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Einheitsübersetzung

Einheitsübersetzung 2016

Israels Geschichte als Warnung: 10,1–13

1 Ihr sollt wissen, Brüder und Schwestern, dass unsere Väter alle unter der Wolke waren, alle durch das Meer zogen

2 und alle auf Mose getauft wurden in der Wolke und im Meer.

3 Alle aßen auch die gleiche geistgeschenkte Speise

4 und alle tranken den gleichen geistgeschenkten Trank; denn sie tranken aus dem geistgeschenkten Felsen, der mit ihnen zog. Und dieser Fels war Christus.

5 Gott aber hatte an den meisten von ihnen kein Gefallen; denn er ließ sie in der Wüste umkommen.

6 Das aber geschah als warnendes Beispiel für uns: damit wir uns nicht von der Gier nach dem Bösen beherrschen lassen, wie jene sich von der Gier beherrschen ließen.

7 Werdet nicht Götzendiener wie einige von ihnen; denn es steht in der Schrift: Das Volk setzte sich zum Essen und Trinken; dann standen sie auf, um sich zu vergnügen.

8 Lasst uns nicht Unzucht treiben, wie einige von ihnen Unzucht trieben! Damals kamen an einem einzigen Tag dreiundzwanzigtausend Menschen um.

9 Lasst uns auch nicht Christus auf die Probe stellen, wie es einige von ihnen taten, die dann von Schlangen getötet wurden!

10 Murrt auch nicht, wie einige von ihnen murrten; sie wurden vom Verderber umgebracht!

11 Das aber geschah an ihnen, damit es uns als Beispiel dient; uns zur Warnung wurde es aufgeschrieben, uns, die das Ende der Zeiten erreicht hat.

12 Wer also zu stehen meint, der gebe Acht, dass er nicht fällt.

13 Noch ist keine Versuchung über euch gekommen, die den Menschen überfordert. Gott ist treu; er wird nicht zulassen, dass ihr über eure Kraft hinaus versucht werdet. Er wird euch mit der Versuchung auch einen Ausweg schaffen, sodass ihr sie bestehen könnt.

Unvereinbarkeit von Herrenmahl und Götzenopfermahl: 10,14–22

14 Darum, meine Geliebten, meidet den Götzendienst!

15 Ich rede doch zu verständigen Menschen; urteilt selbst über das, was ich sage!

16 Ist der Kelch des Segens, über den wir den Segen sprechen, nicht Teilhabe am Blut Christi? Ist das Brot, das wir brechen, nicht Teilhabe am Leib Christi?

17 Ein Brot ist es. Darum sind wir viele ein Leib; denn wir alle haben teil an dem einen Brot.

18 Schaut auf das irdische Israel: Haben die, welche von den Opfern essen, nicht teil am Altar?

19 Was meine ich damit? Dass Götzenopferfleisch wirklich etwas ist? Oder dass ein Götze wirklich etwas ist?

20 Nein, aber was man dort opfert, opfert man den Dämonen und nicht Gott. Ich will jedoch nicht, dass ihr Gemeinschaft mit Dämonen habt.

21 Ihr könnt nicht den Kelch des Herrn trinken und den Kelch der Dämonen. Ihr könnt nicht teilhaben am Tisch des Herrn und am Tisch der Dämonen.

22 Oder wollen wir die Eifersucht des Herrn wecken? Sind wir stärker als er?

Rücksicht auf das Gewissen des Anderen beim Verzehr von Götzenopferfleisch: 10,23–11,1

23 Alles ist erlaubt - aber nicht alles nützt. Alles ist erlaubt - aber nicht alles baut auf.

24 Denkt dabei nicht an euch selbst, sondern an die anderen!

25 Alles, was auf dem Fleischmarkt verkauft wird, das esst, ohne aus Gewissensgründen nachzuforschen.

26 Denn dem Herrn gehört die Erde und was sie erfüllt.

27 Wenn ein Ungläubiger euch einlädt und ihr hingehen möchtet, dann esst, was euch vorgesetzt wird, ohne aus Gewissensgründen nachzuforschen!

28 Wenn euch aber jemand darauf hinweist: Das ist Opferfleisch!, dann esst nicht davon mit Rücksicht auf den, der euch aufmerksam gemacht hat, und auf das Gewissen;

29 ich meine aber nicht das eigene Gewissen, sondern das des anderen; denn warum soll meine Freiheit vom Gewissen eines anderen abhängig sein?

30 Wenn ich in Dankbarkeit mitesse, soll ich dann getadelt werden, dass ich etwas esse, wofür ich Dank sage?

31 Ob ihr also esst oder trinkt oder etwas anderes tut: Tut alles zur Verherrlichung Gottes!

32 Gebt weder Juden noch Griechen, noch der Kirche Gottes Anlass zu einem Vorwurf!

33 Auch ich suche allen in allem entgegenzukommen; ich suche nicht meinen Nutzen, sondern den Nutzen aller, damit sie gerettet werden.

Elberfelder Bibel

Elberfelder 2006

Warnung vor sündiger Lust

1 Denn ich will nicht, dass ihr in Unkenntnis darüber seid, Brüder, dass unsere Väter alle unter der Wolke waren und alle durch das Meer hindurchgegangen sind

2 und alle in der Wolke und im Meer auf Mose getauft wurden

3 und alle dieselbe geistliche Speise aßen

4 und alle denselben geistlichen Trank tranken, denn sie tranken aus einem geistlichen Felsen, der {sie} begleitete. Der Fels aber war der Christus.

