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Einheitsübersetzung

Einheitsübersetzung 2016

VERSÖHNUNGSTAG UND LITURGISCHE VERSÖHNUNG ALS GOTTES GNADENGESCHENK: 16–17

Versöhnungstag: 16,1–34

1 Nach dem Tod der beiden Söhne Aarons, die umgekommen waren, als sie vor den HERRN hintraten, redete der HERR mit Mose.

2 Der HERR sprach zu Mose: Sag deinem Bruder Aaron, er soll nicht zu jeder beliebigen Zeit das Heiligtum hinter dem Vorhang vor der Sühneplatte der Lade betreten. Dann wird er nicht sterben, wenn ich über der Sühneplatte in einer Wolke erscheine.

3 Aaron darf nur so in das Heiligtum kommen: mit einem Jungstier für ein Sündopfer und einem Widder für ein Brandopfer.

4 Ein geweihtes Leinengewand soll er anhaben, leinene Beinkleider tragen, sich mit einem Leinengürtel gürten und um den Kopf einen Leinenturban binden. Das sind heilige Gewänder; deshalb soll er seinen ganzen Körper in Wasser baden und sie erst dann anlegen.

5 Von der Gemeinde der Israeliten soll er zwei Ziegenböcke für ein Sündopfer und einen Widder für ein Brandopfer nehmen.

6 Hat er den Jungstier für seine eigene Sünde dargebracht und für sich und sein Haus Versöhnung erwirkt,

7 dann soll Aaron die beiden Ziegenböcke nehmen und sie vor dem HERRN am Eingang des Offenbarungszeltes aufstellen.

8 Für die beiden Böcke soll er Lose kennzeichnen, ein Los für den HERRN und ein Los für Asasel.

9 Aaron soll den Bock, für den das Los für den HERRN herauskommt, herbeiführen und ihn als Sündopfer darbringen.

10 Der Bock, für den das Los für Asasel herauskommt, soll lebend vor den HERRN gestellt werden, um für ihn Sühne zu erwirken, damit er für Asasel in die Wüste geschickt werde.

11 Aaron soll den Jungstier für sein eigenes Sündopfer herbeibringen lassen, um für sich und sein Haus Versöhnung zu erwirken, und diesen Jungstier des Sündopfers für sich schlachten.

12 Dann soll er eine Räucherpfanne voll glühender Kohlen vom Altar, der vor dem HERRN steht, und zwei Handvoll zerstoßenen duftenden Räucherwerks nehmen. Er soll alles hinter den Vorhang bringen

13 und das Räucherwerk auf das Feuer vor dem HERRN tun; die Wolke des Räucherwerks soll die Sühneplatte über dem Bundeszeugnis einhüllen, damit er nicht sterben muss.

14 Dann soll er vom Blut des Jungstiers nehmen und es mit seinem Finger gegen die Vorderseite der Sühneplatte an der Ostseite spritzen; auch vor die Sühneplatte soll er mit seinem Finger siebenmal etwas Blut spritzen.

15 Nachher soll er den Bock schlachten, der als Sündopfer für das Volk bestimmt ist, und sein Blut hinter den Vorhang tragen. Er soll es mit diesem Blut ebenso machen wie mit dem Blut des Jungstiers und es auf die Sühneplatte und vor die Sühneplatte spritzen.

16 So soll er für das Heiligtum von den Unreinheiten der Israeliten und von all ihren Freveltaten einschließlich all ihrer Sünden Sühne erwirken und so soll er mit dem Offenbarungszelt verfahren, das bei ihnen inmitten ihrer Unreinheiten seinen Sitz hat.

17 Kein Mensch darf im Offenbarungszelt sein, wenn er eintritt, um im Heiligtum die Versöhnung zu erwirken, bis er es wieder verlässt. Hat er für sich, sein Haus und die ganze Versammlung Israels Versöhnung erwirkt,

18 so soll er zum Altar vor dem HERRN hinausgehen und für ihn Sühne erwirken. Er soll etwas Blut des Jungstiers und des Bockes nehmen und es auf die Hörner rings um den Altar tun.

19 Etwas von diesem Blut soll er mit seinem Finger siebenmal auf den Altar spritzen. So soll er ihn von den Unreinheiten der Israeliten reinigen und ihn heiligen.

20 Hat er es vollendet, für das Heiligtum, das Offenbarungszelt und den Altar Sühne zu erwirken, soll er den lebenden Bock herbringen lassen.

