ELB, LUT online lesen

Elberfelder Bibel

Elberfelder 2006

Psalm 79

1 Ein Psalm. Von Asaf. Gott! Nationen sind in dein Erbteil gekommen, haben deinen heiligen Tempel verunreinigt, haben Jerusalem zu Trümmerhaufen gemacht.

2 Die Leichen deiner Knechte haben sie den Vögeln des Himmels zum Fraß gegeben, das Fleisch deiner Getreuen den wilden Tieren des Feldes.

3 Sie haben ihr Blut wie Wasser vergossen rings um Jerusalem, und niemand war da, der begraben hätte.

4 Wir sind ein Hohn geworden unseren Nachbarn, ein Spott und Schimpf denen, die uns umgeben.

5 Bis wann, Herr, willst du immerfort zürnen, soll wie Feuer brennen dein Eifer?

6 Schütte deinen Zorn aus über die Nationen, die dich nicht erkennen, auf die Königreiche, die deinen Namen nicht anrufen!

7 Denn sie haben Jakob aufgezehrt[6]so mit einigen Handschr. , LXX, der syr. und aram. Üs. : Mas. T. er hat … aufgezehrt, sein Weidegebiet haben sie verwüstet.

8 Rechne uns nicht an die Schuld der Vorfahren[7]w. Gedenke uns nicht der Sünden der Vorfahren; lass uns dein Erbarmen eilends entgegenkommen! Denn wir sind sehr gering[8]o. schwach geworden.

9 Hilf uns, Gott unseres Heils[9]o. unserer Rettung, um der Ehre[10]o. Herrlichkeit deines Namens willen. Rette uns und vergib unsere Sünden um deines Namens willen!

10 Warum sollen die Nationen sagen: Wo ist ihr Gott? Lass unter den Nationen vor unseren Augen kundwerden, [11]w. die Rache für das …dass du das vergossene Blut deiner Knechte rächst[11]w. die Rache für das …!

11 Lass vor dich kommen das Seufzen des Gefangenen; nach der Größe deines Armes lass übrig bleiben die Kinder des Todes!

12 Und gib unseren Nachbarn siebenfach in ihren Schoß zurück ihren Hohn, mit dem sie dich gehöhnt haben, Herr!

13 Wir aber sind dein Volk und die Herde deiner Weide. Wir wollen dich ewig preisen, von Generation zu Generation dein Lob erzählen!

Lutherbibel

Lutherbibel 2017

Klage über die Zerstörung Jerusalems

1 Ein Psalm Asafs. Gott, es sind Heiden in dein Erbe eingefallen; / die haben deinen heiligen Tempel entweiht und aus Jerusalem einen Steinhaufen gemacht.

2 Sie haben die Leichname deiner Knechte / den Vögeln unter dem Himmel zu fressen gegeben und das Fleisch deiner Heiligen den Tieren im Lande.

3 Sie haben ihr Blut vergossen um Jerusalem her wie Wasser, und da war niemand, der sie begrub.

4 Wir sind bei unsern Nachbarn zur Schmach geworden, zu Spott und Hohn bei denen, die um uns her sind.

5 Wie lange, HERR, willst du immerfort zürnen? Wie lange wird dein Eifer brennen wie Feuer?

6 Schütte deinen Grimm auf die Völker, die dich nicht kennen, und auf die Königreiche, die deinen Namen nicht anrufen.

7 Denn sie haben Jakob gefressen und seine Stätte verwüstet.

8 Rechne uns die Schuld der Väter nicht an, erbarme dich unser bald, denn wir sind sehr elend.

9 Hilf du uns, Gott, unser Helfer, um deines Namens Ehre willen! Errette uns und vergib uns unsre Sünden um deines Namens willen!

10 Warum lässt du die Heiden sagen: »Wo ist nun ihr Gott?« Lass unter den Heiden vor unsern Augen kundwerden die Vergeltung für das Blut deiner Knechte, das vergossen ist.

11 Lass vor dich kommen das Seufzen der Gefangenen; durch deinen starken Arm erhalte die Kinder des Todes

12 und vergilt unsern Nachbarn siebenfach ihr Schmähen, mit dem sie dich, Herr, geschmäht haben.

13 Wir aber, dein Volk, die Schafe deiner Weide, danken dir ewiglich und verkünden deinen Ruhm für und für.

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