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Elberfelder Bibel

Elberfelder 2006

Psalm 68

1 Dem Chorleiter. Von David. Ein Psalm. Ein Lied.

2 Gott wird sich erheben, es werden sich zerstreuen seine Feinde, und die ihn hassen, werden fliehen vor seinem Angesicht.

3 Wie Rauch auseinandergetrieben wird, so treibst du {sie} auseinander; wie Wachs vor dem Feuer zerschmilzt, so werden die Gottlosen umkommen vor dem Angesicht Gottes.

4 Aber freuen werden sich die Gerechten, sie werden jauchzen vor dem Angesicht Gottes und jubeln in Freude.

5 Singt Gott, spielt seinem Namen! Macht Bahn[1]w. Schüttet auf; d. h. einen Weg dem, der einherfährt durch die Wüsten. Jah[2]LXX übersetzt »Herr«, weil in »Jah« der Eigenname Gottes »Jahwe« anklingt; Mas. T. ist kaum übersetzbar, w. Bei Jah ist sein Name, und jubelt vor ihm!

6 Ein Vater der Waisen und ein Richter der Witwen ist Gott in seiner heiligen Wohnung.

7 Gott ist es, der Einsame zu Hause wohnen lässt, Gefangene hinausführt ins Glück; Widerspenstige jedoch bleiben in der Dürre.

8 Gott, als du auszogst vor deinem Volk, als du einherschrittest durch die Wüste, //

9 bebte die Erde, auch troff der Himmel vor Gott, dem vom Sinai, vor Gott, dem Gott Israels.

10 Reichlich Regen gießt du aus, Gott; dein Erbteil – wenn es ermattet war, hast du es wieder aufgerichtet.

11 Deine Schar ist darin sesshaft geworden; du sorgst in deiner Güte für den Elenden, Gott!

12 Der Herr erlässt einen Ausspruch: »Siegesbotinnen, eine große Schar!«

13 Die Könige der Heere fliehen, sie fliehen! Und {auf der} Stätte des Hauses verteilt {man} Beute[3]Andere übersetzen in Anlehnung an LXX: Und die Schöne des Hauses (die Hausfrau) verteilt Beute:

14 – Wollt ihr zwischen den Hürden liegen?[4]Dieser Satz scheint eine Anspielung auf Ri5,16 zu sein. – Die Flügel einer Taube, mit Silber überzogen und ihre Schwungfedern mit grüngelbem Gold.

15 Wenn der Allmächtige Könige im Land[5]w. in ihm; vgl. V.10f zerstreut, schneit es auf dem Zalmon.

16 Ein Berg Gottes ist der Berg Baschans, ein gipfelreicher Berg ist der Berg Baschans.

17 Warum lauert ihr neidisch, ihr gipfelreichen Berge, auf den Berg, den Gott zu seinem Wohnsitz begehrt hat? Ja, der Herr wird {dort} wohnen für immer.

18 Der Wagen Gottes sind zehntausendmal Tausende – Erhabenheit!; der Herr [6]Andere vermuten hier im Anschluss an 5Mo33,2 als ursprünglichen Text (ein Buchstabe ergänzt; Vokalisierung und Wortabtrennung geändert): ist gekommen vom Sinai ins Heiligtumist unter ihnen, Sinai im Heiligtum[6]Andere vermuten hier im Anschluss an 5Mo33,2 als ursprünglichen Text (ein Buchstabe ergänzt; Vokalisierung und Wortabtrennung geändert): ist gekommen vom Sinai ins Heiligtum.

19 Du bist hinaufgestiegen zur Höhe, du hast Gefangene gefangen weggeführt, hast Gaben empfangen bei den Menschen; und sogar Widerspenstige {sind bereit} , sich Jah, Gott, zu unterwerfen.

