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Einheitsübersetzung

Einheitsübersetzung 2016

DAS LEBEN DES CHRISTEN – DAS VORBILD DES APOSTELS: 3,1–4,9

Warnung vor falschen Lehrern: 3,1–6

1 Im Übrigen, meine Brüder und Schwestern, freut euch im Herrn! Euch dasselbe zu schreiben, wird mir nicht lästig, euch aber macht es sicher.

2 Gebt Acht auf die Hunde, gebt Acht auf die üblen Arbeiter, gebt Acht auf die Verschnittenen!

3 Denn die Beschnittenen sind wir, die wir im Geist Gottes dienen und uns in Christus Jesus rühmen und nicht auf irdische Vorzüge vertrauen,

4 obwohl ich mein Vertrauen auch auf irdische Vorzüge setzen könnte. Wenn ein anderer meint, er könne auf irdische Vorzüge vertrauen, so könnte ich es noch mehr.

5 Ich wurde am achten Tag beschnitten, bin aus Israels Geschlecht, vom Stamm Benjamin, ein Hebräer von Hebräern, nach dem Gesetz ein Pharisäer;

6 ich verfolgte voll Eifer die Kirche und war untadelig gemessen an der Gerechtigkeit, die im Gesetz gefordert ist.

Der Berufungsweg des Apostels: 3,7–14

7 Doch was mir ein Gewinn war, das habe ich um Christi willen für Verlust gehalten.

8 Ja noch mehr: Ich halte dafür, dass alles Verlust ist, weil die Erkenntnis Christi Jesu, meines Herrn, alles überragt. Seinetwegen habe ich alles aufgegeben und halte es für Unrat, um Christus zu gewinnen

9 und in ihm erfunden zu werden. Nicht meine Gerechtigkeit will ich haben, die aus dem Gesetz hervorgeht, sondern jene, die durch den Glauben an Christus kommt, die Gerechtigkeit, die Gott schenkt aufgrund des Glaubens.

10 Christus will ich erkennen und die Macht seiner Auferstehung und die Gemeinschaft mit seinen Leiden, indem ich seinem Tod gleich gestaltet werde.

11 So hoffe ich, auch zur Auferstehung von den Toten zu gelangen.

12 Nicht dass ich es schon erreicht hätte oder dass ich schon vollendet wäre. Aber ich strebe danach, es zu ergreifen, weil auch ich von Christus Jesus ergriffen worden bin.

13 Brüder und Schwestern, ich bilde mir nicht ein, dass ich es schon ergriffen hätte. Eines aber tue ich: Ich vergesse, was hinter mir liegt, und strecke mich nach dem aus, was vor mir ist.

14 Das Ziel vor Augen, jage ich nach dem Siegespreis: der himmlischen Berufung Gottes in Christus Jesus.

Heimat im Himmel: 3,15–21

15 Das also wollen wir bedenken, wir Vollkommenen. Und wenn ihr anders über etwas denkt, wird Gott euch auch das offenbaren.

16 Nur müssen wir festhalten, was wir erreicht haben.

17 Ahmt auch ihr mich nach, Brüder und Schwestern, und achtet auf jene, die nach dem Vorbild leben, das ihr an uns habt!

18 Denn viele - von denen ich oft zu euch gesprochen habe, doch jetzt unter Tränen spreche - leben als Feinde des Kreuzes Christi.

19 Ihr Ende ist Verderben, ihr Gott der Bauch und ihre Ehre besteht in ihrer Schande; Irdisches haben sie im Sinn.

20 Denn unsere Heimat ist im Himmel. Von dorther erwarten wir auch Jesus Christus, den Herrn, als Retter,

21 der unseren armseligen Leib verwandeln wird in die Gestalt seines verherrlichten Leibes, in der Kraft, mit der er sich auch alles unterwerfen kann.

Elberfelder Bibel

Elberfelder 2006

Nicht das Gesetz, sondern Christus ist unsere Gerechtigkeit

1 Übrigens, meine Brüder, freut euch im Herrn! Euch {öfter} dasselbe zu schreiben, ist mir nicht verdrießlich[4]o. lästig, für euch aber {bedeutet es, dass ihr} fest {werdet}.

