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Einheitsübersetzung

Einheitsübersetzung 2016

Gnade und Bewährung: 6,1–10

1 Als Mitarbeiter Gottes ermahnen wir euch, dass ihr seine Gnade nicht vergebens empfangt.

2 Denn es heißt: Zur Zeit der Gnade habe ich dich erhört, / am Tag der Rettung habe ich dir geholfen. Siehe, jetzt ist sie da, die Zeit der Gnade; siehe, jetzt ist er da, der Tag der Rettung.

3 Niemandem geben wir auch nur den geringsten Anstoß, damit unser Dienst nicht verhöhnt werden kann.

4 In allem empfehlen wir uns als Gottes Diener: durch große Standhaftigkeit, in Bedrängnis, in Not, in Angst,

5 unter Schlägen, in Gefängnissen, in Zeiten der Unruhe, unter der Last der Arbeit, in durchwachten Nächten, durch Fasten,

6 durch lautere Gesinnung, durch Erkenntnis, durch Langmut, durch Güte, durch den Heiligen Geist, durch ungeheuchelte Liebe,

7 durch das Wort der Wahrheit, in der Kraft Gottes, mit den Waffen der Gerechtigkeit in der Rechten und in der Linken,

8 bei Ehrung und Schmähung, bei übler Nachrede und bei Lob. Wir gelten als Betrüger und sind doch wahrhaftig;

9 wir werden verkannt und doch anerkannt; wir sind wie Sterbende und siehe, wir leben; wir werden gezüchtigt und doch nicht getötet;

10 uns wird Leid zugefügt und doch sind wir jederzeit fröhlich; wir sind arm und machen doch viele reich; wir haben nichts und haben doch alles.

Werbung und Mahnung: 6,11–7,4

11 Unser Mund hat sich für euch aufgetan, Korinther, unser Herz ist weit geworden.

12 In uns ist es nicht zu eng für euch; eng ist es in eurem Herzen.

13 Macht doch als Antwort darauf - ich rede wie zu meinen Kindern - auch euer Herz weit!

14 Beugt euch nicht unter ein fremdes Joch mit Ungläubigen! Was haben denn Gerechtigkeit und Gesetzwidrigkeit miteinander zu tun? Was haben Licht und Finsternis gemeinsam?

15 Was für ein Einklang herrscht zwischen Christus und Beliar? Was hat ein Gläubiger mit einem Ungläubigen gemeinsam?

16 Wie verträgt sich der Tempel Gottes mit Götzenbildern? Wir sind doch der Tempel des lebendigen Gottes; denn Gott hat gesprochen: Ich will unter ihnen wohnen und mit ihnen gehen. / Ich werde ihr Gott sein / und sie werden mein Volk sein.

17 Zieht darum weg aus ihrer Mitte / und sondert euch ab, spricht der Herr, / und fasst nichts Unreines an! / Dann will ich euch aufnehmen

18 und euer Vater sein und ihr sollt meine Söhne und Töchter sein, spricht der Herr, der Herrscher über das All.

Elberfelder Bibel

Elberfelder 2006

Bewährung des Apostels im Dienst

1 Als Mitarbeiter aber ermahnen[5]o. bitten wir auch, dass ihr die Gnade Gottes nicht vergeblich empfangt.

2 Denn er spricht: »Zur willkommenen[6]o. wohlgefälligen Zeit habe ich dich erhört, und am Tage des Heils habe ich dir geholfen.« Siehe, jetzt ist die hochwillkommene Zeit, siehe, jetzt ist der Tag des Heils.

3 Und wir geben in keiner Sache irgendeinen Anstoß, damit der Dienst nicht verlästert wird,

4 sondern in allem empfehlen wir uns als Gottes Diener, in vielem Ausharren[7]o. viel Standhaftigkeit, Geduld, in Bedrängnissen, in Nöten, in Ängsten,

5 in Schlägen, in Gefängnissen, in Tumulten, in Mühen, in Wachen, in Fasten;

6 in Reinheit, in Erkenntnis, in Langmut, in Güte, im Heiligen Geist, in ungeheuchelter Liebe;

7 im Reden der Wahrheit, in der Kraft Gottes; durch die Waffen der Gerechtigkeit zur Rechten und zur Linken;

8 durch Ehre und Unehre, durch böse und gute Nachrede, als Verführer und Wahrhaftige;

9 als Unbekannte und Wohlbekannte[8]o. Wohlerkannte; als Sterbende, und siehe, wir leben; als Gezüchtigte und {doch} nicht getötet;

10 als Traurige, aber allezeit uns freuend; als Arme, aber viele reich machend; als nichts habend und {doch} alles besitzend.