20 Gepriesen sei der Herr Tag für Tag! Er trägt für uns {Last} , Gott ist unsere Rettung. //

21 Gott ist uns ein Gott der Rettungen, und bei dem Herrn, dem Herrn, {stehen} die Auswege vom Tod.

22 Gewiss, Gott wird zerschmettern das Haupt seiner Feinde, den Haarscheitel dessen, der da wandelt in seinen Verschuldungen.

23 Der Herr sprach: »Ich werde zurückbringen aus Baschan, zurückbringen aus den Tiefen des Meeres,

24 damit du deinen Fuß in Blut badest[1]So in Übereinstimmung mit alten Üs. (vgl. Ps58,11) mit leichter Änderung eines Konsonanten. Mas. T. : damit du deinen Fuß in Blut zerschmetterst, die Zunge deiner Hunde von den Feinden ihr Teil habe.«

25 Gesehen haben sie deine Umzüge[2]im Sinne von Prozessionen, Gott, die Umzüge meines Gottes, meines Königs, ins[3]o. im Heiligtum.

26 Voran gingen Sänger, danach Saitenspieler, inmitten Tamburin schlagender Mädchen.

27 »Preist Gott in Versammlungen, den Herrn[4]Viele Handschr. lesen nicht »Jahwe«, sondern »Adonai«: Herr, die ihr aus dem Quell Israels seid!«

28 Da sind Benjamin, der Jüngste, ihr Herrscher, die Obersten Judas, ihre lärmende Menge; die Obersten Sebulons, die Obersten Naftalis.

29 [5]so mit alten Üs. ; Mas. T. : Entboten hat dein GottEntbiete, Gott[5]so mit alten Üs. ; Mas. T. : Entboten hat dein Gott, deine Macht, Gottes Macht, die du für uns gewirkt hast

30 von deinem Tempel über Jerusalem[6]Andere beenden den Satz hinter »gewirkt hast«. V.30 lautet dann: Von deinem Tempel oberhalb Jerusalems werden Könige dir Geschenke bringen.! Könige werden dir Geschenke bringen.

31 Schilt[7]o. Schrei an das Tier des Schilfs, die Schar der Starken mit den Kälbern der Völker; tritt denen entgegen[8]w. entgegentretend denen, die nach Silber rennen[9]Einige Handschr. bieten diese Vokalisierung des sonst unübersetzbaren Mas. T.. Zerstreue[10]so mit alten Üs. ; Mas. T. : Er hat zerstreut die Völker, die Lust haben am Krieg!

32 Es werden kommen Bronzesachen[11]Die Bedeutung des hebr. Wortes ist unsicher; LXX: Gesandte, Vornehme aus Ägypten; Äthiopien soll seine Hände ausstrecken[12]w. seine Hände laufen lassen zu Gott.

33 Ihr Königreiche der Erde, singt Gott, spielt dem Herrn, //

34 ihm, der einherfährt auf dem Himmel, dem Himmel der Vorzeit! Siehe, er lässt seine Stimme erschallen, eine mächtige Stimme.

35 Gebt Gott Macht! Seine Hoheit ist über Israel und seine Macht in den Wolken.

36 Furchtbar {bist du} , Gott, aus deinen Heiligtümern[13]Viele Handschr. und Üs. lesen: deinem Heiligtum her. Der Gott Israels, er ist es, der Stärke und Kraft gibt dem Volk. Gepriesen sei Gott!

Lutherbibel

Lutherbibel 2017

Der Sieg Gottes

1 Ein Psalmlied Davids, vorzusingen.

2 Gott steht auf; so werden seine Feinde zerstreut, und die ihn hassen, fliehen vor ihm.

3 Wie Rauch verweht, so verwehen sie; wie Wachs zerschmilzt vor dem Feuer, so kommen die Frevler um vor Gott.

4 Die Gerechten aber freuen sich / und sind fröhlich vor Gott und freuen sich von Herzen.

5 Singet Gott, lobsinget seinem Namen! / Macht Bahn dem, der auf den Wolken einherfährt; er heißt HERR. Freuet euch vor ihm!

