Gräueln.

7 Denn jedem vom Hause Israel oder von den Fremdlingen in Israel, der von mir weicht und mit seinem Herzen an seinen Götzen hängt und vor sich aufgestellt hat, was ihn schuldig werden lässt, und der dann zum Propheten kommt, um durch ihn mich zu befragen, dem will ich, der HERR, selbst antworten.

8 Ich will mein Angesicht gegen ihn richten und ihn zum Zeichen und Sprichwort machen und will ihn aus meinem Volk ausrotten. So sollt ihr erfahren, dass ich der HERR bin.

9 Wenn aber ein Prophet sich betören lässt, etwas zu verkünden, so habe ich, der HERR, diesen Propheten betört und will meine Hand gegen ihn ausstrecken und ihn aus meinem Volk Israel ausrotten.

10 So sollen sie beide ihre Schuld tragen: Wie die Schuld des Befragenden, so soll auch die Schuld des Propheten sein,

11 damit das Haus Israel nicht mehr von mir abirrt und sich nicht mehr unrein macht durch alle seine Übertretungen; sondern sie sollen mein Volk sein, und ich will ihr Gott sein, spricht Gott der HERR.

Wer Gottes Gericht überleben wird

12 Und des HERRN Wort geschah zu mir:

13 Du Menschenkind, wenn ein Land an mir sündigt und Treubruch begeht und wenn ich meine Hand gegen das Land ausstrecke und ihm den Vorrat an Brot wegnehme und Hungersnot ins Land schicke, um Menschen und Vieh darin auszurotten,

14 und wenn dann diese drei Männer im Lande wären, Noah, Daniel und Hiob, so würden sie durch ihre Gerechtigkeit allein ihr Leben retten, spricht Gott der HERR.

15 Und wenn ich wilde Tiere ins Land bringen würde, die die Leute ausrotteten und das Land zur Einöde machten, sodass niemand mehr hindurchziehen könnte wegen der wilden Tiere,

16 und diese drei Männer wären auch darin – so wahr ich lebe, spricht Gott der HERR: Sie würden weder Söhne noch Töchter retten, sondern allein sich selbst, und das Land müsste öde werden.

17 Oder wenn ich das Schwert kommen ließe über dies Land und sprechen würde: Schwert, fahre durchs Land!, und würde Menschen und Vieh ausrotten,

18 und diese drei Männer wären darin – so wahr ich lebe, spricht Gott der HERR: Sie würden weder Söhne noch Töchter retten, sondern sie allein würden errettet werden.

19 Oder wenn ich die Pest in dies Land schicken und meinen Grimm darüber ausschütten würde mit Blutvergießen, um Menschen und Vieh darin auszurotten,

20 und Noah, Daniel und Hiob wären darin – so wahr ich lebe, spricht Gott der HERR: Sie würden durch ihre Gerechtigkeit weder Sohn noch Tochter retten, sondern allein ihr eigenes Leben.

21 Denn so spricht Gott der HERR: Wenn ich meine vier schweren Strafen, Schwert, Hunger, wilde Tiere und Pest, über Jerusalem schicken werde, um darin auszurotten Menschen und Vieh,

22 siehe, so sollen einige übrig bleiben und davonkommen, die Söhne und Töchter herausbringen werden. Die sollen zu euch kommen, und ihr werdet ihren Wandel und ihre Taten sehen und euch trösten über das Unheil, das ich über Jerusalem habe kommen lassen, und über all das andre, das ich über die Stadt habe kommen lassen.

23 Sie werden euer Trost sein, wenn ihr sehen werdet ihren Wandel und ihre Taten, und ihr werdet erfahren, dass ich nicht ohne Grund getan habe, was ich an Jerusalem getan habe, spricht Gott der HERR.

Videos zu Hesekiel 14,22 (ELB, LUT)