Warnung vor Gemeinschaft mit Ungläubigen – Werben um die Liebe der Korinther

11 Unser Mund hat sich euch gegenüber geöffnet, ihr Korinther; unser Herz ist weit geworden.

12 Ihr seid nicht beengt in uns, sondern ihr seid beengt in euren {eigenen} Herzen[9]o. in eurem Innern; w. in euren Eingeweiden.

13 Als Gegenleistung[1]w. {Zur} gleichen (o. entsprechenden) Vergeltung aber – ich rede wie zu Kindern – werdet auch ihr weit!

14 Geht nicht unter fremdartigem Joch[2]o. Seid (o. Werdet) nicht verschiedenartig zusammengejocht mit Ungläubigen! Denn welche Verbindung haben Gerechtigkeit und Gesetzlosigkeit? Oder welche Gemeinschaft Licht mit Finsternis?

15 Und welche Übereinstimmung Christus mit Belial[3]w. Beliar. – Das hebr. Belial bedeutet »Ruchloser«, womit der Satan bezeichnet wird.? Oder welches Teil ein Gläubiger mit einem Ungläubigen?

16 Und welchen Zusammenhang der Tempel Gottes mit Götzenbildern? Denn wir sind der Tempel des lebendigen Gottes; wie Gott gesagt hat: »Ich will unter ihnen wohnen und wandeln, und ich werde ihr Gott sein, und sie werden mein Volk sein.«

17 Darum geht aus ihrer Mitte hinaus und sondert euch ab!, spricht der Herr. Und rührt Unreines nicht an! Und ich werde euch annehmen

18 und werde euch Vater sein, und ihr werdet mir Söhne und Töchter sein, spricht der Herr, der Allmächtige.

Lutherbibel

Lutherbibel 2017

1 Als Mitarbeiter aber ermahnen wir euch, dass ihr nicht vergeblich die Gnade Gottes empfangt.

2 Denn er spricht (Jesaja 49,8): »Ich habe dich zur willkommenen Zeit erhört und habe dir am Tage des Heils geholfen.« Siehe, jetzt ist die willkommene Zeit, siehe, jetzt ist der Tag des Heils!

Die Bewährung des Apostels in seinem Dienst

3 Und wir geben in nichts irgendeinen Anstoß, damit dieser Dienst nicht verlästert werde;

4 sondern in allem erweisen wir uns als Diener Gottes: in großer Geduld, in Bedrängnissen, in Nöten, in Ängsten,

5 in Schlägen, in Gefängnissen, in Aufruhr, in Mühen, im Wachen, im Fasten,

6 in Lauterkeit, in Erkenntnis, in Langmut, in Freundlichkeit, im Heiligen Geist, in ungefärbter Liebe,

7 in dem Wort der Wahrheit, in der Kraft Gottes, mit den Waffen der Gerechtigkeit zur Rechten und zur Linken,

8 in Ehre und Schande; in bösen Gerüchten und guten Gerüchten, als Verführer und doch wahrhaftig;

9 als die Unbekannten und doch bekannt; als die Sterbenden, und siehe, wir leben; als die Gezüchtigten und doch nicht getötet;

10 als die Traurigen, aber allezeit fröhlich; als die Armen, aber die doch viele reich machen; als die nichts haben und doch alles haben.

Werbung um die Gemeinde und Warnung vor Götzendienst

11 O ihr Korinther, unser Mund hat sich euch gegenüber aufgetan, unser Herz ist weit geworden.

12 Eng ist nicht der Raum, den ihr in uns habt; eng aber ist’s in euren Herzen.

13 Gebt uns, was wir euch geben – ich rede wie zu meinen Kindern –, und macht auch ihr euer Herz weit.

14 Zieht nicht unter fremdem Joch mit den Ungläubigen. Denn was hat Gerechtigkeit zu schaffen mit Gesetzlosigkeit? Was hat das Licht für Gemeinschaft mit der Finsternis?

15 Wie stimmt Christus überein mit Beliar? Oder was für ein Teil hat der Gläubige mit dem Ungläubigen?

16 Was hat der Tempel Gottes gemein mit den Götzen? Wir aber sind der Tempel des lebendigen Gottes; wie denn Gott sprach (3. Mose 26,11-12; Hesekiel 37,27): »Ich will unter ihnen wohnen und wandeln und will ihr Gott sein, und sie sollen mein Volk sein.«

17 Darum »geht weg von ihnen und sondert euch ab«, spricht der Herr; »und rührt nichts Unreines an, so will ich euch annehmen

18 und euer Vater sein und ihr sollt meine Söhne und Töchter sein«, spricht der allmächtige Herr (Jesaja 52,11; Hesekiel 20,41; 2. Samuel 7,14).

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