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Elberfelder Bibel

Elberfelder 2006

Gerichtswort des Engels von Bochim

1 Und der Engel des Herrn kam von Gilgal herauf nach Bochim; und er sprach: Ich habe euch aus Ägypten heraufgeführt und euch in das Land gebracht, das ich euren Vätern zugeschworen habe. Und ich sagte: Ich werde meinen Bund mit euch nicht brechen in Ewigkeit;

2 und ihr, ihr sollt keinen Bund mit den Bewohnern dieses Landes schließen, ihre Altäre sollt ihr niederreißen. Aber ihr habt meiner Stimme nicht gehorcht. Was habt ihr da getan!

3 So habe ich auch gesagt: Ich werde sie nicht vor euch vertreiben! Sie werden euch zu {Geißeln für eure} Seiten werden[1]vgl. Jos23,13; manche ergänzen nach 4Mo33,55: Stacheln; andere ändern in: sie werden {eure} Feinde sein, und ihre Götter werden euch zur Falle werden.

4 Und es geschah, als der Engel des Herrn diese Worte zu allen Söhnen Israel geredet hatte, da erhob das Volk seine Stimme und weinte.

5 Und sie gaben jenem Ort den Namen Bochim[2]d. h. Weinende. Und sie opferten dort dem Herrn.

Josuas Tod und Begräbnis

6 Und Josua entließ das Volk, und die Söhne Israel gingen hin, jeder in sein Erbteil, um das Land in Besitz zu nehmen.

7 Und das Volk diente dem Herrn alle Tage Josuas und alle Tage der Ältesten, die nach Josua noch länger lebten[3]w. die Tage verlängerten nach Josua, die das ganze große Werk des Herrn gesehen hatten, das er für Israel getan hatte.

8 Dann starb Josua, der Sohn des Nun, der Knecht des Herrn, 110 Jahre alt.

9 Und sie begruben ihn im Gebiet seines Erbteils, in Timnat-Heres auf dem Gebirge Ephraim, nördlich vom Berg Gaasch.

10 Und auch jene ganze Generation[4]d. h. alle, die zu Josuas Zeiten gelebt hatten wurde zu ihren Vätern versammelt. Und eine andere Generation kam nach ihnen auf, die den Herrn nicht kannte und auch nicht das Werk, das er für Israel getan hatte.

Die Richterzeit: Eine Abfolge von Untreue, Gericht, Hilferuf und Rettung

11 Da taten die Söhne Israel, was böse war in den Augen des Herrn, und dienten den Baalim.

12 Und sie verließen den Herrn, den Gott ihrer Väter, der sie aus dem Land Ägypten herausgeführt hatte, und liefen anderen Göttern nach, von den Göttern der Völker, die rings um sie her {lebten} , und sie warfen sich vor ihnen nieder und reizten den Herrn zum Zorn.

13 So verließen sie den Herrn und dienten dem Baal und den Astarot.

14 Da entbrannte der Zorn des Herrn gegen Israel, und er gab sie in die Hand von Plünderern, die sie ausplünderten. Und er verkaufte sie in die Hand ihrer Feinde ringsum, sodass sie vor ihren Feinden nicht mehr standhalten konnten.

15 Überall, wohin sie auszogen, war die Hand des Herrn gegen sie zum Bösen, ganz wie der Herr geredet und wie der Herr ihnen geschworen hatte; so waren sie sehr bedrängt.

16 Da ließ der Herr Richter aufstehen, die retteten sie aus der Hand ihrer Plünderer.

17 Aber auch auf ihre Richter hörten sie nicht, sondern hurten anderen Göttern nach und warfen sich vor ihnen nieder. Sie wichen schnell ab von dem Weg, den ihre Väter, um den Geboten des Herrn zu gehorchen, gegangen waren; sie handelten nicht so.

18 Und wenn der Herr ihnen Richter erstehen ließ, war der Herr mit dem Richter, und er rettete sie aus der Hand ihrer Feinde alle Tage des Richters. Denn der Herr hatte Mitleid wegen ihres Ächzens über die, die sie quälten und sie bedrängten.

19 Und es geschah, sobald der Richter gestorben war, kehrten sie um und trieben es schlimmer als ihre Väter darin, anderen Göttern nachzulaufen, ihnen zu dienen und sich vor ihnen niederzuwerfen. Sie ließen nichts fallen von ihren Taten und von ihrem halsstarrigen Wandel.

20 Da entbrannte der Zorn des Herrn gegen Israel, und er sprach: Weil diese Nation meinen Bund übertreten hat, den ich ihren Vätern geboten habe, und sie meiner Stimme nicht gehorcht haben,

21 so werde auch ich nicht länger irgendeinen vor ihnen vertreiben aus den Nationen[1]o. nicht länger irgendeine von den Nationen vor ihnen vertreiben, die Josua übrig gelassen hat, als er starb,

22 um Israel durch sie auf die Probe zu stellen, ob sie den Weg des Herrn bewahren werden, darauf zu gehen, wie ihre Väter {ihn} bewahrt haben, oder nicht.

