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Elberfelder Bibel

Elberfelder 2006

1 Auch dies sind Sprüche Salomos, die die Männer Hiskias, des Königs von Juda, zusammengetragen haben:

2 Gottes Ehre ist es, eine Sache zu verbergen, die Ehre der Könige aber, eine Sache zu erforschen.

3 Der Himmel an Höhe und die Erde an Tiefe und das Herz der Könige sind unerforschlich.

4 Man entferne die Schlacken aus dem Silber, so gelingt dem Goldschmied ein Gerät[14]w. so kommt für den Goldschmied ein Gerät heraus.

5 Man entferne den Gottlosen vom König, so steht sein Thron fest durch Gerechtigkeit.

6 Brüste dich nicht vor dem König und an den Platz der Großen stelle dich nicht!

7 Denn besser man sagt zu dir: Komm hier herauf! – als dass man dich heruntersetzt vor einem Edlen. Was deine Augen gesehen haben

8 – geh {damit} nicht vorschnell zum Gericht! Denn[15]T. ; Mas. T. viell. : damit nicht {für dich die Frage entsteht}: was willst du hinterher machen, wenn dich dein Nächster beschämt? –

9 Deinen Rechtsstreit führe mit deinem Nächsten, aber gib nicht preis, was ein anderer dir anvertraut hat[1]w. aber die vertraute Beratung eines anderen decke nicht auf,

10 damit dich nicht schmäht, wer es hört, und dein übler Ruf nicht mehr weicht[2]o. und deine Verleumdung kannst du nicht mehr zurücknehmen!

11 Goldene Äpfel in silbernen Prunkschalen, {so ist} ein Wort, geredet zu seiner Zeit[3]o. auf seine rechte Art.

12 Ein goldener Ohrring und ein Halsgeschmeide aus feinem Gold, {so ist} ein weiser Mahner für ein hörendes Ohr.

13 Wie Kühlung des Schnees an einem Erntetag ist ein zuverlässiger[4]o. treuer; o. wahrhaftiger Bote denen, die ihn senden: die Seele seines Herrn erquickt er.

14 Aufziehende {Wolken} mit Wind, doch kein Regen, {so ist} ein Mann, der mit trügerischem Geschenk[5]d. i. eine versprochene, aber nicht gewährte Gabe prahlt.

15 Durch langen Atem wird ein Richter[6]o. Fürst überredet, und eine sanfte Zunge zerbricht Knochen.

16 Hast du Honig gefunden, iss {nur} deinen Bedarf, damit du ihn nicht satt wirst und ihn ausspeist!

17 Mache deinen Fuß selten im Haus deines Nächsten, damit er dich nicht satt wird und dich hasst!

18 Hammer und Schwert und geschärfter Pfeil, {so ist} ein Mann, der als falscher Zeuge gegen seinen Nächsten aussagt.

19 Ein zerbrochener Zahn und ein wankender Fuß, {so ist} das Vertrauen auf den Treulosen am Tag der Not.

20 Einer, der das Oberkleid ablegt am Tag der Kälte, {oder} Essig auf Natron, so {ist es} , wenn einer einem traurigen Herzen Lieder singt.

21 Wenn dein Hasser Hunger hat, gib ihm Brot zu essen, und wenn er Durst hat, gib ihm Wasser zu trinken!

22 Denn glühende Kohlen häufst du auf sein Haupt, und der Herr wird es dir vergelten.

23 Nordwind gebiert Regen, und eine heimliche Zunge verdrießliche Gesichter.

24 Besser, auf dem Dach in einer Ecke wohnen, als eine zänkische Frau und ein gemeinsames Haus.

25 Kühles Wasser auf eine lechzende Kehle[7]o. Seele, so ist eine gute Nachricht aus einem fernen Land.

26 Getrübter Quell und verdorbener Brunnen, {so ist} ein Gerechter, der vor einem Gottlosen wankt.

27 Zu viel Honig essen ist nicht gut, und das Suchen von Ehre {bleibt} ohne Ehre[8]T. ; LXX liest: und ehrenvolle Worte muss man schätzen; Mas. T. : und das Suchen ihrer Ehre ist Ehre!

