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Einheitsübersetzung

Einheitsübersetzung 2016

1 Sendet einen Widder, den Herrscher des Landes, / von Sela her durch die Wüste zum Berg der Tochter Zion!

2 Wie flüchtende Vögel, aus dem Nest verscheucht, / so werden die Töchter Moabs an den Furten des Arnon sein.

3 Schafft Rat, trefft eine Entscheidung! / Mache deinen Schatten am hohen Mittag wie die Nacht, / verbirg die Vertriebenen, verrate den Flüchtling nicht!

4 Meine Vertriebenen, die von Moab, sollen bei dir Schutz finden. / Sei ihnen ein Versteck vor dem Verwüster! Ist der Unterdrücker am Ende, / die Verwüstung vollzogen, / sind aus dem Land verschwunden, die es zertreten,

5 dann wird in Huld ein Thron errichtet; / darauf sitzt in Treue im Zelt Davids ein Richter, / der Recht sucht und Gerechtigkeit fördert.

6 Wir haben vom Stolz Moabs gehört, / hoch über die Maßen, von seinem Stolz, seinem Hochmut, seiner Unbeherrschtheit / und seinem unwahren Geschwätz.

7 Darum heult Moab um Moab, / jeder heult. Den Traubenkuchen von Kir-Heres trauert ihr nach, / völlig niedergeschlagen.

8 Denn die Pflanzungen von Heschbon sind verwelkt, / die Weinstöcke von Sibma. Die Herren der Nationen zerschlugen seine Reben, / die bis Jaser reichten, bis in die Wüste sich verloren, seine Ranken breiteten sich aus, / sie zogen sich hin bis zum Meer.

9 Darum beweine ich die Weinstöcke von Sibma, / wie Jaser weint; ich tränke dich mit meinen Tränen, / Heschbon und Elale, denn über deinen Sommer und deine Ernte / ist Kriegsgeschrei gefallen.

10 Abgeerntet sind Freude und Jubel / aus dem Obstgarten; in den Weinbergen jauchzt man nicht, / frohlockt man nicht. Der Kelterer tritt keinen Wein mehr in den Keltern. / Dem Freudengeschrei habe ich ein Ende gemacht.

11 Darum klagen meine Eingeweide um Moab wie eine Leier, / mein Inneres um Kir-Heres.

12 Wenn aber Moab erscheint, / sich abmüht auf seiner Kulthöhe und in sein Heiligtum kommt, um zu beten, / dann vermag es nichts.

13 Dies ist das Wort, das der HERR einst über Moab gesprochen hat.

14 Jetzt aber hat der HERR so gesprochen: In drei Jahren - wie Söldnerjahren - wird Moabs Herrlichkeit mit all dem vielen Getöse verachtet sein. Und der Rest wird wenig sein, winzig, machtlos.

Elberfelder Bibel

Elberfelder 2006

1 Sendet einen Widder des Landesherrn von Sela in der Wüste zum Berg[13]o. vom Fels der Tochter Zion!

2 Und es geschieht: wie umherflatternde Vögel, {wie} ein aufgescheuchtes Nest sind die Töchter[14]Das sind die Ortschaften o. Bewohner. Moabs an den Übergängen des Arnon.

3 Schaffe Rat, triff Entscheidung! Am hellen Mittag mache deinen Schatten der Nacht gleich, verbirg die Vertriebenen, den Flüchtling verrate nicht!

4 Lass die Vertriebenen Moabs[15]so mit 2 Handschr. sowie der griech. und syr. Üs. ; Mas. T. : Lass meine Vertriebenen, Moab sich bei dir als Fremde aufhalten! Sei ihnen ein Versteck vor dem Verwüster! – Wenn der Unterdrücker nicht mehr da ist, die Verwüstung aufgehört hat, die Zertreter aus dem Lande verschwunden sind,

5 dann wird in Güte[1]o. aus Gnade ein Thron aufgerichtet werden. Und auf ihm – im Zelt Davids – wird einer in Beständigkeit[2]o. in Wahrheit; o. in Treue sitzen, der da richtet und nach Recht trachtet und der in Gerechtigkeit erfahren ist.

6 Wir haben gehört von dem Hochmut Moabs, dem sehr hochfahrenden, von seinem Stolz, seinem Hochmut und seiner Überheblichkeit, von seinem eitlen Prahlen.

7 Darum wird Moab heulen über Moab; alles wird heulen. Um die Traubenkuchen von Kir-Hareset werdet ihr seufzen, ganz zerschlagen.

8 Denn Heschbons Terrassen {gärten} sind verwelkt, die Weinstöcke von Sibma, deren edle Trauben die Herren der Nationen {mit Trunkenheit} bezwangen. Bis nach Jaser reichten sie, verloren sich in die Wüste[3]o. der Weinstock von Sibma. Die Herren der Nationen schlugen seine edlen Trauben {nieder} , die bis Jaser reichten, sich in die Wüste verloren.. Seine Ranken breiteten sich aus, gingen über das Meer[4]d. i. das Tote Meer.

9 Darum beweine ich, wie Jaser weint, den Weinstock von Sibma, mit meinen Tränen tränke ich dich satt, Heschbon und Elale. Denn über dein Sommerobst und über deinen Ernteertrag ist das Jauchzen {der Feinde} gefallen.

10 Da sind Freude und Jubel aus den Fruchtgärten abgeerntet, und in den Weinbergen wird nicht gejubelt, nicht gejauchzt. In den Kelterkufen tritt kein Kelterer den Wein; dem Jauchzen[5]d. h. dem Jubelruf der Kelterer, während sie die Trauben ausstampfen; vgl. Jer25,30; 48,33 habe ich ein Ende gemacht.

11 Darum klagen[6]w. lärmen meine Eingeweide über Moab wie eine Zither und mein Inneres über Kir-Heres.

12 Und es wird geschehen, wenn Moab erscheint, sich abmüht auf der {Opfer} höhe und in sein Heiligtum eintritt, um zu beten, dann wird es nichts ausrichten.

13 Das ist das Wort, das der Herr einst über Moab geredet hat.

14 Jetzt aber redet der Herr und spricht: In drei Jahren, wie die Jahre eines Tagelöhners, wird die Herrlichkeit Moabs verächtlich sein samt all der großen Menge. Und der Rest wird winzig klein, {gar} nicht groß sein.

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