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Einheitsübersetzung

Einheitsübersetzung 2016

Israel und die Völker des Landes: 7,1–26

1 Wenn der HERR, dein Gott, dich in das Land geführt hat, in das du jetzt hineinziehst, um es in Besitz zu nehmen, wenn er dir viele Völker aus dem Weg räumt - Hetiter, Girgaschiter und Amoriter, Kanaaniter und Perisiter, Hiwiter und Jebusiter, sieben Völker, die zahlreicher und mächtiger sind als du -,

2 wenn der HERR, dein Gott, sie dir ausliefert und du sie schlägst, dann sollst du an ihnen den Bann vollziehen. Du sollst keinen Vertrag mit ihnen schließen, sie nicht verschonen

3 und dich nicht mit ihnen verschwägern. Deine Tochter gib nicht seinem Sohn und nimm seine Tochter nicht für deinen Sohn!

4 Wenn er dein Kind verleitet, mir nicht mehr nachzufolgen, und sie dann anderen Göttern dienen, wird der Zorn des HERRN gegen euch entbrennen und wird dich unverzüglich vernichten.

5 So sollt ihr gegen sie vorgehen: Ihr sollt ihre Altäre niederreißen, ihre Steinmale zerschlagen, ihre Kultpfähle umhauen und ihre Götterbilder im Feuer verbrennen.

6 Denn du bist ein Volk, das dem HERRN, deinem Gott, heilig ist. Dich hat der HERR, dein Gott, ausgewählt, damit du unter allen Völkern, die auf der Erde leben, das Volk wirst, das ihm persönlich gehört.

7 Nicht weil ihr zahlreicher als die anderen Völker wäret, hat euch der HERR ins Herz geschlossen und ausgewählt; ihr seid das kleinste unter allen Völkern.

8 Weil der HERR euch liebt und weil er auf den Schwur achtet, den er euren Vätern geleistet hat, deshalb hat der HERR euch mit starker Hand herausgeführt und dich aus dem Sklavenhaus freigekauft, aus der Hand des Pharao, des Königs von Ägypten.

9 Daran sollst du erkennen: Der HERR, dein Gott, ist der Gott; er ist der treue Gott; noch nach tausend Generationen bewahrt er den Bund und erweist denen seine Huld, die ihn lieben und seine Gebote bewahren.

10 Denen aber, die ihn hassen, vergilt er ins Angesicht und tilgt einen jeden aus; er zögert nicht, wenn er ihn hasst, sondern vergilt ihm ins Angesicht.

11 Deshalb sollst du das Gebot bewahren und die Gesetze und die Rechtsentscheide, auf die ich dich heute verpflichte, und du sollst sie halten.

12 Wenn ihr diese Rechtsentscheide hört, sie bewahrt und sie haltet, wird der HERR, dein Gott, dir dafür den Bund und die Huld bewahren, die er deinen Vätern geschworen hat.

13 Er wird dich lieben, dich segnen und dich zahlreich machen. Er wird die Frucht deines Leibes und die Frucht deines Ackers segnen, dein Korn, deinen Wein und dein Öl, den Wurf deiner Rinder und den Zuwachs an Lämmern und Zicklein, in dem Land, von dem du weißt: Er hat deinen Vätern geschworen, es dir zu geben.

14 Du wirst mehr als die anderen Völker gesegnet sein. Weder Mann noch Frau noch Vieh, nichts wird bei dir unfruchtbar sein.

15 Alle Krankheiten wird der HERR von dir ablenken. Keine der schweren ägyptischen Seuchen, die du kennst, wird er dir auferlegen, sondern über alle deine Feinde wird er sie bringen.

16 Du wirst alle Völker verzehren, die der HERR, dein Gott, für dich bestimmt. Du sollst in dir kein Mitleid mit ihnen aufsteigen lassen. Und du sollst ihren Göttern nicht dienen; denn dann liefest du in eine Falle.

17 Wenn du überlegst: Diese Völker sind größer als ich - wie sollte ich sie ausrotten können?,

18 dann sollst du vor ihnen keine Furcht haben. Du sollst an das denken, was der HERR, dein Gott, mit dem Pharao und mit ganz Ägypten gemacht hat:

19 an die schweren Prüfungen, die du mit eigenen Augen gesehen hast, an die Zeichen und Wunder, an die starke Hand und den hoch erhobenen Arm, mit denen der HERR, dein Gott, dich herausgeführt hat. So wird es der HERR, dein Gott, mit allen Völkern machen, vor denen du Furcht hast.