5 An den meisten von ihnen aber hatte Gott kein Wohlgefallen, denn sie sind in der Wüste hingestreckt worden.

6 Diese Dinge aber sind als Vorbilder für uns[7]w. von uns geschehen, damit wir nicht nach Bösem gierig sind, wie jene gierig waren[8]w. damit wir nicht nach bösen {Dingen} Begehrende sind, wie jene begehrten.

7 Werdet auch nicht Götzendiener wie einige von ihnen!, wie geschrieben steht: »Das Volk setzte sich nieder, zu essen und zu trinken, und sie standen auf, zu spielen.«

8 Auch lasst uns nicht Unzucht[9]o. Hurerei treiben, wie einige von ihnen Unzucht trieben, und es fielen an einem Tag dreiundzwanzigtausend.

9 Lasst uns auch den Christus[1]andere Handschr. : den Herrn nicht versuchen, wie einige von ihnen ihn versuchten und von den Schlangen umgebracht wurden.

10 Murrt auch nicht, wie einige von ihnen murrten und von dem Verderber umgebracht wurden!

11 Alles dies aber widerfuhr jenen als Vorbild und ist geschrieben worden zur Ermahnung für uns, über die das Ende der Zeitalter[2]w. die Enden der Zeitalter (griech. Äonen) gekommen ist.

12 Daher, wer zu stehen meint, sehe zu, dass er nicht falle.

13 Keine Versuchung hat euch ergriffen als nur eine menschliche; Gott aber ist treu, der nicht zulassen wird, dass ihr über euer Vermögen versucht werdet, sondern mit der Versuchung auch den Ausgang schaffen wird, sodass[3]o. damit ihr sie ertragen könnt.

Warnung vor Götzendienst im Blick auf den Tisch des Herrn

14 Darum, meine Geliebten, flieht den Götzendienst!

15 Ich rede als zu Verständigen[4]o. Einsichtsvollen, o. Urteilsfähigen. Beurteilt ihr, was ich sage!

16 Der Kelch des Segens, den wir segnen[5]o. den wir preisen, o. für den wir danken, ist er nicht {die} Gemeinschaft des Blutes des Christus? Das Brot, das wir brechen, ist es nicht {die} Gemeinschaft des Leibes des Christus?

17 Denn ein Brot[6]o. ein Brot {ist es}, ein Leib sind wir, die vielen, denn wir alle nehmen teil an dem einen Brot.

18 Seht auf das Israel nach dem Fleisch! Sind nicht die, welche die Schlachtopfer essen, in Gemeinschaft mit dem Altar[7]w. Teilhaber des Altars?

19 Was sage ich nun? Dass das einem Götzen Geopferte etwas sei? Oder dass ein Götzenbild etwas sei?

20 {Nein, } sondern dass das, was sie[8]d. h. die Nationen; andere Handschr. fügen für »sie« »die Nationen« ein opfern, sie den Dämonen opfern und nicht Gott. Ich will aber nicht, dass ihr Gemeinschaft habt mit den[9]w. dass ihr Teilhaber seid der Dämonen.

21 Ihr könnt nicht des Herrn Kelch trinken und der Dämonen Kelch; ihr könnt nicht am Tisch des Herrn teilnehmen und am Tisch der Dämonen.

22 Oder wollen wir den Herrn zur Eifersucht reizen[10]w. reizen wir den Herrn zur Eifersucht? Sind wir etwa stärker als er?

Mahnung zum rechten Gebrauch der Freiheit beim Essen des Götzenopferfleisches

23 Alles ist erlaubt, aber nicht alles ist nützlich; alles ist erlaubt, aber nicht alles erbaut.

24 Niemand suche das Seine, sondern das des anderen.

25 Alles, was auf dem Fleischmarkt verkauft wird, esst, ohne es um des Gewissens willen zu untersuchen!

26 Denn »die Erde ist des Herrn und ihre Fülle«.

27 Wenn jemand von den Ungläubigen euch einlädt, und ihr wollt hingehen, so esst alles, was euch vorgesetzt wird, ohne es um des Gewissens willen zu untersuchen.

28 Wenn aber jemand zu euch sagt: Dies ist Opferfleisch, so esst nicht, um jenes willen, der es anzeigt, und um des Gewissens willen!

29 Ich meine aber nicht das eigene Gewissen, sondern das des anderen. Denn warum wird meine Freiheit von einem anderen Gewissen beurteilt?

30 Wenn ich mit Danksagung teilnehme, warum werde ich geschmäht für das, wofür ich danksage?

31 Ob ihr nun esst oder trinkt oder sonst etwas tut, tut alles zur Ehre Gottes!

32 Seid unanstößig, sowohl für Juden als auch für Griechen[11]s. Anm. zu Kap.1,22 als auch für die Gemeinde[12]o. Versammlung Gottes,

33 wie auch ich in allen Dingen allen zu gefallen strebe, dadurch, dass ich nicht meinen Vorteil suche, sondern den der vielen, dass sie gerettet werden.

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