2 Seht auf die Hunde, seht auf die bösen Arbeiter, seht auf die Zerschneidung!

3 Denn wir sind die Beschneidung, die wir im[5]o. durch den Geist Gottes dienen[6]o. im Geist Gottes Gottesdienst üben und uns in Christus Jesus rühmen und nicht auf Fleisch vertrauen,

4 obwohl auch ich Vertrauen auf Fleisch haben {könnte}. Wenn irgendein anderer meint, auf Fleisch vertrauen {zu können}  – ich noch mehr:

5 Beschnitten[7]w. Was Beschneidung betrifft am achten Tag, vom Geschlecht Israel, vom Stamm Benjamin, Hebräer von Hebräern; dem Gesetz nach ein Pharisäer[8]religiöse Partei im Judentum, die auf genaue Einhaltung des Gesetzes Wert legte; s. auch Anm. zu Mt3,7;

6 dem Eifer nach ein Verfolger der Gemeinde[9]o. Versammlung; der Gerechtigkeit nach, die im Gesetz ist, untadelig geworden.

7 Aber was auch immer mir Gewinn war, das habe ich um Christi willen für Verlust gehalten;

8 ja wirklich, ich halte auch alles für Verlust um der unübertrefflichen Größe der Erkenntnis Christi Jesu, meines Herrn, willen, um dessentwillen ich alles eingebüßt habe und es für Dreck halte, damit ich Christus gewinne

9 und in ihm gefunden werde – indem ich nicht meine Gerechtigkeit habe, die aus dem Gesetz ist, sondern die durch den Glauben an Christus[1]o. Glauben Christi, die Gerechtigkeit aus Gott aufgrund des Glaubens –,

10 um ihn und die Kraft seiner Auferstehung und die Gemeinschaft seiner Leiden zu erkennen, indem ich seinem Tod gleich[2]w. gleichgestaltet werde,

11 ob ich irgendwie hingelange zur Auferstehung[3]w. Heraus-Auferstehung; vgl. 1Kor6,14 aus den Toten.

12 Nicht, dass ich es[4]d. h. den Preis oder das Ziel schon ergriffen habe oder schon vollendet[5]o. zur Vollkommenheit gebracht bin; ich jage {ihm} aber nach, ob ich es auch ergreifen möge, weil[6]o. wozu ich auch von Christus Jesus ergriffen bin.

13 Brüder, ich denke von mir selbst nicht, {es} ergriffen zu haben; eines aber {tue ich}: Ich vergesse, was dahinten, strecke mich aber aus nach dem, was vorn ist,

14 und jage auf das Ziel zu, hin zu dem Kampfpreis der Berufung Gottes nach oben[7]»nach oben« bezieht sich auf die Berufung in Christus Jesus.

15 So viele nun vollkommen sind, lasst uns darauf bedacht sein! Und wenn ihr in irgendetwas anders denkt[8]o. lasst uns darauf sinnen! Und wenn ihr in irgendeinem {Punkt} anders gesinnt seid, so wird euch Gott auch dies offenbaren.

16 Doch wozu wir gelangt sind, zu dem {lasst uns auch} halten!

Nicht Irdischem, sondern Christus gilt unsere Erwartung

17 Seid miteinander meine Nachahmer, Brüder, und seht auf die, welche so wandeln, wie ihr uns zum Vorbild habt!

18 Denn viele wandeln, von denen ich euch oft gesagt habe, nun aber auch mit Weinen sage, {dass sie} die Feinde des Kreuzes Christi {sind} ;

19 deren Ende Verderben, deren Gott der Bauch und deren Ehre in ihrer Schande ist, die auf das Irdische sinnen.

