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Einheitsübersetzung
Einheitsübersetzung 2016
Prügelstrafe: 25,1–3
1 Wenn zwei Männer eine Auseinandersetzung haben, vor Gericht gehen und man zwischen ihnen die Entscheidung fällt, indem man dem Recht gibt, der im Recht ist, und den schuldig spricht, der schuldig ist,
2 dann soll der Richter, falls der Schuldige zu einer Prügelstrafe verurteilt wurde, anordnen, dass er sich hinlegt und in seiner Gegenwart eine bestimmte Anzahl von Schlägen erhält, wie es seiner Schuld entspricht.
3 Vierzig Schläge darf er ihm geben lassen, mehr nicht. Sonst könnte dein Bruder, wenn man ihm darüber hinaus noch viele Schläge gibt, vor deinen Augen entehrt werden.
Der Ochse beim Dreschen: 25,4
4 Du sollst dem Ochsen zum Dreschen keinen Maulkorb anlegen.
Schwagerehe: 25,5–10
5 Wenn zwei Brüder zusammenwohnen und der eine von ihnen stirbt und keinen Sohn hat, soll die Frau des Verstorbenen nicht die Frau eines fremden Mannes außerhalb der Familie werden. Ihr Schwager soll sich ihrer annehmen, sie heiraten und die Schwagerehe mit ihr vollziehen.
6 Der erste Sohn, den sie gebiert, soll den Namen des verstorbenen Bruders weiterführen. So soll dessen Name in Israel nicht erlöschen.
7 Wenn der Mann aber seine Schwägerin nicht heiraten will und seine Schwägerin zu den Ältesten ans Tor hinaufgeht und sagt: Mein Schwager will dem Namen seines Bruders in Israel keinen Bestand sichern und hat es deshalb abgelehnt, mit mir die Schwagerehe einzugehen!,
8 wenn die Ältesten seiner Stadt ihn dann vorladen und zur Rede stellen, er aber bei seiner Haltung bleibt und erklärt: Ich will sie nicht heiraten!,
9 dann soll seine Schwägerin vor den Augen der Ältesten zu ihm hintreten, ihm den Schuh vom Fuß ziehen, ihm ins Gesicht spucken und ausrufen: So behandelt man einen, der seinem Bruder das Haus nicht baut.
10 Ihm soll man in Israel den Namen geben: Barfüßerhaus.
Übergriff beim Streit: 25,11f.
11 Wenn zwei Männer, ein Mann und sein Bruder, miteinander raufen und die Frau des einen hinzukommt, um ihren Mann aus der Hand des andern, der auf ihn einschlägt, zu befreien, und wenn sie die Hand ausstreckt und dessen Schamteile ergreift,
12 dann sollst du ihr die Hand abhacken. Du sollst in dir kein Mitleid aufsteigen lassen.
Falsches Gewicht und Maß: 25,13–16
13 Du sollst in deinem Beutel nicht zwei verschiedene Gewichte haben, ein größeres und ein kleineres.
14 Du sollst in deinem Haus nicht zwei verschiedene Efa haben, ein größeres und ein kleineres.
15 Volle und richtige Gewichte sollst du haben, volle und richtige Hohlmaße sollst du haben, damit du lange in dem Land lebst, das der HERR, dein Gott, dir gibt.
16 Denn alle, die so etwas tun, alle Betrüger, sind dem HERRN ein Gräuel.
Vergeltung an den Amalekitern: 25,17–19
17 Denk daran, was Amalek dir unterwegs angetan hat, als ihr aus Ägypten zogt:
18 wie er unterwegs auf dich stieß und, als du müde und matt warst, ohne jede Gottesfurcht alle erschöpften Nachzügler von hinten niedermachte.
19 Wenn der HERR, dein Gott, dir vor allen deinen Feinden ringsum Ruhe verschafft hat in dem Land, das der HERR, dein Gott, dir als Erbbesitz gibt, damit du es in Besitz nimmst, dann lösche die Erinnerung an Amalek unter dem Himmel aus! Du sollst nicht vergessen.
Einheitsübersetzung der Heiligen Schrift, © 2016 Katholische Bibelanstalt GmbH, Stuttgart. Alle Rechte vorbehalten
Elberfelder Bibel
Elberfelder 2006
Prügelstrafe
1 Wenn ein Rechtsstreit zwischen Männern entsteht und sie vor Gericht treten, und man richtet sie, dann soll man den Gerechten gerecht sprechen und den Schuldigen schuldig.
