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Einheitsübersetzung

Einheitsübersetzung 2016

Der Kult des ersten Bundes und das Opfer Christi: 9,1–14

1 Der erste Bund hatte zwar gottesdienstliche Vorschriften und ein irdisches Heiligtum.

2 Es wurde nämlich ein erstes Zelt errichtet, in dem sich der Leuchter, der Tisch und die Schaubrote befanden; dieses wird das Heilige genannt.

3 Hinter dem zweiten Vorhang jedoch war ein Zelt, das Allerheiligstes genannt wird,

4 mit dem goldenen Rauchopferaltar und der ganz mit Gold überzogenen Bundeslade; darin waren ein goldener Krug mit dem Manna, der Stab Aarons, der Triebe angesetzt hatte, und die Bundestafeln;

5 über ihr waren die Kerubim der Herrlichkeit, die die Sühneplatte überschatteten. Doch es ist nicht möglich, darüber jetzt im Einzelnen zu reden.

6 So also ist das alles geordnet. In das erste Zelt gehen die Priester das ganze Jahr hinein, um die heiligen Dienste zu verrichten.

7 In das zweite Zelt aber geht nur einmal im Jahr der Hohepriester allein hinein, und zwar mit dem Blut, das er für sich und für die unwissentlich begangenen Vergehen des Volkes darbringt.

8 Damit macht der Heilige Geist deutlich, dass der Weg in das Heiligtum noch nicht offensteht, solange das erste Zelt noch Bestand hat.

9 Das ist ein Gleichnis, das auf die gegenwärtige Zeit hinweist, in der Gaben und Opfer dargebracht werden, die das Gewissen des Opfernden nicht zur Vollkommenheit führen können;

10 es handelt sich nur um Speisen und Getränke und allerlei Waschungen, äußerliche Vorschriften, die bis zu der Zeit einer besseren Ordnung auferlegt worden sind.

11 Christus aber ist gekommen als Hohepriester der künftigen Güter durch das größere und vollkommenere Zelt, das nicht von Menschenhand gemacht, das heißt nicht von dieser Schöpfung ist.

12 Nicht mit dem Blut von Böcken und jungen Stieren, sondern mit seinem eigenen Blut ist er ein für alle Mal in das Heiligtum hineingegangen und so hat er eine ewige Erlösung bewirkt.

13 Denn wenn schon das Blut von Böcken und Stieren und die Asche einer jungen Kuh die Unreinen, die damit besprengt werden, so heiligt, dass sie leiblich rein werden,

14 um wie viel mehr wird das Blut Christi, der sich selbst als makelloses Opfer kraft des ewigen Geistes Gott dargebracht hat, unser Gewissen von toten Werken reinigen, damit wir dem lebendigen Gott dienen.

Christus als Mittler des neuen Bundes: 9,15–28

15 Und darum ist er der Mittler eines neuen Bundes; sein Tod hat die Erlösung von den im ersten Bund begangenen Übertretungen bewirkt, damit die Berufenen das verheißene ewige Erbe erhalten.

16 Wo nämlich ein Testament vorliegt, muss der Tod des Erblassers nachgewiesen werden;

17 denn ein Testament wird erst im Todesfall rechtskräftig und gilt nicht, solange der Erblasser noch lebt.

18 Daher ist auch der erste Bund nicht ohne Blut in Kraft gesetzt worden.

19 Nachdem Mose jedes Gebot dem Gesetz gemäß dem ganzen Volk vorgelesen hatte, nahm er das Blut der jungen Stiere und der Böcke, dazu Wasser, rote Wolle und Ysop, besprengte das Buch selbst und das ganze Volk

20 und sagte: Das ist das Blut des Bundes, den Gott geboten hat für euch.

21 Dann besprengte er auch das Zelt und alle gottesdienstlichen Geräte auf gleiche Weise mit dem Blut.

22 Fast alles wird nach dem Gesetz mit Blut gereinigt, und ohne dass Blut vergossen wird, gibt es keine Vergebung.

23 Durch solche Mittel müssen also die Abbilder der himmlischen Dinge gereinigt werden; die himmlischen Dinge selbst aber erfordern wirksamere Opfer.

24 Denn Christus ist nicht in ein von Menschenhand gemachtes Heiligtum hineingegangen, in ein Abbild des wirklichen, sondern in den Himmel selbst, um jetzt vor Gottes Angesicht zu erscheinen für uns;

25 auch nicht, um sich selbst viele Male zu opfern, wie der Hohepriester jedes Jahr mit fremdem Blut in das Heiligtum hineingeht;

26 sonst hätte er viele Male seit der Erschaffung der Welt leiden müssen. Jetzt aber ist er am Ende der Zeiten ein einziges Mal erschienen, um durch sein Opfer die Sünde zu tilgen.

27 Und wie es dem Menschen bestimmt ist, ein einziges Mal zu sterben, worauf dann das Gericht folgt,

28 so wurde auch Christus ein einziges Mal geopfert, um die Sünden vieler hinwegzunehmen; beim zweiten Mal wird er nicht wegen der Sünde erscheinen, sondern um die zu retten, die ihn erwarten.

Elberfelder Bibel

Elberfelder 2006

Der alttestamentliche ist nur Abbild des vollkommenen Gottesdienstes

1 Es hatte nun zwar auch der erste {Bund} Satzungen des Dienstes[5]o. Gottesdienstes und das irdische[6]o. weltliche Heiligtum.

2 Denn es wurde ein Zelt aufgerichtet, das vordere[7]w. erste; so auch V.6.8 – in dem sowohl der Leuchter als auch der Tisch und die Schaubrote[8]w. das Auslegen der Brote waren –, das das Heilige genannt wird,

3 hinter dem zweiten Vorhang aber ein Zelt, das das Allerheiligste genannt wird,

4 das einen goldenen Räucheraltar und die überall mit Gold überdeckte Lade des Bundes hatte, in welcher der goldene Krug, der das Manna enthielt, und der Stab Aarons, der gesprosst hatte, und die Tafeln des Bundes waren;

5 oben über ihr aber die Cherubim der Herrlichkeit, die den Versöhnungsdeckel[9]o. Sühnedeckel; dasselbe Wort wie Röm3,25 überschatteten, von welchen Dingen jetzt nicht im Einzelnen zu reden ist.

6 Da aber dies so eingerichtet ist, gehen zwar in das vordere Zelt die Priester allezeit hinein und verrichten die Dienste[10]o. die Gottesdienste,

7 in das zweite aber einmal im Jahr allein der Hohe Priester, nicht ohne Blut, das er darbringt für sich selbst und für die Verirrungen des Volkes.

8 Damit zeigt der Heilige Geist an, dass der Weg zum Heiligtum noch nicht offenbart ist, solange das vordere Zelt noch Bestand hat.

9 Dieses ist ein Gleichnis für die gegenwärtige Zeit, nach dem sowohl Gaben als auch Schlachtopfer dargebracht werden, die im Gewissen den nicht vollkommen machen können, der den Gottesdienst ausübt[1]o. der dient.

10 Es sind nur – neben Speisen und Getränken und verschiedenen Waschungen – Satzungen des Fleisches, die bis zur Zeit einer richtigen Ordnung[2]o. einer Berichtigung auferlegt sind.

Das einmalige und vollkommene Opfer Jesu

11 Christus aber ist gekommen als Hoher Priester der zukünftigen[3]andere Handschr. : gewordenen Güter und ist durch das größere und vollkommenere Zelt – das nicht mit Händen gemacht, das heißt, nicht von dieser Schöpfung ist –

12 und nicht mit Blut von Böcken und Kälbern, sondern mit seinem eigenen Blut ein für alle Mal in das Heiligtum hineingegangen und hat {uns} eine ewige Erlösung erworben[4]o. hineingegangen, als er {für uns} eine ewige Erlösung gefunden hatte.

13 Denn wenn das Blut von Böcken und Stieren und die Asche einer jungen Kuh, auf die Unreinen gesprengt, zur Reinheit des Fleisches heiligt,

14 wie viel mehr wird das Blut des Christus, der sich selbst durch den ewigen Geist {als Opfer} ohne Fehler Gott dargebracht hat, euer[5]andere Handschr. : unser Gewissen reinigen von toten Werken, damit ihr dem lebendigen Gott dient[6]o. Gottesdienst darbringt!

15 Und darum ist er Mittler eines neuen Bundes, damit, da der Tod geschehen ist zur Erlösung von den Übertretungen unter dem ersten Bund, die Berufenen die Verheißung des ewigen Erbes empfangen.

16 – Denn wo ein Testament[7]griech. dasselbe Wort wie »Bund« ist, da muss notwendig der Tod dessen eintreten, der das Testament gemacht hat.

17 Denn ein Testament ist gültig, wenn der Tod eingetreten ist[8]w. bei Toten, weil es niemals Kraft hat, solange der lebt, der das Testament gemacht hat. –

18 Daher ist auch der erste {Bund} nicht ohne Blut eingeweiht worden.

19 Denn als jedes Gebot nach dem Gesetz von Mose dem ganzen Volk mitgeteilt war, nahm er das Blut der Kälber und Böcke mit Wasser und Purpurwolle und Ysop[9]ein kleiner Busch mit stark riechenden Blättern; er wurde u. a. beim Reinigungsopfer zum Besprengen verwendet und besprengte sowohl das Buch selbst als auch das ganze Volk

20 und sprach: »Dies ist das Blut des Bundes, den Gott für euch geboten hat.«

21 Aber auch das Zelt und alle Gefäße des Dienstes besprengte er ebenso mit dem Blut;

22 und fast alle Dinge werden mit Blut gereinigt nach dem Gesetz, und ohne Blutvergießen gibt es keine Vergebung.

23 {Es ist} nun nötig, dass die Abbilder der in den Himmeln {befindliche Dinge} hierdurch gereinigt werden, die himmlischen Dinge selbst aber durch bessere Schlachtopfer als diese.

24 Denn Christus ist nicht hineingegangen in ein mit Händen gemachtes Heiligtum, ein Abbild des wahren {Heiligtums} , sondern in den Himmel selbst, um jetzt vor dem Angesicht Gottes für uns zu erscheinen,

25 auch nicht, um sich selbst oftmals zu opfern, wie der Hohe Priester alljährlich mit fremdem Blut in das Heiligtum hineingeht

26 – sonst hätte er oftmals leiden müssen von Grundlegung der Welt an –; jetzt aber ist er einmal in der Vollendung der Zeitalter[10]griech. Äonen offenbar geworden, um durch sein Opfer[11]o. Schlachtopfer die Sünde aufzuheben.

27 Und wie es den Menschen bestimmt[12]w. gesetzt ist, einmal zu sterben, danach aber das Gericht,

28 so wird auch der Christus, nachdem er einmal geopfert worden ist, um vieler Sünden zu tragen, zum zweiten Male ohne {Beziehung zur} Sünde[13]d. h. sein Kommen hat nichts mehr mit der Sünde zu tun denen zum Heil[14]o. zur Rettung erscheinen, die ihn erwarten.

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