ELB, LUT online lesen

Elberfelder Bibel

Elberfelder 2006

1 Dreh dich um, dreh dich um, Sulamith! Dreh dich um, dreh dich um, dass wir dich anschauen! Was wollt ihr an Sulamith schauen beim[9]so mit vielen hebr. Handschr. und Textausgaben; Mas. T. : wie den Reigen von Mahanajim[10]o. Doppelreihentanz. – Mit alten Üs. : Lagertanz?

2 Wie schön sind deine Schritte in den Sandalen, du Tochter eines Edlen! Die Biegungen deiner Hüften sind wie Halsgeschmeide, ein Werk von Künstlerhand.

3 Dein Schoß[1]o. Nabel ist eine runde Schale. Nie mangle es ihr an Mischwein! Dein Leib ist ein Weizenhaufen, umzäunt mit Lilien.

4 Deine beiden Brüste sind wie zwei Kitze, Zwillinge der Gazelle.

5 Dein Hals ist wie der Elfenbeinturm, deine Augen {wie} die Teiche in Heschbon am Tor der volkreichen {Stadt}[2]o. an dem volkreichen (d. h. verkehrsreichen) Tor, deine Nase wie der Libanon-Turm, der nach Damaskus hinschaut.

6 Dein Haupt auf dir ist wie der Karmel und dein gelöstes Haupthaar wie Purpur. Ein König ist gefesselt durch {deine} Locken!

7 Wie schön bist du, und wie lieblich bist du, Liebe voller Wonnen[3]Die syr. Üs. liest: o Geliebte, Mädchen voller Wonne!

8 Dies ist dein Wuchs: Er gleicht der Palme und deine Brüste den Trauben.

9 Ich sagte {mir}: »Ersteigen will ich die Palme, will nach ihren Rispen greifen. Deine Brüste sollen {mir} wie Trauben des Weinstocks sein und der Duft deines Atems wie Apfelduft[4]w. deiner Nase wie Äpfel

10 und dein Gaumen wie vom würzigen Wein, der einem Liebhaber[5]T. ; Mas. T. : meinem Liebhaber {sanft} eingeht, der über die Lippen der Schlafenden schleicht[6]Andere üs. mit LXX, Vulg. und der syr. Üs. : der Lippen und Zähne benetzt

11 »Ich gehöre meinem Geliebten, und nach mir ist sein Verlangen.«

12 Komm, mein Geliebter, lass uns aufs Feld hinausgehen! Wir wollen unter Hennasträuchern die Nacht verbringen.

13 Wir wollen uns früh aufmachen zu den Weinbergen, wollen sehen, ob der Weinstock treibt, die Weinblüte aufgegangen ist, ob die Granatapfelbäume blühen. Dort will ich dir meine Liebe schenken. –

14 Die Liebesäpfel geben {ihren} Duft, und an unserer Tür sind allerlei auserlesene Früchte, frische und alte, die ich, mein Geliebter, dir aufbewahrt habe.

Lutherbibel

Lutherbibel 2017

1 Wende dich, wende dich, o Sulamith! Wende dich, wende dich, dass wir dich schauen! Was seht ihr an Sulamith beim Reigen im Lager?

2 Wie schön ist dein Gang in den Schuhen, du Fürstentochter! Rund sind deine Schenkel wie zwei Spangen, die des Meisters Hand gemacht hat.

3 Dein Schoß ist wie ein runder Becher, dem nimmer Getränk mangelt. Dein Leib ist wie ein Weizenhügel, von Lotosblüten umsäumt.

4 Deine beiden Brüste sind wie zwei Kitze, Zwillinge einer Gazelle.

5 Dein Hals ist wie ein Turm von Elfenbein. Deine Augen sind wie die Teiche von Heschbon am Tor Bat-Rabbim. Deine Nase ist wie der Turm auf dem Libanon, der nach Damaskus sieht.

6 Dein Haupt ragt auf wie der Karmel. Das Haar auf deinem Haupt ist wie Purpur; ein König liegt in deinen Locken gefangen.

7 Wie schön und wie lieblich bist du, du Liebe voller Wonne!

8 Dein Wuchs gleicht einem Palmbaum und deine Brüste den Trauben.

9 Ich sprach: Ich will auf den Palmbaum steigen und seine Zweige ergreifen. Lass deine Brüste sein wie Trauben am Weinstock und den Duft deines Atems wie Äpfel

10 und deinen Mund wie der beste Wein, der meinem Freunde glatt eingeht und die Lippen der Schlafenden netzt.

11 Mein Freund ist mein und nach mir steht sein Verlangen.

12 Komm, mein Freund, lass uns aufs Feld hinausgehen und unter Zyperblumen die Nacht verbringen,

13 dass wir früh aufbrechen zu den Weinbergen und sehen, ob der Weinstock sprosst und seine Blüten aufgehen, ob die Granatbäume blühen. Da will ich dir meine Liebe schenken.

14 Die Liebesäpfel geben den Duft, und an unsrer Tür sind lauter edle Früchte, heurige und auch vorjährige: Mein Freund, für dich hab ich sie aufbewahrt.

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