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Elberfelder Bibel

Elberfelder 2006

Psalm 37

1 Von David. Entrüste dich nicht über die Übeltäter, beneide nicht die, welche Böses tun!

2 Denn wie das Gras werden sie schnell verdorren und wie das grüne Kraut verwelken.

3 Vertraue auf den Herrn und tue Gutes; wohne im Land und hüte Treue;

4 und habe deine Lust am Herrn, so wird er dir geben die Bitte deines Herzens.

5 Befiehl dem Herrn[2]w. Wälze auf den Herrn deinen Weg und vertraue auf ihn, so wird er handeln

6 und wird deine Gerechtigkeit hervortreten lassen wie das Licht und dein Recht wie den Mittag.

7 Schweige vor dem Herrn und harre auf ihn! Entrüste dich nicht über den, dessen Weg gelingt, über den Mann, der böse Pläne ausführt!

8 Lass ab vom Zorn und lass den Grimm! Entrüste dich nicht! {Es führt} nur zum bösen {Handeln}.

9 Denn die Übeltäter werden ausgerottet; aber die auf den Herrn hoffen, die werden das Land besitzen.

10 Noch kurze {Zeit} , und der Gottlose ist nicht mehr; und siehst du dich um nach seiner Stätte, so ist er nicht {mehr da}.

11 Aber die Sanftmütigen werden das Land besitzen und werden ihre Lust haben an Fülle von Heil[3]o. von Frieden, Wohlergehen.

12 Der Gottlose sinnt gegen den Gerechten, und mit seinen Zähnen knirscht er gegen ihn.

13 Der Herr lacht über ihn, denn er sieht, dass sein Tag kommt.

14 Die Gottlosen haben das Schwert gezogen und ihren Bogen gespannt, um zu fällen den Elenden und Armen, hinzuschlachten die, die aufrichtig wandeln.

15 Ihr Schwert wird in ihr eigenes Herz dringen, und ihre Bogen werden zerbrochen.

16 Besser das Wenige des Gerechten als der Überfluss vieler Gottloser.

17 Denn die Arme der Gottlosen werden zerbrochen, aber der Herr stützt die Gerechten.

18 Der Herr kennt die Tage der Rechtschaffenen, und ihr Erbteil wird ewig bestehen;

19 sie werden nicht zuschanden zur Zeit des Unglücks, und in den Tagen des Hungers werden sie gesättigt.

20 Denn die Gottlosen werden umkommen, und die Feinde des Herrn – wie die Pracht der Auen schwinden sie, sie schwinden dahin als Rauch.

21 Der Gottlose borgt und zahlt nicht zurück; der Gerechte aber ist gütig und gibt.

22 Denn die von ihm Gesegneten werden das Land besitzen, und die von ihm Verfluchten werden ausgerottet.

23 Vom Herrn her werden eines Mannes Schritte gefestigt, und an seinem Weg hat er Gefallen;

24 fällt er, so wird er doch nicht hingestreckt, denn der Herr stützt seine Hand.

25 Ich bin jung gewesen und bin alt geworden, doch nie sah ich einen Gerechten verlassen, noch seine Nachkommen um Brot betteln;

26 immer[3]o. von Frieden, Wohlergehen ist er gütig und leiht, und seine Nachkommen {werden} zum Segen.

27 Lass ab vom Bösen und tue Gutes, so wirst du für immer {im Lande} wohnen!

28 Denn der Herr liebt Recht und wird seine Getreuen nicht verlassen; [4]LXX: Die Gesetzlosen werden für immer vertilgt. Für diese Lesart spricht dreierlei: 1. Die Mas. T. -Lesart lässt sich aus ihr erklären. 2. Der in diesem alphabetischen Psalm fällige Strophenanfang ist in ihr (im Gegensatz zum Mas. T. ) erhalten. 3. Sie entspricht der Schlusszeile von V.28.ewig werden sie bewahrt[4]LXX: Die Gesetzlosen werden für immer vertilgt. Für diese Lesart spricht dreierlei: 1. Die Mas. T. -Lesart lässt sich aus ihr erklären. 2. Der in diesem alphabetischen Psalm fällige Strophenanfang ist in ihr (im Gegensatz zum Mas. T. ) erhalten. 3. Sie entspricht der Schlusszeile von V.28., und die Nachkommenschaft der Gottlosen wird ausgerottet.

29 Die Gerechten werden das Land besitzen und für immer darin wohnen.

30 Der Mund des Gerechten spricht Weisheit aus, und seine Zunge redet Recht;

31 die Weisung seines Gottes ist in seinem Herzen, seine Schritte werden nicht wanken.

32 Der Gottlose lauert auf den Gerechten und sucht, ihn zu töten;

33 {doch} der Herr lässt ihn nicht in seiner Hand und lässt ihn nicht verurteilen, wenn man ihn richtet.

34 Harre auf den Herrn und halte seinen Weg ein, und er wird dich erhöhen, das Land zu besitzen. Wenn die Gottlosen ausgerottet werden, wirst du zusehen.

35 Ich habe einen Gottlosen gesehen, gewalttätig und [1]so in Anlehnung an LXX; Mas. T. : sich entblößt zeigend wie ein üppiger Einheimischersich erhebend wie eine üppige Zeder[1]so in Anlehnung an LXX; Mas. T. : sich entblößt zeigend wie ein üppiger Einheimischer;

36 und man ging vorbei, siehe, da war er nicht mehr; und ich suchte ihn, doch er war nicht zu finden.

