ELB, LUT online lesen
Elberfelder Bibel
Elberfelder 2006
Psalm 143
1 Ein Psalm. Von David. Herr, höre mein Gebet, merke auf mein Flehen! Erhöre mich in deiner Treue, in deiner Gerechtigkeit!
2 Gehe nicht ins Gericht mit deinem Knecht! Denn vor dir ist kein Lebendiger gerecht.
3 Denn der Feind verfolgt meine Seele, tritt zu Boden mein Leben, lässt mich wohnen in Finsternissen gleich den Toten der Urzeit.
4 Mein Geist ermattet in mir, mein Herz ist erstarrt in meinem Innern.
5 Ich gedenke der Tage der Vorzeit, überlege all dein Tun. Ich sinne nach über das Werk deiner Hände.
6 Zu dir breite ich meine Hände aus. Gleich einem lechzenden Land {schmachtet} meine Seele nach dir! //
7 Schnell, erhöre mich, Herr! Es verschmachtet mein Geist. Verbirg dein Angesicht nicht vor mir! Sonst bin ich denen gleich, die zur Grube hinabfahren.
8 Lass mich am Morgen hören deine Gnade, denn ich vertraue auf dich! Tu mir kund den Weg, den ich gehen soll, denn zu dir erhebe ich meine Seele!
9 Rette mich, Herr, von meinen Feinden! Zu dir nehme ich meine Zuflucht[1]so mit einer hebr. Handschr. ; Mas. T. : Zu dir habe ich bedeckt.
10 Lehre mich tun nach deinem Wohlgefallen, denn du bist mein Gott! Dein guter Geist leite mich in ebenes Land[2]mit einigen hebr. Handschr. : auf ebenem Weg!
11 Um deines Namens willen, Herr, belebe mich[3]o. erhalte mich am Leben! In deiner Gerechtigkeit führe meine Seele aus der Not!
12 In deiner Gnade vernichte meine Feinde[4]o. bringe meine Feinde zum Schweigen, und alle Bedränger meiner Seele lass umkommen, denn ich bin dein Knecht!
Elberfelder Bibel 2006, © 2006 SCM R.Brockhaus in der SCM Verlagsgruppe GmbH, Holzgerlingen
Lutherbibel
Lutherbibel 2017
Bitte um Verschonung und Hilfe (Der siebente Bußpsalm)
1 Ein Psalm Davids. HERR, erhöre mein Gebet, / vernimm mein Flehen um deiner Treue willen, erhöre mich um deiner Gerechtigkeit willen,
2 und geh nicht ins Gericht mit deinem Knecht; denn vor dir ist kein Lebendiger gerecht.
3 Denn der Feind verfolgt meine Seele und schlägt mein Leben zu Boden, er legt mich ins Finstere wie die, die lange schon tot sind.
4 Und mein Geist ist in mir geängstet, mein Herz ist erstarrt in meinem Leibe.
5 Ich gedenke an die früheren Zeiten; / ich sinne nach über all deine Taten und spreche von den Werken deiner Hände.
6 Ich breite meine Hände aus zu dir, meine Seele dürstet nach dir wie ein dürres Land. Sela.
7 HERR, erhöre mich bald, mein Geist vergeht; verbirg dein Antlitz nicht vor mir, dass ich nicht gleich werde denen, die in die Grube fahren.
8 Lass mich am Morgen hören deine Gnade; denn ich hoffe auf dich. Tu mir kund den Weg, den ich gehen soll; denn mich verlangt nach dir.
9 Errette mich, HERR, von meinen Feinden; zu dir nehme ich meine Zuflucht.
10 Lehre mich tun nach deinem Wohlgefallen, / denn du bist mein Gott; dein guter Geist führe mich auf ebner Bahn.
11 HERR, erquicke mich um deines Namens willen; führe mich aus der Not um deiner Gerechtigkeit willen,
12 und vernichte meine Feinde um deiner Güte willen und bringe alle um, die mich bedrängen; denn ich bin dein Knecht.
Die Bibel nach Martin Luthers Übersetzung, revidiert 2017, © 2016 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart