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Einheitsübersetzung

Einheitsübersetzung 2016

Fünftes Wort gegen Ägypten: Gleichnis vom Pharao, dem Weltenbaum: 31,1–18

1 Es geschah im elften Jahr, im dritten Monat, am ersten Tag des Monats, da erging das Wort des HERRN an mich:

2 Menschensohn, sag zum Pharao, dem König von Ägypten, und zu seinem Gefolge: Wem warst du in deiner Größe vergleichbar?

3 Siehe, Assur: / Eine Zeder auf dem Libanon, prächtig war das Geäst, / reichlich der Schatten, / hoch der Wuchs und in die Wolken ragte ihr Wipfel.

4 Wasser machte sie groß. / Die Flut in der Tiefe ließ sie hoch emporwachsen. Ihre Ströme flossen rings um den Ort, / wo sie gepflanzt war, sie leitete ihre Kanäle / zu allen Bäumen des Feldes.

5 Darum war sie höher gewachsen / als alle Bäume des Feldes. Ihre Zweige wurden sehr zahlreich / und ihre Äste breiteten sich aus wegen des Reichtums an Wasser, / als sie emporwuchs.

6 Alle Vögel des Himmels / hatten ihr Nest in ihren Zweigen. Alle wilden Tiere / brachten unter den Ästen ihre Jungen zur Welt. All die vielen Nationen / wohnten in ihrem Schatten.

7 Schön war sie in ihrer Größe / mit ihrem breiten Geäst; denn ihre Wurzeln / hatten viel Wasser.

8 Keine Zeder im Garten Gottes / war ihr vergleichbar. Keine Zypresse hatte Zweige wie sie, / keine Platane so mächtige Äste wie sie. Keiner der Bäume im Garten Gottes / glich ihr in ihrer Schönheit.

9 Ich hatte sie herrlich gemacht / mit ihren zahlreichen Zweigen. Voll Eifersucht auf sie waren im Garten Gottes / alle Bäume von Eden.

10 Darum - so spricht GOTT, der Herr: Weil du so hoch emporwuchsest - da sie mit ihrem Wipfel in die Wolken ragte und ihr Herz wegen ihrer Höhe überheblich wurde -,

11 deshalb gebe ich sie in die Hand des Herrschers der Nationen. Er handelt, ja behandelt sie nach ihrer Schlechtigkeit; ich vertreibe sie.

12 Fremde, die gewalttätigsten unter den Völkern, werden sie umhauen und hinwerfen. Ihre Zweige fallen auf die Berge und in alle Täler, ihre Äste zerbrechen in allen Schluchten der Erde. Alle Völker der Erde verlassen den Schatten der Zeder und lassen sie liegen.

13 Auf ihren gefällten Stamm setzen sich alle Vögel des Himmels, die wilden Tiere hausen in ihren Zweigen.

14 Dies, damit keiner der Bäume am Wasser sich seiner Größe wegen erhebt und mit seinem Wipfel in die Wolken ragt und keiner der vom Wasser getränkten Bäume in seiner Größe gegen sie aufsteht. Denn sie alle werden dem Tod ausgeliefert und sie müssen in das Land der Tiefe hinab inmitten der Menschensöhne, zu denen, die in die Grube hinabgestiegen sind.

15 So spricht GOTT, der Herr: Am Tag, da die Zeder in die Unterwelt hinabsteigt, rufe ich Trauer aus, ich bedecke ihretwegen die Flut; ich halte ihre Ströme zurück, sodass der Reichtum an Wasser versiegt. Ihretwegen hülle ich den Libanon in Trauer und alle Bäume des Feldes sinken ihretwegen in Ohnmacht.

16 Durch das Getöse ihres Sturzes lasse ich Völker erzittern, wenn ich sie in die Unterwelt hinabsteigen lasse, hinab zu denen, die in die Grube hinabgestiegen sind. Dann trösten sich im Land der Tiefe alle Bäume von Eden, die erlesenen und besten des Libanon, alle, die Wasser getrunken haben.

17 Auch sie steigen hinab zusammen mit ihr in die Unterwelt, hinab zu denen, die vom Schwert erschlagen wurden, sie und die, die ihr helfender Arm waren, die in ihrem Schatten wohnten, mitten unter den Nationen.

18 Wem warst du gleich unter den Bäumen von Eden an Größe und Pracht? Und doch wirst du zusammen mit den Bäumen von Eden in das Land der Tiefe hinuntergebracht. Dort wirst du mitten unter den Unbeschnittenen liegen, unter denen, die vom Schwert erschlagen wurden. Dies ist der Pharao und sein ganzes Gefolge - Spruch GOTTES, des Herrn.

Elberfelder Bibel

Elberfelder 2006

Größe und Sturz des Pharao

1 Und es geschah im elften Jahr, im dritten {Monat} , am Ersten des Monats, da geschah das Wort des Herrn zu mir so:

2 Menschensohn, sage zum Pharao, dem König von Ägypten, und zu seinem Prunk[1]o. zu seiner lärmenden Menge; o. zu seinem Reichtum: Wem gleichst du in deiner Größe?

3 Siehe, eine Zypresse,[2]So hat der Text vielleicht ursprünglich gelautet. Mas. T. : Siehe, Assur war eine Zeder auf dem Libanon, mit schönen Zweigen – ein Schatten spendender Wald – und von hohem Wuchs; und zwischen den Wolken war ihr Wipfel.

