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Einheitsübersetzung
Einheitsübersetzung 2016
Der Segen Jakobs für seine Söhne: 49,1–27
1 Darauf rief Jakob seine Söhne und sprach: Versammelt euch, dann sage ich euch an, was euch begegnet in künftigen Tagen.
2 Kommt zusammen und hört, / ihr Söhne Jakobs, hört auf Israel, euren Vater!
3 Ruben, mein Erstgeborener bist du, meine Stärke, / der Erste meiner Manneskraft, / übermütig an Stolz, übermütig an Kraft,
4 überschäumend wie Wasser. Der Erste sollst du nicht bleiben. / Denn du hast das Bett deines Vaters bestiegen; du hast damals mein Lager entweiht.
5 Simeon und Levi, die Brüder, / Werkzeuge der Gewalt sind ihre Messer.
6 Zu ihrem Kreis mag ich nicht gehören, / mit ihrer Rotte vereinige sich nicht meine Ehre. / Denn in ihrem Zorn brachten sie Männer um, / mutwillig lähmten sie Stiere.
7 Verflucht ihr Zorn, da er so heftig, / verflucht ihr Grimm, da er so roh. / Ich teile sie unter Jakob auf, / ich zerstreue sie unter Israel.
8 Juda, dir jubeln die Brüder zu, / deine Hand hast du am Genick deiner Feinde. / Deines Vaters Söhne werfen sich vor dir nieder.
9 Ein junger Löwe ist Juda. / Vom Raub, mein Sohn, stiegst du auf. / Er kauert, liegt da wie ein Löwe, / wie eine Löwin. Wer bringt sie zum Aufstehen?
10 Nie weicht von Juda das Zepter, / der Herrscherstab von seinen Füßen, / bis Schilo kommt, / dem der Gehorsam der Völker gebührt.
11 Er bindet an den Weinstock seinen Eselhengst, / an die Edelrebe das Füllen seiner Eselin. / Er wäscht in Wein sein Kleid, / in Traubenblut sein Gewand.
12 Dunkler als Wein sind die Augen, / seine Zähne weißer als Milch.
13 Sebulon wohnt am Gestade der Meere, / am Gestade der Schiffe, / mit seinem Rücken nach Sidon hin.
14 Issachar ist ein knochiger Esel, / lagernd zwischen den Hürden.
15 Er sieht, wie die Ruhe so schön ist / und wie lieblich das Land; / da neigt er die Schulter als Träger / und wird zum fronenden Knecht.
16 Dan schafft Recht seinem Volk wie / nur einer von Israels Stämmen.
17 Zur Schlange am Weg wird Dan, / zur zischelnden Natter am Pfad. / Sie beißt das Pferd in die Fesseln, / sein Reiter stürzt rücklings herab.
18 Auf deine Hilfe hoffe ich, HERR.
19 Gad, ins Gedränge drängen sie ihn, / doch er bedrängt ihre Ferse.
20 Ascher, fett ist sein Brot. / Königskost liefert er.
21 Naftali, eine flüchtige Hirschkuh, / versteht sich auf gefällige Rede.
22 Ein junger Fruchtbaum ist Josef, / ein junger Fruchtbaum am Quell, / dessen Zweige an der Mauer emporsteigen.
23 Man erbittert und beschießt ihn, / Schützen stellen ihm nach.
24 Sein Bogen sitzt sicher; / gelenkig sind Arme und Hände. / Von den Händen des Starken Jakobs, / von dort kommt ein Hirt, Israels Stein,
25 vom Gott deines Vaters, er wird dir helfen. / El-Schaddai, er wird dich segnen / mit Segen des Himmels von droben, / mit Segen tief lagernder Urflut, / mit Segen von Brust und Schoß.
26 Deines Vaters Segen übertrifft / den Segen der uralten Berge, / das Verlangen der ewigen Hügel. / Er komme auf Josefs Haupt, / auf das Haupt des Geweihten der Brüder.
27 Benjamin ist ein reißender Wolf: / Am Morgen frisst er den Raub, / am Abend teilt er die Beute.
Jakobs Tod und Begräbnis: 49,28–50,13
28 Sie alle sind die zwölf Stämme Israels und das war es, was ihr Vater zu ihnen sagte. So segnete er sie. Einen jeden bedachte er mit dem Segen, der ihm zukam.