23 So ließ der Herr diese Nationen bleiben, ohne sie schnell zu vertreiben, und gab sie nicht in die Hand Josuas.

Lutherbibel

Lutherbibel 2017

Der Engel des Herrn klagt Israel an

1 Es kam aber der Engel des HERRN herauf von Gilgal nach Bochim und sprach: Ich habe euch aus Ägypten heraufgeführt und ins Land gebracht, das ich euren Vätern zu geben geschworen habe, und gesprochen, ich wollte meinen Bund mit euch nicht brechen ewiglich.

2 Ihr aber solltet keinen Bund schließen mit den Bewohnern dieses Landes und ihre Altäre zerbrechen. Aber ihr habt meiner Stimme nicht gehorcht. Warum habt ihr das getan?

3 Da sprach ich: Ich will sie nicht vor euch vertreiben, dass sie euch zu Jägern werden und ihre Götter zur Falle.

4 Und als der Engel des HERRN diese Worte zu allen Israeliten geredet hatte, erhob das Volk seine Stimme und weinte.

5 Und sie nannten die Stätte Bochim und opferten dort dem HERRN.

Israels Untreue gegen Gott während der Richterzeit

6 Als Josua das Volk entlassen hatte und die Israeliten hingezogen waren, ein jeder in sein Erbteil, um das Land einzunehmen,

7 diente das Volk dem HERRN, solange Josua lebte und die Ältesten, die noch lange nach Josua lebten und das ganze große Werk des HERRN gesehen hatten, das er an Israel getan hatte.

8 Da starb Josua, der Sohn Nuns, der Knecht des HERRN, als er hundertzehn Jahre alt war.

9 Und sie begruben ihn im Gebiet seines Erbteils in Timnat-Heres auf dem Gebirge Ephraim, nördlich vom Berge Gaasch.

10 Als auch alle, die zu der Zeit gelebt hatten, zu ihren Vätern versammelt waren, kam nach ihnen ein anderes Geschlecht auf, das den HERRN nicht kannte noch das Werk, das er an Israel getan hatte.

11 Da taten die Israeliten, was dem HERRN missfiel, und dienten den Baalen

12 und verließen den HERRN, den Gott ihrer Väter, der sie aus Ägyptenland geführt hatte, und folgten andern Göttern nach von den Göttern der Völker, die um sie her wohnten, und beteten sie an und erzürnten den HERRN.

13 Denn sie verließen den HERRN und dienten dem Baal und den Astarten.

14 So entbrannte denn der Zorn des HERRN über Israel, und er gab sie in die Hand von Räubern, die sie beraubten, und verkaufte sie in die Hände ihrer Feinde ringsumher. Und sie konnten nicht mehr ihren Feinden widerstehen,

15 sondern sooft sie auszogen, war des HERRN Hand wider sie zum Unheil, wie denn der HERR ihnen gesagt und geschworen hatte. Und sie wurden hart bedrängt.

16 Wenn dann der HERR Richter erweckte, die sie retteten aus der Hand der Räuber,

17 so gehorchten sie auch ihren Richtern nicht, sondern hurten andern Göttern nach und beteten sie an und wichen bald von dem Wege, auf dem ihre Väter gegangen waren, als sie des HERRN Geboten gehorchten; sie jedoch taten nicht wie diese.

18 Wenn aber der HERR ihnen Richter erweckte, so war der HERR mit dem Richter und errettete sie aus der Hand ihrer Feinde, solange der Richter lebte. Denn es jammerte den HERRN ihr Wehklagen über die, die sie unterdrückten und bedrängten.

19 Wenn aber der Richter gestorben war, so fielen sie wieder ab und trieben es ärger als ihre Väter, indem sie andern Göttern folgten, ihnen zu dienen und sie anzubeten. Sie ließen nicht von ihrem Tun noch von ihrem halsstarrigen Wandel.

20 Darum entbrannte der Zorn des HERRN über Israel, und er sprach: Weil dies Volk meinen Bund übertreten hat, den ich ihren Vätern geboten habe, und meiner Stimme nicht gehorcht hat,

21 so will ich auch hinfort keines der Völker vor ihnen vertreiben, die Josua übrig gelassen hat, als er starb,

22 damit ich Israel durch sie prüfe, ob sie auf dem Wege des HERRN bleiben und darauf wandeln, wie ihre Väter geblieben sind, oder nicht.

23 So ließ der HERR diese Völker, die er nicht in Josuas Hand gegeben hatte, übrig, ohne sie sogleich zu vertreiben.

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