21 Aaron soll seine beiden Hände auf den Kopf des lebenden Bockes legen und über ihm alle Schuld der Israeliten und alle ihre Frevel mitsamt all ihrer Sünden bekennen. Nachdem er sie so auf den Kopf des Bockes geladen hat, soll er ihn durch einen bereitstehenden Mann in die Wüste schicken

22 und der Bock soll alle ihre Sünden mit sich in die Einöde tragen. Hat er den Bock in die Wüste geschickt,

23 dann soll Aaron wieder in das Offenbarungszelt gehen, die Leinengewänder, die er beim Betreten des Heiligtums angelegt hat, ablegen und sie dort verwahren.

24 Er soll seinen Körper in Wasser an einem heiligen Ort baden, wieder seine Kleider anlegen und hinausgehen, um sein Brandopfer und das des Volkes darzubringen. Er soll für sich und das Volk Versöhnung erwirken

25 und das Fett des Sündopfers auf dem Altar in Rauch aufgehen lassen.

26 Der Mann, der den Bock für Asasel weggeschickt hat, muss seine Kleider waschen, seinen Körper in Wasser baden und darf danach wieder in das Lager kommen.

27 Den Jungstier und den Bock, die man als Sündopfer dargebracht und deren Blut man hereingebracht hat, um im Heiligtum Versöhnung zu erwirken, soll man aus dem Lager hinausschaffen und ihr Fell, ihr Fleisch und ihren Mageninhalt im Feuer verbrennen.

28 Wer sie verbrannt hat, muss seine Kleider waschen, den Körper in Wasser baden und darf danach wieder ins Lager kommen.

29 Folgendes soll euch als ewige Satzung gelten: Im siebten Monat, am zehnten Tag des Monats, sollt ihr euch Enthaltung auferlegen und keinerlei Arbeit tun, der Einheimische und ebenso der Fremde, der in eurer Mitte lebt.

30 Denn an diesem Tag erwirkt man für euch Versöhnung, um euch zu reinigen. Vor dem HERRN werdet ihr von allen euren Sünden wieder rein.

31 Dieser Tag ist für euch ein vollständiger Ruhetag und ihr sollt euch Enthaltung auferlegen. Das gelte als ewige Satzung.

32 Der Priester, den man gesalbt und dem man die Hand gefüllt hat, anstelle seines Vaters Priester zu sein, soll die Versöhnung erwirken. Er soll die Leinengewänder, die heiligen Gewänder, anlegen.

33 Er soll für das geweihte Heiligtum, das Offenbarungszelt und den Altar Sühne erwirken; dann soll er für die Priester und das ganze Volk der Versammlung Versöhnung erwirken.

34 Das soll für euch als ewige Satzung gelten: Einmal im Jahr soll für die Israeliten von allen ihren Sünden Versöhnung erwirkt werden. Und man tat, wie es der HERR dem Mose geboten hatte.

Elberfelder Bibel

Elberfelder 2006

Der Versöhnungstag

1 Und der Herr redete zu Mose nach dem Tod der beiden Söhne Aarons, als sie vor den Herrn traten[1]w. dem Herrn nahten und starben.

2 Und der Herr sprach zu Mose: Rede zu deinem Bruder Aaron, dass er nicht zu jeder Zeit in das Heiligtum hineingeht innerhalb des Vorhangs[2]w. des Absperrenden; d. h. hinter den Vorhang, der das Heilige vom Allerheiligsten trennt, vor die Deckplatte[3]o. Sühneplatte. – Das hebr. Wort ist von einem Verb abgeleitet, das ursprünglich »verdecken, verhüllen, bestreichen«, gewöhnlich aber »sühnen, vergeben« bedeutet., die auf der Lade ist, damit er nicht stirbt. Denn ich erscheine in der Wolke über der Deckplatte[3]o. Sühneplatte. – Das hebr. Wort ist von einem Verb abgeleitet, das ursprünglich »verdecken, verhüllen, bestreichen«, gewöhnlich aber »sühnen, vergeben« bedeutet..

3 Auf diese Weise soll Aaron in das Heiligtum hineingehen, mit einem Jungstier für das Sündopfer und einem Widder für das Brandopfer.

4 Er soll einen heiligen Leibrock aus Leinen anziehen, und leinene Beinkleider sollen auf seinem Fleisch[4]vgl. 2Mo28,42 sein, und mit einem leinenen Gürtel soll er sich umgürten und einen Kopfbund aus Leinen sich umbinden; das sind heilige Kleider. Er soll sein Fleisch im Wasser baden und sie {dann} anziehen.