20 Denn unser Bürgerrecht[9]o. Gemeinwesen; o. Staat (worin man Bürgerrecht hat) ist in {den} Himmeln, von woher wir auch {den} Herrn Jesus Christus als Retter erwarten,

21 der unseren Leib der Niedrigkeit umgestalten wird {und} seinem Leib der Herrlichkeit gleichförmig {machen wird} , nach der wirksamen Kraft, mit der er vermag, auch alle Dinge[10]o. das All sich zu unterwerfen.

Lutherbibel

Lutherbibel 2017

Warnung vor Rückfall in die Gesetzesgerechtigkeit

1 Weiter, meine Brüder und Schwestern: Freut euch in dem Herrn! Dass ich euch immer dasselbe schreibe, verdrießt mich nicht und macht euch umso gewisser.

2 Nehmt euch in Acht vor den Hunden, nehmt euch in Acht vor den böswilligen Arbeitern, nehmt euch in Acht vor der Zerschneidung!

3 Denn wir sind die Beschneidung, die wir im Geist Gottes dienen und uns Christi Jesu rühmen und uns nicht verlassen auf Fleisch,

4 obwohl ich meine Zuversicht auch aufs Fleisch setzen könnte. Wenn ein anderer meint, er könne sich aufs Fleisch verlassen, so könnte ich es viel mehr,

5 der ich am achten Tag beschnitten bin, aus dem Volk Israel, vom Stamm Benjamin, ein Hebräer von Hebräern, nach dem Gesetz ein Pharisäer,

6 nach dem Eifer ein Verfolger der Gemeinde, nach der Gerechtigkeit, die das Gesetz fordert, untadelig gewesen.

7 Aber was mir Gewinn war, das habe ich um Christi willen für Schaden erachtet.

8 Ja, ich erachte es noch alles für Schaden gegenüber der überschwänglichen Erkenntnis Christi Jesu, meines Herrn. Um seinetwillen ist mir das alles ein Schaden geworden, und ich erachte es für Dreck, auf dass ich Christus gewinne

9 und in ihm gefunden werde, dass ich nicht habe meine Gerechtigkeit, die aus dem Gesetz, sondern die durch den Glauben an Christus kommt, nämlich die Gerechtigkeit, die von Gott kommt durch den Glauben.

10 Ihn möchte ich erkennen und die Kraft seiner Auferstehung und die Gemeinschaft seiner Leiden und so seinem Tode gleich gestaltet werden,

11 damit ich gelange zur Auferstehung von den Toten.

Das Ziel

12 Nicht, dass ich’s schon ergriffen habe oder schon vollkommen sei; ich jage ihm aber nach, ob ich’s wohl ergreifen könnte, weil ich von Christus Jesus ergriffen bin.

13 Meine Brüder und Schwestern, ich schätze mich selbst nicht so ein, dass ich’s ergriffen habe. Eins aber sage ich: Ich vergesse, was dahinten ist, und strecke mich aus nach dem, was da vorne ist,

14 und jage nach dem vorgesteckten Ziel, dem Siegespreis der himmlischen Berufung Gottes in Christus Jesus.

15 Wie viele nun von uns vollkommen sind, die lasst uns so gesinnt sein. Und solltet ihr in einem Stück anders denken, so wird euch Gott auch das offenbaren.

16 Nur, was wir schon erreicht haben, darin lasst uns auch leben.

17 Ahmt mit mir Christus nach, Brüder und Schwestern, und seht auf die, die so wandeln, wie ihr uns zum Vorbild habt.

18 Denn viele wandeln so, dass ich euch oft von ihnen gesagt habe, nun aber sage ich’s auch unter Tränen: Sie sind die Feinde des Kreuzes Christi.

19 Ihr Ende ist die Verdammnis, ihr Gott ist der Bauch und ihre Ehre ist in ihrer Schande; sie sind irdisch gesinnt.

20 Wir aber sind Bürger im Himmel; woher wir auch erwarten den Heiland, den Herrn Jesus Christus,

21 der unsern geringen Leib verwandeln wird, dass er gleich werde seinem verherrlichten Leibe nach der Kraft, mit der er sich alle Dinge untertan machen kann.

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