29 Er trug ihnen ferner auf und sagte zu ihnen: Ich werde mit meinen Vorfahren vereint. Begrabt mich bei meinen Vätern in der Höhle auf dem Feld des Hetiters Efron,
30 in der Höhle auf dem Feld von Machpela gegenüber von Mamre im Land Kanaan! Das Feld hatte Abraham vom Hetiter Efron als eigene Grabstätte erworben.
31 Dort hat man Abraham und seine Frau Sara begraben; dort hat man Isaak und seine Frau Rebekka begraben; dort habe ich Lea begraben,
32 auf dem Feld, das samt der Höhle darauf von den Hetitern erworben worden ist.
33 Jakob beendete den Auftrag an seine Söhne und zog seine Füße auf das Bett zurück. Dann verschied er und wurde mit seinen Vorfahren vereint.
Einheitsübersetzung der Heiligen Schrift, © 2016 Katholische Bibelanstalt GmbH, Stuttgart. Alle Rechte vorbehalten
Elberfelder Bibel
Elberfelder 2006
Jakobs Segen über seine Söhne – Sein Tod
1 Und Jakob rief seine Söhne und sprach: Versammelt euch, und ich will euch verkünden, was euch begegnen wird in künftigen Tagen[2]o. am Ende der Tage.
2 Kommt zusammen und hört, ihr Söhne Jakobs, und hört auf Israel, euren Vater!
3 Ruben, mein Erstgeborener bist du, meine Stärke und der Erstling meiner Kraft! Vorrang an Hoheit und Vorrang an Macht!
4 Du bist übergewallt[3]w. ein Überwallen wie das Wasser, du sollst keinen Vorrang haben, denn du hast das Lager deines Vaters bestiegen; da hast du es entweiht. Mein Bett hat er bestiegen!
5 Die Brüder Simeon und Levi, Werkzeuge der Gewalttat sind ihre Waffen[4]o. Ratschläge; nach anderen: Beschneidungsmesser.
6 Meine Seele komme nicht in ihren geheimen Rat, meine Ehre[5]LXX: meine Leber; was auch so viel wie »meine Seele« o. »mein Herz« bedeuten kann vereinige sich nicht mit ihrer Versammlung! Denn in ihrem Zorn erschlugen sie den Mann, in ihrem Mutwillen lähmten sie den Stier.
7 Verflucht sei ihr Zorn, weil er so gewalttätig, und ihr Grimm, weil er so grausam ist! Ich werde sie verteilen in Jakob und sie zerstreuen in Israel.
8 Juda, du, dich werden deine Brüder preisen[6]s. Anm. zu Kap.29,35! Deine Hand wird auf dem Nacken deiner Feinde sein. Vor dir werden sich niederbeugen die Söhne deines Vaters.
9 Juda ist ein junger Löwe; vom Raub, mein Sohn, bist du hochgekommen. Er kauert, er lagert sich wie ein Löwe und wie eine Löwin. Wer will ihn aufreizen?
10 Nicht weicht das Zepter von Juda noch der Herrscherstab zwischen seinen Füßen weg, bis dass der Schilo kommt[7]d. i. der Herrscherstab; die aram. und syr. Üs. lesen: bis dass der kommt, dem er (der Stab) gehört; andere üs. mit geringfügiger Änderung: bis sein Herrscher kommt, dem gehört der Gehorsam der Völker.
11 An den Weinstock bindet er sein Eselsfüllen, an die Edelrebe das Junge seiner Eselin; er wäscht im Wein sein Kleid und im Blut der Trauben sein Gewand;
12 die Augen sind dunkel[8]LXX: seine Augen funkeln von Wein und weiß die Zähne von Milch[9]o. die Augen sind dunkler als Wein, und weißer die Zähne als Milch.
13 Sebulon wohnt an der Küste der Meere, und an der Küste der Schiffe {liegt} er, seine Seite nach Sidon hin.
14 Issaschar ist ein knochiger Esel, der sich lagert zwischen den Hürden[10]o. der zwischen den beiden Sattelkörben liegt.
15 Und als er sah, dass die Ruhe[11]o. der Ruheplatz gut und dass das Land lieblich war, da beugte er seine Schulter zum Lasttragen und wurde zum fronpflichtigen Knecht.
16 Dan richtet[12]s. Anm. zu Kap.30,6 sein Volk wie einer der Stämme Israels.
17 Dan ist eine Schlange am Weg, eine Hornotter am Pfad, die in die Fersen des Pferdes beißt, und rücklings fällt sein Reiter.
18 Auf deine Rettung, Herr, harre ich!
19 Gad[2]Gad klingt im Hebr. auch an das Wort für »bedrängen« an., Räuberscharen bedrängen ihn, und er, er drängt {ihnen nach auf der} Ferse.
20 Von Asser: Fettes ist sein Brot; und er, königliche Leckerbissen gibt er.
21 Naftali ist eine flüchtige[3]w. losgelassene Hirschkuh; er gibt schöne Worte[4]Andere lesen mit Einfügung eines Buchstabens: Naftali ist eine flüchtige Hirschkuh, die schöne Kälber wirft..
22 Ein junger Fruchtbaum ist Josef, ein junger Fruchtbaum an der Quelle; seine Zweige ranken über die Mauer[5]w. seine Töchter steigen auf über die Mauer.
23 Und es reizen ihn die Bogenschützen[6]w. die Herren der Pfeile und schießen und feinden ihn an;
24 aber sein Bogen bleibt fest, und gelenkig sind die Arme[7]o. ist die Kraft seiner Hände, durch die Hände des Mächtigen Jakobs, von dort, dem Hirten, dem Stein Israels,
25 von dem Gott deines Vaters – der helfe dir – und {von} Gott, dem Allmächtigen[8]so mit anderen hebr. Handschr. , SamPent, LXX und der syr. Üs. ; Mas. T. : der helfe dir – und mit dem Allmächtigen – der segne dich mit Segnungen des Himmels droben, mit Segnungen der Flut[9]o. Tiefe; vgl. 1Mo1,2, die unten liegt, mit Segnungen der Brüste und des Mutterleibes.
26 Die Segnungen deines Vaters überragen die Segnungen der uralten Berge[10]Die Üs. folgt LXX, die hier wohl den besseren Text bewahrt hat. Mas. T. : die Segnungen meiner Erzeuger der Urzeit, das begehrenswerte {Gut} der ewigen Hügel. Sie seien auf dem Haupt Josefs und auf dem Scheitel des Abgesonderten[11]o. des Geweihten; o. des Fürsten; hebr. nasir; die syr. Üs. liest: auf die Krone seiner Brüder unter seinen Brüdern.
27 Benjamin ist ein Wolf, der zerreißt; am Morgen verzehrt er Raub, und am Abend verteilt er Beute.
28 Alle diese sind die zwölf Stämme Israels, und das ist es, was ihr Vater zu ihnen redete. Und er segnete sie, jeden nach seinem Segen, mit dem er sie segnete.
29 Und er befahl ihnen und sagte zu ihnen: Bin ich versammelt zu meinem Volk[12]d. h. zu seinen (bzw. meinen) Vorfahren, dann begrabt mich bei meinen Vätern in der Höhle, die auf dem Feld des Hetiters Efron {liegt} ;
30 in der Höhle, die auf dem Feld Machpela gegenüber von Mamre ist, im Land Kanaan, {auf} dem Feld, das Abraham von dem Hetiter Efron zum Erbbegräbnis gekauft hat.
31 Dort haben sie Abraham begraben und seine Frau Sara; dort haben sie Isaak begraben und seine Frau Rebekka; und dort habe ich Lea begraben.
32 Das Feld und die Höhle, die darauf ist, sind Besitz {, gekauft} von den Söhnen[13]w. Kaufbesitz vonseiten der Söhne Het.
33 Und als Jakob damit geendet hatte, seinen Söhnen Befehle zu geben, zog er seine Füße aufs Bett herauf und verschied und wurde zu seinen Völkern[12]d. h. zu seinen (bzw. meinen) Vorfahren versammelt.
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