5 Und von der Gemeinde der Söhne Israel soll er zwei Ziegenböcke nehmen für das Sündopfer und einen Widder für das Brandopfer.

6 Und Aaron soll den Stier des Sündopfers, der für ihn ist, herbeibringen und Sühnung erwirken für sich und für sein Haus.

7 Und er soll die zwei Ziegenböcke nehmen und sie an den Eingang des Zeltes der Begegnung vor den Herrn stellen.

8 Und Aaron soll Lose werfen über die zwei Ziegenböcke, ein Los für den Herrn und ein Los für Asasel[5]d. h. vielleicht: Wegschaffung, o. der wegschafft, o. der weggeschafft wird, o. der davongeht; nach anderen: Gott ist mächtig.

9 Und Aaron soll den Ziegenbock herzubringen, auf den das Los für den Herrn gefallen ist, und ihn als Sündopfer opfern.

10 Und der Ziegenbock, auf den das Los für Asasel[5]d. h. vielleicht: Wegschaffung, o. der wegschafft, o. der weggeschafft wird, o. der davongeht; nach anderen: Gott ist mächtig gefallen ist, soll lebendig vor den Herrn gestellt werden, um für ihn Sühnung zu erwirken, um ihn für Asasel[5]d. h. vielleicht: Wegschaffung, o. der wegschafft, o. der weggeschafft wird, o. der davongeht; nach anderen: Gott ist mächtig in die Wüste fortzuschicken.

11 Und Aaron bringe den Stier des Sündopfers, der für ihn ist, herbei und tue Sühnung für sich und für sein Haus und schlachte den Stier des Sündopfers, der für ihn ist.

12 Und er nehme eine Pfanne voll Feuerkohlen von dem Altar vor[6]w. von vor dem Herrn und seine beiden Hände voll von wohlriechendem, klein gestoßenem Räucherwerk und bringe es {in den Raum} innerhalb des Vorhangs[2]w. des Absperrenden; d. h. hinter den Vorhang, der das Heilige vom Allerheiligsten trennt.

13 Und er lege das Räucherwerk auf das Feuer vor den Herrn, damit die Wolke des Räucherwerks die Deckplatte[3]o. Sühneplatte. – Das hebr. Wort ist von einem Verb abgeleitet, das ursprünglich »verdecken, verhüllen, bestreichen«, gewöhnlich aber »sühnen, vergeben« bedeutet., die auf dem Zeugnis[7]o. Mahnzeichen; o. Bezeugung ist, bedeckt und er nicht stirbt.

14 Und er nehme {etwas} von dem Blut des Stiers und sprenge {es} mit seinem Finger auf die Vorderseite[8]o. Oberfläche der Deckplatte[3]o. Sühneplatte. – Das hebr. Wort ist von einem Verb abgeleitet, das ursprünglich »verdecken, verhüllen, bestreichen«, gewöhnlich aber »sühnen, vergeben« bedeutet. nach Osten zu, und vor die Deckplatte[3]o. Sühneplatte. – Das hebr. Wort ist von einem Verb abgeleitet, das ursprünglich »verdecken, verhüllen, bestreichen«, gewöhnlich aber »sühnen, vergeben« bedeutet. soll er siebenmal {etwas} von dem Blut mit seinem Finger sprengen.

15 Und er schlachte den Ziegenbock des Sündopfers, der für das Volk ist, und bringe sein Blut {in den Raum} innerhalb des Vorhangs[9]d. h. ins Allerheiligste und tue mit seinem Blut ebenso, wie er mit dem Blut des Stiers getan hat, und sprenge es auf die Deckplatte[3]o. Sühneplatte. – Das hebr. Wort ist von einem Verb abgeleitet, das ursprünglich »verdecken, verhüllen, bestreichen«, gewöhnlich aber »sühnen, vergeben« bedeutet. und vor die Deckplatte[3]o. Sühneplatte. – Das hebr. Wort ist von einem Verb abgeleitet, das ursprünglich »verdecken, verhüllen, bestreichen«, gewöhnlich aber »sühnen, vergeben« bedeutet..

16 Und er erwirke Sühnung für das Heiligtum wegen der Unreinheiten der Söhne Israel und wegen ihrer Vergehen, nach allen ihren Sünden. Und ebenso soll er für das Zelt der Begegnung tun, das sich bei ihnen befindet[10]w. das bei ihnen wohnt mitten in ihren Unreinheiten.

