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Einheitsübersetzung

Einheitsübersetzung 2016

Gleichnis vom heißen Topf: 24,1–14

1 Das Wort der HERRN erging an mich im neunten Jahr, im zehnten Monat, am Zehnten des Monats:

2 Menschensohn, schreib dir den Namen dieses Tages auf, genau den heutigen Tag! Am heutigen Tag hat sich der König von Babel auf Jerusalem gestürzt.

3 Leg dem widerspenstigen Volk ein Gleichnis vor und sag zu ihnen: So spricht GOTT, der Herr: Stell den Kessel auf, stell ihn auf; / und gieß auch Wasser hinein!

4 Leg seine Fleischstücke zusammen hinein, / jedes gute Stück, Lende und Schulter! Mit den besten Knochen fülle ihn auf!

5 Nimm die Besten von der Herde! / Auch die Knochen leg ringsum unter den Kessel! Bring ihn zum Sieden! / Auch seine Knochen in seiner Mitte sollen kochen!

6 Darum - so spricht GOTT, der Herr: Weh der Blutstadt, / dem verrosteten Kessel und dem Rost, der nicht abgeht! / Stück für Stück nimm wahllos heraus!

7 Denn ihr Blut war mitten in ihr. / An den nackten Felsen hat sie es getan, statt es auf die Erde auszugießen, / um es mit Staub zu bedecken.

8 Indem ich meinen Zorn aufsteigen lasse, / um Vergeltung zu üben, habe ich ihr Blut auf nacktem Felsen vergossen, / damit es nicht bedeckt werde.

9 Darum - so spricht GOTT, der Herr: Weh der Blutstadt! / Auch ich mache groß den Holzstoß.

10 Häufe Holz auf, / zünde Feuer an, koche das Fleisch, / koche die Brühe ein und die Knochen sollen verbrennen!

11 Dann stelle ihn leer auf seine Kohlen, damit sein Kupfer sich erhitzt und glüht und geschmolzen wird, was an ihm unrein ist, sein Rost verschwindet!

12 Doch umsonst die Mühe: Sein starker Rost geht nicht von ihm ab, im Feuer bleibt sein Rost.

13 In deiner Unreinheit besteht die Schandtat. Weil ich dich rein machen wollte, du aber nicht rein wurdest, sollst du von deiner Unreinheit nicht mehr rein werden, bis ich meinen Zorn an dir gestillt habe.

14 Ich, der HERR, habe gesprochen. Es kommt und ich führe es aus. Ich gebe nicht nach. Ich habe kein Mitleid, es reut mich nicht. Nach deinen Wegen und deinen Taten werden sie dich richten - Spruch GOTTES, des Herrn.

Der Tod der Frau – ein Gleichnis für die Zerstörung der Stadt: 24,15–27

15 Das Wort des HERRN erging an mich:

16 Menschensohn, siehe, ich nehme dir die Freude deiner Augen durch einen jähen Tod. Doch du sollst weder klagen noch weinen. Keine Träne darfst du vergießen.

17 Stöhne, bleib still! Keine Totentrauer sollst du halten. Binde deinen Kopfbund um und zieh deine Schuhe an deine Füße! Verhülle deinen Bart nicht und iss kein Brot von Menschen!

18 Ich redete am Morgen zum Volk. Meine Frau starb am Abend, und ich tat am Morgen, wie mir befohlen war.

19 Da sagte das Volk zu mir: Willst du uns nicht erklären, was dein Verhalten für uns zu bedeuten hat?

20 Ich antwortete ihnen: Das Wort des HERRN ist an mich ergangen.

21 Sag zum Haus Israel: So spricht GOTT, der Herr: Siehe, ich werde mein Heiligtum entweihen, euren Stolz und eure Macht, die Freude eurer Augen und die Sehnsucht eurer Seele. Eure Söhne und eure Töchter, die ihr zurückgelassen habt, werden unter dem Schwert fallen.

22 Dann werdet ihr handeln, wie ich gehandelt habe: Ihr werdet den Bart nicht verhüllen und kein Brot von Menschen essen.

23 Mit eurem Kopfbund auf eurem Haupt und euren Schuhen an euren Füßen werdet ihr weder klagen noch weinen, sondern in euren Sünden dahinsiechen und miteinander stöhnen.

24 Ezechiel wird ein Mahnzeichen für euch sein. Genauso wie er gehandelt hat, werdet ihr handeln; wenn das eintrifft, werdet ihr erkennen, dass ich GOTT, der Herr, bin.

25 Du aber, Menschensohn, ist es nicht so? An jenem Tag, wenn ich ihnen ihren Zufluchtsort nehme, ihre Wonne und ihre Pracht, die Freude ihrer Augen und das Verlangen ihrer Seele, ihre Söhne und ihre Töchter,

26 an jenem Tag wird zu dir der Flüchtling kommen, um die Nachricht zu Gehör zu bringen.

27 An jenem Tag, mit dem Flüchtling, wird sich dein Mund öffnen. Du wirst reden und nicht mehr stumm sein. So wirst du zu einem Mahnzeichen für sie und sie werden erkennen, dass ich der HERR bin.

Elberfelder Bibel

Elberfelder 2006

Der Kochtopf über dem Feuer

1 Und das Wort des Herrn geschah zu mir im neunten Jahr, im zehnten Monat, am Zehnten des Monats:

2 Menschensohn, schreibe dir den Namen des Tages auf, ebendieses Tages! An ebendiesem Tag wirft sich der König von Babel {mit seinem Heer} auf Jerusalem.

3 Und rede ein Gleichnis zu dem widerspenstigen Haus, und sage zu ihnen: So spricht der Herr, Herr: Setze den Topf auf, setze {ihn} auf, und gieße auch Wasser hinein!

4 Lege seine {Fleisch} stücke zusammen hinein, lauter gute Stücke, Lende und Schulter; auserlesene Knochen fülle ein!

5 Nimm auserlesene Schafe, und schichte auch ringsherum die Holzstücke[1]So hat wahrscheinlich in Entsprechung zu V.10 der Text ursprünglich gelautet; Mas. T. : die Knochen darunter; lass seine {Fleisch} stücke sieden[2]So mit zwei hebr. Handschr. ; Mas. T. : lass sein Sieden sieden, o. lass seine Siedestücke sieden; auch seine Knochen sollen darin kochen! –

6 Darum, so spricht der Herr, Herr: Wehe, Stadt der Blutschuld! Topf, an dem sein Rost ist und dessen Rost nicht von ihm abgeht! Stück für Stück leere ihn aus, ohne dass darüber das Los gefallen ist.[3]o. Stück für Stück hat man sie (die Stadt) leergemacht, ohne dass über sie (die Bewohner) das Los gefallen ist.

7 Denn ihr Blut[4]d. i. das Blut, das in der Stadt vergossen wurde ist in ihrer Mitte; sie hat es auf den kahlen Felsen getan, sie hat es nicht auf die Erde gegossen, dass man es mit Staub bedecken könnte.

8 Um Zorn heraufzuführen, um Rache zu üben, habe ich ihr Blut auf den kahlen Felsen getan, damit es nicht bedeckt wird. –

9 Darum, so spricht der Herr, Herr: Wehe, Stadt der Blutschuld! Auch ich werde den Holzstoß groß machen.

10 Häufe das Holz, zünde das Feuer an, koche das Fleisch gar, und schütte die Brühe weg[5]so mit LXX; Mas. T. : und lass salben den Salbentopf, und die Knochen sollen angebrannt werden!

11 Und stelle ihn leer auf seine Kohlen, damit seine Bronze heiß wird und glüht und seine Unreinheit in ihm schmilzt, sein Rost abgeht!

12 Vergebliche Mühe![6]T. ; Mas. T. : Mit Mühsal hat er müde gemacht. Sein vieler Rost geht nicht von ihm ab. Ins Feuer mit seinem Rost![7]o. {Auch} im Feuer {bleibt} sein Rost. –

13 Wegen deiner schändlichen[8]o. unzüchtigen Unreinheit, weil ich dich reinigte, du aber nicht rein wurdest, so wirst du {nun} von deiner Unreinheit nicht mehr rein werden, bis ich meinen Grimm an dir gestillt habe.

14 Ich, der Herr, habe geredet. Es kommt, und ich tue es; ich lasse nicht nach; ich bin {deinetwegen} nicht betrübt[9]w. nicht fließt (d. h. weint) {mein Auge} und lasse es mich nicht gereuen. Nach deinen Wegen und nach deinen Taten richte ich[10]so mit einigen hebr. Handschr. ; Mas. T. : richten sie dich, spricht der Herr, Herr[11]w. ist der Ausspruch des Herrn, Herrn.

Der Tod von Hesekiels Frau: Keine Trauer über Jerusalem

15 Und das Wort des Herrn geschah zu mir so:

16 Menschensohn, siehe, ich nehme die in deinen Augen Begehrenswerte[12]o. die Lust deiner Augen von dir weg durch plötzlichen Tod[13]o. durch einen Schlag. Du aber sollst nicht klagen und nicht weinen, und keine Träne soll dir kommen.

17 Stöhne bewegungslos, Totenklage stell nicht an; binde dir deinen Kopfbund um, und zieh deine Schuhe an deine Füße! Deinen Bart sollst du nicht verhüllen und Brot der Trauer[14]so mit der aram. Üs. und Vulg. ; Mas. T. : der Menschen nicht essen!

18 Und ich redete zum Volk am Morgen, und am Abend starb meine Frau. Und ich tat am Morgen, wie mir befohlen war.

19 Da sprach das Volk zu mir: Willst du uns nicht mitteilen, was uns das bedeuten soll, dass du {so} handelst?

20 Da sagte ich zu ihnen: Das Wort des Herrn geschah zu mir so:

21 Sage zum Haus Israel: So spricht der Herr, Herr: Siehe, ich entweihe mein Heiligtum, den Stolz eurer Macht[15]o. den Stolz eures Schutzes; d. h. den Schutz, auf den ihr stolz seid, das in euren Augen Begehrenswerte[1]o. die Lust eurer/ihrer Augen und das Verlangen eurer Seele. Und eure Söhne und eure Töchter, die ihr zurückgelassen habt, werden durchs Schwert fallen.

22 Dann werdet ihr tun, wie ich getan habe: den Bart werdet ihr nicht verhüllen und Brot der Trauer[2]so mit der aram. Üs. und Vulg. ; Mas. T. : der Menschen nicht essen,

23 und eure Kopfbunde werden auf euren Köpfen {bleiben} und eure Schuhe an euren Füßen. Ihr werdet nicht klagen und nicht weinen, sondern werdet dahinschwinden in euren[3]o. wegen eurer Sünden und seufzen einer zum andern hin.

24 So wird Hesekiel für euch zum Wahrzeichen werden; nach allem, was er getan hat, werdet ihr tun. Wenn es kommt, dann werdet ihr erkennen, dass ich der Herr, Herr, bin.

25 Und du, Menschensohn, siehe, an dem Tag, da ich ihre Zuflucht[4]o. ihr Burgheiligtum, eigentlich: ihre Bergfestung wegnehme von ihnen, die Freude ihrer Pracht, das in ihren Augen Begehrenswerte[1]o. die Lust eurer/ihrer Augen und die Sehnsucht ihrer Seelen, ihre Söhne und ihre Töchter;

26 an jenem Tag wird ein Entkommener zu dir kommen, um es deine Ohren vernehmen zu lassen.

27 An jenem Tag wird dein Mund geöffnet werden vor dem Entkommenen, und du wirst reden und nicht mehr stumm sein. So sollst du ihnen zu einem Wahrzeichen werden; und sie werden erkennen, dass ich der Herr bin.

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