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Einheitsübersetzung

Einheitsübersetzung 2016

1 wenn ich Israel heile, / dann wird die Schuld Efraims aufgedeckt / und die Bosheit Samarias. Denn was sie tun, ist Betrug: / Der Dieb bricht in die Häuser ein, / draußen plündern die Räuberbanden.

2 Sie aber bedenken nicht, / dass ich all ihr böses Tun im Gedächtnis behalte. Jetzt umringen ihre Taten sie, / vor meinem Angesicht stehen sie.

Gewaltsame Absetzung von Königen: 7,3–7

3 Mit ihrer Bosheit erheitern sie den König, / mit ihren Lügen die Regierenden.

4 Sie alle sind Ehebrecher. / Sie sind wie ein angeheizter Backofen, dessen Feuer der Bäcker nicht mehr schürt, / wenn er den Teig knetet und ihn aufgehen lässt.

5 Am Tag, an dem die Regierenden / unseren König mit dem Gift des Weins krank machen, / hat dieser den Spöttern die Hand gereicht.

6 Ja, hinterhältig nähern sie sich, / mit einem Herzen, das wie ein Backofen glüht: Die ganze Nacht über schläft ihr Zorn, / am Morgen aber entbrennt er wie ein loderndes Feuer.

7 Sie alle glühen wie ein Backofen; / sie fressen ihre Richter. Alle ihre Könige sind gefallen; / doch keiner ist unter ihnen, der zu mir ruft.

Verfehlte Politik: 7,8–16

8 Efraim - unter die Völker lässt es sich verrühren. / Efraim ist ein Brot, das nicht gewendet worden ist.

9 Fremde haben seine Kraft verzehrt, / ohne dass er es merkt. Auch wird sein graues Haar sichtbar, / ohne dass er es merkt.

10 Sein eigener Hochmut klagt Israel an; / doch sie kehren nicht um zum HERRN, ihrem Gott, / und suchen ihn trotz alledem nicht.

11 Efraim ist wie eine Taube, / leicht zu verlocken, ohne Verstand. Sie rufen Ägypten zu Hilfe / und laufen nach Assur.

12 Wenn sie laufen, werfe ich mein Netz über sie; / wie die Vögel des Himmels hole ich sie herunter. / Ich werde sie züchtigen, wie man es ihrer Gemeinde angekündigt hat.

13 Wehe ihnen, denn sie sind vor mir geflohen. / Verderben über sie, denn sie sind mir untreu geworden. Und da sollte ich sie freikaufen, / ich, über den sie nur Lügen verbreiten?

14 Wenn sie zu mir schreien, / kommt es nicht aus dem Herzen, / ja, sie heulen nicht auf ihren Betten. Sie ritzen sich wund, um Korn und Wein zu erflehen, / und wenden sich von mir ab.

15 Ich aber bin es, der ihre Arme geübt und gestärkt hat, / doch gegen mich planen sie Böses.

16 Kehren sie um, so doch nicht nach oben zu mir; / sie sind wie ein Bogen, der versagt. Ihre Regierenden kommen um durch das Schwert / wegen ihrer unverständlichen Rede - / so spottet man über sie - in Ägypten.

Elberfelder Bibel

Elberfelder 2006

1 wenn ich Israel heile, werden die Schuld Ephraims und die Bosheiten Samarias aufgedeckt. Denn sie üben[9]o. ist eine Ernte bestimmt, wenn ich das Geschick meines Volkes wende, wenn ich Israel heile. Ja, aufgedeckt sind die Schuld Ephraims und die Bosheiten Samarias: Man übt Betrug, der Dieb dringt ein, die Räuberbande plündert draußen.

2 Aber sie bedenken nicht in ihrem Herzen, dass ich mich an all ihre Bosheit erinnere. Nun haben ihre Taten sie umringt, sie sind vor meinem Angesicht.

3 Mit ihrer Bosheit erfreuen sie den König und mit ihren Lügen die Obersten.

4 Sie alle sind Ehebrecher wie ein brennender Ofen ohne Bäcker. Der hört auf zu schüren vom Kneten des Teiges an bis zu seiner Säuerung.

5 Am Tag unsres[11]aram. Üs. : ihres Königs machen sie[12]o. sich die Obersten krank von der Glut des Weines. Seine Gewalt reißt die Schwätzer davon.

6 Denn sie nähern sich[13]so mit anderer Vokalisierung in Anlehnung an die griech. Üs. ; Mas. T. : Denn sie bringen {ihn} ; viell. den Wein; vgl. V.5 mit Hinterlist[14]w. in ihrem Hinterhalt, {während} ihr Herz wie ein Ofen ist[1]Andere üs. mit LXX: Ja, erhitzt wie ein Ofen ist ihr Herz in ihrem Hinterhalt.: Ihr Zorn[2]so mit der syr. und aram. Üs. ; Mas. T. : Bäcker schläft die ganze Nacht; am Morgen brennt er wie ein flammendes Feuer.

7 Sie alle glühen wie ein Ofen, sie verzehren ihre Richter. Alle ihre Könige fallen, keiner von ihnen ruft mich an.

8 Ephraim vermischt sich[3]w. wird hin- und hergeschüttelt, o. lässt sich verrühren mit den Völkern. Ephraim ist ein Brotfladen geworden, der nicht gewendet ist.

9 Fremde verzehren seine Kraft, und er erkennt es nicht. Auch graues Haar hat sich bei ihm eingeschlichen, und er erkennt es nicht.

10 So zeugt der Hochmut Israels ihm {selbst} ins Gesicht. Und sie kehren nicht um zum Herrn, ihrem Gott, und bei alledem suchen sie ihn nicht.

11 Und Ephraim ist wie eine Taube geworden, die sich betören lässt, ohne Verstand. Ägypten rufen sie an, nach Assur laufen sie.

12 Sowie sie hinlaufen, spanne ich mein Fangnetz über sie aus; wie Vögel des Himmels hole ich sie herunter. Ich züchtige sie, wie es ihrer Gemeinde verkündigt worden ist.

13 Wehe ihnen! Denn sie sind vor mir geflohen. Verwüstung über sie! Denn sie haben mit mir gebrochen[4]o. sind von mir abgefallen. Und ich, ich wollte sie wohl loskaufen, sie aber reden Lügen über mich.[5]o. Und ich, sollte ich sie loskaufen, während sie Lügen über mich reden?

14 Und sie schreien in ihrem Herzen nicht zu mir um Hilfe, sondern heulen auf ihren Lagern, ritzen[6]o. wenn sie auf ihren Lagern heulen, ritzen sie sich wegen Korn und Most[7]so mit mehreren hebr. Handschr. ; Mas. T. : treiben sich wegen Korn und Most umher {und} wenden sich gegen mich[8]w. weichen ab gegen mich; andere lesen mit der syr. und aram. Üs. : sind widerspenstig gegen mich.

15 Und ich, ich wies {sie} zurecht, ich stärkte ihre Arme, doch sie ersinnen Böses gegen mich.

16 Sie wenden sich um, {doch} nicht zu mir[9]so mit Ergänzung eines Buchstabens; Mas. T. : nicht oben. Sie sind wie ein schlaffer[10]o. trügerischer Bogen geworden. Ihre Obersten werden durchs Schwert fallen wegen der Verwünschung ihrer Zunge; das wird ihre Verspottung sein im Land Ägypten[11]o. wegen des Stammelns ihrer Zunge – das ist ihr Stottern – im Land Ägypten.

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