17 Und kein Mensch soll in dem Zelt der Begegnung sein, wenn er hineingeht, um Sühnung im Heiligtum zu erwirken, bis er herauskommt. So erwirke er Sühnung für sich und für sein Haus und für die ganze Versammlung Israels.

18 Und er soll hinausgehen zu dem Altar, der vor dem Herrn ist, und für ihn Sühnung erwirken. Und er nehme {etwas} von dem Blut des Stiers und von dem Blut des Ziegenbocks und tue es ringsherum an die Hörner des Altars.

19 Und er sprenge {etwas} von dem Blut siebenmal mit seinem Finger an ihn und reinige ihn und heilige ihn von den Unreinheiten der Söhne Israel.

20 Und hat er die Sühnung des Heiligtums und des Zeltes der Begegnung und des Altars vollendet, dann soll er den lebenden Ziegenbock herbeibringen.

21 Und Aaron lege[1]w. stütze, o. stemme seine beiden Hände auf den Kopf des lebenden Ziegenbocks und bekenne auf ihn alle Schuld der Söhne Israel und all ihre Vergehen nach allen ihren Sünden. Und er lege sie auf den Kopf des Ziegenbocks und schicke ihn durch einen bereitstehenden Mann fort in die Wüste,

22 damit der Ziegenbock all ihre Schuld auf sich trägt in ein ödes Land; und er schicke den Ziegenbock in die Wüste.

23 Und Aaron soll in das Zelt der Begegnung hineingehen und die Kleider aus Leinen ausziehen, die er anzog, als er in das Heiligtum hineinging, und soll sie dort niederlegen.

24 Und er soll an heiliger Stätte sein Fleisch im Wasser baden und seine Kleider anziehen. Und er soll herauskommen und sein Brandopfer und das Brandopfer des Volkes opfern und {so} für sich und für das Volk Sühnung erwirken.

25 Und das Fett des Sündopfers soll er auf dem Altar in Rauch aufgehen lassen.

26 Und wer den Ziegenbock für Asasel[2]d. h. vielleicht: Wegschaffung, o. der wegschafft, o. der weggeschafft wird, o. der davongeht; nach anderen: Gott ist mächtig fortschickt, soll seine Kleider waschen und sein Fleisch im Wasser baden. Danach darf er ins Lager kommen.

27 Und den Stier des Sündopfers und den Ziegenbock des Sündopfers, deren Blut hineingebracht worden ist, um im Heiligtum Sühnung zu erwirken, soll man hinausbringen nach draußen vor das Lager und ihre Häute und ihr Fleisch und ihren Mageninhalt[3]o. Darminhalt mit Feuer verbrennen.

28 Und der sie verbrennt, soll seine Kleider waschen und sein Fleisch im Wasser baden; danach darf er ins Lager kommen.

29 Und dies soll euch zu einer ewigen Ordnung sein: Im siebten Monat, am Zehnten des Monats, sollt ihr euch selbst demütigen[4]w. eure Seelen {durch Fasten} erniedrigen und keinerlei Arbeit tun, der Einheimische und der Fremde, der in eurer Mitte als Fremder wohnt.

30 Denn an diesem Tag wird man für euch Sühnung erwirken, um euch zu reinigen; von all euren Sünden werdet ihr rein sein vor dem Herrn.

31 Ein Sabbat völliger Ruhe[5]w. Sabbat der Sabbatfeier; vgl. Kap. 23,24.32.39; 25,4 soll er euch sein, und ihr sollt euch selbst demütigen – eine ewige Ordnung.

32 Und der Priester soll Sühnung erwirken, den man salben wird und dem man die Hand füllt[6]d. h. den man zum Priesterdienst weiht; s. Anm. zu Kap.8,28 und zu 2Mo28,41, damit er den Priesterdienst an seines Vaters statt ausübt. Er soll die Kleider aus Leinen anziehen, die heiligen Kleider,

33 und er soll Sühnung erwirken für das heilige Heiligtum und für das Zelt der Begegnung. Und für den Altar soll er Sühnung erwirken, und für die Priester und für das ganze Volk der Gemeinde soll er Sühnung erwirken.

34 Das soll euch zu einer ewigen Ordnung sein, für die Söhne Israel einmal im Jahr Sühnung zu tun wegen all ihrer Sünden. Und er tat {es} , ganz wie der Herr dem Mose geboten hatte.

Videos zu 3. Mose 16 (EÜ, ELB)