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Elberfelder Bibel

Elberfelder 2006

Ruf zur Umkehr an Juda

1 Rafft euch zusammen, rafft euch auf[8]Die Bedeutung der beiden Verben ist nicht gesichert; andere üs. deshalb: Bückt euch und krümmt euren Rücken, du Nation, die nicht {nach Gott} verlangt,

2 bevor der Ratschluss sich verwirklicht[9]w. bevor der Ratschluss {die Tat} gebiert – wie Spreu geht der Tag vorüber[10]LXX: bevor ihr wie eine Blüte werdet, die dahinfährt –, bevor die Zornesglut des Herrn über euch kommt, bevor der Zornestag des Herrn über euch kommt!

3 Sucht den Herrn, alle ihr Demütigen[11]o. Elenden des Landes, die ihr sein Recht getan habt, sucht Gerechtigkeit, sucht Demut! Vielleicht werdet ihr geborgen am Zornestag des Herrn.

Unheilsworte über Philistäa, Moab und Ninive

4 Denn Gaza wird verlassen und Aschkelon zum Ödland werden. Aschdod wird man am {hellen} Mittag vertreiben, und Ekron wird entwurzelt werden.

5 Wehe den Bewohnern des Landstrichs am Meer, der Nation der Kreter[12]Gemeint sind die Philister.! Das Wort des Herrn über euch {lautet}: Kanaan, Land der Philister[13]Andere üs. mit Textänderung: Ich demütige dich, Land der Philister, ich werde dich vernichten, {sodass} kein Bewohner mehr {bleibt}.

6 Und der Landstrich am Meer wird zu Weideplätzen, zu Zisternen der Hirten[14]LXX: Das Land der Kreter am Meer wird zu Weideplätzen der Hirten und zu Schafhürden werden,

7 und es wird ein Landstrich für den Rest des Hauses Juda sein. Sie werden darauf weiden {und} sich am Abend niederlegen in den Häusern Aschkelons, denn der Herr, ihr Gott, wird sich ihrer annehmen und ihr Geschick wenden.

8 Ich habe die Schmähung Moabs und die Hohnreden der Söhne Ammon gehört, mit denen sie mein Volk geschmäht und gegen sein Gebiet großgetan haben.

9 Darum, so wahr ich lebe, spricht der Herr der Heerscharen, der Gott Israels[15]w. ist der Ausspruch des Herrn der Heerscharen, des Gottes Israels: Ja, Moab soll wie Sodom werden und die Söhne Ammon wie Gomorra, ein {von} Unkraut[16]o. Brennnesseln {überwucherter} Boden und eine Salzgrube und ein Ödland für ewig. Der Rest meines Volkes wird sie ausplündern und der Rest meiner Nation sie als Erbteil besitzen.

10 Dies {geschieht} ihnen für ihren Hochmut, weil sie das Volk des Herrn der Heerscharen geschmäht und gegen es großgetan haben.

11 Furchtbar wird der Herr gegen sie sein, denn er lässt alle Götter der Erde hinschwinden; und alle Inseln der Nationen werden sich vor ihm niederwerfen, jeder von seinem Ort aus.

12 Auch ihr, Kuschiter, ihr werdet von meinem Schwert durchbohrt sein[1]w. Durchbohrte meines Schwertes werden sie sein.

13 Und er wird seine Hand gegen Norden ausstrecken und wird Assur vernichten und Ninive zur Öde machen, dürr wie die Steppe.

14 Und in seiner Mitte werden sich Herden lagern, allerlei Tierrudel[2]w. allerlei Getier einer Nation, auch Wüstenkauz und Eule[3]o. Igel werden auf seinen {Säulen} knäufen übernachten. Eine Stimme singt im Fenster, Verwüstung auf der Schwelle[4]Mit Textänderung lesen andere: Der Steinkauz singt im Fenster, der Rabe auf der Schwelle. – Manche Üs. nehmen an, dass im ursprünglichen Mas. T. V.14 hier endete., denn er hat das Zederngetäfel bloßgelegt.

15 Das ist die ausgelassene Stadt, die in Sicherheit wohnte, die in ihrem Herzen sagte: »Ich und sonst gar nichts!« Wie ist sie zur Wüste[5]o. zum Schreckensort geworden, zum Lagerplatz der {wilden} Tiere! Jeder, der an ihr vorübergeht, wird zischen[6]o. pfeifen; als Ausdruck der Verachtung oder der Furcht, wird {höhnisch} seine Hand schwenken.

Lutherbibel

Lutherbibel 2017

Suchet den Herrn

1 Sammelt euch und kommt her, du Volk, das keine Scham kennt,

2 ehe denn das Urteil ergeht – wie Spreu verfliegt der Tag –, ehe denn des HERRN grimmiger Zorn über euch kommt, ehe der Tag des Zorns des HERRN über euch kommt!

3 Suchet den HERRN, all ihr Elenden im Lande, die ihr seine Rechte haltet! Suchet Gerechtigkeit, suchet Demut! Vielleicht könnt ihr euch bergen am Tage des Zorns des HERRN!

Gericht über die Völker

4 Denn Gaza wird verlassen und Aschkelon verwüstet werden. Aschdod soll am Mittag vertrieben und Ekron ausgewurzelt werden.

5 Weh denen, die zum Meer hin wohnen, dem Volk der Kreter! Des HERRN Wort wird über euch kommen, du Kanaan, der Philister Land; ich will dich umbringen, dass niemand mehr da wohnen soll.

6 Dann sollen zum Meer hin Hirtenfelder und Schafhürden sein.

7 Und das Land am Meer soll den Übriggebliebenen vom Hause Juda zuteilwerden, dass sie darauf weiden. Am Abend sollen sie sich in den Häusern von Aschkelon lagern. Denn der HERR, ihr Gott, wird sie wiederum heimsuchen und ihr Geschick wenden.

8 Ich habe das Schmähen Moabs und das Lästern der Ammoniter gehört, womit sie mein Volk geschmäht und gegen sein Land großgetan haben.

9 Wohlan, so wahr ich lebe!, spricht der HERR Zebaoth, der Gott Israels: Moab soll wie Sodom und die Ammoniter wie Gomorra werden, ein Unkrautfeld und eine Salzgrube und ewige Wüste. Die Übriggebliebenen meines Volks sollen sie berauben, und der Rest von meinem Volk soll sie beerben.

10 Das soll ihnen begegnen für ihre Hoffart, weil sie das Volk des HERRN Zebaoth geschmäht und gegen es großgetan haben.

11 Schrecklich ist der HERR gegen sie; denn er vertilgt alle Götter auf Erden, und es sollen ihn anbeten alle Inseln der Völker, ein jedes an seiner Stätte.

12 Auch ihr Kuschiter sollt durch mein Schwert erschlagen werden.

13 Und er wird seine Hand ausstrecken nach Norden und Assur umbringen. Ninive wird er öde machen, dürr wie eine Wüste,

14 dass Herden sich darin lagern werden, allerlei Tiere des Feldes. Auch Dohlen und Eulen werden auf ihren Säulen die Nacht verbringen. Sie werden in den Fenstern schreien und die Raben auf den Schwellen. Denn das Zedernholz ist abgerissen.

15 Das ist die fröhliche Stadt, die so sicher wohnte und in ihrem Herzen sprach: »Ich bin’s und sonst keine mehr.« Wie ist sie so wüst geworden, dass Tiere darin lagern! Wer vorübergeht, pfeift über sie und klatscht in die Hände.

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