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Einheitsübersetzung
Einheitsübersetzung 2016
1 Im ersten Jahr des Meders Darius stand ich ihm helfend und schützend zur Seite.
2 Und jetzt will ich dir die Wahrheit mitteilen: Siehe, noch drei Könige stehen auf in Persien; der vierte aber wird größeren Reichtum erwerben als alle. Nachdem er reich und mächtig geworden ist, bietet er all seine Macht gegen das Reich von Jawan auf.
3 Dann wird ein kraftvoller König kommen; er herrscht mit großer Macht und tut, was er will.
4 Doch kaum ist er aufgetreten, da bricht sein Reich auseinander und teilt sich nach den vier Himmelsrichtungen. Es fällt aber nicht seinen Nachkommen zu und ist nicht mehr so mächtig wie unter seiner Herrschaft. Denn sein Reich wird vernichtet; es fällt anderen zu, nicht seinen Erben.
5 Dann erstarkt der König des Südens; aber einer von seinen Feldherrn wird mächtiger als er und tritt die Herrschaft an und seine Herrschaft wird noch gewaltiger sein.
6 Nach Jahren schließen sie dann ein Bündnis, und um den Frieden zu bekräftigen, kommt die Tochter des Königs des Südens zum König des Nordens. Doch sie verliert die Macht und auch ihr Kind bleibt nicht am Leben; zu der Zeit wird sie dem Untergang preisgegeben, sie, ihre Begleiter, auch der, der sie gezeugt hat, und der, der sie zur Frau genommen hat.
7 Aber an seiner Stelle tritt ein Spross aus ihren Wurzeln auf; er zieht gegen das Heer aus, dringt in die Festung des Königs des Nordens ein und verfährt mit ihnen, wie es ein Sieger tut.
8 Sogar ihre Götter nimmt er als Beute nach Ägypten mit, ebenso ihre Götterbilder und die kostbaren Geräte aus Silber und Gold. Dann lässt er den König des Nordens einige Jahre in Ruhe.
9 Darauf zieht dieser gegen das Reich des Königs des Südens, muss aber in sein Land zurückkehren.
10 Doch seine Söhne rüsten zum Krieg und bringen gewaltige Heere zusammen. Einer kommt; er rückt vor und überflutet alles. Dann rüstet er nochmals und dringt bis zu seiner Festung vor.
11 Das erbittert den König des Südens; er zieht gegen den König des Nordens aus und kämpft gegen ihn. Dieser hat zwar ein großes Heer aufgestellt, aber das Heer fällt dem andern in die Hand
12 und wird aufgerieben. Da wird sein Herz stolz; er wirft Zehntausende zu Boden, aber er bleibt nicht stark.
13 Der König des Nordens stellt nochmals ein Heer auf, noch größer als das erste, und nach einigen Jahren zieht er gegen jenen mit einer großen Streitmacht und einem riesigen Tross ins Feld.
14 In jener Zeit erheben sich viele gegen den König des Südens; auch gewalttätige Leute aus deinem Volk stehen auf und so erfüllt sich eine Vision. Aber sie kommen zu Fall.
15 Da zieht der König des Nordens heran, schüttet einen Wall auf und erobert eine stark befestigte Stadt. Die Kräfte des Königs des Südens halten nicht stand; selbst die Truppe seiner auserlesenen Kämpfer ist nicht stark genug, um sich zu halten.
16 Jener, der gegen ihn vorrückt, tut, was er will. Keiner kann ihm widerstehen; so fasst er Fuß im Land der Zierde und seine Hand bringt Vernichtung.
17 Dann fasst er den Plan, sein ganzes Reich zu unterjochen. Er schließt Frieden mit ihm und gibt ihm eine seiner Töchter zur Frau, um es zu vernichten. Doch das kommt nicht zustande, es gelingt ihm nicht.
18 Jetzt wendet er sich gegen die Inseln und erobert viele. Aber ein Feldherr macht seiner Schmähung ein Ende und lässt seine Schmähung auf ihn zurückfallen.
19 Nun wendet er sich den Festungen des eigenen Landes zu. Er stolpert jedoch, fällt und ist nicht mehr zu finden.
20 An seine Stelle tritt einer, der einen Steuereintreiber durch die Zierde des Reiches ziehen lässt. Doch wird er schon nach kurzer Zeit beseitigt, aber nicht öffentlich und nicht im Kampf.
21 An seine Stelle tritt ein verächtlicher Mensch. Ihm überträgt man die Würde des Königtums nicht; er kommt aber unversehens und reißt die Herrschaft durch List an sich.
22 Ganze Heere werden vor ihm hinweggeschwemmt und vernichtet, auch der Fürst des Bundes.
23 Wer sich mit ihm verbündet, gegen den handelt er heimtückisch. Er kommt empor, und obwohl er nur wenige Anhänger hat, wird er stark.
24 Unversehens dringt er in die reichsten Bezirke einer Provinz ein und tut, was weder seine Väter noch seine Ahnen getan haben: Er raubt, macht Beute und verteilt den Besitz an seine Leute. Er denkt Anschläge gegen die Festungen aus, aber das dauert nur eine bestimmte Zeit.
25 Er bietet seine ganze Kraft und seinen ganzen Mut auf und zieht mit einem großen Heer gegen den König des Südens. Darauf rüstet auch der König des Südens mit einem großen und sehr starken Heer zum Krieg; er kann aber nicht standhalten; denn man plant Anschläge gegen ihn.
26 Die eigenen Tischgenossen führen seinen Sturz herbei. Sein Heer wird weggeschwemmt, viele werden erschlagen und fallen.
27 Beide Könige sinnen auf Böses; sie sitzen am selben Tisch zusammen und belügen einander. Aber sie erreichen nichts, denn das Ende steht noch aus, bis zur bestimmten Zeit.
28 Und der König des Nordens kehrt zurück in sein Land mit großem Tross; sein Sinn ist gegen den Heiligen Bund gerichtet. Er handelt und kehrt in sein Land zurück.
29 Zu einer bestimmten Zeit fällt er wieder in den Süden ein. Doch das zweite Mal geht es nicht wie das erste Mal.
30 Kittäische Schiffe greifen ihn an und er kehrt eingeschüchtert um. Nun zürnt er dem Heiligen Bund und handelt entsprechend. Dann kehrt er heim und erkennt jene an, die den Heiligen Bund verlassen.
31 Er stellt Streitkräfte auf, die das Heiligtum auf der Burg entweihen, das tägliche Opfer abschaffen und den unheilvollen Gräuel aufstellen.
32 Er verführt mit seinen glatten Worten die Menschen dazu, vom Bund abzufallen; doch die Schar derer, die ihrem Gott treu sind, bleibt fest und handelt entsprechend.
33 Die Verständigen im Volk bringen viele zur Einsicht; aber eine Zeit lang zwingt man sie nieder mit Feuer und Schwert, mit Haft und Plünderung.
34 Doch während man sie niederzwingt, erfahren sie eine kleine Hilfe; viele schließen sich ihnen an, freilich nur zum Schein.
35 Aber auch manche von den Verständigen kommen zu Fall; so sollen sie geprüft, geläutert und gereinigt werden bis zur Zeit des Endes; denn es dauert noch eine Weile bis zu der bestimmten Zeit.
36 Der König tut, was er will. Er wird übermütig und prahlt gegenüber allen Göttern, auch gegenüber dem höchsten Gott führt er ungeheuerliche Reden. Dabei hat er Erfolg, bis der Zorn zu Ende ist. Denn was beschlossen ist, muss ausgeführt werden.
37 Er missachtet sogar die Götter seiner Väter, auch den Liebling der Frauen achtet er nicht und überhaupt keinen Gott; er prahlt gegenüber allen.
38 Stattdessen verehrt er den Gott der Festungen; einen Gott, den seine Väter nicht gekannt haben, verehrt er mit Gold und Silber, mit Edelsteinen und Kostbarkeiten.
39 Starke Festungen greift er an mit Hilfe des fremden Gottes. Alle, die ihn anerkennen, überhäuft er mit Ehren; er verleiht ihnen die Herrschaft über viele Menschen und teilt ihnen als Belohnung Land zu.
40 Zur Zeit des Endes streitet mit ihm der König des Südens. Da stürmt der König des Nordens gegen ihn heran mit Wagen und Reitern und mit vielen Schiffen. Er dringt in die Länder ein, überschwemmt sie und rückt vor.
41 Auch ins Land der Zierde dringt er ein. Viele werden niedergezwungen; nur Edom und Moab und der Hauptteil der Ammoniter entgehen ihm.
42 Er streckt seine Hand nach den Ländern aus; auch für Ägypten gibt es keine Rettung.
43 Er wird Herr über die Schätze von Gold und Silber und über alle Kostbarkeiten Ägyptens. Libyer und Kuschiter leisten ihm Gefolgschaft.
44 Da erschrecken ihn Gerüchte aus dem Osten und dem Norden. In großem Zorn zieht er aus, um viele zu vernichten und auszurotten.
45 Zwischen dem Meer und dem Berg der heiligen Zierde schlägt er seine Prunkzelte auf. Dann geht er seinem Ende zu und niemand ist da, der ihm hilft.
Einheitsübersetzung der Heiligen Schrift, © 2016 Katholische Bibelanstalt GmbH, Stuttgart. Alle Rechte vorbehalten
Elberfelder Bibel
Elberfelder 2006
1 Und ich – im ersten Jahr des Meders Darius war es meine Aufgabe[2]w. mein Platz, ihm Helfer und Schutz zu sein.
Weissagungen über Persien, Griechenland, die Könige des Südens und Nordens – Israels Bedrängnisse und Rettung in der Endzeit
2 Und nun will ich dir die Wahrheit mitteilen: Siehe, noch drei Könige werden in Persien aufstehen, und der vierte wird größeren Reichtum erlangen als alle. Und wenn er durch seinen Reichtum mächtig geworden ist, wird er alles gegen das Königreich Griechenland aufbieten[3]w. aufwecken.
3 Und ein tapferer[4]o. gewaltiger König wird aufstehen, und er wird mit großer Macht herrschen und nach seinem Belieben handeln.
4 Aber sobald er aufgetreten ist, wird sein Königreich zertrümmert und nach den vier Winden des Himmels hin zerteilt werden. Doch nicht für seine Nachkommenschaft {wird es sein} und nicht der Macht entsprechend, mit der er geherrscht hat; denn sein Königreich wird zerstört und anderen zuteilwerden, unter Ausschluss von jenen.
5 Und der König des Südens wird mächtig werden, aber {auch einer} von seinen Obersten, und der wird mächtig sein über ihn hinaus und wird herrschen, seine Herrschaft wird eine große Herrschaft sein.
6 Und nach Jahren[5]w. gegen Ende der Jahre werden sie sich verbünden; und die Tochter des Königs des Südens wird zum König des Nordens kommen, um ein Abkommen zu treffen. Aber sie wird die Kraft des Armes[6]d. h. der Streitmacht nicht behalten, und auch er und sein Arm[7]d. h. seine Streitmacht werden nicht bestehen. Und sie wird dahingegeben werden, sie und die sie kommen ließen[8]o. die sie gebracht haben; d. h. ihr Gefolge, und der, der sie gezeugt, und der, der sie {zur Frau} genommen hat[9]o. der sie unterstützt hat in {jenen} Zeiten.
7 Und aus dem Spross ihrer Wurzeln steht einer an seiner Stelle auf[10]o. steht einer an seiner Stelle; d. h. behauptet sich einer. Der wird gegen die Heeresmacht kommen und wird in die Bergfestung des Königs des Nordens eindringen und mit ihnen {nach Belieben} verfahren und wird sich als mächtig erweisen.
8 Auch wird er ihre Götter samt ihren gegossenen Bildern und ihren kostbaren Geräten, Silber und Gold, nach Ägypten entführen[11]w. nach Ägypten in die Gefangenschaft führen. Und er wird {einige} Jahre ablassen vom König des Nordens.
9 Und der wird in das Reich des Königs des Südens kommen, aber {wieder} in sein Land zurückkehren.
10 Aber seine Söhne werden sich {zum Krieg} rüsten und eine Menge großer Heere zusammenbringen; und sie[12]d. h. die Menge wird kommen, kommen und überschwemmen und überfluten und wird {dann} umkehren. Und sie werden sich {wieder} rüsten {zum Vormarsch} bis zu seiner Festung.
11 Und der König des Südens wird zornig werden und wird ausziehen und gegen ihn, den König des Nordens, kämpfen. Und er[13]o. Doch der wird eine große Menge {Truppen} aufstellen, aber die Menge wird in seine Hand gegeben werden.
12 Und wenn die Menge weggenommen wird, wird sein Herz sich erheben; und er wird Zehntausende niederwerfen, aber nicht mächtig bleiben.
13 Und der König des Nordens wird wiederkommen und eine Menge {Truppen} aufstellen, größer als die frühere; und nach Ablauf[14]w. gegen Ende der Zeiten, nach Jahren, wird er mit einem großen Heer und mit großer Ausrüstung kommen.
14 Und in jenen Zeiten werden viele gegen den König des Südens aufstehen; und Gewalttätige deines Volkes werden sich erheben, um die Vision zu erfüllen, und sie werden zu Fall kommen.
15 Und der König des Nordens wird kommen und einen Wall aufschütten und eine befestigte Stadt einnehmen. Und die Streitkräfte[1]w. Arme des Südens werden nicht standhalten, selbst sein auserlesenes Volk nicht. Sie werden keine Kraft haben standzuhalten.
16 Und der, der gegen ihn gekommen ist, wird nach seinem Belieben handeln, und niemand kann vor ihm bestehen. Und im Land der Zierde[2]d. i. Israel wird er {mit seinem Heer} stehen, und Vernichtung wird in seiner Hand sein.
17 Und er wird sein Angesicht darauf richten, in den Besitz[3]w. in die Gewalt seines ganzen Reiches zu kommen, und [4]T. ; Mas. T. : Rechtschaffene sind mit ihm, und er wirktwird mit ihm ein Abkommen treffen[4]T. ; Mas. T. : Rechtschaffene sind mit ihm, und er wirkt, und eine Tochter von {seinen} Frauen wird er ihm geben, um es[5]d. i. das Reich des Südens zu verderben. Aber das wird keinen Bestand haben, und es wird ihm nicht gelingen.
18 Und er wird sein Angesicht zu den Inseln[6]o. Küsten wenden und viele einnehmen. Aber ein Feldherr wird seinem Schmähen ein Ende machen; mit einem Fluch wird er ihm sein Schmähen zurückzahlen[7]T. ; Mas. T. : ohne ihm sein Schmähen zurückzuzahlen.
19 Und er wird sein Angesicht den Festungen seines Landes zuwenden und wird stürzen und fallen und nicht {mehr} zu finden sein.
20 Und es wird an seiner Stelle jemand aufstehen, der einen Eintreiber {von Abgaben}[8]o. Bedränger; o. Gewalthaber durch die Herrlichkeit des Königreichs ziehen lässt; aber in wenigen Tagen wird er zerschmettert werden, und zwar weder durch Zorn[9]Andere üs. mit geringfügiger Änderung: weder offen noch durch Krieg.
21 Und an seiner Stelle wird ein Verachteter aufstehen, auf den man nicht die Würde des Königtums gelegt hat; und er wird unversehens[10]w. in Sorglosigkeit; d. h. mitten im Frieden kommen und sich durch Heucheleien[11]w. durch Glätte des Königtums bemächtigen.
22 Und die heranflutenden Streitkräfte werden vor ihm weggeschwemmt und zertrümmert werden, ja sogar ein Fürst des Bundes.
23 Denn nachdem er sich mit ihm verbündet hat, wird er betrügerisch[12]o. hinterlistig handeln und wird hinaufziehen und mit wenig Volk Macht gewinnen.
24 Unversehens[10]w. in Sorglosigkeit; d. h. mitten im Frieden wird er in die fetten Gegenden einer Provinz eindringen und tun, was weder seine Väter noch die Väter seiner Väter getan haben: Raub und Plündergut und Besitz wird er ihnen austeilen[13]w. ausstreuen, und gegen Festungen plant er seine Anschläge, doch {nur} eine Zeit lang.
25 Und mit einem großen Heer wird er seine Kraft und seinen Mut[14]w. sein Herz gegen den König des Südens aufbieten[15]w. erwecken. Und {auch} der König des Südens wird sich mit einem großen und überaus starken Heer zum Krieg rüsten. Aber er wird nicht standhalten, denn man wird Anschläge gegen ihn planen.
26 Und die, die seine Tafelkost essen, werden ihn zerbrechen; und sein Heer flutet {auseinander} , und viele werden erschlagen fallen.
27 Und die beiden Könige: Ihre Herzen {werden} auf Bosheit {bedacht sein} , und an einem Tisch werden sie Lügen reden. Aber es wird nicht gelingen, denn das Ende {verzögert sich} noch bis zur bestimmten Zeit[16]o. denn noch gibt es ein Ende zur bestimmten Zeit.
28 Und er wird mit großem Reichtum in sein Land zurückkehren, und sein Herz wird gegen den heiligen Bund {gerichtet} sein; und er wird {entsprechend} handeln und in sein Land zurückkehren.
29 Zur bestimmten Zeit wird er wieder nach Süden ziehen, aber es wird beim zweiten Mal nicht {so} sein wie beim ersten Mal.
30 Denn Schiffe aus Kittim[1]d. i. Zypern werden gegen ihn kommen. Und er wird verzagen und umkehren; aber er wird den heiligen Bund verfluchen und {entsprechend} handeln: er wird umkehren und sein Augenmerk auf die richten, die den heiligen Bund verlassen.
31 Und Streitkräfte von ihm werden dastehen; und sie werden das Heiligtum, die Bergfestung entweihen und werden das regelmäßige {Opfer} abschaffen und den verwüstenden Gräuel aufstellen.
32 Und diejenigen, die sich am Bund schuldig machen[2]o. die am Bund gottlos handeln, wird er durch glatte Worte zum Abfall verleiten. Aber das Volk, das seinen Gott kennt, wird sich stark erweisen und entsprechend handeln.
33 Und die Verständigen des Volkes werden die Vielen unterweisen[3]o. werden den Vielen zur Einsicht verhelfen; aber sie werden stürzen durch Schwert und Flamme, durch Gefangenschaft und Beraubung – eine Zeit lang.
34 Und während sie stürzen, wird ihnen mit einer kleinen Hilfe geholfen werden. Doch viele werden sich ihnen heuchlerisch anschließen.
35 Und von den Verständigen werden {einige} stürzen, damit unter ihnen Läuterung, Prüfung und Reinigung bewirkt wird[4]w. stürzen, unter ihnen zu läutern, zu prüfen und zu reinigen bis zur Zeit des Endes. Denn {es verzögert sich} noch bis zur bestimmten Zeit.
36 Und der König wird nach seinem Belieben handeln, und er wird sich erheben und sich groß machen gegen jeden Gott, und gegen den Gott der Götter wird er unerhörte Reden führen. Und er wird Erfolg haben, bis die Verfluchung vollendet ist, denn das Festbeschlossene wird vollzogen.
37 Und {selbst} auf den Gott[5]o. auf die Götter seiner Väter wird er nicht achten, und weder auf den Schatz der Frauen[6]d. i. der Name einer Gottheit; vgl. Hes8,14 noch auf irgendeinen Gott wird er achten; sondern er wird sich über alles erheben.
38 Und stattdessen wird er den Gott der Festungen ehren. Und den Gott, den seine Väter nicht gekannt haben, wird er mit Gold und mit Silber und mit Edelsteinen und mit Kostbarkeiten ehren.
39 Und er wird gegen die starken Festungen[7]w. gegen die Befestigungen der Festungen vorgehen mit einem fremden Gott. Wer {ihn} anerkennt[8]w. ansieht, dem wird er viel Ehre erweisen. Und er wird solchen Leuten[9]w. ihnen Herrschaft verleihen über die vielen und {ihnen} das Land zum Lohn austeilen.
40 Und zur Zeit des Endes wird der König des Südens mit ihm zusammenstoßen, und der König des Nordens wird gegen ihn anstürmen mit Wagen und mit Reitern und mit vielen Schiffen. Und er wird in die Länder eindringen und wird {sie} überschwemmen und überfluten.
41 Und er wird in das Land der Zierde[10]d. i. Israel eindringen, wobei vieles stürzen wird[11]o. straucheln wird. Diese aber werden seiner Hand entrinnen: Edom und Moab und die Besten[12]o. der wichtigste Teil; w. das Erste. – Die syr. Üs. liest: der Rest der Söhne Ammon.
42 Und er wird seine Hand an die Länder legen, und für das Land Ägypten wird es kein Entrinnen geben.
43 Und er wird die Schätze an Gold und Silber und alle Kostbarkeiten Ägyptens in seine Gewalt bringen, und Libyer und Kuschiter werden in seinem Gefolge sein.
44 Aber Gerüchte von Osten und von Norden her werden ihn erschrecken; und er wird mit großem Zorn ausziehen, um viele zu vernichten und {an ihnen} den Bann zu vollstrecken.
45 Und er wird seine Königszelte aufschlagen[1]w. die {Pflöcke der} Zelte seines Palastes einschlagen; o. die Zelte seiner Rüstkammern aufschlagen; d. h. seine Kriegszelte zwischen dem Meer[2]w. zwischen den Meeren und dem Berg der heiligen Zierde[3]d. i. Israel. Dann wird er an sein Ende kommen, und niemand wird ihm helfen.
Elberfelder Bibel 2006, © 2006 SCM R.Brockhaus in der SCM Verlagsgruppe GmbH, Holzgerlingen