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Elberfelder Bibel

Elberfelder 2006

1 Siehe, die Hoffnung auf ihn[6]d. h. darauf, den Leviatan zu fangen erweist sich als trügerisch. Wird man nicht schon bei seinem Anblick[7]o. wegen seines Aussehens niedergeworfen?

2 Niemand ist so tollkühn, dass er ihn aufreizte. – Und wer ist es, der vor mir bestehen könnte?

3 Wer hat mir zuvor gegeben, dass ich ihm vergelten sollte? {Was} unter dem ganzen Himmel {ist} , mir gehört es![8]Andere üs. mit vielen hebr. Handschr. , LXX und Textänderungen: Wer ist es, der vor ihm bestehen könnte? Wer ist es, der ihm begegnet und unversehrt bliebe? Unter dem ganzen Himmel gibt es ihn nicht!

4 Nicht schweigen will ich von seinen Gliedern und von seiner Kraftfülle[9]w. von der Sache mit seiner Kraftfülle o. mit seinen mächtigen Taten und von der Schönheit[10]so mit anderer Vokalisierung; Wortbedeutung sonst unbekannt seines Baues[11]Andere üs. V.4 mit Textänderung: Keiner lässt seine Macht verstummen noch seine Kraftfülle ohnegleichen.

5 Wer deckte die Oberseite seines Gewandes[12]d. h. die dem Betrachter zugekehrte harte Rückenpartie auf? In sein Doppelgebiss[13]LXX: In seinen Doppelpanzer, wer dringt da hinein?

6 Wer öffnete die Türflügel seines Gesichts[14]syr. Üs. : seines Rachens. – Gemeint sind die Lippen.? Rings um seine Zähne {lauert} Schrecken.

7 Ein Stolz sind die[15]LXX und Vulg. : Sein Rücken {besteht aus} Schuppenreihen[16]w. Rinnen der Schilde, verschlossen und fest versiegelt[17]w. geschlossen mit einem Siegel der Engigkeit. – LXX: verschlossen mit Siegeln aus Kiesel.

8 Eins fügt sich ans andere, und kein Hauch dringt dazwischen,

9 eins haftet am andern[18]w. jedes mit seinem Bruder sind sie zusammengeklebt, sie greifen ineinander und trennen sich nicht.

10 Sein Niesen strahlt Licht aus, und seine Augen sind wie die Wimpern[19]o. Strahlen der Morgenröte.

11 Aus seinem Rachen schießen Fackeln, sprühen feurige Funken hervor.

12 Aus seinen Nüstern fährt Rauch wie aus einem angefachten und glühenden Kochtopf[20]T. ; Mas. T. : wie aus einem angefachten Kochtopf und {von einer qualmenden} Binse.

13 Sein Atem[21]w. Seine Seele entzündet Kohlen, und eine Flamme fährt aus seinem Rachen.

14 In seinem Hals wohnt Stärke, und vor ihm hüpft die Angst her.

15 Die Wampen seines Fleisches haften zusammen, sind ihm fest angegossen, unbeweglich.

16 Sein Herz ist fest wie Stein und fest wie der untere Mühlstein.

17 Vor seinem Erheben fürchten sich Machthaber, vor Bestürzung ziehen sie sich zurück[1]Manche üs. mit anderer Wortabtrennung: die Brandung des Meeres zieht sich zurück..

18 Trifft man ihn mit dem Schwert, es hält nicht stand, noch Speer, noch Wurfspieß oder Harpune[2]w. Pfeilspitze.

19 Er hält Eisen für Stroh {und} Kupfer für faules Holz.

20 Der Pfeil[3]w. Der Sohn des Bogens kann ihn nicht vertreiben, Schleudersteine verwandeln sich für ihn in Stoppeln.

21 Wie Stoppeln gilt ihm die Keule, und er lacht über den Aufprall des Kurzschwertes.

22 Unter ihm[4]d. h. an seinem Bauch sind {scharfe} Tonscherben, auf dem Schlamm breitet er einen Dreschschlitten aus.

23 Er bringt die Meerestiefe zum Sieden wie einen Kochtopf, macht das Meer wie einen Salbentopf.

24 Hinter sich lässt er den Pfad hell werden, man hält die Tiefe für graues Haar.

25 Auf Erden ist keiner ihm gleich, ihm, der zur Unerschrockenheit geschaffen ist.

26 Auf alles Hohe blickt er {herab} ; er ist König über alles stolze Wild[5]w. die Söhne des Stolzen.

Lutherbibel

Lutherbibel 2017

1 Siehe, jede Hoffnung wird an ihm zuschanden; schon wenn einer ihn sieht, stürzt er zu Boden.

2 Niemand ist so kühn, dass er ihn zu reizen wagt. – Wer ist denn, der vor mir bestehen könnte?

3 Wer kann mir entgegentreten und ich lasse ihn unversehrt? Alles unter dem Himmel ist mein!

4 Ich will nicht schweigen von seinen Gliedern, wie groß, wie mächtig und wohlgeschaffen er ist.

5 Wer kann ihm den Panzer ausziehen, und wer darf es wagen, ihm zwischen die Zähne zu greifen?

6 Wer kann die Tore seines Rachens auftun? Um seine Zähne herum herrscht Schrecken.

7 Sein Rücken ist eine Reihe von Schilden, wie mit festem Siegel verschlossen.

8 Einer reiht sich an den andern, dass nicht ein Lufthauch hindurchgeht.

9 Es haftet einer am andern, sie schließen sich zusammen und lassen sich nicht trennen.

10 Sein Niesen lässt Licht aufleuchten; seine Augen sind wie die Wimpern der Morgenröte.

11 Aus seinem Rachen fahren Fackeln, und feurige Funken schießen heraus.

12 Aus seinen Nüstern fährt Rauch wie von einem siedenden Kessel und Binsenfeuer.

13 Sein Odem ist wie lichte Lohe, und aus seinem Rachen schlagen Flammen.

14 Auf seinem Nacken nächtigt die Stärke, und vor ihm her tanzt die Angst.

15 Die Wampen seines Fleisches haften an ihm, fest angegossen, ohne sich zu bewegen.

16 Sein Herz ist so hart wie ein Stein und so fest wie der untere Mühlstein.

17 Wenn er sich erhebt, so entsetzen sich die Starken, und wenn er hervorbricht, weichen sie zurück.

18 Trifft man ihn mit dem Schwert, so richtet es nichts aus, auch nicht Spieß, Geschoss und Speer.

19 Er achtet Eisen wie Stroh und Erz wie faules Holz.

20 Kein Pfeil wird ihn verjagen; die Schleudersteine sind ihm wie Spreu.

21 Die Keule achtet er wie Stoppeln; er spottet der bebenden Lanze.

22 Unter seinem Bauch sind scharfe Spitzen; er fährt wie ein Dreschschlitten über den Schlamm.

23 Er macht, dass die Tiefe brodelt wie ein Topf, und rührt das Meer um, wie man Salbe mischt.

24 Er lässt hinter sich eine leuchtende Bahn; man denkt, die Flut sei Silberhaar.

25 Auf Erden ist nicht seinesgleichen; er ist ein Geschöpf ohne Furcht.

26 Er sieht allem ins Auge, was hoch ist; er ist König über alle Stolzen.

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