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Einheitsübersetzung
Einheitsübersetzung 2016
Drohspruch gegen die Berge von Seïr und Heil über die Berge Israels: 35,1–36,15
1 Das Wort des HERRN erging an mich:
2 Menschensohn, richte dein Gesicht auf das Bergland von Seïr, tritt als Prophet gegen es auf
3 und sag zu ihm: So spricht GOTT, der Herr: Siehe, ich gehe gegen dich vor, / Bergland von Seïr. Ich strecke meine Hand gegen dich aus / und mache dich zur Wüste und Öde.
4 Deine Städte lege ich in Trümmer / und du sollst zur Wüste werden. Dann wirst du erkennen, / dass ich der HERR bin.
5 Weil du eine ewige Feindschaft hattest und die Söhne Israels zur Zeit ihres Unglücks, zur Zeit der endgültigen Abrechnung, der Gewalt des Schwertes ausgeliefert hast,
6 darum - so wahr ich lebe, Spruch GOTTES, des Herrn - mache ich dich zu Blut und Blut soll dich verfolgen. Wahrhaftig, du hast Blut gehasst; darum soll Blut dich verfolgen.
7 Ich mache das Bergland von Seïr zu Ödland und Wüste und merze aus ihm aus, was hin- und herzieht.
8 Ich fülle seine Berghänge mit seinen Erschlagenen; auf deinen Hügeln, in deinen Tälern und all deinen Schluchten werden vom Schwert Erschlagene fallen.
9 Zum Ödland für immer mache ich dich, deine Städte sollen nicht mehr bewohnt sein. Dann werdet ihr erkennen, dass ich der HERR bin.
10 Weil du sagst: Die beiden Völker und die beiden Länder gehören mir; sie sind mein Besitz!, obwohl doch der HERR dort ist,
11 darum - so wahr ich lebe, Spruch GOTTES, des Herrn - werde ich deinem Zorn und deiner Leidenschaft entsprechend tun, was du aus deinem Hass heraus unter ihnen getan hast. Ich gebe mich unter ihnen zu erkennen, wenn ich dich richte.
12 Dann wirst du erkennen, dass ich der HERR bin. Ich habe all dein Schmähen gehört, als du gegen die Berghänge Israels gesprochen hast: Sie sind völlig verödet. Sie sind uns zum Fraß gegeben.
13 So habt ihr mit eurem Maul gegen mich groß getan und euer Reden war frech gegen mich; ich habe es selbst gehört.
14 So spricht GOTT, der Herr: Wie doch das ganze Land sich freut, dass ich dich zur Wüste mache:
15 So wie du dich freust am Erbbesitz des Hauses Israel, weil er als Wüste daliegt, so werde ich an dir handeln; das Bergland von Seïr und ganz Edom insgesamt werden zur Wüste werden. Dann werden sie erkennen, dass ich der HERR bin.
Einheitsübersetzung der Heiligen Schrift, © 2016 Katholische Bibelanstalt GmbH, Stuttgart. Alle Rechte vorbehalten
Elberfelder Bibel
Elberfelder 2006
Unheil für das Gebirge Edom, Heil für die Berge Israels
1 Und das Wort des Herrn geschah zu mir so:
2 Menschensohn, richte dein Gesicht gegen das Gebirge Seïr, und weissage über es
3 und sage zu ihm: So spricht der Herr, Herr: Siehe, ich will an dich, Gebirge Seïr; und ich strecke meine Hand gegen dich aus und mache dich zum Entsetzen[6]o. zum Ödland und Grausen;
4 deine Städte mache ich zur Trümmerstätte, und du selbst wirst Ödland sein. Und du wirst erkennen, dass ich der Herr bin.
5 Weil du eine beständige Feindschaft hegtest und die Söhne Israel der Gewalt des Schwertes preisgabst zur Zeit ihres Unglücks, zur Zeit der endgültigen Strafe[1]w. der Strafe des Endes, o. der Schuld des Endes; d. hieße: der Schuld, die das Ende herbeiführt;
6 darum, so wahr ich lebe, spricht der Herr, Herr[2]w. ist der Ausspruch des Herrn, Herrn, ja, ich mache dich zu Blut, und Blut wird dich verfolgen; weil du Blut nicht gehasst hast[3]LXX: Wahrlich, du hast dich mit Blut schuldig gemacht, soll Blut dich verfolgen.
7 Und ich mache das Gebirge Seïr zum Entsetzen[4]o. zum Ödland und Grausen und rotte den, der hinzieht und zurückkehrt aus ihm, aus.
8 Und seine Berge fülle ich mit seinen Erschlagenen an. Auf deinen Hügeln und in deinen Tälern und in allen deinen Bachrinnen sollen vom Schwert Erschlagene fallen.