20 Außerdem wird der HERR, dein Gott, Panik unter ihnen ausbrechen lassen, so lange, bis auch die ausgetilgt sind, die überleben konnten und sich vor dir versteckt haben.

21 Du sollst nicht erschreckt zurückweichen, wenn sie angreifen; denn der HERR, dein Gott, ist als großer und Furcht erregender Gott in deiner Mitte.

22 Doch der HERR, dein Gott, wird diese Völker dir nur nach und nach aus dem Weg räumen. Du kannst sie nicht rasch ausmerzen, weil sonst die wilden Tiere überhandnehmen und dir schaden.

23 Doch wird der HERR, dein Gott, dir diese Völker ausliefern. Er wird sie in ausweglose Verwirrung stürzen, bis sie vernichtet sind.

24 Er wird ihre Könige in deine Hand geben. Du wirst ihren Namen unter dem Himmel austilgen. Keiner wird deinem Angriff standhalten können, bis du sie schließlich vernichtet hast.

25 Ihre Götterbilder sollt ihr im Feuer verbrennen. Du sollst nicht das Silber oder Gold haben wollen, mit dem sie überzogen sind. Du sollst es nicht an dich nehmen, damit du dabei nicht in eine Falle läufst. Denn es ist dem HERRN, deinem Gott, ein Gräuel.

26 Du sollst aber keinen Gräuel in dein Haus bringen, damit du nicht selbst wie er dem Bann verfällst. Du sollst Grauen und Abscheu vor ihm haben, denn er ist dem Bann verfallen.

Elberfelder Bibel

Elberfelder 2006

Keine Gemeinschaft mit den Kanaanäern – Gottes Segenszusage

1 Wenn der Herr, dein Gott, dich in das Land bringt, in das du {jetzt} hineinkommst, um es in Besitz zu nehmen, und {wenn er dann} viele Nationen vor dir hinaustreibt: die Hetiter und die Girgasiter und die Amoriter und die Kanaaniter und die Perisiter und die Hewiter und die Jebusiter, sieben Nationen, größer und stärker als du,

2 und {wenn} der Herr, dein Gott, sie vor dir dahingibt, und du sie schlägst, {dann} sollst du unbedingt an ihnen den Bann vollstrecken. Du sollst keinen Bund mit ihnen schließen noch ihnen gnädig sein.

3 Und du sollst dich nicht mit ihnen verschwägern. Deine Tochter darfst du nicht seinem Sohn geben, und seine Tochter darfst du nicht für deinen Sohn nehmen.

4 Denn er würde deinen Sohn von mir[1]w. von {der Nachfolge} hinter mir her abwenden, dass er andern Göttern dient[2]so mit einer hebr. Handschr. , dem SamPent, der LXX und Vulg. ; Mas. T. : dass sie andern Göttern dienen, und der Zorn des Herrn würde gegen euch entbrennen, und er würde dich schnell vernichten.

5 Sondern so sollt ihr an ihnen tun: Ihre Altäre sollt ihr niederreißen und ihre Gedenksteine[3]hebr. mazzebot; das sind aufrecht hingestellte Steine, die zu Ehren eines Gottes kultisch verehrt wurden zerbrechen und ihre Ascherim umhauen und ihre Götterbilder[4]das sind aus Stein gehauene o. aus Holz geschnitzte Bilder mit Feuer verbrennen.

6 Denn du bist dem Herrn, deinem Gott, ein heiliges Volk. Dich hat der Herr, dein Gott, erwählt, dass du ihm zum Volk {seines} Eigentums wirst aus allen Völkern, die auf dem Erdboden sind.

7 Nicht weil ihr mehr wäret als alle Völker, hat der Herr sich euch zugeneigt und euch erwählt – ihr seid ja das geringste unter allen Völkern –,

8 sondern wegen der Liebe des Herrn zu euch, und weil er den Eid hielt, den er euren Vätern geschworen, hat der Herr euch mit starker Hand herausgeführt und dich erlöst aus dem Sklavenhaus, aus der Hand des Pharao, des Königs von Ägypten.

