ELB, LUT online lesen
Elberfelder Bibel
Elberfelder 2006
Trotz Israels Untreue – Gott bleibt der Herr seines Volkes
1 Mit Lüge hat Ephraim mich umringt, mit Betrug[13]o. Hinterlist das Haus Israel. Und Juda ist immer noch schwankend gegenüber Gott[14]w. er schweift immer noch umher in Bezug auf Gott und gegenüber dem Heiligen, der treu ist[15]Andere üs. mit Hinzufügung eines Buchstabens: Aber Juda geht noch mit Gott und hält sich treu zu den Heiligen..
2 Ephraim weidet Wind und jagt dem Ostwind nach den ganzen Tag, es mehrt Lüge und Gewalttat. Einen Bund schließen sie mit Assur, und Öl wird nach Ägypten gebracht.
3 Auch mit Juda[16]Andere nehmen an, dass im Hebr. ursprünglich gestanden hat: Und mit Israel führt der Herr einen Rechtsstreit. Und er wird Jakob heimsuchen nach seinen Wegen, nach seinen Taten ihm vergelten.
4 Im Mutterleib hinterging er seinen Bruder[1]o. packte er seines Bruders Ferse, und in seiner Manneskraft kämpfte er mit Gott:
5 [2]Andere üs. mit Textänderung: Aber Gott, {nämlich} der Engel erwies sich als HerrEr kämpfte mit dem Engel[2]Andere üs. mit Textänderung: Aber Gott, {nämlich} der Engel erwies sich als Herr und war überlegen! Er weinte und flehte ihn um Gnade an. In Bethel fand er ihn, und dort redete er mit ihm[3]so LXX und die syr. Üs. ; Mas. T. : mit uns.
6 Und der Herr, der Gott der Heerscharen – Jahwe ist sein Name[4]w. seine Anrufung; d. h. der Name, unter dem Gott angerufen werden will – {sprach}:
7 Ja, du darfst mithilfe deines Gottes zurückkehren! {Nur} bewahre Treue[5]o. Und du sollst umkehren zu deinem Gott! Bewahre Gnade und Recht und hoffe beständig auf deinen Gott!
8 Ein Händler[6]o. Ein Kanaanäer; hebr. kanaan; ein abfälliger Ausdruck für einen Händler {ist Israel} , in seiner Hand ist eine Waage des Betrugs[7]o. der Hinterlist, er liebt es zu übervorteilen.
9 Und Ephraim sagt: Ich bin doch reich geworden, habe mir ein Vermögen erworben. In all meinem Erwerb wird man mir keine Schuld nachweisen[8]w. wird man keine Schuld an mir finden, die Sünde wäre.
10 Ich aber bin der Herr, dein Gott, vom Land Ägypten her. Ich lasse dich wieder in Zelten wohnen wie in den Tagen des Festes[9]o. der Begegnung; d. i. vielleicht die Begegnung am Sinai.
11 Und {immer wieder} habe ich zu den Propheten geredet, ja, ich ließ Visionen zahlreich sein, und durch die Propheten gebe ich Gleichnisse.
12 Wenn Gilead {schon} Unheil[10]o. abgöttischer Kult war, wahrhaftig, dann sind sie Nichtiges geworden. Sie opferten Stiere in Gilgal; so sollen auch ihre Altäre wie Steinhaufen[11]hebr. kegalim; klingt ähnlich wie »Gilgal«; Gilgal heißt: zusammengerollte {Steine} sein an den Furchen des Feldes.
13 Und Jakob floh in das Gebiet von Aram, und Israel diente um eine Frau und hütete {Schafe} um eine Frau.
14 Aber durch einen Propheten führte der Herr Israel aus Ägypten herauf, und durch einen Propheten wurde es gehütet.
15 Ephraim hat bittere Kränkung verübt, und sein Herr wird seine Blutschuld auf ihm lassen und seine Schmähung ihm vergelten.
Elberfelder Bibel 2006, © 2006 SCM R.Brockhaus in der SCM Verlagsgruppe GmbH, Holzgerlingen
Lutherbibel
Lutherbibel 2017
Das Beispiel Jakobs
1 Mit Lüge hat mich Ephraim umzingelt, mit Betrug das Haus Israel. Aber Juda hält noch fest an Gott und ist dem Heiligen treu.
2 Ephraim weidet Wind, es läuft dem Ostwind nach. Täglich mehrt es Lüge und Gewalt. Sie schließen mit Assur einen Bund und bringen Öl nach Ägypten.
3 Darum rechtet der HERR mit Juda; er wird Jakob heimsuchen nach seinem Wandel und ihm vergelten nach seinem Tun.
4 Schon im Mutterleib hat er seinen Bruder gepackt und im Mannesalter mit Gott gekämpft.
5 Er kämpfte mit dem Engel und siegte, er weinte und flehte ihn an. In Bethel hat er ihn gefunden, und dort redet er mit uns,
6 der HERR, der Gott Zebaoth; HERR ist sein Name.
7 Du wirst mit deinem Gott zurückkehren. Halte fest an Liebe und Recht und hoffe stets auf deinen Gott!
8 Ein Kanaanäer ist Ephraim: Er hat eine falsche Waage in der Hand und liebt den Betrug.
9 Denn Ephraim spricht: Wie reich bin ich doch geworden, ich habe genug! Alles meine Arbeit! Man wird keine Schuld an mir finden, die Sünde wäre.
10 Ich aber bin der HERR, dein Gott, von Ägyptenland her. Ich will dich wieder in Zelten wohnen lassen wie in der Wüstenzeit.
11 Immer wieder habe ich zu den Propheten geredet, ich war’s, der viele Gesichte gab, und durch die Propheten habe ich mich kundgetan.
12 War Gilead auch stark, so sind sie doch zunichtegeworden. In Gilgal opferten sie Stiere, doch auch ihre Altäre werden wie Steinhaufen sein an den Furchen des Feldes.
13 Jakob floh in die Gegend von Aram, und Israel diente um eine Frau; um einer Frau willen hütete er Schafe.
14 Aber durch einen Propheten führte der HERR Israel aus Ägypten, und durch einen Propheten ließ er sie hüten.
15 Nun aber hat ihn Ephraim bitter erzürnt; seine Blutschuld lässt er auf ihm lasten, und seine Schmähung vergilt ihm sein Herr.
Die Bibel nach Martin Luthers Übersetzung, revidiert 2017, © 2016 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart