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Einheitsübersetzung
Einheitsübersetzung 2016
Sturz der Königin Atalja: 11,1–20
1 Als Atalja, die Mutter Ahasjas, sah, dass ihr Sohn tot war, ging sie daran, die ganze Nachkommenschaft der königlichen Familie auszurotten.
2 Doch Joscheba, die Tochter des Königs Joram und Schwester Ahasjas, nahm Joasch, den Sohn Ahasjas, aus dem Kreis der Königssöhne, die ermordet werden sollten, weg und brachte ihn mit seiner Amme in die Bettenkammer. Dort versteckte sie ihn vor Atalja, sodass er nicht getötet wurde.
3 Er blieb sechs Jahre bei ihr im Haus des HERRN verborgen, während Atalja das Land regierte.
4 Im siebten Jahr bestellte der Priester Jojada die Hundertschaftsführer der Karer und Läufer zu sich. Er führte sie in das Haus des HERRN, schloss mit ihnen ein Abkommen, ließ sie im Haus des HERRN schwören und zeigte ihnen den Sohn des Königs.
5 Dann ordnete er an: Das ist es, was ihr tun sollt: Das Drittel von der Wache, das am Sabbat aufzieht und den Königspalast bewacht,
6 das Drittel am Tor Sur und das Drittel am Tor hinter den Läufern: abwechselnd sollt ihr die Bewachung des Tempels übernehmen.
7 Die zwei Abteilungen aber, die am Sabbat abziehen, sollen im Haus des HERRN beim König als Wache stehen.
8 Schart euch mit der Waffe in der Hand um den König! Wer in die Reihen einzudringen versucht, soll getötet werden. Seid beim König, wenn er auszieht und wenn er einzieht!
9 Die Führer der Hundertschaften befolgten alle Gebote des Priesters Jojada. Jeder holte seine Leute, sowohl jene, die am Sabbat aufzogen, als auch jene, die am Sabbat abzogen. Sie kamen zum Priester Jojada
10 und dieser gab den Anführern der Hundertschaften die Lanzen und Schilde, die dem König David gehört hatten und sich jetzt im Haus des HERRN befanden.
11 Die Läufer stellten sich mit der Waffe in der Hand von der Südseite des Tempels bis zur Nordseite vor dem Altar und dem Tempel rings um den König auf.
12 Dann führte Jojada den Königssohn heraus und überreichte ihm den Stirnreif und das Bundeszeugnis. So machten sie ihn zum König, salbten ihn, klatschten in die Hände und riefen: Es lebe der König!
13 Als Atalja das Geschrei des Volkes hörte, kam sie zu den Leuten in das Haus des HERRN.
14 Da sah sie den König am gewohnten Platz bei der Säule stehen; die Obersten und die Trompeter waren bei ihm und alle Bürger des Landes waren voller Freude und bliesen die Trompeten. Atalja zerriss ihre Kleider und schrie: Verrat, Verrat!
15 Doch der Priester Jojada befahl den Hundertschaftsführern, die das Kommando über die Truppen hatten: Führt sie durch die Reihen hinaus und schlagt jeden mit dem Schwert nieder, der ihr folgen will; denn - so sagte der Priester - sie soll nicht im Haus des HERRN getötet werden.
16 Da legte man Hand an sie, und als sie an den Weg kam, auf dem man die Pferde zum Palast des Königs führt, wurde sie dort getötet.
17 Jojada schloss den Bund zwischen dem HERRN und dem König und dem Volk. Sie versprachen, dass sie das Volk des HERRN sein wollten, und auch zwischen König und Volk schloss er den Bund.
18 Darauf zogen alle Bürger des Landes zum Baalstempel und rissen ihn nieder. Sie zertrümmerten seine Altäre und Bilder vollständig und erschlugen den Baalspriester Mattan vor den Altären. Auch stellte Jojada Posten vor das Haus des HERRN
19 und rief die Hundertschaftsführer, die Karer und Läufer sowie alle Bürger des Landes herbei. Sie führten den König aus dem Haus des HERRN durch das Tor der Läufer hinab in den königlichen Palast. Dort setzte er sich auf den Thron der Könige.
20 Alle Bürger des Landes waren voll Freude und die Stadt blieb ruhig. Atalja aber hatte man vor dem Palast des Königs mit dem Schwert umgebracht.
Einheitsübersetzung der Heiligen Schrift, © 2016 Katholische Bibelanstalt GmbH, Stuttgart. Alle Rechte vorbehalten
Elberfelder Bibel
Elberfelder 2006
Herrschaft der Atalja in Jerusalem – Verschwörung des Priesters Jojada gegen sie – Einsetzung des Joasch zum König
1 Als aber Atalja, die Mutter Ahasjas, sah, dass ihr Sohn tot war, machte sie sich auf und brachte die ganze königliche Nachkommenschaft um.
2 Doch Joscheba, die Tochter des Königs Joram und Schwester des Ahasja, nahm Joasch, den Sohn Ahasjas, und stahl ihn aus der Mitte der Königssöhne, die getötet werden sollten, {und brachte} ihn und seine Amme in die Bettenkammer. So verbargen sie ihn vor Atalja, und er wurde nicht getötet.
3 Und er hielt sich sechs Jahre {lang} bei ihr im Haus des Herrn versteckt. Atalja aber herrschte als Königin über das Land.
4 Und im siebten Jahr sandte Jojada hin und ließ die Obersten über Hundert von den Karern[5]d. i. ein Volksstamm im Südwesten von Kleinasien; gemeint sind Söldner und den Leibwächtern[6]w. Läufern holen und zu sich ins Haus des Herrn kommen. Und er schloss einen Bund mit ihnen und ließ sie im Haus des Herrn schwören und zeigte ihnen den Sohn des Königs.
5 Und er befahl ihnen: Das ist es, was ihr tun sollt: Ein Drittel von euch, die ihr am Sabbat antretet, soll Wache halten im Haus des Königs,
6 und ein Drittel soll am Tor Sur {Wache halten} und ein Drittel am Tor hinter den Leibwächtern[6]w. Läufern sein. Und ihr sollt abwechselnd Wache beim Haus halten.
7 Die zwei Abteilungen von euch aber, alle, die am Sabbat abtreten, die sollen im Haus des Herrn Wache halten beim König.
8 Und ihr sollt den König von allen Seiten umgeben, jeder mit seinen Waffen in seiner Hand; und wer in die Reihen eindringen will, soll getötet werden; und ihr sollt bei dem König sein, wenn er herauskommt und wenn er hineingeht.
9 Und die Obersten über Hundert taten nach allem, was der Priester Jojada befohlen hatte. Sie nahmen jeder seine Männer, die am Sabbat antraten, {zusammen} mit denen, die am Sabbat abtraten, und kamen zum Priester Jojada.
10 Und der Priester gab den Obersten über Hundert die Speere und die Schilde, die dem König David gehört hatten {und} die im Haus des Herrn waren.
11 Und die Leibwächter[1]w. Läufer stellten sich auf, jeder mit seinen Waffen in seiner Hand, von der rechten Seite[1]d. i. die Südseite des Hauses bis zur linken Seite[2]d. i. die Nordseite des Hauses, zum Altar und zum Haus hin, rings um den König herum.
12 Und er führte den Sohn des Königs heraus und setzte ihm die Krone auf und gab ihm die Ordnung[3]d. i. das Königsprotokoll; andere üs. mit Textänderung: die Armspangen; vgl. 2Sam1,10, und sie machten ihn zum König und salbten ihn. Und sie klatschten in die Hände und riefen: Es lebe der König!
13 Als aber Atalja das Geschrei der Leibwächter[4]w. Läufer und des Volkes hörte, kam sie zum Volk ins Haus des Herrn.
14 Und sie sah: Siehe, da stand der König auf dem {erhöhten} Standort[5]o. an der Säule, wie {es} Brauch {war} , und die Obersten und die Trompeter {standen} beim König; und alles Volk des Landes war fröhlich und stieß in die Trompeten. Da zerriss Atalja ihre Kleider und rief: Verschwörung, Verschwörung!
15 Der Priester Jojada aber befahl den Obersten über Hundert, den Vorgesetzten des Heeres, und sagte zu ihnen: Führt sie durch die Reihen[6]o. aus dem Inneren der Vorhöfe hinaus, und wer ihr folgt, den tötet mit dem Schwert! Denn der Priester hatte gesagt: Sie soll nicht im Haus des Herrn getötet werden.
16 Und sie legten Hand an sie[7]o. Und sie machten ihr Platz. – So verstehen LXX, die syr. und aram. Üs. den Text., und sie ging ins Haus des Königs auf dem Weg, den die Pferde zum Haus des Königs nehmen. Dort wurde sie getötet.
17 Und Jojada schloss den Bund zwischen dem Herrn und dem König und dem Volk, dass sie das Volk des Herrn sein sollten, und {auch} zwischen dem König und dem Volk.
18 Da ging das ganze Volk des Landes in das Haus des Baal und riss es nieder; seine Altäre und seine Götzenbilder zerschlugen sie gründlich; und Mattan, den Priester des Baal, erschlugen sie vor den Altären. Und der Priester stellte Wachen am Haus des Herrn auf.
19 Und er nahm die Obersten über Hundert und die Karer und die Leibwächter[4]w. Läufer und das ganze Volk des Landes, und sie führten den König aus dem Haus des Herrn hinab und kamen auf dem Weg durch das Tor der Leibwächter ins Haus des Königs. Und er setzte sich auf den Thron der Könige.
20 Und das ganze Volk des Landes freute sich, und die Stadt hatte Ruhe[8]o. die Stadt aber verhielt sich still; d. h. sie freute sich nicht mit. Atalja aber hatten sie im Haus des Königs mit dem Schwert getötet.
Elberfelder Bibel 2006, © 2006 SCM R.Brockhaus in der SCM Verlagsgruppe GmbH, Holzgerlingen