9 So erkenne denn, dass der Herr, dein Gott, der Gott ist, der treue Gott, der den Bund und die Güte[5]o. Gnade bis auf tausend Generationen denen bewahrt, die ihn lieben und seine Gebote halten,

10 und der denen, die ihn hassen, ins Angesicht vergilt, um sie[6]T. ; Mas. T. : ihn umkommen zu lassen. Nicht zögert er gegenüber dem, der ihn hasst, ins Angesicht vergilt er ihm!

11 So sollst du das Gebot und die Ordnungen und die Rechtsbestimmungen halten, die zu tun ich dir heute befehle.

12 Und es wird geschehen: Dafür, dass ihr diesen Rechtsbestimmungen gehorcht, sie bewahrt und sie tut, wird der Herr, dein Gott, dir den Bund und die Güte[5]o. Gnade bewahren, die er deinen Vätern geschworen hat.

13 Und er wird dich lieben und dich segnen und dich zahlreich werden lassen. Er wird die Frucht deines Leibes segnen und die Frucht deines Landes, dein Getreide, deinen Most und dein Öl, den Wurf deiner Rinder und den Zuwachs deiner Schafe, in dem Land, das er deinen Vätern geschworen hat, dir zu geben.

14 Gesegnet wirst du sein vor allen Völkern. Kein Unfruchtbarer und keine Unfruchtbare wird bei dir sein noch bei deinem Vieh.

15 Und der Herr wird jede Krankheit von dir abwenden. Und keine der bösen Seuchen Ägyptens, die du kennst, wird er auf dich legen, sondern er wird sie auf alle deine Hasser bringen.

16 Und du wirst alle Völker verzehren, die der Herr, dein Gott, dir preisgibt. Du sollst ihretwegen nicht betrübt sein[7]w. Dein Auge soll ihretwegen nicht fließen, und du sollst ihren Göttern nicht dienen; denn das wäre ein Fallstrick[8]w. ein Stellholz {des Vogelfängers} für dich.

17 Wenn du in deinem Herzen sagst: Diese Nationen sind größer als ich; wie könnte ich sie vertreiben? –

18 fürchte dich nicht vor ihnen! Denk doch daran, was der Herr, dein Gott, dem Pharao und allen Ägyptern angetan hat,

19 an die großen Prüfungen, die deine Augen gesehen, und an die Zeichen und die Wunder[1]o. Wahrzeichen und die starke Hand und den ausgestreckten Arm, womit der Herr, dein Gott, dich herausgeführt hat! Ebenso wird der Herr, dein Gott, an all den Völkern tun, vor denen du dich fürchtest.

20 Und auch die Hornissen[2]nach anderen: Angst und Schrecken wird der Herr, dein Gott, gegen sie senden, bis {alle} , die übrig geblieben sind und die sich vor dir versteckt haben, umgekommen sind.

21 Erschrick nicht vor ihnen! Denn der Herr, dein Gott, ist in deiner Mitte, ein großer und furchtbarer Gott.

22 Und der Herr, dein Gott, wird diese Nationen nach und nach vor dir hinaustreiben. Du wirst sie nicht schnell vernichten können, damit sich das Wild des Feldes nicht gegen dich vermehrt.

23 Und der Herr, dein Gott, wird sie vor dir dahingeben und sie in große Bestürzung versetzen[3]w. {mit} großer Bestürzung bestürzen, bis sie vernichtet sind.

24 Und er wird ihre Könige in deine Hand geben, und du wirst ihre Namen ausrotten unter dem Himmel. Kein Mensch wird vor dir bestehen, bis du sie vernichtet hast.

25 Die Bilder[4]das sind aus Stein gehauene o. aus Holz geschnitzte Bilder ihrer Götter sollt ihr mit Feuer verbrennen. Du sollst nicht das Silber und das Gold {, das} an ihnen {ist, } begehren und es dir nehmen, damit du dadurch nicht verstrickt wirst; denn ein Gräuel für den Herrn, deinen Gott, ist es.

26 Und du sollst keinen Gräuel in dein Haus bringen, damit du nicht gleich ihm dem Bann verfällst[5]w. sodass du gleich ihm Gebanntes wirst. Du sollst es als abscheulich verabscheuen und es für einen gräulichen Gräuel halten, denn Gebanntes ist es.

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