6 Ein Vater der Waisen und ein Helfer der Witwen ist Gott in seiner heiligen Wohnung,

7 ein Gott, der die Einsamen nach Hause bringt, / der die Gefangenen herausführt, dass es ihnen wohlgehe; aber die Abtrünnigen bleiben in dürrem Lande.

8 Gott, als du vor deinem Volk herzogst, als du einhergingst in der Wüste, – Sela –

9 da bebte die Erde, / und die Himmel troffen vor Gott – am Sinai –, vor Gott, dem Gott Israels.

10 Du gabst, Gott, Regen in Fülle, und dein Erbe, das dürre war, erquicktest du,

11 dass deine Tiere darin wohnen konnten. Gott, du labst die Elenden in deiner Güte.

12 Der Herr gibt ein Wort – der Freudenbotinnen ist eine große Schar –:

13 Die Könige der Heerscharen fliehen, sie fliehen, und die Frauen teilen die Beute aus.

14 Wollt ihr zwischen den Hürden lagern? / Die Flügel der Tauben sind überzogen mit Silber, und ihre Schwingen schimmern von Gold.

15 Als der Allmächtige dort Könige zerstreute, fiel Schnee auf dem Zalmon.

16 Ein Berg Gottes ist Baschans Gebirge, ein Gebirge, reich an Gipfeln, ist Baschans Gebirge.

17 Was seht ihr scheel, ihr Berge, ihr Gipfel, / auf den Berg, wo es Gott gefällt zu thronen? Ja, dort bleibt der HERR immerdar.

18 Gottes Wagen sind vieltausendmal tausend; der Herr ist unter ihnen, der vom Sinai ist im Heiligtum.

19 Du bist aufgefahren zur Höhe und führtest Gefangne gefangen, du hast Gaben empfangen von Menschen – auch von Abtrünnigen –, auf dass Gott der HERR daselbst wohne.

20 Gelobt sei der Herr täglich. Gott legt uns eine Last auf, aber er hilft uns auch. Sela.

21 Wir haben einen Gott, der da hilft, und den HERRN, einen Herrn, der vom Tode errettet.

22 Ja, Gott wird den Kopf seiner Feinde zerschmettern, den Schädel derer, die da fortfahren in ihrer Sünde.

23 Der Herr hat gesagt: Aus Baschan will ich sie wieder holen, aus der Tiefe des Meeres will ich sie holen,

24 dass du deinen Fuß im Blut der Feinde badest und deine Hunde es lecken.

25 Man sieht, Gott, wie du einherziehst, wie du, mein Gott und König, einherziehst im Heiligtum.

26 Die Sänger gehen voran, danach die Spielleute inmitten der Mädchen, die da Pauken schlagen.

27 »Lobet Gott in den Versammlungen, den HERRN, ihr vom Brunnen Israels.«

28 Benjamin, der Jüngste, geht ihnen voran, / dann die Fürsten Judas mit ihren Scharen, die Fürsten Sebulons, die Fürsten Naftalis.

29 Biete auf, Gott, deine Macht, die Macht, Gott, die du an uns bewiesen hast

30 von deinem Tempel her; um Jerusalems willen werden dir Könige Geschenke bringen.

31 Bedrohe das Tier im Schilf, die Rotte der Stiere unter den Kälbern, den Völkern, die da zertreten um des Silbers willen. Zerstreue die Völker, die gerne Krieg führen.

32 Aus Ägypten werden Gesandte kommen; Kusch wird seine Hände ausstrecken zu Gott.

33 Ihr Königreiche auf Erden, singet Gott, lobsinget dem Herrn! Sela.

34 Er fährt einher durch die Himmel, die von Anbeginn sind. Siehe, er lässt seine Stimme erschallen, eine gewaltige Stimme.

35 Gebt Gott die Macht! Seine Herrlichkeit ist über Israel und seine Macht in den Wolken.

36 Zu fürchten bist du, Gott, in deinem Heiligtum. / Er ist Israels Gott. Er wird dem Volk Macht und Kraft geben. Gelobt sei Gott!

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