ELB, LUT online lesen

Elberfelder Bibel

Elberfelder 2006

Den verschiedenen Gnadengaben entsprechender Gottesdienst

1 Ich ermahne euch nun, Brüder, durch die Erbarmungen Gottes, eure Leiber darzustellen als ein lebendiges, heiliges, Gott wohlgefälliges Opfer, was euer vernünftiger Gottesdienst ist.

2 Und seid nicht gleichförmig dieser Welt[5]o. diesem Zeitalter (griech. Äon), sondern werdet verwandelt[6]o. lasst euch verwandeln durch die Erneuerung des Sinnes[7]o. des Denkens; o. des Wollens, dass ihr prüft, was der Wille Gottes ist: das Gute und Wohlgefällige und Vollkommene.

3 Denn ich sage durch die Gnade, die mir gegeben wurde, jedem, der unter euch ist, nicht höher {von sich} zu denken, als zu denken sich gebührt, sondern darauf bedacht zu sein, dass er besonnen ist, wie Gott einem jeden das Maß des Glaubens zugeteilt hat.

4 Denn wie wir in einem Leib viele Glieder haben, aber die Glieder nicht alle dieselbe Tätigkeit haben,

5 so sind wir, die vielen, ein Leib in Christus, einzeln aber Glieder voneinander.

6 Da wir aber verschiedene Gnadengaben[1]griech. charisma; d. h. einfach »Gabe« oder »Geschenk«; im NT ist meist eine Gabe Gottes bzw. des Geistes gemeint haben nach der uns gegebenen Gnade {, so lasst sie uns gebrauchen}: Es sei Weissagung, in der Entsprechung zum Glauben[8]w. nach der Analogie des Glaubens;

7 es sei Dienst, im Dienen; es sei, der lehrt, in der Lehre;

8 es sei, der ermahnt, in der Ermahnung; der abgibt, in Einfalt[9]o. Geradheit; o. Schlichtheit; der vorsteht, mit Fleiß; der Barmherzigkeit übt, mit Freudigkeit.

Wandel nach dem Grundsatz der Liebe

9 Die Liebe sei ungeheuchelt! Verabscheut das Böse, haltet fest am Guten!

10 In der Bruderliebe seid herzlich zueinander, in Ehrerbietung einer dem anderen vorangehend;

11 im Fleiß[10]o. Eifer nicht säumig, brennend im Geist; dem Herrn dienend[11]o. Sklave seiend.

12 In Hoffnung freut euch; in Bedrängnis harrt aus; im Gebet haltet an;

13 an den Bedürfnissen der Heiligen nehmt teil; nach Gastfreundschaft trachtet!

14 Segnet, die euch verfolgen; segnet, und flucht nicht!

15 Freut euch mit den sich Freuenden, weint mit den Weinenden!

16 Seid gleichgesinnt gegeneinander; sinnt nicht auf hohe Dinge, sondern haltet euch zu den Niedrigen; seid nicht klug bei euch selbst!

17 Vergeltet niemand Böses mit Bösem; seid bedacht auf das, was ehrbar ist vor allen Menschen!

18 Wenn möglich, soviel an euch ist, lebt mit allen Menschen in Frieden!

19 Rächt euch nicht selbst, Geliebte, sondern gebt Raum dem Zorn {Gottes} ! Denn es steht geschrieben: »Mein ist die Rache; ich will vergelten, spricht der Herr.«

20 »Wenn nun deinen Feind hungert, so speise ihn; wenn ihn dürstet, so gib ihm zu trinken! Denn wenn du das tust, wirst du feurige Kohlen auf sein Haupt sammeln.«

21 Lass dich nicht vom Bösen überwinden, sondern überwinde das Böse mit dem Guten!

Lutherbibel

Lutherbibel 2017

Das Leben als Gottesdienst

1 Ich ermahne euch nun, Brüder und Schwestern, durch die Barmherzigkeit Gottes, dass ihr euren Leib hingebt als ein Opfer, das lebendig, heilig und Gott wohlgefällig sei. Das sei euer vernünftiger Gottesdienst.

2 Und stellt euch nicht dieser Welt gleich, sondern ändert euch durch Erneuerung eures Sinnes, auf dass ihr prüfen könnt, was Gottes Wille ist, nämlich das Gute und Wohlgefällige und Vollkommene.

Die Gnadengaben im Dienst der Gemeinde

3 Denn ich sage durch die Gnade, die mir gegeben ist, jedem unter euch, dass niemand mehr von sich halte, als sich’s gebührt, sondern dass er maßvoll von sich halte, wie Gott einem jeden zugeteilt hat das Maß des Glaubens.

4 Denn wie wir an einem Leib viele Glieder haben, aber nicht alle Glieder dieselbe Aufgabe haben,

5 so sind wir, die vielen, ein Leib in Christus, aber untereinander ist einer des andern Glied.

6 Wir haben mancherlei Gaben nach der Gnade, die uns gegeben ist. Hat jemand prophetische Rede, so übe er sie dem Glauben gemäß.

7 Hat jemand ein Amt, so versehe er dies Amt. Ist jemand Lehrer, so lehre er.

8 Hat jemand die Gabe, zu ermahnen und zu trösten, so ermahne und tröste er. Wer gibt, gebe mit lauterem Sinn. Wer leitet, tue es mit Eifer. Wer Barmherzigkeit übt, tue es mit Freude.

Das Leben der Gemeinde

9 Die Liebe sei ohne Falsch. Hasst das Böse, hängt dem Guten an.

10 Die brüderliche Liebe untereinander sei herzlich. Einer komme dem andern mit Ehrerbietung zuvor.

11 Seid nicht träge in dem, was ihr tun sollt. Seid brennend im Geist. Dient dem Herrn.

12 Seid fröhlich in Hoffnung, geduldig in Trübsal, beharrlich im Gebet.

13 Nehmt euch der Nöte der Heiligen an. Übt Gastfreundschaft.

14 Segnet, die euch verfolgen; segnet, und verflucht sie nicht.

15 Freut euch mit den Fröhlichen, weint mit den Weinenden.

16 Seid eines Sinnes untereinander. Trachtet nicht nach hohen Dingen, sondern haltet euch zu den niedrigen. Haltet euch nicht selbst für klug.

17 Vergeltet niemandem Böses mit Bösem. Seid auf Gutes bedacht gegenüber jedermann.

18 Ist’s möglich, soviel an euch liegt, so habt mit allen Menschen Frieden.

19 Rächt euch nicht selbst, meine Lieben, sondern gebt Raum dem Zorn Gottes; denn es steht geschrieben (5. Mose 32,35): »Die Rache ist mein; ich will vergelten, spricht der Herr.«

20 Vielmehr, »wenn deinen Feind hungert, so gib ihm zu essen; dürstet ihn, so gib ihm zu trinken. Wenn du das tust, so wirst du feurige Kohlen auf sein Haupt sammeln« (Sprüche 25,21-22).

21 Lass dich nicht vom Bösen überwinden, sondern überwinde das Böse mit Gutem.

Videos zu Römer 12 (ELB, LUT)