37 [2]Mit LXX und anderen Üs. : Bewahre Lauterkeit und sieh auf RedlichkeitAchte auf den Rechtschaffenen und sieh auf den Redlichen[2]Mit LXX und anderen Üs. : Bewahre Lauterkeit und sieh auf Redlichkeit; denn die Zukunft für einen {solchen} Mann ist Frieden[3]o. denn Nachkommenschaft gibt es für den Mann des Friedens;

38 die {von Gott} Abgefallenen[4]o. die {mit Gott} gebrochen haben aber werden allesamt vertilgt, die Zukunft[5]o. die Nachkommenschaft der Gottlosen wird abgeschnitten.

39 Doch die Hilfe[6]o. Rettung der Gerechten {kommt} vom Herrn, der ist ihre Bergfestung zur Zeit der Not;

40 und der Herr wird ihnen helfen und sie retten[7]w. davonbringen; er wird sie retten[7]w. davonbringen von den Gottlosen und wird ihnen Hilfe bringen[8]o. wird sie retten; im hebr. Text ein anderes Wort als die vorhergehenden, denn sie haben sich bei ihm geborgen.

Lutherbibel

Lutherbibel 2017

Das scheinbare Glück der Frevler

1 Von David. Entrüste dich nicht über die Bösen, sei nicht neidisch auf die Übeltäter.

2 Denn wie das Gras werden sie bald verdorren, und wie das grüne Kraut werden sie verwelken.

3 Hoffe auf den HERRN und tue Gutes, bleibe im Lande und nähre dich redlich.

4 Habe deine Lust am HERRN; der wird dir geben, was dein Herz wünscht.

5 Befiehl dem HERRN deine Wege und hoffe auf ihn, er wird’s wohlmachen

6 und wird deine Gerechtigkeit heraufführen wie das Licht und dein Recht wie den Mittag.

7 Sei stille dem HERRN und warte auf ihn. Entrüste dich nicht über den, dem es gut geht, der seinen Mutwillen treibt.

8 Steh ab vom Zorn und lass den Grimm, entrüste dich nicht, dass du nicht Unrecht tust.

9 Denn die Bösen werden ausgerottet; die aber des HERRN harren, werden das Land erben.

10 Noch eine kleine Zeit, so ist der Gottlose nicht mehr da; und wenn du nach seiner Stätte siehst, ist er weg.

11 Aber die Elenden werden das Land erben und ihre Freude haben an großem Frieden.

12 Der Frevler droht dem Gerechten und knirscht mit seinen Zähnen wider ihn.

13 Aber der Herr lacht seiner; denn er sieht, dass sein Tag kommt.

14 Die Frevler ziehen das Schwert und spannen ihren Bogen, dass sie fällen den Elenden und Armen und morden die Frommen.

15 Aber ihr Schwert wird in ihr eigenes Herz dringen, und ihr Bogen wird zerbrechen.

16 Das Wenige, das ein Gerechter hat, ist besser als der Überfluss vieler Frevler.

17 Denn die Arme der Frevler werden zerbrechen, aber der HERR erhält die Gerechten.

18 Der HERR kennt die Tage der Frommen, und ihr Erbe wird ewiglich bleiben.

19 Sie werden nicht zuschanden in böser Zeit, und in den Tagen des Hungers werden sie satt werden.

20 Denn die Frevler werden umkommen; und die Feinde des HERRN, wenn sie auch sind wie prächtige Auen, werden sie doch vergehen, wie der Rauch vergeht.

21 Der Frevler muss borgen und bezahlt nicht, aber der Gerechte ist barmherzig und gibt.

22 Denn die Gesegneten des Herrn erben das Land; aber die er verflucht, werden ausgerottet.

23 Von dem HERRN kommt es, wenn eines Mannes Schritte fest werden, und er hat Gefallen an seinem Wege.

24 Fällt er, so stürzt er doch nicht; denn der HERR hält ihn fest an der Hand.

25 Ich bin jung gewesen und alt geworden und habe noch nie den Gerechten verlassen gesehen und seine Kinder um Brot betteln.

26 Er ist allezeit barmherzig und leiht gerne, und seine Nachkommen werden zum Segen sein.

27 Lass ab vom Bösen und tue Gutes, so bleibst du wohnen immerdar.

28 Denn der HERR hat das Recht lieb und verlässt seine Heiligen nicht. Ewiglich werden sie bewahrt, aber das Geschlecht der Frevler wird ausgerottet.

29 Die Gerechten werden das Land ererben und darin wohnen allezeit.

30 Der Mund des Gerechten spricht Weisheit, und seine Zunge redet das Recht.

31 Das Gesetz seines Gottes ist in seinem Herzen; seine Tritte gleiten nicht.

32 Der Frevler lauert dem Gerechten auf und sucht ihn zu töten.

33 Aber der HERR lässt ihn nicht in seiner Hand und verdammt ihn nicht, wenn er verurteilt wird.

34 Harre auf den HERRN und halte dich auf seinem Weg, / so wird er dich erhöhen, dass du das Land erbest; du wirst es sehen, dass die Frevler ausgerottet werden.

35 Ich sah einen Frevler, der pochte auf Gewalt und machte sich breit und grünte wie eine Zeder.

36 Da man vorüberging, siehe, da war er dahin. Ich fragte nach ihm; doch ward er nirgends gefunden.

37 Bleibe fromm und halte dich recht; denn einem solchen wird es zuletzt wohlgehen.

38 Die Übertreter aber werden allesamt vertilgt, und die Frevler werden zuletzt ausgerottet.

39 Aber der HERR hilft den Gerechten, er ist ihre Stärke in der Not.

40 Und der HERR wird ihnen beistehen und sie erretten; er wird sie von den Frevlern erretten und ihnen helfen; denn sie trauen auf ihn.

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