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Elberfelder Bibel

Elberfelder 2006

Vernichtung der Götzen – Heil in Gott

1 Bel bricht in die Knie, Nebo[4]Bel und Nebo waren die Hauptgottheiten von Babel. krümmt sich. Ihre Götzenbilder sind dem {Saum} tier und dem {Last} vieh {aufgelegt} worden; eure Tragbilder[5]w. die Getragenen. – Das sind Götzenbilder, die in Prozessionen umhergetragen wurden. sind aufgeladen, eine Last für das erschöpfte {Vieh}.

2 Sie krümmen sich, brechen in die Knie allesamt, sie können die Last nicht retten; und sie selbst ziehen in die Gefangenschaft.

3 Hört auf mich, Haus Jakob und der ganze Rest des Hauses Israel, die ihr von Mutterleib an {mir} aufgeladen, von Mutterschoß an {von mir} getragen worden seid[6]In V.3 stehen im Hebr. für »aufgeladen« und »getragen« dieselben Wörter wie in V.1: »Tragbilder«, die den Tieren »aufgeladen« wurden.!

4 Auch bis in {euer} Greisenalter bin ich derselbe[7]o. bin ich es {, der euch trägt}, und bis zu {eurem} grauen Haar werde ich {euch} tragen. Ich habe es getan, und ich werde heben, und ich werde tragen und werde retten.

5 Mit wem wollt ihr mich vergleichen und gleichstellen und mich ähnlich machen, dass wir uns gleichen?

6 Sie, die Gold aus dem Beutel schütten und Silber auf der Waage abwiegen, heuern einen Goldschmied an, dass er einen Gott daraus macht. Sie beugen sich, ja, sie werfen sich nieder.

7 Sie heben ihn auf die Schulter, tragen ihn {umher} und setzen ihn nieder an seine Stelle, und er steht da: von seinem Platz weicht er nicht. Auch schreit man zu ihm, aber er antwortet nicht, rettet ihn[8]d. i. den, der zum Götzen schreit nicht aus seiner Not.

8 Denkt daran und ermannt euch[9]lat. Üs. liest: schämt euch, nehmt es {wieder} zu Herzen, ihr Abtrünnigen!

9 Gedenkt des Früheren von der Urzeit her, dass ich Gott bin! Es gibt keinen sonst, keinen Gott gleich mir,

10 der ich von Anfang an den Ausgang verkünde und von alters her, was noch nicht geschehen ist, – der ich spreche: Mein Ratschluss soll zustande kommen, und alles, was mir gefällt, führe ich aus,

11 der ich den Raubvogel rufe von Osten her, aus fernem Land den Mann meines Ratschlusses. Ja, ich habe {es} geredet, ja, ich werde es auch kommen lassen. Ich habe {es} gebildet, ja, ich führe es auch aus. –

12 Hört auf mich, ihr Trotzigen[10]w. ihr {, die ihr} starken Herzens {seid}. – LXX liest: ihr, die ihr das Herz o. den Mut verloren habt, die ihr fern seid von Gerechtigkeit!

13 Ich habe meine Gerechtigkeit nahe gebracht, sie ist nicht fern, und mein Heil[11]o. meine Hilfe, Rettung zögert nicht. Und ich gebe in Zion Heil[1]o. Rettung, für Israel meine Herrlichkeit.

Lutherbibel

Lutherbibel 2017

Die hilflosen Götter und der helfende Gott

1 Bel bricht zusammen, Nebo ist gefallen, ihre Götzenbilder sind den Tieren und dem Vieh aufgeladen, dass sie sich müde tragen an dem, was eure Last war.

2 Sie fallen und beugen sich allesamt, sie können die Last nicht retten; sie selbst müssen in die Gefangenschaft gehen.

3 Hört mir zu, ihr vom Hause Jakob und alle, die ihr noch übrig seid vom Hause Israel, die ihr von mir getragen werdet von Mutterleibe an und vom Mutterschoße an mir aufgeladen seid:

4 Auch bis in euer Alter bin ich derselbe, und ich will euch tragen, bis ihr grau werdet. Ich habe es getan; ich will heben und tragen und erretten.

5 Wem wollt ihr mich gleichstellen, und mit wem vergleicht ihr mich? An wem messt ihr mich, dass ich ihm gleich sein soll?

6 Sie schütten das Gold aus dem Beutel und wiegen das Silber mit der Waage dar und dingen den Goldschmied, dass er einen Gott daraus mache, vor dem sie knien und anbeten.

7 Sie heben ihn auf die Schultern und tragen ihn und setzen ihn nieder an seine Stätte, dass er stehe und nicht von seinem Ort rücke. Schreit einer zu ihm, so antwortet er nicht und hilft ihm nicht aus seiner Not.

8 Gedenkt doch daran und seid fest, ihr Abtrünnigen, nehmt’s zu Herzen!

9 Gedenkt des Vorigen von alters her, denn ich bin Gott, und sonst keiner, ein Gott, dem nichts gleicht,

10 der ich zuvor verkündige, was hernach kommen soll, und vorzeiten, was noch nicht geschehen ist, und der ich sage: Was ich beschlossen habe, geschieht, und alles, was ich mir vorgenommen habe, das tue ich.

11 Ich rufe einen Adler vom Osten her, aus fernem Lande den Mann, der meinen Ratschluss ausführe. Wie ich’s gesagt habe, so lasse ich’s kommen; was ich geplant habe, das tue ich auch.

12 Hört mir zu, ihr trotzigen Herzen, die ihr ferne seid von der Gerechtigkeit!

13 Ich habe meine Gerechtigkeit nahe gebracht; sie ist nicht ferne und mein Heil säumt nicht. Ich will zu Zion das Heil geben für Israel, meine Zier.

Videos zu Jesaja 46,3 (ELB, LUT)