4 Das Wasser zog sie groß, die Flut ließ sie hoch aufwachsen. Ihre Ströme hatte sie[3]d. i. die Flut ausgehen lassen[4]so mit LXX; Mas. T. lässt sich nicht sinnvoll übersetzen rings um ihre Pflanzung, und sie hatte ihre Kanäle ausgesandt zu allen Bäumen des Feldes.

5 Darum war ihr Wuchs höher als alle Bäume des Feldes; und ihre Zweige wurden zahlreich und ihre Äste lang von den vielen Wassern, als sie {ihre Zweige} ausbreitete.

6 In ihren Zweigen nisteten alle Vögel des Himmels, und unter ihren Ästen warfen alle Tiere des Feldes {ihre Jungen} ; und in ihrem Schatten wohnten all die vielen Nationen.

7 Und sie war schön in ihrer Größe und in der Länge ihrer Zweige; denn ihre Wurzel war an vielen Wassern.

8 Die Zedern kamen ihr nicht gleich im Garten Gottes, die {Zweige der} Wacholder waren nicht zu vergleichen mit[5]w. glichen nicht ihren Zweigen, und die {Äste der} Platanen waren nicht wie ihre Äste; kein Baum im Garten Gottes glich ihr in ihrer Schönheit.

9 Ich hatte sie schön gemacht in der Menge ihrer Zweige; und alle Bäume Edens, die im Garten Gottes waren, beneideten sie.

10 Darum, so hat der Herr, Herr gesprochen: Weil sie hoch geworden ist[6]so mit der syr. Üs. und Vulg. ; Mas. T. : Weil du hoch geworden bist an Wuchs und sie ihren Wipfel bis zwischen die Wolken streckte und ihr Herz sich wegen ihrer Höhe erhob,

11 so werde ich sie in die Hand des Mächtigen der Nationen geben. Nach ihrer Gottlosigkeit soll er mit ihr handeln; ich habe sie verstoßen.

12 Und Fremde, die gewalttätigsten Nationen, hieben sie um und warfen sie hin; auf die Berge und in alle Täler fielen ihre Zweige, und ihre Äste wurden zerbrochen in allen Bachrinnen des Landes. Und alle Völker der Erde zogen aus ihrem Schatten weg[7]w. zogen … herab und ließen sie liegen;

13 auf ihrem gefällten Stamm[8]Das Wort bedeutet auch »Aas« o. »Kadaver«. ließen sich alle Vögel des Himmels nieder, und auf ihren Ästen waren alle Tiere des Feldes,

14 damit keine Bäume am Wasser sich {mehr} erheben mit ihrem Wuchs und ihren Wipfel bis zwischen die Wolken strecken und [9]so mit vielen hebr. Handschr. , LXX und der aram. Üs. ; Mas. T. : und ihre Bäume (o. ihre Gewaltigen, o. ihre Götter) nicht in ihrer Höhe dastehen, die, die Wasser trinkenkeine wassertrinkenden {Bäume} sich auf sich selbst stellen in ihrer Höhe[9]so mit vielen hebr. Handschr. , LXX und der aram. Üs. ; Mas. T. : und ihre Bäume (o. ihre Gewaltigen, o. ihre Götter) nicht in ihrer Höhe dastehen, die, die Wasser trinken. Denn sie alle sind dem Tod preisgegeben, hin zum Land der Tiefe, mitten unter den Menschenkindern, zu denen, die in die Grube hinabgefahren sind.

15 So spricht der Herr, Herr: Am Tag, als sie in den Scheol hinabfuhr, habe ich um ihretwillen die Tiefe[10]o. die Flut; dasselbe Wort wie 1Mo1,2 in Trauer versetzt, ich habe {sie} verhüllt und ihre Ströme zurückgehalten; die großen Wasser wurden gehemmt, und den Libanon hüllte ich in Trauer um ihretwillen, alle Bäume des Feldes wurden um ihretwillen ohnmächtig.

16 Vom Getöse ihres Falls ließ ich die Nationen erbeben, als ich sie in den Scheol hinabfahren ließ mit denen, die in die Grube hinabfahren. Und alle Bäume Edens, das Auserlesene und Beste des Libanon, alle Wassertrinkenden trösteten sich im Land der Tiefe.

17 Auch sie fuhren mit ihr in den Scheol hinab zu den vom Schwert Erschlagenen, [11]so in Anlehnung an LXX; Mas. T. : und ihr Arm – sie wohnten in ihrem Schattenund es kamen um, die in ihrem Schatten wohnten[1]so in Anlehnung an LXX; Mas. T. : und ihr Arm – sie wohnten in ihrem Schatten, mitten unter den Nationen.

18 Wem gleichst du[2]vgl. V.2 so an Herrlichkeit und an Größe unter den Bäumen Edens? So wirst du mit den Bäumen Edens hinabgestürzt werden ins Land der Tiefe. Mitten unter den Unbeschnittenen wirst du liegen, bei den vom Schwert Erschlagenen. Das ist der Pharao und sein ganzer Prunk[3]o. seine ganze lärmende Menge; o. sein ganzer Reichtum, spricht der Herr, Herr[4]w. ist der Ausspruch des Herrn, Herrn.

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