2 Und es soll geschehen, wenn der Schuldige Schläge verdient hat, dann soll der Richter ihn hinlegen und ihm in seiner Gegenwart nach {der festgesetzten} Zahl Schläge geben {lassen} , seiner Schuld entsprechend.
3 Vierzig {Schläge} darf er ihm geben {lassen} – nicht mehr –, damit nicht, wenn er fortfährt, ihn über diese hinaus mit vielen Schlägen zu schlagen, dein Bruder in deinen Augen entehrt wird.
4 Du sollst dem Ochsen[4]w. dem Rind nicht das Maul verbinden, wenn er drischt.
Schwagerehe
5 Wenn Brüder zusammen wohnen und einer von ihnen stirbt und hat keinen Sohn, dann soll die Frau des Verstorbenen nicht auswärts einem fremden Mann angehören. Ihr Schwager soll zu ihr eingehen und sie sich zur Frau nehmen und mit ihr die Schwagerehe vollziehen.
6 Und es soll geschehen: Der Erstgeborene, den sie {dann} gebiert, soll den Namen seines verstorbenen Bruders weiterführen[5]w. soll sich auf den Namen seines Bruders erheben, damit dessen Name aus Israel nicht ausgelöscht wird.
7 Wenn aber der Mann keine Lust hat, seine Schwägerin zu nehmen, dann soll seine Schwägerin ins Tor hinaufgehen zu den Ältesten und soll sagen: Mein Schwager weigert sich, seinem Bruder den Namen in Israel aufrechtzuerhalten; er will die Schwagerehe mit mir nicht eingehen.
8 Und die Ältesten seiner Stadt sollen ihn rufen und mit ihm reden. Doch stellt er sich dann hin und sagt: Ich habe keine Lust, sie zu nehmen,
9 dann soll seine Schwägerin vor den Augen der Ältesten zu ihm hintreten und ihm den Schuh von seinem Fuß abziehen und ihm ins Gesicht spucken. Und sie soll antworten und sagen: So soll dem Mann geschehen, der das Haus seines Bruders nicht bauen will!
10 Und sein Name soll in Israel heißen »Haus des Barfüßers«.
Warnung vor unzüchtigem Verhalten und falschen Gewichten
11 Wenn Männer miteinander raufen, ein Mann und sein Bruder, und die Frau des einen eilt herbei, um ihren Mann aus der Hand dessen, der ihn schlägt, zu retten, und sie streckt ihre Hand aus und greift an seine Geschlechtsteile[1]o. sie greift an dessen Schamteile; d. h. dessen, der den Ehemann schlägt,
12 dann sollst du ihr die Hand abhauen; du sollst nicht schonen[2]w. dein Auge soll nicht fließen.
13 Du sollst nicht zweierlei Gewichtsteine in deinem Beutel haben, einen großen und einen kleinen.
14 Du sollst nicht zweierlei Efa in deinem Haus haben, ein großes und ein kleines.
15 Vollen und gerechten Gewichtstein sollst du haben, und volles und gerechtes Efa sollst du haben, damit deine Tage lange währen in dem Land, das der Herr, dein Gott, dir gibt.
16 Denn ein Gräuel für den Herrn, deinen Gott, ist jeder, der dieses tut, jeder, der Unrecht tut.
Gebot der Ausrottung der Amalekiter
17 Denk daran, was Amalek dir getan hat auf dem Weg, als ihr aus Ägypten zogt,
18 wie er dir auf dem Weg entgegentrat und deine Nachzügler schlug[3]w. den Schwanz {des Zuges} bei dir abschnitt (nämlich alle Marschunfähigen), alle Schwachen hinter dir, als du erschöpft und müde warst, und dass er Gott nicht fürchtete.
19 Und wenn der Herr, dein Gott, dir Ruhe verschafft hat vor allen deinen Feinden ringsum in dem Land, das der Herr, dein Gott, dir als Erbteil gibt, es in Besitz zu nehmen, dann sollst du die Erwähnung Amaleks unter dem Himmel auslöschen. Vergiss es nicht!
Elberfelder Bibel 2006, © 2006 SCM R.Brockhaus in der SCM Verlagsgruppe GmbH, Holzgerlingen