28 Eine aufgebrochene Stadt ohne Mauer, {so ist} ein Mann ohne Selbstbeherrschung[9]w. ein Mann, der keine Schranke seinem Geist {setzt}.

Lutherbibel

Lutherbibel 2017

Weitere Sprüche Salomos

1 Auch dies sind Sprüche Salomos; die Männer Hiskias, des Königs von Juda, haben sie gesammelt.

2 Es ist Gottes Ehre, eine Sache zu verbergen; aber der Könige Ehre ist es, eine Sache zu erforschen.

3 Der Himmel ist hoch und die Erde tief, und der Könige Herz ist unerforschlich.

4 Man tue die Schlacken vom Silber, so gelingt dem Goldschmied das Gefäß;

5 man tue den Frevler hinweg vom König, so wird sein Thron durch Gerechtigkeit gefestigt.

6 Prange nicht vor dem Könige und stelle dich nicht an den Platz der Großen;

7 denn es ist besser, dass man zu dir sage: Tritt hier herauf!, als dass du erniedrigt wirst vor einem Edlen, den deine Augen gesehen haben.

8 Laufe nicht zu schnell vor Gericht; denn was willst du zuletzt machen, wenn dich dein Nächster beschämt?

9 Trage deine Sache mit deinem Nächsten aus, aber verrate nicht eines andern Geheimnis,

10 damit von dir nicht übel spricht, wer es hört, und dann das böse Gerede über dich nicht aufhört.

11 Ein Wort, geredet zu rechter Zeit, ist wie goldene Äpfel auf silbernen Schalen.

12 Ein Weiser, der mahnt, und ein Ohr, das auf ihn hört, das ist wie ein goldener Ring und ein goldenes Halsband.

13 Wie die Kühle des Schnees zur Zeit der Ernte, so ist ein getreuer Bote dem, der ihn gesandt hat, und erquickt seines Herrn Seele.

14 Wer Geschenke verspricht und hält’s nicht, der ist wie Wolken und Wind ohne Regen.

15 Durch Geduld wird ein Fürst überredet, und eine linde Zunge zerbricht Knochen.

16 Findest du Honig, so iss davon nur, so viel du bedarfst, dass du nicht zu satt wirst und speist ihn aus.

17 Halte deinen Fuß zurück vom Hause deines Nächsten; er könnte dich satt bekommen und dir gram werden.

18 Wer wider seinen Nächsten falsch Zeugnis redet, der ist wie ein Streithammer, Schwert und scharfer Pfeil.

19 Auf einen Treulosen hoffen zur Zeit der Not, das ist wie ein fauler Zahn und gleitender Fuß.

20 Wer einem missmutigen Herzen Lieder singt, das ist, wie wenn einer das Kleid ablegt an einem kalten Tag, und wie Essig auf Lauge.

21 Hungert deinen Feind, so speise ihn mit Brot, dürstet ihn, so tränke ihn mit Wasser,

22 denn du wirst feurige Kohlen auf sein Haupt häufen, und der HERR wird dir’s vergelten.

23 Der Nordwind bringt Regen und heimliche Zunge saure Gesichter.

24 Besser im Winkel auf dem Dache sitzen als mit einer zänkischen Frau zusammen in einem Hause.

25 Eine gute Botschaft aus fernen Landen ist wie kühles Wasser für eine durstige Kehle.

26 Ein Gerechter, der angesichts eines Frevlers wankt, ist wie ein getrübter Brunnen und eine verderbte Quelle.

27 Zu viel Honig essen ist nicht gut; aber wer nach schweren Dingen forscht, dem bringt’s Ehre.

28 Ein Mann, der seinen Zorn nicht zurückhalten kann, ist wie eine offene Stadt ohne Mauern.

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