9 Zu ewigen Einöden mache ich dich, und deine Städte sollen nicht mehr bewohnt werden. Und ihr werdet erkennen, dass ich der Herr bin.
10 Weil du sagst: Die beiden Nationen und die beiden Länder gehören mir, und ich nehme sie in Besitz[5]so mit den alten Üs. ; Mas. T. : wir nehmen es in Besitz, wo doch der Herr dort war;
11 darum, so wahr ich lebe, spricht der Herr, Herr[2]w. ist der Ausspruch des Herrn, Herrn, werde ich {an dir} handeln nach deinem Zorn und nach deiner Eifersucht, mit denen du aus Hass[6]w. aus deinem Hass gegen sie gehandelt hast; und ich werde mich ihnen[7]LXX: dir zu erkennen geben, wenn ich dich gerichtet habe.
12 Und du wirst erkennen, dass ich, der Herr, alle deine Lästerungen gehört habe, die du gegen die Berge Israels ausgesprochen hast, indem du sagtest: Sie liegen verwüstet da, uns sind sie zum Fraß gegeben.
13 Und ihr habt mit eurem Mund gegen mich großgetan und eure Worte gegen mich überreichlich gemacht; ich habe es gehört.
14 So spricht der Herr, Herr: Wie du dich gefreut hast[8]w. Wie die Freude, {dass} das ganze Land eine Einöde war, {so} will ich dir tun.
15 Wie du deine Freude hattest an dem Erbteil des Hauses Israel, weil es verwüstet war, ebenso werde ich dir tun: eine Einöde sollst du werden, Gebirge Seïr und ganz Edom insgesamt! Und sie werden erkennen, dass ich der Herr bin.
Elberfelder Bibel 2006, © 2006 SCM R.Brockhaus in der SCM Verlagsgruppe GmbH, Holzgerlingen
Lutherbibel
Lutherbibel 2017
Gericht über das Gebirge Seïr (Edom)
1 Und des HERRN Wort geschah zu mir:
2 Du Menschenkind, richte dein Angesicht gegen das Gebirge Seïr und weissage gegen es
3 und sprich zu ihm: So spricht Gott der HERR: Siehe, ich will an dich, du Gebirge Seïr, und meine Hand gegen dich ausstrecken und will dich ganz und gar zur Wüste machen.
4 Ich will deine Städte öde machen, dass du zur Wüste werden sollst, und du sollst erfahren, dass ich der HERR bin.
5 Weil ihr ewige Feindschaft hattet gegen die Israeliten und sie dem Schwert preisgegeben habt, als es ihnen übel ging und ihre Schuld sie ans Ende brachte, –
6 darum, so wahr ich lebe, spricht Gott der HERR, will ich auch dich bluten lassen, und du sollst dem Blutbad nicht entrinnen. Weil du dich mit Blut verschuldet hast, soll auch dein Blut fließen.
7 Und ich will das Gebirge Seïr wüst und öde machen und alle ausrotten, die dort hin und her ziehen.
8 Und ich will seine Berge mit Erschlagenen füllen, seine Hügel, seine Täler und alle seine Bachläufe – überall sollen vom Schwert Erschlagene liegen.
9 Ja, zu einer ewigen Wüste will ich dich machen, dass niemand mehr in deinen Städten wohnt, und ihr sollt erfahren, dass ich der HERR bin.
10 Weil du sprachst: »Diese beiden Völker mit ihren beiden Ländern müssen mein werden, und wir wollen sie in Besitz nehmen« – obgleich der HERR dort wohnt –,
11 darum, so wahr ich lebe, spricht Gott der HERR, will ich an dir handeln mit demselben Zorn und derselben Leidenschaft, mit denen du an ihnen gehandelt hast in deinem Hass, und will mich an ihnen kundtun, wenn ich dich richte.
12 Und du sollst erfahren, dass ich, der HERR, all deine Lästerreden gegen die Berge Israels gehört habe, als du sagtest: Sie sind verwüstet und uns zum Fraß gegeben.
13 So habt ihr euch gegen mich gerühmt und frech gegen mich geredet; das habe ich gehört.
14 So spricht Gott der HERR: Wie du dich gefreut hast, dass das ganze Land verwüstet war, so will ich dir tun.
15 Ja, wie du dich gefreut hast über das Erbe des Hauses Israel, weil es verwüstet war, ebenso will ich mit dir tun: Das Gebirge Seïr soll zur Wüste werden mit ganz Edom, und sie sollen erfahren, dass ich der HERR bin.
Die Bibel nach Martin Luthers Übersetzung, revidiert 2017, © 2016 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart